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  • Day83

    Auf 5 Erden wandern

    September 14 in Italy ⋅ ☁️ 25 °C

    An der Westküste Italiens ist also noch Hochsaison. Aus diesem Grund versuchen wir die auserwählten Campingplätze vorher anzurufen. Leider geht niemand ran und so bleibt uns nichts übrig als hinzufahren und zu fragen. Der erste Platz an dem wir ankommen ist natürlich voll. Und wir müssen in einem anspruchsvollen Manöver rückwärts an anderen wartenden Campern vorbei, wieder zurückfahren. Der Zweite Platz hat glücklicherweise noch einen kleinen Platz für den 3000. a
    Die Cinque Terre sind 5 pittoreske ehemalige Fischerdörfer, welche lange nur über steile Pfade oder übers Wasser erreichbar waren. Heute sind sie ein kleines Wanderparadies. Eine Zugline verbindet alle Dörfer und mit einem speziellen Ticket kann man zwischen den Dörfern hin- und herfahren und nach Lust und Laune loswandern.
    Die öffentlichen italienischen Verkehrsmittel überzeugen einmal mehr. Alle Verbindungen sind leicht verständlich, günstig und alle Züge sind pünktlich.
    Wir fahren in den ersten Ort und wandern entlang der Küste zum nächsten Dorf. Man gerät zwar ein wenig ins Schnaufen, aber dafür warten Restaurants, eine Bademöglichkeit (ich würde das nicht als Strand bezeichnen) und Gelato. Wir sitzen noch eine Weile am Wasser und beobachten das bunte Treiben der Touris und Einheimischen. Danach geht es mit dem Zug zurück zum 3000.
    Am nächsten Tag fahren wir mit dem Zug zum entferntesten Dorf und wandern von dort zurück. Nachdem wir eine kleinen Rundgang in den verwinkelten Gassen gemacht haben, geht es einen sehr steilen Aufstieg über den Berg zur nächsten Bucht. Eigentlich gibt es einen einfachen kurzen Weg am Wasser, aber der ist aufgrund eines Erdrutsches gesperrt.
    Die Aussicht ist großartig und jede Pause diese zu genießen ist willkommen. Der Weg hinab zum nächsten Dorf ist ebenfalls anspruchsvoll und anstrengend. Gut, dass wir im Training sind.
    Danach ist ein Bad im Mittelmeer eine willkommen Erfrischung. Die besten Fisch and Chips soll es im nächsten Ort geben und so steigen wir nochmal kurz in den Zug und fahren dorthin. Das Essen ist wirklich gut und ein verdienter Abschluss des Wandertags.
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    Oh Reni, da ist es wirklich schön! Genießt das schöne Licht! Hier ist es wie immer bewölkt [Linda]

     
  • Day81

    Firenze

    September 12 in Italy ⋅ ☀️ 28 °C

    Seit dem letzten Campingplatz dachten wir die Hauptsaison wäre beendet. Doch WEIT GEFEHLT! Am Ligurischen Meer gibt es nicht nur vollere Plätze, sondern die Stellplätze sind auch kleiner. Wie eine Ölsardine stehen wir nun auf einem belebten italienischen Campingplatz. Die nahe Stranddisco macht zum Glück gegen 1 Uhr morgens die Musik leiser... Wir sind aber auch wegen der guten Anbindung nach Florenz hier und wollen ja auch nur hier schlafen.

    Timm hat seine Lektion mit der Parkplatzsuche in historischen, alten, italienischen Städten gelernt. Also geht es mit dem Zug nach Florenz. Darüberhinaus ist die Verbindung sehr günstig und kostengünstig. Wir fahren mit den Rädern zum Bahnhof und setzen uns in den Zug. 90 Minuten später steigen wir am Hauptbahnhof in der Florenzer Innenstadt aus. Als erstes wollen wir uns die Kunstsammlung der Uffizien ansehen und danach einige Kirchen.

