Caroline u. Konrad

Joined June 2017
  • Day168

    Hong Kong

    January 15 in Hong Kong ⋅ ⛅ 19 °C

    Wir mussten unser kleines Paradies in Ao Nang verlassen und machten uns nach einem hastigen Frühstück mit dem Shuttlebus auf den Weg zum Flughafen. So richtig konnten wir uns noch keine Vorstellung davon machen was uns in Hong Kong erwarten würde. Klar, wir hatten schon einige Großstädte und Metropolen bereist, aber diese hier sollte nochmal alles Toppen was wir bisher gesehen haben. Schon auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt erkannten wir riesige Bauwerke, wie Brücken und vor allem unfassbar viele Hochhäuser. Das Hauptproblem ist hier das zurückliegende rasante Bevölkerungswachstum dem nur begrenzter Platz gegenübersteht. Um ein paar Zahlen zu nennen: In den letzten 160 Jahren hat sich die Bevölkerung um den Faktor 1.000 (eintausend) vermehrt, seit 1945 vervierfacht und beträgt heute 7,5 Mio. Einwohner. Die Bevölkerungsdichte ist im Zentrum mit über 16.000 Einwohnern pro Quadratkilometer nach Monaco die weltweit höchste.
    Mit diesen Zahlen lässt sich ganz gut ein Eindruck gewinnen wie sich die Stadt wohl anfühlt. Sie ist voll! Und eng! Und sie dehnt sich in die einzige Dimension aus die ihr bleibt - die Höhe. Wir steigen aus dem Bus aus und laufen den letzten Kilometer zu unserer Unterkunft. Aus Rezensionen wissen wir, dass sie sich schwer finden lässt. Schon der Weg ist irre anstrengend. Es quetschen sich Massen von Menschen auf dem Fußweg und wenn man nicht permanent drängelt und sich durch die Massen schlängelt, würde man vermutlich irgendwann einfach stehen bleiben, so langsam laufen die meisten hier. Wir kommen vor dem Gebäude in dem sich unsere Unterkunft befindet an. Auf den unteren 3 Etagen befindet sich ein Shoppingcenter. Am Eingang werden uns Hostels, Schneider, Drogen und gefälschte Uhren mehr oder weniger unverbindlich und aufdringlich angeboten. Nach ein paar Schritten haben wir diese Leute wie einen Lamellenvorhang hinter uns gelassen und bahnen uns den Weg zum richtigen Aufzug. Die vornehmlich indischen und pakistanischen Ladenbesitzer sind total freundlich und dabei eine große Hilfe. Wir fahren in den neunten Stock stehen vor einer Tür mit dem Namen der Unterkunft. Wir klopfen, blinzeln in eine Überwachungskamera über der Tür und dann passiert erstmal für 1-2 Minuten nichts. Aus der gegenüberliegenden Wohnung kommt anscheinend der Besitzer des Hostels. Wir bezahlen für 3 Nächte und werden wieder nach unten zu einem anderen Aufgang geschickt. Dort würde dann jemand auf uns warten, der uns auch die umgerechnet 5€ Rückgeld geben würde und uns zu unserem Zimmer führen soll. Erstaunlicherweise trifft auch alles so ein und wir haben endlich unser Zimmer. Es ist komplett gefliest, bietet Platz für 3 Personen und ein Bad was meiner Meinung nach einen Warnhinweise für Leute mit Klaustrophobie erhalten sollte. Aber insgesamt ist es besser als wir erwartet haben und als kleine Revanche für die Hilfe gehen wir gleich mal unten bei den Indern essen. Von den günstigen Preisen und der guten Qualität sind wir positiv überrascht und so werden wir in den nächsten Tagen noch öfter hier essen und Chai trinken. Den Abend verbringen wir in der Umgebung und schlendern durch die Straßen und den nahegelegenen Park. Hier haben sich zum Sonntagabend Gruppen von Jugendlichen um einen Springbrunnen versammelt und tanzen zu Musik aus Bluetooth-Boxen und trinken Bier aus Dosen.
    Am nächsten Tag stehen gleich zwei geführte Touren an. Unser Tourguide Matthew hat echt eine super lustige und lockere Art, die genau passt um uns die Stadt näher zu bringen. Was für uns ein Novum ist, ist dass wir diesmal auch die lokalen Köstlichkeiten probieren können. Wirklich gut, die Sachen mal unter Aufsicht zu kosten. Es geht harmlos mit Milchtee und Eierwaffeln mit Erdnussbutter los. Als wir am Abend wieder mit Matthew die „Night Markets“ erkunden, wird es etwas spezieller. Hier probieren wir frittierte Wurst vom Schwein und Muscheln im Teigmantel die im Öl gebacken wurden. Dazu gibt es „5 Flower Tea“ der hauptsächlich aus Chrysanthemen besteht und sehr gesund sein soll. Im Anschluss schlendern wir noch mit Natalie und Alex aus Hamburg weiter, essen Nudelsuppe und trinken ein Bier in einem nahegelegenen Park. Als es kurz nach 1 Uhr anfängt zu regnen, verabschieden wir uns und verabreden uns für den nächsten Tag zur dritten und letzten Stadtführung auf Hong Kong Island. Und, welch Überraschung, die Tour wird auch wieder von Matthew geleitet. Wir fahren auf der weltweit längsten Rolltreppe (800m), beten im ältesten Tempel Hong Kong’s und probieren Ei-Küchlein (egg tarte), und eine Mischung aus schwarzem Tee, Kaffee und Eiswürfeln. Zwischendurch machen wir noch einen Quick-Check für unser Jahreshoroskop auf Grundlage des Chineischen Kalenders. Ich bin im Jahr des Affen geboren und die Prognose lautet „Slightly bad luck in 2019“ (leichtes / kleines Unglück). Caro wird ein richtig gutes Jahr bescheinigt, aber prophylaktisch kaufen wir uns kleine Tieranhänger aus Jade, die wir in der Hosentasche tragen und die uns vor Unglück beschützen sollen. 🤞🤞
    Nach der Tour ziehen wir wieder mit den Hamburgern weiter und landen auf der Terrasse des International Finance Center von wo aus wir einen tollen Blick auf die andere Seite des Hafens haben. Wir ergattern einen Tisch in bester Lage und weil schon Happy Hour ist, gönnen wir uns zusammen eine Flasche Rotwein und schauen zu wie sich die Dunkelheit über die Stadt senkt und überall die Beleuchtung angeht. Jetzt wirkt sie noch imposanter, da die höchsten Gebäude nicht im Smog verschwinden. Um halb acht trennen sich unsere Wege und wir begeben uns mit der Fähre wieder auf die andere Seite des Hafens, da pünktlich um 20 Uhr die Licht & Soundshow gezeigt wird. Dabei wird die Skyline von Hong Kong zur Leinwand.
    Da wir am nächsten Tag erst am Abend fliegen, beschließen wir einen Ausflug zum „Big Buddha“ zu machen. Dieser steht auf einem Gipfel auf der Insel Lantau gleich neben dem Flughafen. Nach oben bringt uns eine Seilbahn und der Audioguide, den man sich aufs Handy laden konnte, versorgt uns mit interessanten Infos. Somit wissen wir nun, dass sie eine der ersten Seilbahnen war, die ein Duales Seilsystem benutzt (Last/Antrieb) und dass zur Errichtung der Masten insgesamt 8 Esel aus Kanada eingeflogen wurden, um Baumaterialien für die Türme auf den Berg zu transportieren. Oben angekommen weht uns eine fast eisige Briese um die Nase. Wir hatten wohl damit gerechnet, dass es kälter ist aber doch nicht so kalt! Wir halten uns nicht lang auf, besichtigen den Buddha und auf den Kaffee im Touristendorf verzichten wir. Somit stehen wir nach insgesamt 4 Stunden (davon 2h anstehen für 2x25min Fahrt) wieder unten. Um uns wieder aufzuwärmen suchen wir ein Café mit heißem Tee und vorzugsweise einem Teller Suppe. Wir enden dann schlussendlich im Essbereich des nahegelegenen Einkaufstempels. Nach diesem Kälteschock freuen wir uns schon wieder auf die wärmeren Gefilde in Vietnam und möchten lieber noch nicht so genau an Japan denken.
    Konrad
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  • Day165

