Larissa Ratzmann

Joined June 2018
  • Day8

    Ring of Beara

    July 24, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 19 °C

    An unserem letzten Tag in Irland sind wir den Ring of Beara gefahren. Dieser ist so etwas wie der unkannte Bruder vom Ring of Kerry. Es ist eine ca. 130km lange Küstenstraße und führt an die entlegensten Ecken der Insel.
    Schon nach kurzer Zeit erreichten wir ganz unerwartet, mein persönliches Highlight des Tages. Eine winzige Halbinsel. Diese hat eine kleine Bucht, die etwas aussieht wie eine Lagune. Es gibt eine kleine Wasserhöhle und für den Zulauf hat sich ein Durchbruch durch die Insel gebildet. Nach wenigen Gehminuten ist man weit entfernt von allen anderen Menschen und hat einen tollen Blick auf Felsküste, Meer und Pflanzen. Generell scheinen dort auch Schafe zu leben, welche wir aber nicht angetroffen haben.
    Wenn ich in der Nähe wohnen würde, wäre dies definitiv mein Lieblingsplatz und man würde mich öfter dort finden.
    Der Ring führte weiter über sehr enge Küsten- und Bergstraßen (dort dürfen Reisebusse und Wohnmobile nicht fahren, da die Straßen zu eng sind. Bei Gegenverkehr eignet sich nicht jede Stelle um aneinander vorbei zu fahren. Trotzdem sind die Iren sehr "entspannte" Fahrer und Heizen mit 50km aufwärts um die Kurven. Es ist mir ein Rätsel, wie wir ohne Unfall davon gekommen sind.
    Der Ausblick war immer wieder grandios und super unterschiedlich. Wald, wiesen, Berge, Meer, seen, kleine süße Dörfer - alles da.

    In einem Dorf aßen wir zu Mittag und obwohl es eigentlich ein Fischrestaurant war, haben sie mir ein super leckeres Linsenrisotto zubereitet.

    Insgesamt waren wir für die 130km (inkl. Fotopausen und Spaziergang auf der Insel) ca. 7 Stunden unterwegs.
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  • Day7

    Have you ever hold a baby lamb?

    July 23, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 18 °C

    In Irland gibt es viele Schafe. Konkreter ausgedrückt: in Irland hat etwa doppelt so viele Schafe wie Einwohner (4 Millionen Einwohner, 8 Millionen Schafe).
    Auf unseren Wegen durften wir inzwischen das ein oder andere Schaf kennen lernen. So standen bei unserer Heimfahrt heute 2 Schafe auf der Straße und machten sich nur gemütlich auf den Weg um uns freie Fahrt zu ermöglichen. Mit den Schafen, oder besser den Lämmern werden allerdings auch Touristen gelockt. Eine Schaffarm wirbt mit dem Slogen "have you ever hold a baby lamb?" - Wir konnten verzichten. Trotzdem habe wir heute mal richtiges Touristenunterhaltsungsprogramm genossen. Unser Weg führte uns nach Dingle. Wir besuchen den Inch Beach, dieser ist besonders bei Surfern beliebt. Hier kann man ewig weit gehen, da das Wasser nur langsam tiefer wird.
    Wir überlegten auf einen Berg zu wandern um den Eask Tower zu besichtigen, aber unsere schweren Beine überzeugen uns vom Gegenteil. So fuhren wir den SleaHeadDrive. Eine Rundstraße auf der Halbinsel, mit Aussichtspunkten vom Wildatlantikway. Hier soll es auch den westlichen Punkt Europas geben. Endweder ist dieser allerdings nicht ausgeschildert oder wir haben ihn nicht bemerkt. Schade!
    Außerdem waren wir in einer kleinen Bucht. Ich hab noch nie solche Wellen gesehen, und auch der Wind war noch stärker als auf dem Berg gestern. Nun habe ich verstanden, woher der Wildatlantikway seinen Namen hat.

