• Die Nacht gehört uns

    December 19, 2025 in Chile ⋅ ⛅ 3 °C

    Gestern noch entlang der trockensten Wüste der Welt, waren wir heute im höchstgelegenen und drittgrößten Geothermiegebiet der Welt - El Tatio. Und um die Geysire in ihrer magischen Schönheit zu sehen und auch, wenn sie am höchsten aufsteigen, sind wir kurz nach 4 Uhr aufgestanden und wieder auf eine Höhe von 4300 Metern geklettert. Da kamen Island-Gefühle auf, schon auf der Anfahrt und den teils islandähnlichen Straßenverhältnissen. Angekommen sind wir kurz nach 6 Uhr immer noch im Dunkeln bei 1 Grad Celsius und kurz vor Sonnenaufgang.
    Dann kam der magische Moment - die Sonne ging hinter den Bergen auf und tauchte das Geysir-Plateau in ein goldenes, magisches Licht. Was für ein Moment!
    Nachdem wir dort noch eine Weile blieben, fuhren wir zurück mit einem weiteren Zwischenziel - der Flamingos Lagoon. Was auf der Hinfahrt zu El Tatio noch im Dunkeln verborgen blieb, beeindruckte uns auf dem Rückweg um so mehr. Chileflamingos und Andenflamingos in trauter Zweisamkeit in einer Lagune auf über 4000 Metern Höhe.
    Am Nachmittag ging es dann ins Valle de la muerte - das Tal des Todes oder auch Mars-Tal genannt. Auf Grund der extremen Wüstenbedingungen mit Wassermangel und saurem Boden erklärt sich auch der Name Tal des Todes. Und die rötlichen Felsen mit scharfen Kämmen und Dünen hinterlassen tatsächlich den Eindruck einer unwirklichen und lebensfeindlichen Welt.
    Und wir beendeten den Tag in der Wüste mit einer Sternenbeobachtung des südlichen Sternenhimmels. Nur das Kreuz des Südens konnten wir nicht entdecken. Dafür aber den Orion, der hier als typisches Sommersternenbild gilt.
    Wir haben dien heutigen langen Tag in der Nacht begonnen und in der Nacht beendet. Diesmal haben wir also nicht nur den Tag genutzt, sondern auch die Nacht - die Nacht gehört uns (auch).
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