    Krabi

    January 12 in Thailand ⋅ ⛅ 31 °C

    Wir waren 10 Tage in Krabi, die längste Zeit an einem Ort bis jetzt.
    Konrad geht täglich 2 mal á 2h zum Muay Thai Boxen und ich mache ein bisschen Yoga mit YouTube im Guesthouse. Einen Tag nach unserer Ankunft hat unser Guesthouse angefangen typisch thailändische Gerichte anzubieten. Es wird alles frisch zubereitet und ist so günstig, wie in keinem anderen Restaurant auf der Straße. Wir essen hier Mittag und Abendbrot und ein Essen kostet zwischen 1,70 und 2,20€. Ab und an kaufen wir bei einem Straßenstand frisches Obst, welches direkt für uns geschält und geschnitten wird.

    Sonntag war für Konrad kein Training, also haben wir uns einen Roller ausgeliehen. Damit ging es früh als erstes zum Tiger Cave Tempel. Ich war im März 2017 schonmal hier und kannte den anstrengenden Aufstieg bei dem man 1237 Treppenstufen in unterschiedlichen Höhen überwinden muss. Die Aussicht von hier oben ist traumhaft schön und man sieht die für Krabi typischen Kalksteinfelsen in der Ferne. Auf dem Rückweg machten wir einen Zwischenstopp in unserem Guesthouse und packten die Badesachen ein, denn es ging zum TupKaek Strand. Hier lag 2017 unser Resort und ich habe mich damals in den Sonnenuntergang und den Strand verliebt. Wir parkten unseren Roller an der Straße und suchten den Weg zum Strand. Das war gar nicht so leicht, denn hier reiht sich Luxusresort an Luxusresort. Da ich die Hotelanlage von damals noch kannte, wusste ich auch, wie man von der Rezeption zum Strand kommt. Also schlappten wir beide ganz zielsicher durch die schöne Anlage zum Meer. Wie erwartet hat uns niemand gefragt oder aufgehalten. An der einen Seite des Strandes befindet sich ein kleines einheimisches Restaurant mit Massageangeboten. Wir sagten für eine typische Thai Massage so schnell zu, dass wir vergaßen, dass wir somit den Sonnenuntergang 18:15 Uhr verpassen werden. Naja da müssen wir nochmal wieder kommen. Auf dem Rückweg hielten wir in AoNang an und schlenderten über den Night Market.

