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  • Day13

    Rückreisetag

    February 25, 2019 in Cuba ⋅ ☀️ 29 °C

    Wir packen die Gelegenheit, noch ein letztes Mal für eine Stunde durchs Zentrum zur Plaza Major und zurück zu schlendern. Und siehe da: Ich finde mitten im Quartier in der Tienda Socialista nochmals eine Packung Zigarren El Crédito für 1 CuC (= 1 Fr.), wow! Wir kaufen gleich zwei Packungen, denn Koni und ich haben unsere erste Packung mit 25 Stk. jeden Abend qualmend fast zu Ende gebracht. Was haben wir über die Qualität gestaunt und zögern deshalb nicht, unseren Bestand gleich wieder aufzufüllen.

    Ab Mittag bleiben uns noch ein paar Stunden im Haus unserer Freunde in Marianao. Dann bringt uns Hilberto zum Flughafen. Eine eindrückliche Ferienreise geht mit einem guten Edelweiss-Flug zurück nach Zürich zu Ende. Dankbarkeit über die reiche Ferienerlebnisse breitet sich aus. Unsere Liebe zum kubanischen Volk ist ist noch tiefer geworden. Schön, dass wir beim vierten Mal in Havanna nun auch etwas vom Hinterland der Hauptstadt sehen konnten.
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  • Day12

    Zurück nach Havanna

    February 24, 2019 in Cuba ⋅ ☀️ 26 °C

    Wir werfen einen letzten Blick auf das azurblaue Meer. Dann heisst es, Abschied von der herrlichen Karibikwelt zu nehmen. Heute geht alles ein bisschen langsamer, bis wir wirklich losfahren, denn gestern Abend wurde es sehr spät, als Koni und ich mit einem deutschstämmigen Grossfarmer und Multimillionär aus Montreal (Joseph Minder; seine 250 Hektaren ganz nahe beim Flughafen) bis tief in die Nacht ernsthaft über Gott und die Welt diskutierten. Traurig, aber nicht unerwartet zu erfahren, dass Geld nicht glücklich macht. Es fehlt nämlich die Perspektive für due Weitergabe des Erreichten an die nächste Generation.

    Auf der Rückreise nach Havanna machen wir Halt im bereits bekannten Santa Clara, wo wir in super Bodega mit Musik eine herrliche Zwischenverpflegung und tolle Atmosphäre bei tiefsten Preisen geniessen.

    Abgesehen von ein paar wenigen tiefen Schlaglöchern, die wir auf der Autobahn mit 120 Sachen übersehen haben, legen wir die 365 km zurück nach Havanna erstaunlich schnell und unbeschadet zurück.

    Nach einem kurzen Wiedersehen mit unseren Freunden, Nicole und Hilberto Dominguez in Marianao, wechseln wir für die letzte Nacht in ein Casa Particular direkt im Zentrum (Callle Habana 209). Der letzte Ausgehabend beschenkt uns in der Nähe der Plaza Vieja mit einem exzellenten Jazz Bigband Konzert à la Creole. Mit den Erklärungen von Koni wird die Musik noch mehr zum Erlebnis. Und heute Abend habe ich innerhalb von 10 Tagen meine zweite Languste genossen - das ist herrlicher Ausnahmezustand!
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  • Day11

    Zwei Strandtage in der Karibik

    February 23, 2019 in Cuba ⋅ 🌙 26 °C

    Das ist unser erstes All inklusive Hotelerlebnis: Wir lassen uns zwei Tage verwöhnen. Sogar eine Spritztour mit Sportkatamaran liegt drin. Was für ein Traumstrand mit weissem Sand so weit das Auge reicht! Und ab und zu fliegt ein Pelikan vorbei in der Hoffnung, einen Fisch zu ergattern. Wir geniessen den Ausklang unserer Ferien.Read more

  • Day9

    Fahrt nach Remedios, Cayo Santa Maria

    February 21, 2019 in Cuba ⋅ ☀️ 25 °C

    Da haben wir wahrlich einen Steigerungslauf hinter uns: Das letzte Casa Particular hier in Santa Clara ist zugleich auch das schönste der in diesen Ferien besuchten. Im gediegenen Patio mit karibischer Vegetation wird uns ein exzellenter Zmorge gereicht. Die Betreiber der Casa sind ein Italiener und seine kubanische Frau, die vor fünf Jahren aus Milano hierher gezogen sind. Die gegenwärtige Stagnation in der Wirtschaftsöffnung macht sie sehr unsicher.

