• Thermae Antoninanae

    4. november 2025, Italien ⋅ ☀️ 21 °C

    Die Thermae Antoninanae (auch Caracalla-Thermen) genannt, wurden im Jahr 216 n. Chr. von Kaiser Marcus Aurelius Antoninus eingeweiht. Obwohl sie der breiten Bevölkerung frei zugänglich waren, waren sie wunderschön, mit seltenen Marmorsorten, aufwendigen Mosaiken und prächtigen Skulpturen verziert und zählten zu den Wundern des antiken Roms. Sie wurden nur drei Jahrhunderte lang genutzt und verfielen, nachdem die Aquädukte 537 n. Chr. vom König der Goten zerstört worden waren. Nach ihrer Aufgabe wurden sie jahrhundertelang geplündert und sogar als Steinbruch genutzt. Viele ihrer dekorativen Elemente bereichern heute zumindest die Skulpturensammlungen großer Museen.

    Die Bäder hatten eine Größe von 350 x 335 Metern. An manchen Stellen erreichten die Innenräume eine Höhe von fast 40 Metern und waren für die gleichzeitige Nutzung durch viele Menschen ausgelegt, zwischen 5.000 und 6.000 Badegästen pro Tag. Sie waren umgeben von großen Gärten, Säulengängen, Versammlungsräumen, Saunen, Kalt- und Warmwasserbecken und allem, was man für einen gelungenen Tag in einem prächtigen und riesigen Spa benötigen konnte. Es gab Terrassen zum Sonnenbaden und sogar zwei Bibliotheken. Die Römer verbrachten gerne den ganzen Tag hier, während Sklaven und Arbeiter das riesige System von Öfen und Kesseln in Betrieb hielten. Durch unterirdische Rohre wurde mit Heißluft beispielsweise eine Fußbodenheizung eingerichtet. Der Badepalast besaß etwa 120 Statuen und hatte eine 35 m weite Kuppel. Die Ruinen vermittelten uns eine ungefähre Vorstellung von der gigantischen Größe der Wellnessanlage. Der Eindruck muss überwältigend gewesen sein, wenn man damals die luxuriösen Hallen betreten hat.

    Der Rückweg führte dann noch einmal an den Ruinen der Kaiserpaläste des Palatinhügels entlang.
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