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  • Day5

    Angkor Wat

    December 21, 2016 in Cambodia ⋅ ☀️ 30 °C

    Gestern Abend zu der Ankunft in Siem Reap (Kambodscha) sei noch gesagt, dass mich mein Reiseleiter für heute, Mám, sehr nett empfangen hat. Auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel traute ich meinen Augen kaum. Hier übertraf ein Hotel das nächste mit Weihnachts-Dekoration und Lichterketten. Ich denke, hier könnten selbst die Deutschen Hotels kaum mithalten. Sogar in meinem Hotel, dem Angkor Holiday Hotel, begrüßte mich das Personal mit Weihnachtsmütze auf dem Kopf. Irgendwie seltsam, aber lustig.

    Heute Morgen, nach einem leckeren Frühstück, traf ich mich mit Mám in der Lobby des Hotels. Mit einem Fahrer machten wir uns auf, um Angkor zu erkunden. Eine kurze Zusammenfassung vorweg: Man konnte den Tag auch als Tempel-Marathon bei gefühlten 40°C (In Wirklichkeit waren es 34°C) beschreiben, bei dem wir zahlreiche interessante und einzigartige Tempel auf schmalen und steilen Treppenstufen rauf und runter stiegen. Verdammt anstrengend, aber absolut lohnenswert! Alle besichtigten Tempel jetzt hier aufzuzählen wäre zu viel, deswegen nur die Wichtigsten.

    Direkt zu Anfang begrüßte uns der Angkor Wat, die Hauptattraktion der Gegend und gleichzeitig Nationalsymbol Kambodschas. Über Massen an Touristen und alles was dazu gehört muss man, denke ich, nicht reden. Wie bei jeder berühmten Sehenswürdigkeit dieser Welt, fällt es auch hier verdammt schwer ein Foto zu machen, auf dem keine fremden Menschen zu sehen sind. Das hat aber meistens einen guten Grund. Es ist wirklich erstaunlich wie gut dieser hinduistische Tempelkomplex aus dem 12./13. Jahrhundert erhalten ist. Er wurde damals dem Hindu Gott Vishnu, „Der Erhalter“, gewidmet. Generell kann man in der gesamten Anlage und bei allen Tempeln sehr gut den Konflikt zwischen Hinduismus und Buddhismus sehen, z. B. an heraus gemeißelten Buddha Verzierungen.

    Als nächstes folgte der Angkor Thom, ein buddhistischer Tempel, mit dem eindrucksvollen Tempel Bayon. Das besondere hieran sind die vielzähligen massiven Stein-Gesichter, die die Türme des Tempels zieren. Jedes sieht dabei anders aus.

    Nach einem leckeren Kambodschanischen Mittagessen ging es dann weiter Ta Prohm Tempel. Dieser war früher eine Klosterschule. Heute zeichnet er sich durch die zahlreichen riesigen Bäume aus, die mit Ihren massiven Wurzeln den Tempel zerstörten. Hier wurde auch der Film Lara Croft: Tomb Raider gedreht. Ein sagenhaftes Bild, wie sich die Wurzeln um die einzelnen Tempelbauten schlängeln. Gegen Nachmittag ging es dann zurück zum Hotel, wo ich mich von Mám verabschieden musste. Ich entschied mich etwas auf dem Hotelzimmer zu bleiben, da es draußen mittlerweile unerträglich schwül war.
    Gegen Abend machte ich mich dann nochmal auf den Weg, um das Zentrum Siem Reaps zu erkunden. Man merkt sofort, dass diese Stadt nur auf den Tourismus ausgelegt ist. Fünfmal in einer Minute gefragt zu werden, ob man ein Tuk Tuk braucht oder etwas kaufen möchte, ist eher noch untertrieben. Trotzdem macht es Spaß, durch die mit Reklametafeln hell erleuchteten Straßen zu laufen und das Treiben zu beobachten. Was das Nachtleben für Touristen angeht, könnte Siem Reap sicher mit Bangkok mithalten. Ein Pub nach dem anderen, Restaurants neben Massagetempeln. Laut dröhnende Partymusik und auch hier wieder sehr geschäftstüchtige Kambodschaner.

    Ein Angebot hat dann aber tatsächlich doch mein Interesse geweckt: An den Füßen knabbernde Fische. Dies soll angeblich gut für die Füße sein. Mutig hielt ich die Füße ins Becken und was sich erst sehr seltsam anfühlte wurde nach einiger Zeit wirklich angenehm. Nach einer guten halben Stunde ergab ich mich dann dem kitzligen Gefühl und zog die Füße wieder aus dem „Aquarium“ heraus. Sie fühlten sich tatsächlich weicher an. Nachdem ich hier in einem Restaurant noch eine Kleinigkeit aß, erlöste ich anschließend einen der geschäftstüchtigen Tuk Tuk-Fahrer und beantwortete seine Frage nach einer Fahrt zu seiner Überraschung mit „Ja“.

    Nun liege ich im Hotelzimmer und bin schon sehr gespannt auf morgen. Denn morgen geht es zum Hauptteil meiner Reise, dem Mekong. Bis morgen.
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