    Am Montag hatte Konrad früh und nachmittags Training. Über den Mittag fuhren wir mit dem Roller der Unterkunft an den Strand von AoNang. Ich war ziemlich gespannt wie schön dieser wohl sein wird. Wir parkten unseren Roller und liefen an x Restaurants, Souvenirläden und Massageplätzen vorbei. Es war voll mit Touristen, darunter viele deutsche Rentner und Pärchen sowie viele Russen. Konrad kannte das schon aus Indien, das Russen im Winter gern in wärmere Länder reisen. Der Strand war in seiner Breite ziemlich klein und dreckig. Ich ließ eine Pediküre machen und Konrad ging Baden. Als er wieder kam meinte er, dass das Wasser sich komisch auf der Haut anfühlt, zu viel Sonnencreme und Benzin im Wasser ist und unangenehm riecht. Alles in allem fühlt man sich hier nicht wohl. Das Klientel und Ambiente am Strand erinnerte mich an El Arenal, ein bisschen dreckig, schmuddelig und überfüllt. Die ganzen Massageunternehmen am Strand unterbieten sich im Preis und ich finde für die Arbeit der Frauen 5,50€ (200THB) für eine 60-Minuten Massage zu günstig. Das steht hier in keinem Verhältnis zu den sonstigen Preisen. Da ist ein Hauptgericht am Strand oder ein Cocktail teurer, als die Massage. Abends zogen wir nochmal los und schauten uns im Krabi Stadion 7 Muay Thai Kämpfe in verschiedenen Gewichtsklassen an. Da Muay Thai hier Nationalsport ist, kämpfen auch Kinder um Preisgeld im Ring. Nach dem 2. Knock-Out, wo der Verlierer aus dem Ring getragen wurde, konnte ich kaum noch hinschauen und hoffte das bitte alles gut geht. Die Muay Thai Kämpfe sind immer wieder negativ in den Schlagzeilen, da zu viele Regeln erlaubt sind und auch Menschen/Kinder dabei sterben. Es wird nicht wie in Deutschland mit Schienbeinschutz oder Kopfschutz gekämpft. Auf der anderen Seite gehört es zu Thailand und ihren Traditionen. Vor dem Kampf wird ein zeremonieller Tanz, ein Wai Khru, durchgeführt, welcher den Trainer, den Vorsitzenden des Kampfes und den König ehrt. Der Wai Khru ist traditionell für Thailand und wird meist nur hier aufgeführt. Der Kämpfer umrundet den Ring dreimal, anschließend kniet er nieder und verbeugt sich dreimal zur Ehrenbietung an die Götter. Im traditionellen Sinne verneigt sich der Kämpfer aber auch vor Buddha und bittet dabei um Schutz für sich selbst und den Gegner sowie einen ehrenhaften Kampf. Auf den Wai Khru folgt der Ram Muay. Dies ist ein einstudierter Bewegungsablauf, welcher von der jeweiligen Muay Thai Schule kommt. Dabei werden die Muskeln aufgewärmt und die Konzentration gefördert. Wenn ein Kämpfer keinen Wai Khru durchführt, ist dies wohl die schlimmste Beleidigung, die ein Muay Thai Kämpfer aussprechen kann.

    Am Donnerstag haben wir uns nochmal einen Roller geliehen und einen Tag am Strand in TupKaek verbracht. Wir gönnten uns nochmal eine Thai Massage und ein Abendessen am Strand zum Sonnenuntergang.

    Zwischen den ganzen Tourangeboten haben wir uns entschieden eine Schnorcheltour nach Koh Rok zu machen. Freitag früh 7:30 Uhr wurden wir am Guesthouse abgeholt. Koh Rok ist ein kleine Insel 95 km südlich von AoNang. Wir waren für jeweils 40 Minuten zweimal im Wasser, bevor es Mittag auf der Insel Koh Rok gab. Danach fuhren wir nach Koh Ha, eine zweite Insel, wo wir eigentlich schnorcheln gehen wollten. Da aber die Wellen zu hoch waren, durften wir aus Sicherheitsgründen nicht ins Wasser. Der Anbieter hatte leider auch keinen Ersatzspot in petto. Es war die erste Tour der Reise, wo wir am Ende sagten, dass es ganz schön war, aber wir die Tour nicht weiterempfehlen würden. Hier wurde uns auch klar, wie gut und bedacht wir bis jetzt Ausflüge gewählt hatten. Thailand wird sehr stark bereist und da wären Ausflüge mit einem eigenen Boot und Guide sicher ansprechender.

    Alles in allem hatten wir eine schöne Zeit hier und Thailand steht auf der Liste der Länder, in die wir nochmal zurückkommen möchten.

    Caro
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  • Day158

    Tropensturm Pabuk

    January 5 in Thailand ⋅ 🌧 28 °C

    Kurz vor unserer Ankunft haben wir erfahren, dass auf Thailand der größte Tropensturm seit 56 Jahren zukommt. Wir waren ein wenig nervös und verfolgten die Medien. Alle schienen nervös zu sein, außer die Leute in Krabi. Hier wurde einfach so weitergemacht und niemand bereitete sich aktiv darauf vor. Von Anfang an war anzunehmen, dass wir etwas weniger abbekommen werden, da der Sturm von Osten kommt und sich eventuell abgeschwächt hat bis er bei uns ist.
    Am Tag des Sturmes fand für Konrad kein Training statt und wir verbrachten den Tag zu Hause. Von unserem Guesthouse erfuhren wir, dass das Auge des Sturmes um 4:00 Uhr nachts bei uns sein wird. Die Nacht wachte ich auf und sah, dass es „nur“ ziemlich windig war, aber besonders schlimm sah es nicht aus. Am nächsten Tag erfuhren wir, dass Thailand und die vorausliegenden Inseln, wie Koh Samui, Glück hatten und „Pabuk“ an allem vorbei zog.
    In Krabi ist nichtmal ein kleiner Blumentopf beim Nachbarn umgefallen, der die alle auf seiner Mauer hat stehen lassen.
    Caro
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  • Day155

