# 6 Berge, Wasserfälle und Trolle
7. august 2025, Norge ⋅ ⛅ 9 °C
Liebes Roadbook, wenn ich mir meine Route heute so anschaue sehe ich da einen ziemlich langen Rattenschwanz tief aus dem Sognefjell bis Lom meiner heutigen Übernachtungslocation. Dazu gibt es eine Geschichte- mehr später, wenn der gesamte Tag verarbeitet ist.
Früh ging es heute los, nach einem guten Schlaf auch mit mehr Energie und Elan als gestern… mir war von Abfang an klar, den würde ich heute auch brauchen…. Der Anfang war unspektakulär// Landstraßen, Flüsse, Wohnmobile und ein paar Supermärkte auf dem Weg. Mein Tank zeigte noch 800 Kilometer Reststrecke an- genug um tief ins Land der Fjorde vorstoßen zu können, dachte ich…
Mein erstes Tagesziel war noch knapp 2 Stunden entfernt, ich war die Paßstraße bereits vor 15 Jahren mit Alex B gefahren und seit dieser Zeit kreiste sie mir ab und an mal wieder durchs Hirn- also sollte es der berühmte Tourimagnet ,Trollstigen‘ werden.
Dafür bin ich weiter von Mora aus nach Norden vorgestoßen als ich es mir Anfangs vorgenommen hatte. Und ich wusste dass dies die erste richtige ,Fahrchallenge‘ auf meiner Reise werden würde. Und ein Risiko für meine Restplanung- Genau so kam es dann auch.
Kurz vor dem Etappenziel verspürte ich dann so etwas wie ,Schiss‘ - aber der Weg war eingelogged und es gab kein Zurück mehr für mich. Also noch mal von allem befreit was so drücken könnte und dann ab in den Berg— auf der Serpentinenstraße die sich im Zickzack den Berg hinauf schlängelte hatte ich dann einen Glücksmoment nach dem nächsten— unglaublich, genauso musste es sich anfühlen, ich war echt gerührt!
Oben dann der Kampf um die Parkplätze und der Weg zu den neu angelegten kostenfreien Besucherplattformen… eine für den Wasserfall der den Berg am Pass hinunterdonnette, 2 für die perfekte Sicht auf die Paßstraße- ich war happy!
Danach ging es grandios weiter und wenn ich es mir so im Nachhinein überlege hat es den gesamten Tag nur so ,durch geknallt‘ - ein Highlight jagte das nöchste… nach weiteren 20 Minuten kam ich an den ersten Fjord meiner Reise- den Nordlsndsfjord. Unglaublich die Ruhe die von diesem Meeresarm ausging- Superlative toppte die Natur. Das grünliche Wasser, die Berge, die Wasserfälle- einfach unglaublich schön.
Bei der Weiterfahrt dann meine erste Fährpassage/ ich aus dem Auto raus, hätte fast den Jungen schlacksigen Typen übersehen der das Nummernschild von ,ERIK‘ scannte- schnell hin und das Schlimmste verhindert. Zahlen ging übrigens ausschließlich mit Karte- 10 € kostete mich die Überfahrt über den Fjord- OK aber das brauche ich jetzt maximal noch 1 Mal in diesem Uraub.
Nach der Fähre wieder hoch ins Gebirge und Talwärts den Geirangerpass hinunter- auf einmal ein Stau. Links parkende Autos, der Talverkehr schlängelte sich in der Mitte durch- ein paar Meter weiter war der Grund besser ersichtlich. Alles parkte- von oben und unten kommend am Aussichtspunkt - da wo die Postkarten vom Fjord gemacht werden. Raus aus dem Auto, Fotos und Filmchen gemacht und dann weiter zum Ort Geiranger. …
Ehrlich liebes Roadbook- das war der Ort wo ich mich auf dieser Reise mit Abstand am unwohlsten gefühlt habe. Kein Platz, alles zugeparkt.
Die Aida Prima lag im Fjord und überall Touristen- selbst die Passstraßen haben die 3000 Passagiere von Aida Prima gut befüllt.
Die Paßstraße aus dem Geirangerfjord entpuppte sich als echte Climbing- Challenge… der Rest folgt morgen— bin jetzt zu müde zum Schreiben ☺️😆💤🌙✌️
Am nächsten Tag den Vortag zu erinnern ist gar nicht so einfach: Fazit Geirangerfjord: Wunderschön, Ort Geiranger mit Touris: Katastrophr.
Die Fahrt war anstrengend und im Sognefjell habe ich Schiss bekommen weil mein Tankstand innerhalb einer Dreiviertelstunde von 350 auf 250 Kilometer gesunken war- nächste Tankstelle 1 1/4 h entfernt- in die Richtung aus der ich gekommen war- so bin ich am Ende in meinem Zielort gelandet.
Bester Schlafplatz direkt vor der Stabkirche in der 1. Reihe- es war kalt und ich brauche zum ersten Mal meinen Schlafsack zusätzlich zu meiner Decke
Gute Nacht zusammen 💤Læs mere




