    Im Anschluss fuhren wir in die Stadt Dingle. Es ist eine kleine Hafenstadt und besonderen bekannt, da in ihrem Hafen ein Delphin namens Fungie lebt. Der Bootstour konnten wir nicht wiedersehen und so haben wir uns auf die Suche gemacht. Auf dem Nachbarschiff war ein kleiner Junge welcher durchgehend nach dem Delphin schrie. Wir haben gehofft, dass er ins Wasser fällt. Ist leider nicht passiert.
    Der Delphin scheint eine Verhaltensstörung zu haben oder sich einen Spaß zu machen, mit den Booten "fangen" zu spielen (ich konnte nicht herausfinden, ob die Boote den Delphin, oder der Delphin die Boote fängt...). Jedenfalls tauchte er trotz mehrerer Boote die hin und her fuhren, laufenden Motoren und lauten Menschen immer wieder zwischen den Booten auf. Ich konnte einige Videoaufnahmen machen und kann nun wieder einen Punkt von meiner Bucketlist streichen: Freilebende Delphine sehen.

    Wir besichtigen die Stadt, kauften Mitbringsel und aßen am Abend frischen Fisch in einem Kleinen Restaurant im Hafen. Sehr lecker!

    Auf dem Rückweg wählten wir eine etwas längere Strecke, fuhren an der nördlichen Küste von Dingle und durch den Killarney Nationalpark zurück. Und schwups, waren schon wieder 12 Stunden um.
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  • Day6

    Tom und Jerry.

    July 22, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 19 °C

    Killarney Nationalpark. Jede Frau kennt wahrscheinlich die Szene aus "PS ich liebe dich" in der sie fragt, wo denn nun eigentlich der Park ist.
    Wir konnten ihn heute schon auf der Autofahrt genießen. Die Fahrt selbst war für mich die spektakulärste. Sie führte uns über einen Teil des Ring of Kerry und wir waren froh um jede Parkbucht um Fotos zu machen.
    Wir hatten uns einen Wanderweg zum Torkhill ausgesucht, auch wenn wir uns nicht sicher waren, ob wir uns nicht verfluchen werden, noch einen Berg zu besteigen. Der Parkplatz war direkt am TorkWaterfall gelegen und als wir um 10.30 ankamen auch noch ziemlich verlassen.
    Direkt gegenüber des Parkplatzes gibt es einen kleinen Stand von dem aus man Kutschfahrten buchen konnten. Wir beschlossen, nach unserer Wanderung dort einen Stop einzulegen.

    Der Wanderweg führte vorbei am Wasserfall, einem von Irlands Hauptattraktionen und natürlich voll mit Touristen. Als wir diesen Teil des Parks durchquert hatten folgte die Ruhe des Nationalsparks. Erst ging es über einen normalen befestigten Weg. Nach etwa 2 Kilometern gab es seitlich einen kleinen Pfad. Dieser bestand immer abwechselnd aus kleinen Felsen und massiven Holzbohlen und führte stetig den Berg hinauf. Auf diesem Weg waren wir fast für uns allein. Zwar trafen wir ab und an ein paar Wanderer, die Wege kreuzten sich jedoch nur kurz.
    Der Anstieg war anstrengend, aber entweder sind wir in den letzten Tagen fitter geworden oder der Weg war weniger anspruchsvoll. Nach etwa 2 Stunden und einem kleinen Picknick erreichten wir den Gipfel von TorkHill. Dieser hat eine Höhe von etwa 500m. Ich weiß nicht ob ich jemals so viel Wind erlebt habe. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass ich gleich vom Berg geweht werde.
    Die Aussicht vom Gipfel war nicht sonderlich spektakulär. Eher grau. Sehr grau. Die Wolken hingen an der Gipfelspitze. Wir trafen ein deutsches Päärchen welches berichtete, dass es gestern auf einem Berg mit noch mehr Wind und Nebel war. Kaum vorzustellen. Da es nicht wirklich gemütlich war, stiegen wir rasch wieder ab.
    Beim Auto angekommen war der Parkplatz voll. Welch Glück, dass wir morgens da waren!

