Elena Epple

Joined January 2020
  • Day22

    Trang An im Ruderwahn

    February 25 in Vietnam ⋅ 🌙 19 °C

    Nachdem die Visumverlängerung von Frieder in Hanoi leider nicht geklappt hat, haben wir Sapa ausgelassen und sind mit dem Zug nach Ninh Binh und weiter nach Trang An gefahren. Die Gegend hier wird die trockene Halongbucht genannt und das zu Recht: auch hier ragen die großen Felsen in die Höhe, allerdings liegen sie inmitten von Reisfeldern und Bananenplantagen, zwischen denen sich kleine Flüsse schlängeln.
    Mit dem Motorroller sind wir zu der größten Tempelanlage Vietnams gedüst: der Bai Dinh Pagode. Die ist relativ neu und erstreckt sich über ein endloses Gelände. Hier findet man eine Stupa, in der man mit dem Aufzug hoch fahren kann. Diese beherbergt mehrere riesige goldene Buddhas, natürlich mit entsprechend riesigen Opfergaben davor (Pomelos, Keksdosen, Bierpyramiden, Geld, was ein Buddha eben so braucht). Von oben hatte man einen herrlichen Ausblick über die Tempelanlage mit ihren Pagoden. Eine der Pagoden war relativ alt und befand sich in einer Höhle.
    Danach wollten wir eigentlich zurück zu unserem Homestay, aber die Sonne hatte es geschafft, durch die Wolken zu brechen und wir entschieden uns den Aussichtspunkt Hang Mua noch auszuchecken.
    Das war dann auch gleichzeitig unser Workout: 500 große Treppenstufen ging es hinauf, die sicher nicht für kleine Vietnamesen gebaut wurden. Oben lag auf den Felsen eine riesige Steinfigur eines Drachen (wie die wohl hier hoch gekommen ist?) und natürlich hatten wir eine geniale Aussicht über die Berge, Flüsse und Reisfelder. Nichts für Leute mit Höhenangst!
    Hier gab es auch einige Asiatinnen die in schicken Kleidchen mit Diademen gepost haben.
    Am Tag drauf stand die obligatorische Bootstour in Trang An und eine kleine Fahrradtour auf dem Programm. Bei der Bootstour befindet man sich zu viert auf kleinen Ruderbooten und wird von drahtigen Vietnamesinnen 3 Stunden durch die Flusslandschaft gerudert. Wir haben eine ganz Eifrige erwischt die anscheinend den neuen Rundenrekord aufstellen wollte. Auf dem Weg kamen wir an mehreren Tempeln vorbei, auf die wir mehr oder wenig freundlich aufmerksam gemacht wurden (Schlag auf die Schulter: hello, Temple!!). Der Fluss führte auch durch mehrere Höhlen, manche waren so flach, dass wir uns auf den Bootsboden legen mussten.
    Die Tour war ganz schön und wir waren froh, dass wir in der Nebensaison hier waren. Die Anzahl der Boote und das Anstehgitter, das so lang war wie bei manchen Attraktionen im Europa Park, lassen erahnen wie voll es hier in der Hauptsaison ist.
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  • Day18

