• Christchurch - Timaru - find Penguins

    December 22, 2025 in New Zealand ⋅ ☁️ 16 °C

    „Hanmer Springs ist ein angenehmer Ort, man ist hier auf dem Land und ist doch nicht weit weg von der Stadt“, das hat uns ein Einheimischer berichtet. In diese Stadt - nach Christchurch - fahren wir nun. Es ist die Hauptstadt der Region und eine der grösseren Orte Neuseelands. Die Erdbeben von 2010 und 2011 haben deutliche Spuren hinterlassen, die meisten Strassen sind neu und von modernen, eher kühlen Gebäuden gesäumt. Dazwischen sieht man vereinzelt leere Flächen, Grossbaustellen oder abgestützte alte Gebäude. Wir staunen über die Effizienz, die hier an den Tag gelegt wurde - dies auch im Vergleich mit dem Wiederaufbau rund um L‘Aquila in den italienischen Abbruzzen, den wir vor zwei Jahren gesehen haben (Erdbeben im Jahr 2009).
    Wirklich originell ist die historische Tramlinie, die noch gleich funktioniert wie vor fast 150 Jahren. Der Tramführer (Frauen haben wir keine gesehen) heisst die Fahrgäste willkommen und stellt einen Schemel hin zum Einsteigen, er verkauft auch die Billette, schliesst die Türen und chauffiert den Tramwagen. Gleichzeitig informiert er die Touristen über alles Wissenswerte entlang der Strecke - inklusive Tipps für Weihnachtsgeschenke.
    Am Nachmittag fahren wir weiter nach Süden bis nach Timaru, einem weiteren Ort an der Küste. Hier gibt es eine Kolonie von neuseeländischen „Little Blue Penguins“. Am Strand kann man bei Einbruch der Nacht beobachten, wie die Pinguineltern zurückkommen vom Fischfang am Meer und die jungen Pinguine, wie sie den Eltern rufen. Das wollen wir natürlich nicht verpassen! Zu Fuss sind wir eine gute halbe Stunde unterwegs vom Campingplatz bis an den Strand, und nun beginnt es zu regnen. Fast eine Stunde müssen wir im Regen warten bis sich die Pinguine dann zeigen, aber wir werden nicht enttäuscht. Im Halbdunkeln zeigen sich die putzigen kleinen Vögel zwischen den Felsbrocken, mit lauten Rufen erwarten sie ihre Eltern.
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