• Los Lagos Trail

    7. januar, Chile ⋅ ⛅ 25 °C

    Heute gab es "nur" einen einzigen Programmpunkt: die Wanderung auf dem Los Lagos Trail im Huerquehue-Nationalpark. Huerquehue bedeutet so viel wie "Ort der Boten" und ist ein Wort aus der Sprache der Mapuche und bezieht sich auf die Geräusche des Waldes, die man im gesamten Waldgebiet hören kann. Der Nationalpark gehört zum valdivianischen gemäßigten Regenwald. Das Ziel waren die 3 Seen Lago Chico, Lago Toro und Lago Verde., daher auch der Name Los Lagos Trail.
    Wanderung klingt erst einmal entspannt, aber es war ein Wanderweg mit zeitweise 71% Steigung. Für uns als geübte Alpinwanderer war das überhaupt kein Problem. Ohne unsere Wanderstöcke wären wir wahrscheinlich tatsächlich am Stock gegangen. So schön die Pflanzenwelt und die Ausblicke auch waren, so anstrengend war es auch. Knieoperationen und Behandlung von akutem Erschöpfungssyndrom sind für morgen angesetzt.
    Eines der Highlights war der Blick auf den Villarica-Vulkan während der Wanderung, die weiteren Highlights waren die Zwischenstopps an den Seen und es gab nach der langen Wanderung durch Laub- und Bambuswald eine Pflanze zu sehen, die für diese Gegend im Nationalpark bekannt ist und zum inoffiziellen Symbol des Parks erklärt wurde: die chilenische Araukarie, auch bekannt als Andentanne oder Monkeys Puzzle Tree. Diese Bäume können über 1000 Jahre alt werden, zumal sie auch prähistorisch anmuten.
    Und um mal wieder eine Buserfahrung hinzuzufügen, haben wir in einem zu kleinen Bus auf der Rückfahrt gestanden, da viele Wanderer mit dem letzten Bus aus dem Nationalpark zurück nach Pucón wollten. Als ob 14 km Wanderung nicht schon genug gewesen wären.
    Zum Abschluss des Tages war ich noch auf Sonnenuntergangstour in Pucón. Jetzt, nach 32.457 Schritten, reicht es aber auch für heute.
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