    Der untertauchende Drache

    February 21 in Vietnam ⋅ 🌙 20 °C

    Der Legende nach entstand die Halong Bucht durch einen Drachen, der nahe am Meer in den Bergen lebte. Als er zur Küste lief, zog er mit seinem Schwanz tiefe Furchen in das Land, das vom Meer überflutet wurde, nachdem der Drache ins Wasser abgetaucht war. Cat Ba liegt genau an der Grenze der Halong Bucht und der Lan Ha Bucht.
    Die Insel präsentierte sich uns von seiner schönsten Seite. Zwar ist hier im Moment Winter, das heißt die Vietnamesen laufen alle in Winterjacken rum, aber selbst mir Frostbeule ist es in der Sonne mit T-Shirt angenehm warm.
    Mit dem Roller haben wir einen Ausflug in den Nationalpark gemacht und schon auf der Fahrt dahin haben wir den Ausblick auf die Natur genossen. Dort sind wir auf den höchsten Punkt der Insel gewandert und das Panorama war atemberaubend: normalerweise hängt dichter Nebel über der Bucht, aber wir hatten blauen Himmel, man hatte das Gefühl, man kann von oben die ganze Insel überblicken. Überall ragen die Karstberge in die Höhe, dicht bewachsen mit Dschungel. Ganz oben hat eine Engländerin ihre Ukulele dabei gehabt und Somewhere over the Rainbow gesungen.
    Abend gegessen haben wir mit Blick auf den Sonnenuntergang in der Bucht.
    Für den nächsten Tag haben wir eine zweitägige Bootstour gebucht. Haben zwar dann eine Nacht im Hostel zu viel bezahlt, da war es uns aber nicht schade drum. An sich war es zwar ganz nett, aber ab morgens um sechs beginnen die Bauarbeiter nebenan, Felsbrocken auf das Haus zu werfen und zu bohren.
    Los ging es morgens um acht, wir waren nur zu viert: mit uns noch Anne, eine Französin und ihre Mutter. Und Natürlich Toni, unser Guide.
    Mit dem Boot fuhren wir zunächst durch die Lan Ha Bucht und später durch die Halong Bucht. Wir hatten traumhaftes Wetter und die Aussicht war fantastisch. Überall aus dem Wasser ragten die Felsen, viele sehen so aus wie Tiere oder Essstäbchen. Toni hat uns sehr viel über Land und Leute erzählt, man hat gemerkt, dass er sich super auskannte und viel Spaß an seiner Arbeit hat. So haben wir zum Beispiel erfahren, dass die Essstäbchen des Königs aus dem Holz eines bestimmten Baumes gemacht werden, dessen Holz bei Kontakt mit Gift die Farbe ändert.
    Unterwegs haben wir viele sogenannte Floating Houses gesehen, das sind Fischerhäuschen, die mithilfe von Plastiktonnen schwimmen und die ganze Fischerfamilie beherbergen. Daran befestigt befinden sich die Fischfarmen in Netzen.
    Insgesamt haben wir drei Kajaktouren gemacht. Die erste führte durch drei Höhlen, hier waren allerdings außer uns noch viele andere Leute unterwegs.
    Einen Stopp haben wir dann auch auf einem Floating House gemacht, hier konnten wir die verschiedenen Fische anschauen. Manche Fischer besitzen auch einen Lucky Fish, der unter dem Haus gehalten wird um der Familie Glück zu bringen. Das Exemplar das wir durch die Bodenbretter gesehen haben, war zwei Meter lang! Viele Fischer brauen auch das Happy Water, Reisschnaps der mit allem "verfeinert" werden kann: Früchte, Happy Tree oder auch Schlangen.
    Wir haben hier dann auf das Boot gewechselt, auf dem wir auch übernachteten.
    Zu Essen gab es immer eine Art Buffett: viel Fisch und Meeresfrüchte, Frühlingsrollen, Gemüse und Obst.
    Von Toni haben wir auch ein vietnamesisches Kartenspiel gelernt, er musste dafür eine Art Cambio von uns lernen.
    Als es dunkel war sind wir, mit starken Stirnlampen bewaffnet, nochmal mit dem Kanu in eine Bucht los gezogen. Hier gab es fluoreszierendes Plankton. Wir dachten zuerst, man sieht es schon leuchten, wenn man nur durch fährt. Allerdings muss man erst mit der Hand oder dem Paddel das Wasser bewegen, um die Vernetzung des Planktons zu stören, so konnte man leuchtende Wasserwirbel erzeugen, sehr faszinierend! Fast noch schöner als das Plankton war allerdings der Sternenhimmel. Weit entfernt von jeder Großstadt hatten wir eine wunderbare Sicht.
    Zurück an Bord sind wir nach einer heißen Dusche müde ins Bett gefallen.
    Am nächsten Tag hieß es nämlich früh aufstehen.
    Der erste Stop an Land war wieder auf Cat Ba, allerdings auf der anderen Seite. Hier standen Fahrräder bereit mit denen wir zum Viet Hai Village gefahren sind, einem kleinen Dorf. Hier konnten wir die verschiedenen Pflanzen und Bäume sehen, die die Bauern anbauen: Süßkartoffeln, Litschi, Mango, Erdnüsse. Außerdem gab es einen kleinen Teich, in den man seine Füße halten konnte und es kamen kleine Fische, die die alte Haut abgeknabbert haben. Das hat irrsinnig gekitzelt!
    Zurück auf dem Boot ging es erstmal aufs Sonnendeck, wir hatten nämlich auch am zweiten Tag strahlend blauen Himmel. Zum Lesen bin ich gar nicht richtig gekommen, man konnte sich einfach nicht satt sehen an den Felsen zwischen denen wir durch fuhren.
    Am Nachmittag stand die dritte Kanutour auf dem Programm. Hier waren wir dann wirklich ganz alleine und sind durch Höhlen in drei versteckte Lagunen gefahren. Das Wasser war türkisblau und von den umliegenden Felsen konnte man die Tiere aus dem Dschungel hören: verschiedene Vögel und Affen. Sogar einen Adler haben wir gesehen!
    Danach ging es leider schon wieder zurück in den Hafen von Cat Ba und für uns mit dem Bus zurück nach Hanoi. Wir sind sehr froh, so gutes Wetter hier erwischt zu haben, häufig soll es zu dieser Jahreszeit komplett wolkenverhangen, neblig und regnerisch sein.
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  • Day17