    Kuala Lumpur

    January 2 in Malaysia ⋅ 🌧 28 °C

    Nachdem wir mit Australien und Neuseeland zwei Länder in 4 Monaten relativ intensiv bereist haben, legen wir jetzt einen Zahn zu. In den kommenden 8 Wochen bis Ende Februar werden wir 7 Länder/Städte bereisen. Mal sehen wie das funktioniert.
    Den Anfang machen wir mit Malaysia, besser gesagt, der Hauptstadt, Kuala Lumpur, wo wir nicht ganz 48 Stunden verbringen. Am Morgen nach unserer Ankunft fahren wir als erstes zu den Batu Caves. Das sind Höhlen in einem Kalksteinmassiv etwas außerhalb der Stadt. Die größte Höhle ist bis zu 100m hoch und beherbergt mehrere hinduistische Tempel und Schreine. Markant sind die 272 bunt angemalten Treppenstufen, die zum Eingang der Höhle führen. Nach dem Auf- und Abstieg gönnten wir uns eine Kokosnuss bevor wir uns wieder auf den Weg ins Stadtzentrum machten. In Malaysia können wir wieder die App Grab nutzen mit der es super einfach ist ein Taxi zu bekommen (vorausgesetzt man hat einen Internetzugang). In der Stadt ließen wir uns am Wahrzeichen, den Petronas Twin Towers, absetzen. Petronas ist ein 100%iger Staatskonzern, der mit Erdöl und Erdgas sein Geld verdient und zu den weltweit 500 größten Unternehmen zählt. Die Türme wurden 1998 fertiggestellt und waren bis 2004 mit 452m die höchsten Gebäude der Welt. Markant ist vor allem die Brücke die beide Türme im 41. und 42. Stockwerk verbindet. Da es schwer ist sich selbst mit den kompletten Türmen auf ein Foto zu bekommen floriert das Geschäft mit kleinen Weitwinkelobjektiven für Smartphonekameras. Beim ersten Versuch konnten wir noch widerstehen, als der zweite sich dann anbot und ein Foto von uns und den Türmen machte, kauften wir dann doch pflichtbewusst so ein kleines Teil. Wir konnten den Preis um 75% herunter handeln und so kostete uns das Gadget schlussendlich nur noch knapp 2€. Wir spazierten noch ein bisschen durch den angrenzenden Park bevor wir uns auf den Rückweg ins Hotel durch Chinatown machten. Wir versuchten uns an etwas einheimischen zum Mittag, was zwar genießbar war, aber nicht ganz unseren Geschmack traf. Am Abend machten wir uns erneut auf den Weg zu den Petronas Twin Towers, um diese beleuchtet zu sehen und dem ganz schönen Wasserspiel im Park beizuwohnen. Auch hier erwies sich unser Weitwinkelobjektiv fürs Handy als sehr nützlich.
    Unsere letzte Nacht war etwas holprig. Eine Asiatin hatte sich anscheinend im Zimmer geirrt und hörte nicht auf zu klopfen bevor ich mich aus dem Bett bis zur Tür gekämpft hatte.
    Insgesamt waren wir positiv überrascht von Kuala Lumpur auch wenn es nur ein kurzer Besuch war.
    Konrad
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  • Day153

    #SYDNYE Silvester an der Oper

    December 31, 2018 in Australia ⋅ ⛅ 22 °C

    Warum wir für den Jahreswechsel und das 12 Minuten andauernde Feuerwerk einen extra Eintrag anlegen? Weil es mehr ist als nur das. Wir haben im folgenden eine Chronologie der Ereignisse an diesem Tag erstellt um euch daran Teil haben zu lassen, dass Silvester in dieser Stadt anders ist, als am Abend auf die Straße zu gehen und mit den Leuten zu feiern.

    Noch 18 Stunden bis Mitternacht (6 Uhr morgens):
    Unser Wecker klingelt zum ersten Mal heute. In 1,5h öffnet das Gelände rund um die Oper wo man dem Feuerwerk kostenlos beiwohnen kann und am richtigen Platz einen tollen Blick auf die Hafenbrücke und die Oper hat. Hier passen offiziell 7.000 Leute hin und im letzten Jahr wurde diese Kapazität um 13 Uhr erreicht.
    Trotz dieser Infos brauchen wir eine Weile bis wir in Schwung kommen und uns und unsere Ausrüstung (Handtuch, Wasser, Snacks und Mittel zum Zeitvertreib) bereit haben.

    16 Stunden bis Mitternacht:
    Wir stehen an der Bushaltestelle und warten gespannt. Ich bin etwas aufgeregt und hoffe dass sich das frühe kommen wirklich lohnt und wir einen guten Platz bekommen.

    15 Stunden:
    Wir erreichen das Gelände. Keine Anzeichen von Menschenmassen. Etwas erleichtert passieren wir die Kontrollen und dürfen dann feststellen, dass die ersten Reihen längst belegt sind. Wir erfahren, dass einige Leute die ganze Nacht vor dem Tor gewartet haben um dann nochmal den ganzen Tag auf dem Gelände zu warten. Nach etwas suchen finden wir einen guten Spot und freunden uns direkt mit den Leuten um uns herum an. Ein Pärchen aus Taiwan hat eine riesige Plane ausgebreitet und somit auch Plätze für Freunde freigehalten. Uns und einigen anderen bieten sie freundlicherweise auch Plätze an. Perfekt!

    14:59 Stunden:
    Das warten beginnt. Wir richten uns ein, packen die Rommé Karten aus und spielen ein paar Runden.

    14 Stunden:
    Das Gelände füllt sich zusehends. Neben Leuten, die für das Feuerwerk kommen, kommen auch viele die sich nur die Oper und die Brücke anschauen wollen. Schon jetzt schauen viele ungläubig auf uns und die restliche Schar der wartenden. Bis zum Abend sind wir gefühlt auf einer Million Fotos und Videos gelandet 📸

    13 Stunden:
    Es wird langsam kuschelig. Mittlerweile wird mit immer kleineren Lücken vorlieb genommen. Wir können froh sein einen Platz auf der großzügigen Plane ergattert zu haben.

