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  • Day56

    Rio Dulce, Guatemala

    January 28, 2020 in Guatemala ⋅ ☀️ 30 °C

    Ihr Lieben☺️ Ich sende Euch allen ganz liebe Grüße aus Rio Dulce in Guatemala, wo ich seit Dienstag bin. Die Busfahrt von Guatemala City aus dauert knapp sechs Stunden und im Bus treffe ich bereits zwei Paare aus Deutschland und den USA, die jeweils Segelboote in Rio Dulce haben und den überwiegenden Teil des Jahres hier bzw. in der Karibik verbringen.

    Kurz nach meiner Ankunft warte ich in einem Café am Wasser auf den kostenlosen Boot-Shuttle meines Hostels und kann mir vorstellen, weshalb so viele Wasser- und Naturfreunde hier viel Zeit verbringen. Rio Dulce liegt am Lago de Izabal, der nach etwa 1,5h Bootsfahrt unmittelbar in die Karibik mündet. Der Ort ist besonders bei Wassersportlern und Eigentümern von Segelschiffen als dauerhafte Anlegestelle beliebt, weil man vom Lago Izabal aus direkt ins karibische Meer segeln kann. Wegen der relativ engen Einmündung vom See ins Meer bleiben die Anlegestellen jedoch weitgehend von Hurricanes verschont. In den nächsten Tagen wird der Nationalpark Rio Dulce zu meinem, zumindest vorläufigen, Lieblingsort in Guatemala. Der Lago Izabal liegt eingebettet in einen dichten Dschungel und Mangrovenwälder, man kann sich nur mit dem Boot oder dem Kanu fortbewegen. Mit meinem Hostel habe ich dieses Mal besonderes Glück. Pamela und Sheldon aus Kanada haben vor etwa drei Monaten ein Hostel bzw. Hotel mitten im Mangrovenwald von Rio Dulce gebaut und ich habe das Glück, ein Bett im Mehrbettzimmer zu ergattern. Das Hostel ist komplett auf Holzstegen gebaut und besteht aus mehreren Holzhütten mit Dächern aus Palmenblättern. Tatsächlich habe ich selten einen so friedlichen und schönen Ort erlebt. Ich habe Euch ein paar Bilder vom Hostel hochgeladen, vielleicht könnt Ihr meinen Eindruck ein wenig nachempfinden.
    Der einzige Minuspunkt sind die vielen Mücken, die sich fleißig an mir bedienen. Nach drei Tagen sehe ich so aus, als hätte mich die Windpocken wieder eingeholt 🙈😉
    Meine beiden Gastgeber kommen ursprünglich aus Calgary, wo ich 2004/2005 zur Highschool gegangen bin und so haben wir gleich ein Gesprächsthema. Die Welt ist mal wieder klein ☺️

    Mein Zimmer teile ich mit Caroline aus der Schweiz, Fanna aus den Niederlanden und Truc aus Vietnam, die jedoch mittlerweile in London lebt. Gemeinsam unternehmen wir eine Tour nach Livingston oder fahren Kanu, wenn wir nicht gerade damit beschäftigt sind, Wasserschildkröten, Salamander, Iguana-Leguane, große bunte Schmetterlinge oder Affen in den Bäumen zu beobachten.
    Gestern habe ich noch einen Ausflug mit Caroline zu einem Wasserfall gemacht, dessen Wasser etwa 40 Grad warm ist. Ihr könnt ihn auf einem der Fotos sehen. Da wir recht früh morgens mit dem Wassertaxi aufgebrochen sind, haben wir den ganzen Ort für uns alleine und werden zwischendurch nur vom Parkwächter darauf aufmerksam gemacht, dass man unter dem Felsen hindurchtauchen kann und nach etwa drei Sekunden in einer kleinen Tropfsteinhöhle ist, die wegen des warmen Wassers wie eine Natursauna funktioniert. Ich habe erst etwas Sorge, unter den Felsen zu tauchen, aber Caroline ist mutiger und zieht mich in die Höhle hinein. Ihr Mut lohnt sich - einmal kurz die Luft angehalten und schon sitzt man in der Natursauna innerhalb des Felsens. Ich bin wirklich fasziniert, was die Natur hier alles zu bieten hat.

    In den nächsten Tagen erzähle ich Euch gerne noch ein bisschen von unserem Tag in Livingston. Bis dahin wünsche ich Euch allen aber erstmal einen ganz guten Start ins Wochenende🎉✨ Seid alle ganz lieb gegrüßt und umarmt von Eurer Astrid 😘
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