    Ha noi, awa!!

    February 20 in Vietnam ⋅ ☁️ 17 °C

    An unserem letzten Abend in Chiang Mai schafften wir es endlich mal in die kleine Bar in der Nähe von unserem Hostel. Hier trafen wir Cho, die Freundin des Besitzers, die Gitarre spielte und dazu sang und eine Gruppe Engländer, die das auch versuchten und mit uns über Richard Wagner diskutieren wollten.
    Am nächsten Tag ging es mit dem Flieger nach Ha noi. Wir hatten ein elektronisches Visum für 30 Tage beantragt, meins kam auch rechtzeitig, Frieders leider nicht. Man kann zwar 15 Tage ohne Visum einreisen, wir wollen ja aber länger bleiben. Natürlich kam das von Frieder genau in dem Moment als wir in Hanoi aus dem Flughafen gelaufen sind... jetzt wollen wir versuchen, es bei der Einwanderungsbehörde verlängern zu lassen.
    Ha noi war erstmal ein Schock. Viel lauter und trubeliger als die thailändischen Städte. Der Verkehr chaotischer, immer wird überall gehupt. Das ist aber meistens nur eine fröhliche Begrüßung.
    Auch hier ist der Himmel verhangen.
    Die Menschen sind sehr aufdringlich, wenn sie etwas verkaufen wollen und es fehlt das Lächeln der Thai.
    Trotzdem ist die Bierstraße eine sehr nette Ecke in Hanoi. Ein Lokal reiht sich am nächsten, davor junge Vietnamesen, die die Gäste locken. Haben uns für eine Bar entschieden, in der die Chili Peppers liefen und das Treiben auf der Straße beobachtet.
    Wir blieben nur eine Nacht hier und fuhren am nächsten Morgen mit dem Zug nach Hai Phong, um von dort mit der Fähre nach Cat Ba überzusetzen. Wir hofften auf bessere Luft im Golf von Tonkin!
    Mit dem Zug ging es ganz unproblematisch nach Hai Phong, die Überfahrt mit der Fähre gestaltete sich jedoch schwerer als in den ganzen Blogs beschrieben: Sie fährt nämlich einfach nicht! Die Vietnamesen am Pier haben versucht uns das zu erklären, überall im Internet stand aber auch: die Fähren fahren auf jeden Fall, glaubt den Schleppern kein Wort. Also haben wir brav gewartet und gewartet, das Boot kam aber nicht. Also waren es tatsächlich einfach nur nette Vietnamesen, die uns helfen wollten (und natürlich trotzdem ihr Ticket für den Bus auf die Insel verkaufen wollten). Haben im Endeffekt dann die Bustickets inklusive Fähre für 4 Euro gekauft, ohne zu wissen worauf wir uns da einlassen. Bei aller Recherche hatten wir noch nie von der Möglichkeit gehört, mit dem Bus über die Brücke und dann einen kurzen Teil mit der Fähre zu fahren und waren sehr skeptisch ob wir wirklich da ankommen wo wir hin wollen. Zumal es viel günstiger als all die anderen Boote war. Aber es hatte tatsächlich alles geklappt und wir sind in Cat Ba angekommen!
    Bei der Ankunft haben wir schon einen ersten Eindruck bekommen, wie es in der Halongbucht aussieht. Zwar war es bewölkt, trotzdem konnte man die vielen Felsen sehen, die aus dem Meer ragten.
    Es gibt hier viele Restaurants, wir haben uns aber an die kleinen Plastiktische einer Straßenküche gesetzt und haben uns überraschen lassen was es hier zu essen gab. Tatsächlich Sommerrollen, die man sich selbst gerollt hat, gefüllt mit Salat und einer Art Omelett. Sehr lecker!
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  • Day14