    12 Stunden:
    Es ist ein reges Kommen und Gehen. Jedoch kann man schwer sagen, wieviele Leute schon auf dem Gelände sind. Wir vertreiben uns die Zeit, quatschen, futtern unsere mitgebrachten Snacks. Dann beschließen wir eine Runde über das Gelände zu gehen und schon mal auszukundschaften, wo es später Getränke gibt und wo die Toiletten sind. Alles zum Glück nicht weit weg und die Toiletten in einem fast klinisch reinem Zustand. Mal sehen wie lange das noch anhält.

    11 Stunden:
    Die Sonne kommt raus und es gibt kein Entkommen für uns. Mittlerweile haben uns die Taiwanesen einen Sonnenschirm geliehen mit dem wir uns zumindestens ein bisschen Schatten spenden können. Aus den Erzählungen wissen wir, dass „Chen“ schon dreimal das Feuerwerk auf öffentlichen Plätzen angeschaut hat. In diesem Sinne ist er schon recht erfahren und hat die großen und kleinen Dinge mit, die man braucht um den Tag zu überstehen. Dazu zählen unter anderem auch Erfrischungstücher, die einen richtig kühlen Film auf der Haut hinterlassen.

    10,5 Stunden:
    Jetzt hat mich die Neugier gepackt und ich habe online auf der offiziellen Website (Sydney hat eine Website für Silvester mit allen Infos rund ums Feuerwerk, Beobachtungsplätze, ÖPNV, etc.) nachgeschaut. Der Platz ist jetzt offiziell voll. Es ist erstaunlich wieviel Personal hier eingesetzt wird. Es gibt eine Menge Ordner, dazu kommen Polizisten die in Gruppen patrouillieren und ein „Emergency Planning & Response“ Team. Darüber hinaus natürlich auch jede Menge Bar- und Reinigungskräfte.

    9 Stunden:
    Der aktuelle Wetterbericht sagt für 18-19 Uhr Regen und Sturm voraus. Hoffen wir, dass es anders kommt. Auf den Treppen vor der Oper haben Leute angefangen Tanzunterricht zu geben - eine gute Idee gegen die Langeweile.

    8 Stunden:
    Für die zahlenden Gäste des Opern-Cafés wird nun Musik gespielt und wir können ein bisschen davon profitieren. Nebenbei trudeln nach und nach Besucher der Oper ein und die Rettungsgasse zwischen dem Sitzbereichen wird zum Laufsteg. Von beiden Seiten wird über den Zaun fotografiert.

    7 Stunden:
    Es fängt tatsächlich an zu regnen, aber bevor sich alle wappnen können hat es schon wieder aufgehört. Ein älterer Herr aus Indien führt ein Videotelefonat und führt seinen gegenüber virtuell über den Platz. Das witzige dabei: statt von der Front- auf die Rückkamera zu wechseln dreht er das Handy und so können wir nun seinen Gesprächspartner sehen und winken diesem freudig zu.

    6 Stunden:
    Die Musik aus der Bar wird langsam peppiger und endlich gibt es den ersten Punkt aus dem offiziellen Programm, nämlich eine kleine Flugshow. Im Vergleich zu der, die wir zufällig in Singapur gesehen haben war sie nichts besonderes. Ich fühle mich langsam wie die Raupe Nimmersatt 🐛 die sich langsam aber stetig durch unsere Vorräte futtert. Mit einsetzen der Dämmerung wird es langsam real, dass wir den Jahreswechsel wirklich in Sydney mit Blick auf die Hafenbrücke verbringen werden. Wahnsinn 😊

    4 Stunden:
    Wie aus dem nichts ziehen dunkle Wolken auf und es fing mit einem Mal an zu schütten wie aus Eimern. Wir nutzten die Plane auf der wir bis gerade noch gesessen hatten als Schutz aber wir waren trotzdem klitschnass. Unsere Stimmung erreichte einen Tiefpunkt. Wofür sind wir heute früh aufgestanden und haben uns den ganzen Tag auf dem Steinboden den Hintern platt gesessen? Und jetzt auch noch Regen?

    3,5 Stunden:
    Es hat zum Glück wieder aufgehört. Jetzt stehen wir da in unseren nassen Klamotten und hoffen das wir schnell trocknen und es nicht kalt wird.

    3 Stunden:
    Um 21 Uhr wird hier das Feuerwerk für Familien mit Kleinkindern gezündet. Dieses dauert ca. 8 Minuten und ist schon beeindruckend. Das quengelige Kind der indischen Familie hinter uns konnte sich anscheinend nicht für das Feuerwerk erwärmen und schlief 5 Minuten vorher ein und wachte auch währenddessen nicht auf.

    2 Stunden:
    Irgendwie ist uns doch die Kälte in die Knochen gekrochen, aber die Schlange am Getränkestand hat mich bisher abgehalten, mich an dieselbe anzustellen. Nun hat der Ansturm nachgelassen und ich versuche mein Glück. Die Bar ist in zwei Bereiche aufgeteilt: links gibt es Essen und alkoholfreie Getränke und rechts alles Alkoholische. Ein Sicherheitsmann kontrolliert Ausweise, bevor man sich überhaupt anstellen darf. Ein weitere gibt jeweils den Weg zu den Kassen frei an denen man bestellen kann. Bis dahin funktioniert alles noch reibungslos und die Leute sind nett und entspannt. Dahinter jedoch bricht das pure Chaos aus. Die meiste Zeit habe ich damit verbracht nach dem Bezahlen auf die zwei Becher Heiße Schokolade zu warten die ich bestellt hatte. Immerhin bekomme ich überhaupt welche, denn erst kurz vor meiner Ankunft konnte die Maschine wieder in Gang gesetzt werden. Die Zettelwirtschaft der Barkräfte sorgt trotzdem bei vielen für großen Unmut. An der Schnapsbar läuft es dafür umso besser.