    Wir gingen direkt zu den Kutschfahrten und warteten dort auf die nächste freie Kutsche. Wie es der Zufall wollte, kam der Fahrer mit dem ich am Morgen gesprochen hatte und wir machten mit ihm eine Rundtour zwischen den Seen und zum Muckross House. Dieses ist schon schön, allerdings auch in 20 Minuten umrundet, sodass wir froh waren, dass unserer Fahrer uns wieder einsammelte und wir nicht zum Auto laufen mussten. Auf dem Weg stoppten wir einige Male um Fotos zu machen und er versorgte und mit allen nötigen Infos.
    So erzählte er auch, dass er Tom heißt und das Pferd Jerry. Er nannte ihn auch immer so und seine Kollegen nannten Tom auch beim Namen. Ich bin mit trotzdem unschlüssig ob es ein echter Zufall oder ein Witz ist um bei den Touristen im Gedächtnis zu bleiben. Die letzten Meter zum Kutschstand durfte ich lenken. Das Pferd hätte den Weg niemals ohne mich gefunden ;)

    Da wir nach 20000 Schritten noch nicht müde genug waren fuhren wir noch nach Ross Castle und in die Innenstadt von Killarney. Das Castle ist halt ein Castle, Killarney war aber sehr schön. Wir fuhren allerdings nach einer Stunde wieder Heim, da uns die Müdigkeit doch einholte. Killarney wäre aber auch einen längeren Aufenthalt wert.
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  • Day5

    Abschied nehmen

    July 21, 2019 in Ireland ⋅ 🌧 18 °C

    Heute hieß es Abschied nehmen. Abschied von unserem Shanticottage und unseren tierischen Mitbewohnern. Das Cottage und die Katzen waren wirklich einmalig. Von der ersten Sekunde an haben wir uns heimisch gefühlt. Das Cottage hat mir Geborgenheit gegeben und für die nötige Entspannung nach den Wanderungen gesorgt. Die Katzen waren bezaubernd. Abends saßen beide bei mir auf dem Schoss und ich muss sagen, dass ich sie wirklich ins Herz geschlossen habe und vermissen werde.

    Ich hoffe sehr, dass ich das Cottage nicht zum letzten Mal besuchen durfte. Wenn es mich erneut nach Irland zieht, dann auch sicher in das Cottage ❤️

    Nach 4 Stunden langweiliger Autofahrt, durch langweilige Landschaft (ja, schön und grün war es - aber Irland hat durchaus mehr zu bieten) haben wir unsere neue Unterkunft in Kenmare erreicht.
    Nachdem wir den ersten Autofahrer trafen war klar: auch hier grüßt man sich. Es gibt halt Dinge die bleiben.
    Tessa Unser Host ist super freundlich und hat uns alles gezeigt. Bei Kuchen und Tee haben wir versucht unsere nächsten Tage zu planen, waren aber total verunsichert. Wir fragten daher Tessas Mann um Rat und er bestätigte unsere Favoriten. Daher geht's in den Killarney Nationalpark, nach Dingle und über den Ring of Beara. Ich bin gespannt.
    Morgen wollen wir in den Nationalpark von Killarney. Wir haben uns für eine Route auf einen Berg entschieden. Auch wenn wir jetzt schon wissen, dass wir fluchen werden. Aber mehr dazu morgen.