    Pairadise??!

    February 17 in Thailand ⋅ ☀️ 28 °C

    Im Moment wohl eher nicht. Zu einer anderen Jahreszeit ist Pai wahrscheinlich echt ein Paradies, ein kleines Hippiebergdorf inmitten einer tollen Landschaft. Zur Zeit lassen sich die Bergketten und das atemberaubende Panorama nur noch durch dichte Dunstschleier erahnen. Nachts sieht man das Brennen der Feuer auf den umliegenden Bergen, die für die schlechte Sicht verantwortlich sind.
    Nichtsdestotrotz machen wir das Beste aus unserer Zeit in Pai. Wir haben unsere weitere Reiseroute fest gelegt: wir fliegen direkt von Chiang Mai nach Ha noi und lassen schweren Herzens Laos aus, freuen uns aber auf die vier kommenden Wochen in Vietnam.
    Von Chiang Mai kommend führt die Straße über die Memorial Bridge, die die Japaner im zweiten Weltkrieg bauen lassen haben, um Panzer und andere Kriegsutensilien nach Birma zu schaffen. Jetzt in der Trockenzeit bräuchte man keine Brücke...
    Außerdem haben wir die Bamboo Bridge besichtigt, einen Bambussteg mitten durch Reisfelder, die im Moment leider abgeerntet sind.
    Der weiße Buddha, der über der Stadt thront, ist von überall zu sehen.
    Auch der Canyon war einen Besuch wert. Kleine Wege ohne Absperrung (das ist auch nur in Asien möglich) führen an steilen Abhängen vorbei. Auf dem Weg blockierte ein Elefant unsere Straße.
    Pai ist ein echt süßes Dörfchen mit einem phänomenalen Nachtmarkt. So eine Essensauswahl haben wir bis jetzt noch nicht gesehen. Es gibt viele Strände, die kleine Salate oder Nudelportionen in Bananblattschälchen verkaufen, sogar Schokofondue. Seit Chiang Mai habe ich auch einen neuen Lieblingsnachtisch: Roti, eine Art frittierter Crepe, belegt mit allem was das Herz begehrt.
    Wir sind jetzt schon sehr traurig, Thailand verlassen zu müssen und werden vor allem das Essen und die liebenswerten Leute vermissen. Kop khun khaa Land des Lächelns, wir kommen wieder!
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  • Day12