    An einem schönen Sonntag im September wollen erstaunlich viele Menschen in das Kunstmuseum. Es ist also nicht nur auf den Straßen und Brücken voll. Trotzdem können wir die Rundgänge genießen. Die Ausstellungen sind überwältigend, aber nach 3 Stunden tritt eine gewisse Übersättigung ein. Wir können nicht mehr so viel aufnehmen, das wird der Kunst irgendwie nicht gerecht. Da wir eine feste Abfahrtszeit haben, möchten wir auch noch andere Dinge in der Stadt entdecken.
    Reni ist vor mehr als 10 Jahren schoneinmal in Florenz gewesen, wollte Timm die Stadt unbedingt zeigen und selbst noch ein paar Dinge sehen. Leider reicht die Zeit nur um die vielen imposanten Kirchen, Museen, Piazzen und Paläste von aussen zu bestaunen.

    Aber die große Santa Maria Kathedrale wollten wir uns auch von innen ansehen. Immerhin ist sie die drittgrößte Kirche der Welt. Leider ist der Rundgang ausgebucht, der Glockenturm wegen Corona gesperrt und ein Besuch des Kirchenschiffs am Sonntag nicht möglich. Zum Glück kennt eine Person von uns wenigstens die Kuppel von innen. Zum Trost gibt es ein gutes Eis mit dessen Preis sicher der Erhalt der Inenstadt mitfinanziert wird.

    Wir ergattern einen Stehplatz auf der Ponte Vecchio und gucken uns das Gewusel der Touris und Straßenhändler an. Auf dem Weg zurück zum Bahnhof kauft Ireen hier und da noch einige leckere Paninis. Das sind reich belegte Brote, welche unser gutes Abendbrot werden.
    Der Zug bringt uns pünktlich zurück zu unseren Fahrrädern, mit denen wir zum 3000 zurückkehren.
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    Lena Ma

    Ohje…🤦🏼‍♀️

    Ein schönes Bild von der Brücke 🤩 [Linda]

     
  • Day79

    Aal im Kanal und Flamingo am Po

    September 10 in Italy ⋅ ⛅ 27 °C

    Unsere nächste Etappe führt uns an Venedig vorbei, Richtung Po-Delta und Adria. Als wir an unserem auserkorenen Campingplatz ankommen, sind wir etwas von der Größe überrascht - in unserer App stand: 60 Stellplätze (das ist eher ein kleiner Platz) - vor Ort werden wir aber von einem Platzangestellten im Golfcaddy zu unserem Platz eskortiert. Es gibt einen Pool mit Bar und DJ, viele Sport- und Spielplätze, ein Restaurant, einen Minimarkt und eine Bühne auf der Abends eine Dog Show stattfindet. Ja genau.

    Unser Stellplatz war zum Glück ganz am Rand in Richtung Strand, so dass wir trotzdem unsere Ruhe hatten, vor allem war es recht leer, weil der Platz in drei Tagen schon schließen sollte.
    Kein Problem für uns, weil wir dann sowieso weiter wollten.
    Unser Ziel hier ist die Lagunenstadt Comacchio, auch Klein-Venedig genannt. Die Altstadt besteht aus vielen imposanten Bauwerken, kleinen Kanälen und Brücken. In den 90er war hier sogar mal der Papst zu Besuch in der Kathedrale San Cassiano, die mit 60x30 Metern auch wirklich etwas überdimensioniert wirkt für die kleine Stadt.

    Eine weitere Besonderheit der Stadt sind die Aale. Sie stehen hier auf jeder Speisekarte der Restaurants und sind als Souvenir in marinierter Form, als Keks, Brot, auf Keramik und anderen Andenken zu bekommen. Richtig verrückt wird das hier wohl Ende September zum Aalfest. Die Stadt lebte nämlich seit jeher vom Aalfang und deren Verarbeitung.

    Comacchio liegt außerdem direkt am Naturpark Po-Delta, UNESCO- Welterbe und perfekter Lebensraum für hunderte Vogelarten. Abends machen wir uns also auf den Weg und hören schon von Weitem das Geschnatter - hier leben um die 400 Rosa Flamingos. Die lassen sich gar nicht stören und so beobachten und fotografieren wir diese merkwürdigen und wunderschönen Vögel bis die Sonne untergeht. Besonders toll ist es, wenn große Gruppen angeflogen kommen und zu Landung ansetzen oder wenn einzelne Exemplare ganz nah über uns hinweggleiten.
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  • Day77