    Dann brechen wir auf zur Stadtbesichtigung von Santa Clara. Unter anderem steht spontan der Besuch einer Tabakfabrik auf dem Programm. Hier werden verschiedenste Marken produziert, u.a. Partagas und Montecristo. Etwa 60 Prozent der über 200 Mitarbeitenden sind Frauen. Alles wird in Handarbeit erledigt, ein emsiges Treiben. Leider dürfen eir keine Fotos machen... ausser nach der Besichtigung von aussen durch die Lamellen und das Fliegengitter. Anschliessend kann ich mir in der Tienda nebendran eine 25-er Schachtel Romeo & Julieta No. 2 für Fr. 100.-erstehen. Das ist die Hälfte des Preises in der Schweiz. Dieser Ausflug hat sich gelohnt.

    Eindrücklich auch die Sehenswürdigkeiten in der Stadt, die den Sieg der Revolutionäre dokumentierten. Es geht vor allem um Che Guevara. Da gibt es zum Beispiel Wagen des Tren Blendido (Panzerzug von Batista, gefüllt mit amerikanischen Waffen und Truppen) zu bestaunen, wie sie von den Revolutionären gestoppt wurden. Das war die letzte Öffnung der Revolutionäre auf dem Weg nach Havanna. In Santa Clara an der überdimensionierten Plaza de la Revolución steht ein riesiges Denkmal für Che Guevara, dessen sterbliche Überreste Jahre nach der Ermordung in Bolivien hierher gebracht wurden.

    Auf dem Weg auf die Cayo Santa Maria streifen wir das hübsche Remedios, wo wir uns auf dem Platz vor dem Restaurant in ein lustiges Gespräch mit zwei Velotaxifahrern verwickeln lassen. Die Weiterfahrt über den ca. 20 km langen Strassendamm auf die Insel Santa Maria ist eindrücklich. Hier landen wir im All Inklusive Resort Melia Dunas, was einen harten Gegensatz zum einfachen, aber fröhlichen Leben der Kubaner im Land markiert.
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  • Day8

    Fahrt nach Santa Clara

    February 20, 2019 in Cuba ⋅ ⛅ 25 °C

    Die Reise geht weiter. Statt direkt nach Santa Clara fahren wir zunächst in Richtung Osten, um im Valle de los Ingenios etwas über den früher ausgedehnten Zuckerrohranbau und die Sklaverei zu erfahren. Es existiert da draussen von vielen Zuckerfabriken nur noch eine. Was aber noch besteht, ist ein alter Turm, der zur Überwachung der Sklaven auf den Feldern diente. Was ich nicht verstehen kann: Nirgends findet eine Aufarbeitung der blutigen Sklavengeschichte statt. Die opulente Kolonialvilla nebendran hätte reichlich Platz für eine entsprechende Ausstellung. Aber es gibt nur Restaurant und Souvenirs.

    Wir fahren weiter nach Sancti Spiritus, dem sauberen Provinzhaupotort. Hier bestaunen wir die offenbar älteste Kirche von Kuba mit Grundmauern aus dem Jahr 1560 und die vielen reich verzierten Häuserfronten.

    Nach kleinem Imbiss am Rio Yayabo nahe der geschwungenen Brücke geht es weiter nach Santa Clara. In dieser Stadt gibt es eindeutig mehr Modernität. Scheinbar gibt es hier mehr spanischstämmige Menschen als anderwo.

    Den Abend verbringen wir im edlen Hotel Rosalia mit sehr moderaten Preisen. Wir freuen uns an den immer wieder spannenden Gesprächen mit unseren Reisefreunden Bächi. Das war eine gute Wahl, mit ihnen diese Tour zu unternehmen!
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  • Day7

    Ausflug zu den Topes de Collantes

    February 19, 2019 in Cuba ⋅ ☀️ 26 °C

    Morgens fahren wir mit unserem Hyundai los, an einer Tankstelle vorbei. Das ist ein Fehler, denn in der extremen Steigung zu den Bergen fällt die Tankanzeige schnell herunter auf ein letztes Strichlein. Und wir müssen, nachdem wir den Aussichtspunkt Mirador auf einer markanten Anhöhe über dem Meer erreicht haben, nochmals runter und rauf zu den Topes de Collantes, wo wir eine Wanderung unternehmen wollen. Nun ja, dann ist es halt so und wir spüren eine eine zusätzliche Spannung am heutigen Tag.