    762 Kurven

    February 15 in Thailand ⋅ 🌙 23 °C

    Unseren letzten Tag in Chiang Mai mussten wir gezwungenermaßen entspannt angehen lassen. Ich bin morgens die Treppe im Hostel runter gefallen und hab mir den Knöchel verstaucht. Haben uns dann im Stadtpark eine Matte ausgeliehen, mir eine Packung Eis zum Kühlen gekauft, gelesen, frische Kokosnuss geschlürft und unsere neuen Spiele ausprobiert.
    Zum Abendessen haben wir uns dann ein Essen in einem Restaurant mit Wasserfall gegönnt (Khaomao Khaofang) bei dem man sehr nett entweder an einem künstlichen Wasserfall oder an einem See sitzen konnte. Haben sogar ein kitschiges Törtchen bekommen, weil Valentinstag war.
    Am nächsten Tag sind wir nach Pai mit dem Roller gefahren. Wir haben alles für drei Nächte in meinen Rucksack gepackt und den Rest in unserem Hostel gelassen. Dann ging s los! Hier hat uns dann leider auch die Burning Season eingeholt. Gegen Ende der Trockenzeit brennen die Bauern ihre Felder nieder, um sie neu bepflanzen zu können. Das sorgt für jede Menge Qualm, der die Luft verschmutzt und uns so leider auch die Aussicht auf das Bergpanorama während der Fahrt genommen hat. Trotzdem war die Fahrt sehr schön. Sobald wir Chiang Mai hinter uns gelassen hatten, führte der Weg über eine Bergstraße, 762 Kurven! Wären wir die Strecke mit dem Bus gefahren, wäre mir bestimmt schlecht geworden, auf dem Roller aber überhaupt nicht.
    In Pai angekommen, waren wir ziemlich platt und uns tat der Hintern weh. Zum Glück haben wir hier eine traumhafte Unterkunft: ein kleiner Bambusbungalow inmitten eines sehr hübschen Gartens.
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  • Day10

    Rose des Nordens...

    February 13 in Thailand ⋅ 🌙 29 °C

    ... so wird Chiang Mai genannt.
    Hierher sind wir mit dem Nachtzug gefahren, eine sehr abenteuerliche Erfahrung. Es gibt Sitze, die von den Schaffnern schnell in Stockbetten umgewandelt und bezogen werden. Davor ein Vorhang für die Privatsphäre. Die Betten sind aber leider eher für Thai ausgerichtet - ich mit meinen 1,60m habe gerade so rein gepasst, für Frieder war es schon sehr eng. Trotz des angenehmen Rattern des Zuges haben wir nicht sonderlich gut geschlafen. Eine lustige Erfahrung war es trotzdem!
    Chiang Mai ist die Stadt für Expads in Thailand und das merkt man. Es gibt viele vegetarische und vegane Restaurants und auch auf dem Nachtmarkt europäische Speisen. (Und unglaublich viele Zahnkliniken, ich wusste nicht dass man hier her kommt um seine Zähne richten zu lassen?!).Trotzdem hat die Stadt sehr viel Charme, es reiht sich eine urige Bar an die nächste, manche sind winzig und bestehen nur aus zwei Tischen.
    Wir haben uns einen Roller ausgeliehen um die Umgebung ein bisschen zu erkunden und haben einen Ausflug zu den Mae Sa Wasserfällen gemacht, der in 10 Kaskaden ins Tal plätschert. An der Seite kann man bis zum letzten Becken hoch wandern. Die Becken sind jetzt zur Trockenzeit nicht komplett gefüllt, trotzdem noch ausreichend zum Baden. Das Wasser war angenehm erfrischend.
    Nach dem Abstieg sind wir dem Fluss noch ein Stück mit dem Motorroller gefolgt und haben in einem kleinen Lokal gegessen, bei dem man für sehr wenig Geld direkt neben dem Stromschnellen unter kleinen Pavillons essen konnte. Auf der Rückfahrt konnte ich von hinten auf dem Roller das tolle Panorama der Berge genießen (Frieder musste sich leider aufs Fahren konzentrieren).
    Am nächsten Tag sind wir mit dem Roller zum Huay Tueng Tao Resort geflitzt. Das ist ein kleiner See vor Chiang Mai, den man locker mit dem Roller umrunden kann. Hier sind riesige Tierfiguren in Reisfeldern aus Stroh aufgestellt, in die man zum Teil auch klettern kann. Wir waren die einzigen europäischen Touristen hier und werden gleich selbst zum Fotomotiv. In kleinen Hütten am Seeufer haben wir dann Mittag gegessen.
    Für den Sonnenuntergang sind wir auf den Hausberg gefahren. Hier steht ein Tempel, Doi Suthep, und man hat einen tollen Blick auf die Stadt. Überall am Tempel hängen kleine Glöckchen, die im Wind klingeln. Wir durften auch den Mönchen beim Abendgebet zuhören. Das war sehr stimmungsvoll: es wurden Räucherstäbchen angezündet und ein tiefer Gong geschlagen, dazu die Glöckchen und der Mönchgesang.
    Das Rollerfahren klappt echt gut hier, der Verkehr ist viel weniger chaotisch als in Indonesien, es wird fast nicht gehupt. Auf jeden Fall sterbe ich deutlich weniger Tote bei Frieder hinten drauf als auf Sardinien bei meinem Mitbewohner im Auto!
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  • Day6