    Da uns die Fahrt noch in den Beinen steckte, haben wir uns auf den Weg in die Innenstadt von Kenmare gemacht. Ein wirklich entzückendes kleines Städtchen, welches aus bunten Häusern besteht. In einem kleinen Laden gab es Regenjacken mit bunten Einhörnern (leider für Kinder) und jede Menge anderer schöner Sachen. Lina hat mir eine kleine Flasche Fairy Dust gekauft 😍😍😍
    In Kenmare fanden wir endlich einen Pub mit irischer Livemusik. Die Musik war super, genauso wie die Stimmung. Am besten war die Stimmung einer Gruppe aus Australien. Sie klatschen, sangen und tanzten. Vermutlich wurden von ihnen mehr Fotos gemacht als vom Musiker..
    Wir tranken standesgemäß ein Guinness und machten uns dann auf den Heimweg.
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  • Day4

    Cliffs of Moher

    July 20, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 15 °C

    "von Doolin aus brauchen wir eine Stunde bis zu den Cliffs", so war die Aussage von Lina oder dem Internet. Wie man den Weg in einer Stunde schaffen soll, ist mir ein Rätsel. Vielleicht wenn man fliegt? Für 7 Kilometer, inkl. 230 Höhenmetern und ein paar kleinen Fotopausen haben wir 2.5 Stunden gebraucht. Ehrlich gesagt, war uns der Anstieg garnicht so bewusst, als wir gestartet sind.
    Zum Glück war es trocken, jedoch wolkig und windig. Wir starteten daher in Regenkleidung und mit Mütze. Kurze Zeit später war klar, dass wir die Sonne unterschätzt hatten und so trugen wir unsere Kleidung zu den Cliffs hinauf. Für mich war es bisher der schönste Teil Irlands. Besonders der Weg zu den Cliffs war toll. Die meisten Touristen lassen sich mit Bussen zu den Cliffs fahren, daher war es auf dem Weg super ruhig. Der Weg selbst ist total naturbelassen und manchmal kaum als Weg zu erkennen. Umringt von Kühen hatten wir immer wieder einen grandiosen Blick auf den Atlantik, die Steilküste, die Weiden und über die Insel. Als wir bei den ersten Steilklippen ankamen, haben wir die erste Fotopausen eingelegt und den Anblick schon total genossen.

    Desto weiter wir liefen, desto höher und steiler wurden die Klippen. Der Blick entschädigte für jeden gelaufenen Kilometer. Und das, obwohl diese für mich quasi doppelt so anstrengend waren, da ich mir die Schuhe scheinbar nicht vernünftig geschnürt und mir daher Blasen gelaufen hatte... Blasenpflaster Ahoi, ein Indianerherz kennt keinen Schmerz - ich bin Tapfer weiter gelaufen. Wir waren ja auch mitten in der Pampa, eine andere Möglichkeit gab es eh nicht.

    Irgendwann erblickten wir die wirklichen Cliffs of Moher und den dazugehörenden erneuten steilen Anstieg und konnten diesen auch schnell hinter uns bringen.

    Die Cliffs sind atemberaubend. Und die Menschen Lebensmüde. In Deutschland wären die Cliffs sicherlich mit 29 Zäunen von der Zivilisation abgeschottet. Viel zu gefährlich. In Irland gehen die Touristen lustig bis an den Abgrund, klettern zwischen Abgrund und Zaun entlang und lassen die Beine baumeln. Wir haben uns nur krabbelnd bis an die Kante getraut.
    Um dort Fotos zu machen und ich fand es eigentlich ganz nett, einen sicheren Abstand zu halten.

    Die Ruhe des Wanderwegs hatte oben schnell ein Ende. Die Touristen werden Busseweise angekarrt, tragen weiße Hosen, Pums, sogar eine Braut (im Brautkleid!) haben wir getroffen.