    Oben angekommen fällt unsere Wahl auf den gut machbaren 5km Weg zu der Cueva Batata. Diese Wanderung durch die grüne, üppige Karibikflora ist ein grosser Genuss. Was für Vögel und Schmetterlinge usw. wir da entdecken. Unten am zweiten Fluss gegen Helene und ich baden. Es ist kalt, aber wunderschön, wenn man in der Bachkaverne nach hinten klettert. Ich schaffe es sogar mit dem Handy.

    Erfrischt geht es zu Fuss wieder 5 km zurück zum Auto. Und jetzt kommt vollends Spannung auf: Wird das Benzin reichen? Folgende Sofortmassnahmen sollen helfen: Keine Klimaanlage, kein Gas mehr, denn es geht jetzt vor allem bergab. Nur in den steilen Gegensteigungen muss ich nochmals kräftig das Gaspedal durchtreten. Und oh Wunder, es reicht bis nach Trinidad an die Tankstelle. In unseren 50 l Tank gehen jetzt 50.5 l - das war der letzte Tropfen! Gott sei Dank, wir sind wieder gefüllt und geniessen den letzten Abend in Trinidad.
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  • Day6

    Erster Tag in Trinidad

    February 18, 2019 in Cuba

    Wir haben Gelegenheit, Trinidad mit Velotaxi zu erkunden. Da erfahren wir viel über den sehr kreativen Schwarzmarkt der Einwohner und wie private Initiativen im Land immer wichtiger werden.

    Dann besuchen wir den verrotteten Bahnhof, wo ehemals Sklaven gehandelt und Zucker umgeschlagen wurde.

    Später machen wir uns zu zweit auf selbständige Erkundungstour durch die 500 Jahre alte Kolonialstadt. Da bestaunen wir unter anderem das Wahrzeichen Trinidads, den Glockenturm San Francisco (auf der 25C-Münze abgebildet!).

    Am Abend fahren wir zum mittlerweile unbedeutenden Hafen, der vormals für den Zuckerumschlag extrem wichtig war. Wir stehlen uns auf eoin gesperrtes Gelände, wo wir zusammen mit israelischer Fotografengruppe einen herrlichen Sonnenuntergang über Fischerbooten fotografierten.

    Man hat uns das Restaurant Marinera hier unten am Meer empfohlen, dass wir trotz Navi leider kaum finden. Aber es hat sich gelohnt. Jahre ist es her, seit ich die letzte Languste gegessen habe. Koni nimmt wieder mal seine Bluesharp hervor und wir haben exzellentes Tischkonzert mit 68-jährigem Gitarrero.

    Vor Mitternacht hängen wir mit Max und Tabitha aus den Niederlanden auf dem luftigen Dach unserer Unterkunft noch ein bisschen ab. Zigarre und Rum dürfen nicht fehlen.
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  • Day5

    Fahrt nach Trinidad

    February 17, 2019 in Cuba ⋅ 🌙 23 °C

    Wir besuchen am Morgen den Gottesdienst der Episcopal Church in Cienfuegos. Es handelt sich um eine Art anglikanischer Kirche ausserhalb Englands. Erstaunlich wie hier das Leben abgeht. Nebst hochkirchlichen Elementen wird auch charismatisch miteinander gesungen. Bei der Kommunionsfeier darf ich sogar als Gast die Hostie mit einer alten Frau zusammen nach vorne tragen. So fühlen wir uns frei, an der Kommunion selber teilzunehmen, eine schöne Erfahrung. Ich sehe mehrheitlich ältere Frauen in der Gemeinde. Wenige Männer und eine bildhübsche Tochter einer Familie (siehe Bild: vor Säule) kommt dazu. Unglaublich diese Anmut mit karibischer Abmischung, ein Meisterwerk des Schöpfers!

    Um die Mittagszeit erkunden wir zu Fuss bei jetzt 29 Grad im Winter die Innenstadt von Cienfuegos. Sie ist wunderbar sauber, eigentlich so gar nicht dem entsprechend, was wir bis jetzt in Kuba kennen gelernt haben. Flanierend über den schönen Paseo lassen sich die herrlichsten Gebäude bestaunen.