    Übernachten in den Baumwipfeln

    February 9 in Thailand ⋅ ☁️ 28 °C

    Unsere Unterkunft befand sich circa 5km außerhalb der alten siamesischen Königsstadt direkt am Fluss in den Bäumen: wir haben zwei Nächte in einem Baumhaus übernachtet. Unser Zimmer war eines von zweien direkt in den Baum gebauten, dazu gab es noch Badezimmer, eine Küche und eine große Terrasse. Alles war aus Holz gebaut und von unserer Gastgeberin Ga selbst designt. Das Schlafen im Baumhaus war wirklich ein Erlebnis. Um uns herum konnte man alle Tiere des Waldes hören: Vögel, Eichhörnchen, Geckos und Affen. Hier ist es nachts angenehm abgekühlt und wir konnten gut schlafen. Abends hat uns Ga noch mit auf einen Nachtmarkt zum Essen genommen und uns eine Führung durch ausliegendes Gemüse und Kräuter gegeben (unter anderem jede Menge Ingwer ähnliche Knollen, Thai-Koriander, Chilis aller Art, Zitronengras, Bergamotte). Den Vormittag haben wir erstmal auf der Sonnenterasse gefaulenzt mit unseren Büchern bei der tollen Aussicht auf den Fluss. Gegen Nachmittag sind wir dann mit dem Kanu aufgebrochen. Auf dem Fluss schwammen Unmengen von Wasserhyazinthen und am Flussufer waren viele Kinder die uns zuwinkten und Hello Hello riefen. Halt machten wir an einem Restaurant direkt am Fluss mit super schönem Ausblick. Wir mussten dann jedoch schnell aufbrechen, weil um halb sechs die Elefanten baden gehen. Wir konnten mit dem Kanu auf der Flussmitte treiben und zuschauen wie die Wärter die Tiere ins Wasser führten und untertauchen ließen. Das war toll! Abends haben wir mit Ga zusammen gekocht: Huhn in Kokosnusssoße, sehr lecker!
    Da wir dann am nächsten Tag erst den Nachtzug nach Chiang Mai nehmen wollten, machten wir noch eine kleine Fahrradtour zu einem Park mit Tempelruinen, Seen und Brücken. In den Seen schwammen sogar Warane.
    Weiter geht es immer Richtung Norden nach Chiang Mai.
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  • Day4

    Three nights in Bangkok...

