Wellington - Hastings
January 20 in New Zealand ⋅ ☁️ 18 °C
Am Sonntagnachmittag überqueren wir mit der Fähre die Cookstrasse und landen erneut in Wellington. Da es bereits spät ist bei unserer Ankunft, fahren wir einfach zum Parkplatz beim Landesmuseum Te Papa, diesen Stellplatz kennen wir ja schon. Es ist aussergewöhnlich ruhig rund um das Hafenareal, und wir rätseln, ob es am schlechten Wetter liegen könnte, dass so wenig Betrieb herrscht. Erst am nächsten Morgen finden wir heraus, dass am Montag ein Feiertag sei, und zwar der „Wellington Anniversary Day“. Damit soll der Tag gefeiert werden, an dem die ersten englischen Siedler im Hafen von Wellington ankamen (22.01.1840). Praktischerweise ist es immer ein Montag, an dem alle frei haben, und deshalb im Jahr 2026 bereits am 19.01.
Uns betrifft dieser „public Holiday“ nicht weiter, denn wir fahren zügig nordwärts bis an die Ostküste. Unterwegs besuchen wir „the Wool Shed“ in Masterton, ein etwas verstaubtes Museum der neuseeländischen Schafzüchter und Schafscherer. Weit spannender ist das Pukaha National Wildlife Center nördlich von Masterton. Dort sehen wir tatsächlich zwei Kiwi, die durch das abgedunkelte Revier huschen und mit dem langen Schnabel herumpicken. Auch die Kakas können wir beobachten, wenn sie zur Fütterung herbeifliegen - und natürlich die Tui, die uns immer wieder begrüssen, wenn wir durch den Urwald wandern (sozusagen unsere besten Freunde).
In Hastings übernachten wir und mieten am Dienstag Fahrräder gleich im Campingplatz. Wir machen eine Velotour rund um Hastings und Havelock North - ein zweites „Havelock“ in Neuseeland. Die Gegend hier am Hawkes Bay ist flach und grösstenteils bewirtschaftet. Zwischen hohen Windschutzhecken befinden sich Rebenfelder, Obstplantagen und andere Kulturen. Die einzelnen Felder sind viel grösser als wir es von der Schweiz gewöhnt sind - alles wird hier ein bisschen grösser aufgezogen.
Wir fahren bis zur Küste und dann entlang vom Tukituki River wieder zurück, wo wir bei einem Winzerrestaurant ein Glas Wein zum Apéro trinken. Es wird in Neuseeland sehr viel Pinot Noir gekeltert. Auf dem Gut, auf dem wir einkehren, ist die Auswahl aber gross. Wir kaufen eine Flasche mit einem ,Blend’ von Merlot, Cabernet-Sauvignon und Malbec. Danach geht es zum Campingplatz. Gleich nebenan wird ein Kricket-Turnier durchgeführt - ein Mannschaftsspiel, das bei den Jugendlichen anscheinend beliebt ist. Wir haben schon mehrmals beobachtet, wie Kinder das Werfen und die Abnahme mit dem Stock üben.Read more