    Als wir all die Touris in ihren Freitzeitoutfits sahen, beschlossen wir den Heimweg mit dem Bus anzutreten und auf einen weiteren 7km Marsch zu verzichten, da wir ja in den nächsten Tagen auch noch einige Kilometer zurücklegen wollen. Die Suche nach dem richtigen Bus erwies sich als relativ schwierig. Die Haltestellen der Linienbusse sind nicht ausgeschildert. Das Shuttle muss online gebucht werden, am Ende saßen wir aber im Bus und fuhren Richtung Doolin. Nach einem Abstecher in einem Pub für ApplePie und Suppe machten wir uns auf dem Heimweg. Für 90km benötigt man auf der Strecke 1h 45min. Das ist sehr spritsparend.
    Kaum im Auto angekommen, regnete es. Perfektes timing!
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  • Day3

    Die vier Jahreszeiten in Irland

    July 19, 2019 in Ireland ⋅ 🌧 18 °C

    Heute haben wir sie alle kennengelernt. Naja fast. Außer einem Schneeanzug brauchten wir eigentlich alle möglichen Bekleidungsformen.
    Wir hatten heute Sprühregen, Nieselregen, Starkregen, große Tropfen, Kleine Tropfen, Regen ohne Sonne, Regen mit Sonne, Sonne ohne Regen (dann war es wirklich super warm und wir haben im T-Shirt am Pier in Galway gesessen), Wind und viiiele Wolken. Zum Glück hatten wir heute einen StädteTrip nach Galway geplant.

    Heute morgen haben wir uns allerdings erstmal etwas Zeit genommen und "ausgeschlafen". Naja, um 8 waren wir wach. Lina hat super leckeres Rührei gemacht und bis um 11.30 haben wir gemütlich in der Wohnung gechillt.
    Eingepackt in Regenkleidung haben wir erneut die Nachbarschaft erkundet. Nach einer Tour durch die umliegenden Straßen, sind wir ins Auto gestiegen um zu einer Insel auf dem angrenzenden See zu fahren. Hier führt ein Damm über den See um die Insel auch mit dem Auto zu erreichen. Nach einer kurzen Besichtigung sind wir wieder ins Cottage gefahren um Mittag zu essen und uns für die Stadt umzuziehen. Wie Lina sagte: ein legeres Outfit sollte es sein.

    Also auf nach Galway. Auf dem Weg befand sich ein großer, mehrspuriger Kreisverkehr. Hier hatte ich das erste Mal Schwierigkeiten, mich an dem Linksfahrgebot zu orientieren. Ich war ziemlich froh, dass wir einen Parkplatz am Stadtrand gewählt hatten und ich nicht in die Innenstadt fahren musste.

    In Galway ist diese Woche "international Arts Festival", an vielen Plätzen gab es Aufführungen, Ausstellungen und Kunsthandwerksstände. Wir waren im Galway City Museum und im Hafen, dort gibt es riesige Grünflächen, auf welchen sich Jugendliche zum Sport machen und chillen treffen. Insgesamt finde ich Galway sehr schön, weil städtische und ländliche Elemente sich schnell abwechseln und es immer wieder ruhige Ecken gibt.
    Besonders schön und idyllisch war es im dem Café "the secret garden" - super leckerer Kuchen, eine riesige Auswahl an losem Tee und ein kleiner versteckter Garten im Hinterhof.

    Mehr Trubel gibt es in den Fußgängerzonen. Hier spielen Straßenmusiker und es gibt verschiedene Stores, Pubs und Restaurants. Wir sind durch die Straßen geschlendert. Die meiste Zeit haben wir jedoch damit verbracht die Regenjacken an- und auszuziehen und die Sonnenbrille auf. und abzusetzen. Abends waren wir in einem GastroPub essen. Sehr lecker und das Personal war super freundlich, aufmerksam und gut gelaunt. Die Live Musik startet am Wochenende erst spät, sodass wir uns schon auf den Heimweg machten und einen abendlichen Pubbesuch auf spätere Tage verschoben haben. Stattdessen gab es warme Milch mit Honig im Cottage ❤️
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  • Day2

    Tropische Hitze in Irland

    July 18, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 14 °C

    Naja, nicht ganz. Aber es schien die Sonne. Eigentlich den ganzen Tag. Und wir konnten im T-Shirt wandern. Also für Irland sowas wie tropische Hitze.

