• Am Ende der Welt

    December 23, 2025 in Chile ⋅ 🌧 10 °C

    Wir waren heute auf der Route am Ende der Welt (Ruta del Fin del Mondo) unterwegs - von Punta Arenas nach Puerto Natales. Es gibt zwei dieser Touristikstraßen, die diesen Namen tragen, eine im chilenischen Süden, eine im argentinischen Süden. Der Name kommt daher, dass beide Routen durch die südlichste Region der beiden südlichsten Länder der Welt führen.
    Allerdings war die dreistündige Busfahrt nach Puerto Natales wenig spektakulär, außer dass wir zeitweise unmittelbar an der chilenisch- argentinischen Grenze entlang gefahren sind.
    Unsere nachmittägliche Aufregung heute bestand anschließend eher darin, uns eine neue Unterkunft hier vor Ort zu suchen, da die von uns reservierte Unterkunft wenig einladend war, um es mal vorsichtig auszudrücken. Elena und Cobi organisierten uns eine schöne neue Bleibe, zumal wir vier Nächte hier verbringen werden.
    Nach unserem erfolgreichen Umzug waren wir noch ein wenig am Strand und in der Innenstadt dieser kleinen, aber dennoch pulsierenden, 19.000 Einwohner zählenden Stadt spazieren. Wobei der Begriff "spazieren" bei extrem heftigem Wind, kühlen Temperaturen von gefühlt 3 Grad Celsius und Regen wohl etwas übertrieben ist.
    Für morgen ist heftiger Regen im Nationalpark Torres del Paine angekündigt, aber das Wetter soll sich ohnehin immer wieder extrem schnell und extrem heftig ändern. Mal sehen, welche Ausflüge wir morgen unternehmen können, ohne uns zu übernehmen.
    Zumal wir ja auch ein wenig Weihnachten begehen wollen. Wir sind ja inzwischen von den einheimischen Wohnungs-, Haus- und Geschäftsdekorationen ausreichend visuell vergewaltigt worden und damit voller Vorfreude auf den Weihnachtsmann. Stollen, Dominosteine, Marzipankartoffeln, Baumkuchen und Lebkuchen haben wir mitgebracht. Und einen original chilenischen Weihnachtsfrüchtekuchen haben wir auch organisiert. Einem gemütlichen Kaffeetrinken am Ende der Welt steht also nichts mehr im Weg.
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