    1 Stunde:
    Der Dj von der Party schräg vor uns läuft zur Hochform auf. Ein Anheizerlied nach dem anderen wird gespielt und die Menge tobt. Nur bis zu uns schwappen Musik und Stimmung nicht so richtig rüber.

    45 Minuten:
    Langsam werden wir aufgeregt. Nochmal schnell auf Toilette gehen, schonmal für die Getränke zum Anstoßen anstellen...

    15 Minuten:
    Einige Bereiche werden geöffnet und wir könnn noch ein Stück weiter Richtung Hafenkante gehen und bekommen somit einen noch besseren Blick auf die Brücke und die Oper.

    90 Sekunden:
    Nun wird es spannend und auf die Brückenpfeiler wird in großen Ziffern der offizielle Countdown projiziert. Löw sind auf ihren Plätzen und warten gespannt.

    15 Sekunden:
    Die Masse fängt an mit herunter zu zählen

    10 Sekunden:
    Alle zwei Sekunden ist nun die Zahl als Feuerwerk vor der Brücke zu sehen.

    0 Sekunden:
    Happy New Year!! 🎊🎆 Das Spektakel beginnt. Das Hauptfeuerwerk findet über der Brücke und der Oper statt. Dazwischen, davor und dahinter gibt es weitere Feuerwerke. Es ist einfach Wahnsinn! Man weiß nicht wo man zuerst hinschauen soll.

    -12 Minuten:
    Das Feuerwerk hat mit einem krönenden Abschluss geendet und wie als wäre das der Startschuss für einen Wettlauf stürmen die ersten Menschen Richtung Ausgang. Wir gehen es ein bisschen gemütlicher an und bleiben noch ein bisschen. Wir schauen den Partygästen beim Feiern zu bevor wir uns auf den Weg machen. Zu unserer Überraschung müssen wir nirgendwo länger als 2 Minuten warten trotz der pilgernden Massen. Das Transportkonzept hat gut funktioniert.

    -1 Stunde:
    Wir sind im Hotel und unser genialer Plan sieht vor dass wir jetzt noch Wäsche waschen müssen. Zuerst vertreiben wir uns die Wartezeit mit Tischkicker spielen, irgendwann überkommt uns die Müdigkeit und wir schlafen ein. Eigentlich hätte noch jemand um 3 Uhr morgens die Wäsche aus dem Trockner holen sollen aber aus unerklärlichen Gründen haben wir beide den Wecker nicht gehört.

    Konrad
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  • Day152

    Sydney

    December 30, 2018 in Australia ⋅ ☀️ 31 °C

    Am 27.12. haben wir unser Auto abgegeben und uns ins City Center begeben. Dieses Mal waren wir irgendwie froh das Auto abzugeben. Ein Risikofaktor für unerwartete Ausgaben weniger. Unser Hotel liegt ein wenig außerhalb, aber mit dem Bus kommen wir gut in die Stadt. Zudem findet man alle Fahrpläne mithilfe von Google Maps und man kann sogar auf der Karte verfolgen, wo sich der Bus befindet und wann er genau ankommt.
    Den ersten Nachmittag und Abend verbringen wir um die zwei Hauptsehenswürdigkeiten in Sydney - die Harbour-Bridge, auch coat hanger (Kleiderbügel) gennant, und das Sydney Opera House herum. Zunächst haben wir uns den Park angeschaut, welchen uns Gerhardt (kennengelernt in Perth) für das Silvesterfeuerwerk empfohlen hat. Wir laufen über die Harbour-Bridge und trinken im Hafen ein Glas Wein mit Blick auf die Brücke und die Oper.
    Am nächsten Tag steht um 10 Uhr eine Free Walking Tour durch die Stadt auf dem Programm. Wir bekommen einen guten Überblick über die Geschichte Australiens, Sydney und die Innenstadt. Sydney gefällt uns super. Es ist eine ruhigere Stadt, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass wir uns gerade zwischen den Feiertagen befinden und viele Sydney-sider außerhalb unterwegs sind. Es gibt viele Parks, wenig Verkehr und wenig Hauptverkehrsadern durch die Innenstadt. Genau aus dem Grund fühlt es sich entspannt und ruhig an. Am Abend wurde ich von Konrad mit meinem Weihnachtsgeschenk überrascht: Dinner auf einem Segelboot von 1932. Wir schipperten für 2 Stunden aus dem Hafen raus und segelten zurück, dazu gab es ein leckeres 3-Gängemenü und einiges an Wein. Es war eine tolle Atmosphäre und ein besonderes Erlebnis für mich. Die Tour hätte ruhig länger gehen können.
    Den nächsten Tag schliefen wir aus und Konrad hatte auch einen kleinen Kater. Wir fuhren wieder in die Stadt und machten eine Street Art Tour auf eigene Faust. Abends schauten wir uns mit einer Free Walking Tour das Stadtviertel „The Rocks“ an und lauschten kleinen Anekdoten aus der Zeit um 1820. Früher zählte „The Rocks“ zu den Slums von Sydney, heute ist es ein beliebter Stadtteil. Leider verkauft die Stadt gerade aus finanziellen Gründen die meisten Sozialwohnungen in dem Viertel an private Investoren. Sydney-Sider sind selbst gespannt, wie sich der Stadtteil entwickeln wird. Das Gute ist, dass viele Häuser Denkmalschutz haben und das ein Teil der Einnahmen aus dem Verkauf zum Bau neuer Sozialwohnungen außerhalb der Stadt genutzt werden (sollen). Abends suchten wir verzweifelt ein italienisches Restaurant, welches zwischen den Feiertagen geöffnet hat. Laut TripAdvisor alle, 3 suchten wir auf, eins konnten wir gar nicht finden, 2 waren geschlossen. Am Ende waren wir im Vapiano, eine deutsche Kette mit italienischer Küche. Na immerhin gab es endlich etwas zu essen, stimmt’s Konrad! ;-)
    Heute haben wir Strände in Sydney besucht und uns mit Jared verabredet. Jared ist Amerikaner, den wir in Melbourne im Hostel kennengelernt haben. Zunächst sind Konrad und ich den Bondi to Cogee Coastal Walk gelaufen. Ein Weg, welcher 6 km lang ist und direkt an der Küste entlang geht. Bondi Beach ist der bekannteste Strand in Sydney. Das Stadtgebiet Bondi ist wie eine kleine Stadt selbst. Es gibt unzählige Läden und Restaurants. Der kleine Spaziergang hat uns jetzt nicht umgehauen, war ziemlich voll und nichts im Vergleich zum Great Ocean Walk, welchen wir im September gemacht haben. Am Nachmittag haben wir uns dann mit Jared getroffen und sind mit der Fähre zum Manly Beach gefahren. Wieder viele Läden, Restaurants und Menschen. Wir haben ein wenig die Surfer beobachtet, einen leckeren Burger gegessen und sind dann abends zurück nach Sydney und haben uns vor der Oper noch ein Glas Wein gegönnt.
    Zwischen Melbourne und Sydney herrscht seit jeher ein Kampf, welches die schönere und coolere Stadt ist. Für uns sind beide Städte so unterschiedlich, dass wir keinen Favoriten haben. Melbourne ist wie Berlin, Hipp und alternativ, Sydney ist wie Hamburg, tolle Lage und mehr Schick.
    Caro
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  • Day148