    "eigentlich waren wir heute doch nur auf dem Berg und kurz reiten, wieso sind wir denn schon wieder 12 Stunden unterwegs?" so lautete die Zusammenfassung im Auto. Ich werde unseren Tag aber etwas genauer erläutern.
    Der erste richtige Tag in Irland❤️ und schon kann ich den (für mich) wichtigsten Punkt von der To-do-Liste streichen: einen Strandritt.

    Früh morgens um 7.30 starteten wir Richtung Connemara. Der Weg war schon unglaublich schön und wir wären sicher alle paar Meter angehalten um die Aussicht zu genießen. Wir hatten auch extra einen Zeitpuffer eingeplant, welchen wir jedoch nur wenige Straßen vom Cottage entfernt schon aufbrauchen, da wir erneut eine tierische Begegnung hatten: eine Kuh versperrte die Straße. Zwar lief sie vor unserem Auto weg, wir waren uns aber unsicher, ob es ok ist, dass eine Kuh auf der Straße läuft.
    Unsere Ratlosigkeit sah auch ein Ire, welcher extra stoppte um uns zu helfen. Wir erzählten von der Kuh und dass alles ok wäre, wir nur nach Connemara wollen. Er erwähnte die Kuh nicht weiter, erklärte nur den schnellsten Weg nach Connemara. Es scheint also ok zu sein, dass sich Kühe auf der Straße aufhalten.

    Angekommen im Cleggan Beach Riding Center wurde mir das Pferd Pheebe zugeteilt. Wir ritten 1,5 Stunden durch die wunderschöne Landschaft und kamen an eine kleine Bucht mit weißem Stand und klarem Wasser. Hier konnte ich am Strand galloppieren und das Erlebnis perfekt machen. Auch Lina (sie war zu Fuß die Gegend erkundigen) kam an den Strand und machte Fotos ❤️❤️❤️.

    Später fuhren wir in den Connemara national Park. Ich muss sagen, dass wir Anfangs etwas enttäuscht waren, da es doch mehr nach Park als nach Natur aussah. Wir hatten uns jedoch für die große, schwierigere Route entschieden und wollten diese auch durchziehen.
    So bestiegen wir also den DimondHill. Der Anstieg wurde von Meter zu Meter anstrengender, die Aussicht wurde von Meter zu Meter besser. Auf halber Strecke picknickten wir. Der letzte Anstieg war wirklich nicht unanstrengend. Es war sehr steil, die Trittflächen kleiner und unebener. Manchmal war es mehr "ein Haufen Steine" als eine Treppe. Meine Garmin sagt, dass der Berg etwa 112 Etagen entspricht.
    Nach einer Rast und einer Fotosession, machten wir uns an den Abstieg - leider auch nicht unanstrengend.
    Auf der Tour erinnerten wir uns an unsere Wandertour im Harz und waren uns sicher, in den nächsten Tagen keinen Berg mehr zu besteigen - jetzt bin ich mir da nicht mehr all zu sicher ;) es hat sich wirklich gelohnt!
    Nach ca. 4 Stunden waren wir wieder im Park und haben uns ein kaltes Getränk gegönnt - unglaublich wie glücklich ein bisschen gut schmeckendes Trinken machen kann (wir haben zwar Leitungswasser dabei gehabt, es schmeckt allerdings wirklich nur eklig.. Wir haben versucht, so wenig wie möglich zu trinken.. Jaja.. Sehr gesund..)

    Auf dem Heimweg stoppten wir In Cong, einer kleinen süßen Stadt, besichtigten diese und eine alte Klosterruine.

