• Kauri Coast

    4. december 2025, New Zealand ⋅ 🌬 18 °C

    In der Nacht wird der Sturm stärker, Windböen reissen an den Sträuchern neben unserem Camper - so stark, dass schliesslich ein Ast bricht und gegen das Auto prallt (zum Glück ohne einen Schaden zu verursachen). Auch am Morgen ist der Wind noch sehr stark, an einen Ausflug zur Ninety-Mile-Beach ist nicht zu denken.
    Wir beschliessen, dass wir gegen Süden fahren - jetzt einfach entlang der Westküste der Nordinsel. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, kaum besiedelt, grün und hügelig - so richtig zum Geniessen. Toni kommt voll auf seine Rechnung mit dem Autofahrtraining, denn die Kurven, die kleinen Pässchen und die unverhofft auftauchenden engen Brücken wollen nicht enden. Von Hokianga nach Rowene müssen wir sogar auf die Fähre wechseln. Die meisten Wälder sind entweder kahl geholzt oder wieder neu angepflanzt, hier wird also aktiv Holzwirtschaft betrieben.
    Erst weiter im Süden kommen dann die ursprünglichen Urwälder mit den wunderbaren einheimischen Farnsträuchern und -bäumen und den vielen endemischen Baumarten. Hier besichtigen wir den ältesten und grössten Kauribaum, den Tane Mahuta (52m hoch, 16m Umfang, ca. 2‘000 Jahre alt). Dieser Baum wird sorgsam beschützt vor Schädlingen, wir müssen sogar die Schuhe desinfizieren bevor wir den Weg in den Wald betreten dürfen.
    Wir übernachten auf einem Campingplatz inmitten des Urwaldes - an einem Fluss, in dem viele Aale schwimmen und neben dem die Glühwürmchen im Dunkeln leuchten.
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