    Weltkultur vorm Vorzelt

    September 8 in Italy ⋅ ⛅ 19 °C

    Der Glockenturm der Basilika Aquileias überragt alles in der Nähe und so kann man ihn Tag und Nacht aus großer Entfernung gut erkennen. Leider darf man aufgrund des Infektionsschutzes gerade nicht hinauf, aber in die Kirche zum Glück schon- und das machen wir auch.
    Sie wurde bereits im 4. Jahrhundert gebaut. Seitdem natürlich einige Male erneuert, aber seit dem 13. Jahrhundert ist alles beim Alten. Das heißt alles was die Archäologen hier freilegen ist tatsächlich älter als 700 Jahre. So auch die Mosaikböden die hier über die Jahrhunderte übereinander gelegt wurden. Im großen Kirchenschiff hat man das weltweit älteste, vollständige frühchristliche Mosaik gefunden. Auf Glasstegen kann man heute darüber hinweg schreiten.
    In den anderen Gebäuden sind die Archäologen noch am Werk und es ist interessant zu sehen, wie viele Masaikschichten hier übereinander liegen. Gar nicht so einfach zu entscheiden, welche man denn nun hier ausstellen möchte..

    Am Abend gönnen wir uns auf einem Weingut ein leckeres Essen. Auch hier führt ein guter Radweg hin und den Rückweg finden wir trotz des Weins ohne Probleme, der Glockenturm ist hell erleuchtet.

    Zufälligerweise kannte unser Kellner Usedom, da er von seinen deutschen Freunden einen Bildband über die Insel geschenkt bekommen hatte.
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    Haike Lehmann

    Ein WOW-Bild!!!

     
  • Day76

    zu hohe Erwartungen, zu gutes Wetter

    September 7 in Italy ⋅ ☀️ 26 °C

    Heute geht es nach Trieste. Die Stadt wurde uns wärmstens empfohlen und Timms Kaffee ist alle. Da Trieste unter anderem für seine Kaffeekultur bekannt ist und Reni es kaum erwarten kann die süßen Leckerein der Kaffehäuser zu probieren fahren wir mit dem Auto in die Stadt.
    Aus irgendeinem Grund sucht Timm ein Parkhaus an der Altstadt raus. Wirklich sicher fühlt es sich nicht an mit dem Tuareg die engen Kurven in den 2.Stock hoch zu fahren. Alle Annäherungssensoren piepen, aber es geht alles gut und es kostet 15x weniger als in Stockholm(trotzdem nicht günstig!).
    Als ersten gehen wir auf die riesige Mole um einen Blick auf die Stadt zu bekommen. Danach erkunden wir das enge Straßengewirr der Altstadt. Die Siesta hat gerade begonnen und so sind die Restaurants voll von Geschäftsleuten in ihrer Mittagspause.
    Wir haben uns die Cafés mit den besten Bewertungen herausgesucht und laufen diese ab bis wir uns für eins entscheiden.
    Es ist leider auch ein sehr heißer Tag und der laute Verkehr in den engen Straßen trägt dazu bei, dass wir bald einen Haken hinter unseren Besuch machen. Noch schnell aus dem Parkhaus geschält und dann zu einem Castell mit Parkanlage vor der Stadt. Hier, direkt am Meer lässt es sich aushalten. Das Schlösschen Marima bildet in vielen Belangen einen angenehmen Kontrast zur Stadt, wir flanieren ein wenig herum und machen ein kleines Picknick.
    Der abschließende Besuch in einem weiteren Naturschutzgebiet findet leider schon in der Dämmerung statt. Alle VIB (very important Birds) schlafen schon. Dafür sehen wir ein paar Pferde die in den Wiesen und Tümpeln des Parks umhertollen. Auch schön...
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  • Day75

    Bicicletta (Fahrrad) und Uccelli (Vögel)

    September 6 in Italy ⋅ ☀️ 25 °C

    Unser erster Stop in Italien ist Aquileia. Eine sehr alte Stadt, aber gut wir sind auch in Italien. Die Römer haben die hier ansässigen Stämme vertrieben und aus der bestehenden Stadt ein Handelszentrum gemacht. Viele Expeditionen in den Norden und Osten nahmen hier ihren Anfang. Über Flüsse und Kanäle war Aquileia mit der Adria verbunden und unser Campingplatz liegt direkt an der Ausgrabungsstätte des alten Hafens. Überhaupt ist hier jedes dritte Grundstück eine ausgewiesene archäologische Fundstätte.
    Als Attila mit seinem Gefolge vorbeikam hat er einiges für die Archäologen zurückgelegt.