    Die Landschaft hier ist wirklich unglaublich schön, wir können uns gar nicht statt sehen. Die Erkenntnis des Tages: wir müssen hier nochmal her!
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  • Day1

    Erste Bekanntschaften

    July 17, 2019 in Ireland ⋅ 🌧 17 °C

    Wecker: 3Uhr, 3.45 Abfahrt zum Flughafen, 6.20 Start in Hamburg, 7.15 Landung in Dublin. Irgendwie hatten wir uns allerdings verrechnet und den Mietwagen für 10Uhr bestellt - kein Problem in Irland. So saßen wir um 8Uhr schon in unserem schicken schwarzen VW - Polo. Einen Übungsplatz für alle die, die den Rechtsverkehr gewohnt sind, gibt es leider nicht und so habe ich mich, direkt nachdem ich die Fahrertür gefunden hatte, auf die Straßen Dublins gewagt.

    Tatsächlich ist die Fahrt im Linksverkehr nicht so schlimm gewesen, wie befürchtet. Die Straßen waren frei und wenn man einmal auf der richtigen Seite ist, kommt man nur schwer auf die andere Straßenseite. 250 Kilometer später hatten wir dann unsere Unterkunft erreicht. Ein wunderschönes 200 Jahre altes Cottage in Galway-Headford. 2 Schlafzimmer, bezaubernde Küche, rosa Badezimmer mit freistehender Badewanne. Schaukelstuhl im Wohnzimmer - und zwei Katzen. Miss Eclipse und Artemis. Miss Eclipse hat von uns den Namen Einhorn erhalten, da sie einen dicken Tumor auf der Stirn hat und daher etwas aussieht wie ein missglücktes Einhorn. In der Hausbeschreibung wurden die Katzen als schüchterne Mitbewohner beschrieben. Es ist aber eher so, dass Einhorn und ich schon ziemlich intensive Bekanntschaft gemacht haben. Sobald ich auf dem Sofa sitze, sitzt sie auf meinem Schoss. So auch jetzt, während ich diesen Tagesbericht schreibe.
    Einhorn war aber nicht die einzige Bekanntschaft, welche wir heute machen durften. Schon auf der Autofahrt zum Cottage trafen wir einen Hund, einen Haus und Hof Hund. Dieser hat seinen Job ziemlich ernst genommen und unser Auto während der Fahrt attackiert. Wirklich!
    Später trafen wir einen Greifvogel auf der Straße, dieser saß auf einem anderen toten Vogel und wollte die Straße auch nach mehrfachen Hupen nicht frei machen. Bei einem Spaziergang und einer relativ ziellosen Fahrt durch die Umgebung (Supermarkt, Burgruine, Castle,...) haben wir einen "Bulldoggen-Schafbock" (muss tatsächlich eine Kreuzung sein - sieht ganz komisch aus!) sowie normale Schafe und Kühe getroffen.
    Ganz besonders war allerdings die Begegnung mit dem nächsten Hund. Ich muss zugeben, dass ich nach der ersten Hundebegegnung nicht allzu erfreut war, als der Hund auf der Straße auf mich zu lief. Ich hatte echt etwas Schiss, aber keine Fluchtmöglichkeit. Der Hund kam also auf mich zugelaufen - und schmiss sich vor mir auf den Rücken um den Bauch gekrault zu bekommen. Im Anschluss lief er zu Lina und holte sich auch dort seine Streicheleinheit ab. Ich glaube, er wäre auch in unser Auto eingestiegen, wenn wir ihn gebeten hätten.

    Neben vielen Tieren haben wir natürlich auch ein paar Menschen getroffen, allerdings sind diese eigentlich nur mit dem Auto an uns vorbei gefahren. Die Erkenntnis des Tages widmen wir heute trotzdem den Menschen: Man grüßt sich. Auto zu Auto, Auto zu Fußgänger, Auto zu Fußgänger, wenn man im Anschluss durch eine Pfütze fährt und den Fußgänger mit dem Wasser trifft. Man grüßt sich. Immer.
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