    Am Nachmittag fahren wir ab nach Trinidad und machen zwischendurch Halt am Meer bei Villa Guajicimico, einer schönen Anlage mit Schwimmbad und Strand für Einheimische.

    Um 18.30 Uhr kommen wir in Trinidad in der Casa Amaria an. Die ärmlich anmutende Strassenlage mit Aussehen wie im peruanischen Hochland täuscht: In der 500 Jahre alten Stadt ist hinter den Fassaden kräftig erneuert worden; eine Unterkunft vom Feinsten! Nur schnürt sich hier unsere Lunge zusammen, als draussen in der Gasse ein Gefährt mit Rauchmaschine durchfährt, mit dem die ganze Gegend wegen gefährlicher Steckmücken usw. fumiziert werden soll. Was für uns zunächst erschreckend wirkt, ist für die Einheimischen offenbar Alltag.
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  • Day4

    Fahrt über Havanna nach Cienfuegos

    February 16, 2019 in Cuba ⋅ ☀️ 19 °C

    Tatsächlich, heute morgen gibt es Benzin an der Tankstelle in Viñales, nachdem am Abend vorher Fehlanzeige war. So kann die Reise über 420 km nach Cienfuegos losgehen. Ja Tankstellen sind selten. Da müssen wir uns in Zukunft besser vorsehen, sonst bleiben wir auf der Strecke. In Venezuela wird ja gegenwärtig Maduro bedrängt. Wenn der kippt, wird in Kuba u.a. kein Treibstoff mehr vorhanden sein, da das sozialistische Venezuela als einziger Erdöl-Lieferant für Kuba fungiert.

    Wir machen Zwischenhalt in San Nicolàs südwestlich von Havanna. Hier ist Provinz. Wir essen Reis und trinken Cola für 25 Pesos Cubanos. Das sind keine 2 Franken. Nebenan trinken wir im sozialistischen Cafe einen Espresso. Es gibt nur 2 Tassen und wir müssen nacheinander trinken. Jetzt entdeckt Koni Zigarren, die zum sozialistischen Grundbedarf gehören. Wir kaufen 20 Stück "El Crédito" für umgerechnet 25 Pesos, wieder nur etwa 1.25 für den ganzen Packen: unglaublich! Später erfahren wir, dass dieser subventionierte Tabak eigentlich nur noch Kubanern älter als Jahrgang 55 zusteht. Ok, der Jahrgang passt für Koni!

    In Cienfuegos logieren wir in einem exzellenten Casa Particular: Nautico (Calle 37, 603). Wir geniessen den herrlichen Ausblick von der Dachterrasse nach allen Seiten zum Meer. Der Segelhafen liegt gleich in der Nähe: Hier ist Charter bei Dream Yacht und anderen möglich - da werden wir sicher bald wieder zurück kommen.

    Abends schlendern wir gemütlich entlang des Malecons mit unglaublich vielen jungen Leuten. Das Essen im El Campesino ist sehr gut und eine begabte "Aretta Franklin" singt begleitet von gutem Pianisten an leider zu einfachem E-Piano.
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  • Day3

    Wandern im Viñalestal

    February 15, 2019 in Cuba ⋅ ⛅ 20 °C

    Heute steht Wandern auf dem Programm. Wir haben mit der 21-jährigen Führerin, Veronica, Glück. Sie ist uns durch die Sprach- und Kulturgewandtheit von Lydia bald sehr nahe. Was wir zu sehen bekommen, ist Oekotourismus vom Feinsten. Wir erhalten stimmige Erklärungen über Anbaumethoden und Pflanzen, geniessen bei den Campesinos Kaffee und Tabak. Schlussendlich trinke ich im Buschrestaurant nach Jahren wieder mal einen Coco Loco. Das letzte Mal war auf der Hochzeitsreise in Mexiko in Playa del Carmen.

    Dieser Ausflug lohnt sich, denn wir bewegen uns in herrlichster Landschaft, in der sehr angepasst Landwirtschaft betrieben wird. Keine Monokultur weit und breit!

    Am Abend hängen wir ab in der Veranda eines sehr schönen Kolonialhauses, Don Tomaso. Wieder tritt ein super Musikkombo auf. Die fünf Männer haben offensichtlich ihr Übungslokal gleich nebendran und üben nach Auftritt fröhlich noch weiter.
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