Satellite
  • Day99

    Perito-Moreno-Gletscher

    April 18, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 7 °C

    Pünktlich um 9 Uhr wurden wir von einem Bus abgeholt und nach einem Stop am Terminal ging es 1,5 Stunden zum Nationalpark Los Glaciares. Wir hatten leider völlig vergessen, dass ja auch noch ein Eintritt in den Park fällig ist, der sich seit Januar mal kurz von 330 Pesos auf 500 Pesos (30€) erhöht hat. Zum Glück hatten wir noch passend 1000 Pesos in der Tasche, aber nun waren wir blank. Selbst ein Toilettengeld hätten wir nicht zahlen können. Gab es aber zum Glück auch nicht. Unser Ziel war der Perito-Moreno-Gletscher. Ein Gletscher, der erstaunlicherweise und trotz des Klimawandels noch wächst (aber weniger als noch vor einigen Jahren). Über sehr gut ausgebaute Wege/Balkone ging es bei Nieselregen in Richtung des Eisgiganten. Schon von weitem hörten wir das Knacken und Knirschen des Eises und tatsächlich beobachteten wir auch einige Male das Abbrechen einer großen Eisscholle. Hier wurde uns klar vor Augen geführt, dass das Licht schneller ist als der Schall, denn immer wenn das Krachen zu uns herüberschallte und wir schnell den Kopf in die entsprechende Richtung bewegten, war das Eisstück meistens schon im türkisblauen Lago Argentino verschwunden und man konnte nur noch die ausgelösten Wellen sehen. Je näher wir kamen, desto bewusster wurden uns die Ausmaße: vor uns erhob sich eine bis zu 70m hohe und 5 km breite Wand aus Eis, die von Gletscherspalten durchzogen ist. Beeindruckend! 4 Stunden wanderten wir auf den Terrassen von Aussichtsplattform zu Aussichtsplattform und bestaunten vor allem die vielen Abbrüche! Um 15:15 saßen wir im Bus zurück nach El Calafate. Wir hoben mal wieder Geld ab: David nahm das Geld, Lisa den Beleg, aber keiner die Kreditkarte. Das bemerkten wir aber erst einige Stunden später, als wir im Restaurant damit zahlen wollten. In dem Glauben nun die zweite Kreditkarte verloren zu haben, machten wir uns noch mal auf zur Bank mit der letzten Hoffnung, sie dort irgendwie doch noch zu finden. Und tatsächlich hatte eine gute Seele sie unter der Tür zur Bank durchgeschoben! Wir kamen sogar noch dran und so bleibt es bei einer verlorenen Kreditkarte. Reicht ja auch.Read more