    Blue Mountains

    December 26, 2018 in Australia ⋅ ☀️ 25 °C

    Am Vormittag des ersten Weihnachtsfeiertages machten wir uns auf den Weg in die Blue Mountains. Als wir auf die Autobahn kamen, welche von Sydney in die Blue Mountains führt, merkten wir, dass es doch voller als gedacht werden könnte. Erster Stop war der Jellybean Pool. Ein natürlicher kleiner See mit Sandstrand in einem kleinen Tal. Hier versammelten sich auch viele Einheimische um den 1. Feiertag zu verbringen. Die meisten brachten ihr Festtagsessen mit und einige genossen es dann bis zum Bauch im Wasser sitzend.
    Als nächstes steuerten wir „den“ Aussichtspunkt schlechthin in den Blue Mountains an - die Three Sisters. Das sind drei einzeln stehende Felsformationen vor einer tollen Kulisse der Blue Mountains. Der Platz war überfüllt mit indischen und chinesischen Touristen und es dauerte einen Moment bis uns klar wurde, dass die ja gar kein Weihnachten feiern und deshalb auch an den Feiertagen unterwegs sind.
    Gegen Nachmittag suchten wir uns dann einen kostenlosen Zeltplatz und unsere Hauptsorge war eine wenigstens mäßige Netzabdeckung, die ein stabiles Telefonat nach Deutschland zulässt. Trotz der Abgeschiedenheit hatten wir Glück und verbrachten eine entspannte Nacht auf dem Platz und konnten endlich auch mal Zuhause anrufen. Den nächsten Tag gingen wir wieder entspannt an und brachen am späten vormittag auf zum Grand Canyon Walk, einem 6 Km langen Rundweg durch den größten Canyon in den Blue Mountains. Es war eine richtig beeindruckende Strecke mit sehr vielen Stufen am Anfang und Ende. Genau das Richtige um nach dem großen Schlemmen wieder in Schwung zu kommen. Außerdem war es im Tal angenehm kühl und somit der perfekte Ort um der Sonne und den 30°C zu entkommen. Für unsere letzte Nacht im Auto suchten wir nochmal einen kostenlosen Zeltplatz und wurden an einem schönen ruhigen See fündig. Ein toller Abschluss unseres Roadtrips an der Ostküste Australiens.
    Konrad
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  • Day146