    February 7 in Thailand ⋅ ☁️ 34 °C

    Bangkok hat uns überrascht. Nach unseren Erfahrungen in Jakarta vor zwei Jahren hat Bangkok uns gezeigt, dass asiatische Großstädte tatsächlich auch Spaß machen können. Die Stadt war sauber, grün, der Verkehr einigermaßen geordnet und die Menschen sehr freundlich und wenig aufdringlich.
    Während unserer Zeit hier haben wir fast alle Transportmöglichkeiten ausprobiert, wobei das Boot auf dem Chao Phraya unser absoluter Favorit ist. Unser Hostel war nicht weit von der Anlegestelle entfernt, man stand nicht im Stau und der Fahrtwind war sehr angenehm. Die Schaffnerinnen hatten mit Gebrüll und Gepfeife ihr Boot gut um Griff. Wie das Bus fahren hier funktioniert, haben wir allerdings immer noch nicht verstanden. Wenn wir eine Haltestelle gefunden hatten, an der ein Bus fuhr den wir nehmen wollten, wurden wir meist von den Schaffnern oder irgendwelchen Fahrgästen kurze Zeit später aufgefordert auszusteigen, da hier unsere gewünschte Haltestelle sei oder der Bus auf einmal gar nicht mehr in unsere Richtung fahren würde. In den meisten Fällen sind wir dann irgendwo gelandet. Einmal jedoch bei der besten Garküche in ganz Bangkok.
    Überhaupt hat das Streetfood uns absolut überzeugt (auch wenn keine der Spießchen mit denen aus Indonesien mitzuhalten konnte). Pad Thai, Koh Soi und sonst alles aus der Pfanne sowie frisches Obst und Smoothies werden an jeder Straßenecke frisch zubereitet. Von den Krokodilen am Spieß haben wir lieber die Finger gelassen.
    Am ersten Tag sind wir mit dem Boot ein Stück flussabwärts zu den Tempeln gefahren. Wat Arun, den Tempel der Morgenröte, haben wir nur von außen betrachtet und später abends nochmal schön beleuchtet vom Fluss aus. Wat Pho, die Tempelanlage mit dem liegenden Buddha ist wirklich ein Besuch wert. Neben der riesigen Statue gibt es weitere kleinere Buddhastatuen die früher als Ballast auf die Handelsschiffe mitgenommen wurden.
    Ich hab mir auch meine erste Thai Massage gegönnt, mit Erholung hatte das allerdings erstmal wenig zu tun. Man wurde unter Körpereinsatz des Masseurs in allen möglichen Positionen gedehnt und dann die Muskeln massiert. Ziemlich schmerzhaft, danach fühlt man sich aber wie neu geboren.
    Der Besuch des Nachtmarktes hat sich kulinarisch auf jeden Fall gelohnt, sonst waren wir nicht so erfolgreich (gar nicht so einfach für Frieder hier lange Hosen zu finden!).
    Am nächsten Tag waren wir in Chinatown, das so war wie wir uns Bangkok eigentlich vorgestellt hatten: laut, chaotisch und voll gestopft.
    Der Besuch der Rooftop Bar Above Eleven war auf jeden Fall ein Highlight. Vom 32. Stock hatte man einen wahnsinnigen Ausblick über die Skyline Bangkoks. Wir hatten natürlich nicht bedacht, dass man hier vor allem freitags einen Tisch reservieren muss. Hatten dann aber Glück und duften unser (hoffentlich) teuerstes Bier dieses Urlaubs an einem super Tisch mit Ausblick genießen.
    Weiter geht es jetzt mit dem Zug nach Ayutthaya, 70km nördlich von Bangkok.
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  • Day1

    Los geht's!

    February 4 in Germany ⋅ ⛅ 32 °C

    Jetzt ging's endlich los auf unsere Reise! Bei dem Wetter zuhause fiel uns der Abschied nicht ganz so schwer.
    Mit Zwischenstopp über London sind wir nach Bangkok geflogen. Wobei der Landeflug auf London wohl einer der Schönsten war, die wir gesehen haben. Es war schon dunkel und mitten über dem Herzen der Stadt sind wir durch die Wolkendecke geflogen und konnten alle Wahrzeichen von oben betrachten.
    Nach drei Stunden Aufenthalt ging's weiter. Schon in London trugen viele Asiaten Schutzmasken, in Bangkok waren wir aber wirklich die Ausnahme ohne. Die meisten tragen aber ganz normal OP- Masken, also nicht wirkungsvoll gegen Corona. Den einzigen Desinfektionsspender, den ich am Flughafen gefunden habe, war leider leer...
    Verschwitzt und müde sind wir im Hostel angekommen, haben noch kurz ein bisschen Streetfood probiert und gehen dann schlafen.
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