    Weihnachten im Kangaroo Valley

    December 24, 2018 in Australia ⋅ ☀️ 24 °C

    Als wir unsere Reise begannen hatten wir eine Vorstellung wie wir Weihnachten in Australien verbringen wollten: Am besten mit beiden Füßen im Sand, den Ozean vor der Nase und das Wellenrauschen im Ohr. - Naja daraus wurde nicht viel was aber auch überhaupt nicht schlimm war. „Diverse“ Ereignisse hatten ein ziemliches Loch in unseren Geldbeutel gebrannt und so mussten wir sparen und konnten uns die teuren Zeltplätze am Meer nicht leisten. Deshalb sind wir nach Bendeela ins Kangaroo Valley ausgewichen - und naja, wegen der dort lebenden Wombats. Das sind, wie auch Kängurus, Beuteltiere die wie übergroße Hamster aussehen. Sie sind Vegetarier, nachtaktiv, graben bis zu 30 Meter lange Höhlen und sind recht zutraulich. Damit beim Buddeln nicht so viel Sand im Beutel landet, ist dieser nach hinten geöffnet. Als wir am 23. um 20 Uhr auf den Platz rollten, tummelten sich eine Menge auf den Wiesen. Wirklich niedlich! Als wäre das nicht schon genug, gesellte sich noch eine Schar Kängurus dazu, von denen zwei der jüngeren noch einen Streit austrugen. Dabei stellen Sie sich auf die Hinterbeine, richten sich auf und nehmen ihre Vorderpfoten um dem Gegenüber zu schaden. Dabei ähneln sie stark zwei Boxern, die sich im Ring gegenüber stehen. Die Känguru-Tri(o)logie von Mark-Uwe Kling lässt grüßen! Über die Nacht konnten wir dann die Wombats grasen hören und einmal wurden wir geweckt, weil sich einer so stark an unserem Auto kratzte das dieses anfing zu schaukeln.
    Am 24. morgens hatten wir ein ausgedehntes Frühstück und bereiteten dann unseren Kartoffelsalat für den Abend vor. Auch wenn wir uns am anderen Ende der Welt befinden, wollten wir uns doch ein Stück Tradition behalten. Anschließend unternahmen wir noch einen Ausflug zu den Fitzroy Falls und einem Aussichtspunkt gleich in der Nähe. Wir deckten uns noch mit einem Beutel Eis für unsere Kühltruhe und einer Flasche Wein ein und fuhren zurück auf den Zeltplatz. Nach einer willkommenen Abkühlung im Fluss machten wir uns dann so langsam aber sicher bereit.
    Kurz vor 19 Uhr machten wir dann unsere kleine Bescherung und wärmten die „German Style“ Bockwürste auf, die es zum Kartoffelsalat geben sollte. Aus unserer Kühltruhe, der Tischplatte und weiteren Utensilien bauten wir uns unsere Tafel, auf die neben Kartoffelsalat und Bockwürsten auch noch unsere Weihnachtslimo kam. Und so hatten wir ein tolles Weihnachtsessen bei Sonnenuntergang und nebenan grasten gemütlich die Kängurus. Die Wombats ließen sich heute nicht so wirklich bei uns blicken und so gingen wir noch eine Runde über den Platz und sahen noch ein ganz junges und eine Mutter, die ihr kleines im Beutel trug. Hinten guckten nur zwei kleine Pfoten heraus.
    Konrad
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  • Day145

    4. Advent

    December 23, 2018 in Australia ⋅ ☀️ 21 °C

    Diesmal fangen wir am Nachmittag vor dem 4. Advent an. Wir sind auf dem Weg Richtung Sydney und machen einen kurzen Stopp in Port Macquarie, um uns die Beine zu vertreten. Wir laufen die Promenade entlang bis hinaus zum Wellenbrecher und finden am Wegesrand einen Haufen bemalter Steine. Viele erzählen von Leuten und ihrem Besuch in der Stadt oder Australien, manche erinnern an Verstorbene. Eigentlich sind wir auch gekommen, weil man hier gut Delfine beobachten kann und siehe da, nach nichtmal 5 Minuten entdecken wir erst einen Schwarm Rochen (ca. 30) und kurz darauf zwei Delfine, die durch die Hafeneinfahrt schwimmen. Wir machen noch einen kurzen Stopp am Leuchtturm, wo uns der Wind bald wegweht bevor wir weiter Richtung Sydney fahren. Die Nacht verbringen wir in Kew einem kleinen Ort 300km vor Sydney.
    Heute liegen noch einmal 500km vor uns denn unser Ziel über Weihnachten ist Bendeela im Kangaroo Valley. Gibt es denn eigentlich einen passenderen Ort als das Kangaroo Valley um Weihnachten in Australien zu verbringen?😃
    Unsere Mittagspause machen wir kurz vor Sydney in Central Coast am Avoca Beach. Ein toller Strand an dem auch mächtig Betrieb ist. So wie man die Kleinsten im Winterurlaub in die Ski-Schule steckt, lernen hier die Kids am Strand das Surfen 🏄‍♂️
    Zum Mittag gibt es eine leckere Portion Fish & Chips und Kalamari-Ringe.
    Gegen 20 Uhr erreichen wir dann endlich Bendeela wo es fast unerwartet kühl ist.
    Trotzdem war es bis jetzt der einzige Advents-Sonntag an dem richtig schönes Wetter war.
    Konrad
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  • Day141

    Noosa Everglades

    December 19, 2018 in Australia ⋅ ☀️ 27 °C

    Nach mehrmaligen Verschieben und einem gehörigen Umweg nahmen wir uns für heute die Erkundung der Noosa Everglades vor. Leider waren die Kayaks schon ausgebucht und so mussten wir mit einem, wie Caro immer zu sagen pflegte, „Pocahontas-Boot“ (ein Canadier) vorlieb nehmen. Diese Boote haben ihre Vorteile aber wenn es darum geht bei etwas Wind über einen See zu paddeln und die Zweier-Seekayaks an einem mit Leichtigkeit vorbeiziehen, dann sieht man eher nur Nachteile. Wir quälten uns die erste Stunde aber danach tauchten wir in die verwundenen Bäche und Seen ein. Der Wind wehte immer noch leicht von hinten, was gerade mir einige Kopfschmerzen für den Rückweg bereitete. Insgeheim hofften wir ja ein Krokodil zu erspähen aber wir mussten im
    Nachhinein feststellen, dass hier gar keine lebten. Dafür sahen wir eine Menge Wasservögel. Nach 11,5km erreichten wir unseren Mittagsrastplatz dessen idyllische Ruhe nur von einer Gruppe kreischender Gören gestört wurde. Der Waran, der sich am Wegesrand sonnte, fand das vermutlich genauso unpassend wie wir. Wir fanden dennoch ein stilles Plätzchen und genossen unsere mitgebrachte Wassermelone und eine Flasche unserer Bundaberg-Limo.
    Trotz des Gegenwinds kamen wir super voran und das letzte Stück über den See versuchten wir uns wieder mit mäßigem Erfolg im Segeln. Nach einer erfrischenden Dusche genehmigten wir uns noch ein Dessert im Restaurant bevor wir uns auf den Weg zu unserem kostenlosen Zeltplatz machten. Abends merkten wir dann die Anstrengung der 23km paddeln und schliefen selig ein.
    Konrad
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