    Das Fahhrad- und Vogelparadis haben wir hier auch gefunden. Die vielen Vogelschutzgebiete wurden schon beworben, aber dass es hier so gute Radwege gibt haben wir nicht erwartet.
    Wir fahren auf dem asphaltierten Weg in die Stadt Grado. Ein ehmaliges Fischerdorf in der Lagune, welches sich zu einem schönen maritimen Städtchen entwickelt hat. Wir schnappen uns ein sehr gutes Eis und schieben unsere Räder durch die Altstadt. Leider hat Timm mit Eis essen und Fahrradschieben alle händevoll zutun, sodass es gegen unsere Art kaum Fotos dieser schönen Stadt gibt.

    Danach folgen wir weiter unserem Rundweg in Richtung Vogel-/Naturschutzgebiet. Als wir am Beobachtungsturm ankommen, wissen wir, daß wir richtig sind: Ein älteres Ehepaar mit immenser Ausrüstung hat sich hier breit gemacht. Natürlich kommen Sie aus Deutschland und freundlicher Weise, weisen sie uns auch gleich auf die VIB-Vögel hin.
    Hunderte Fotos später fahren wir zurück zum 3000.
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  • Day74

    Fahrrad Tunnel Vögel

    September 5 in Slovenia ⋅ ☀️ 26 °C

    Da unsere Räder gut in den Tuareg passen, erweitert sich der Aktionsradius. Wir laden Sie also ein und fahren den Berg runter in ein nahes Vogelschutzgebiet. Das liegt direkt zwischen der Stadt Izola und der Autobahn. Trotzdem sollen hier viele Vögel zu sehen sein. Mit dem Fahrrad geht es vom Park and Ride Parkplatz auf den sehr guten Fahrradwegen zu den Vögeln. Auf einem Rundweg wandern wir dann um einen See. Hier wurden Wände mit Gucklöchern errichtet. Tatsächlich beobachten wir in der Mittagshitze tänzelnde Seidenreiher, Braunkelchen und einige der üblichen Vögel.
    Dann geht es mit den Rädern zum "Strand". Das ist ein kleiner Streifen Steine bzw. Wiese zwischen Ufer und Promenade. Hier springen wir kurz rein und fahren dann durch einen stillgelegten 800m langen Eisenbahntunnel zur nächsten Bucht. Dort besteht der Strand aus Beton, wir kühlen uns trotzdem abermals ab und fahren die angenehm flache Strecke wieder zurück Richtung Auto. Zu faul zum kochen entscheiden wir uns noch für ein viel zu großes und sehr fettiges Essen, bevor wir die Räder einpacken und zurück zum 3000 fahren.
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  • Day73

    To the Moon and bay

    September 4 in Slovenia ⋅ ⛅ 24 °C

    Lange hat Slowenien darum gekämpft auch ein Stück Küste sein eigen nennen zu dürfen - die Streitigkeiten mit Kroatien sind bis heute ein heikles Thema. Dass die Slowenen ihren 46 km Küstenstreifen wirklich lieben, sehen wir als wir uns die Städtchen Piran und Strunjan ansehen. Da Wochenende ist, tummeln sich so viele Einheimische an den für uns recht unbequemen „Stränden“. Sie liegen auf Betonmauern, spitzen Felsbrocken oder dicht an dicht in Sonnenliegen. Die Strandabschnitte sind wirklich sehr schmal und direkt daneben verlaufen Radwege oder Promenaden, so dass man den Sonnenanbetern also auch dicht auf die Pelle rückt. Obwohl das Wasser türkis strahlt und es wirklich heiß ist, wollen wir uns das nicht antun.
    Wir wandern lieber ein Stück an der Küste entlang zum Strunjan Natur Park. Hier gibt es eine tolle Steilküste mit kleiner Badebucht, die angenehm leer ist, weil man den Strand nur über einen steilen Pfad erreicht. Leider besteht der Strand auch hier eher aus großen Kieselsteinen, aber es dürfen keine Boote ankern und umhercruisen und daher ist es schön ruhig. Reni springt, naja robbt auf allen Vieren ins kühle, naja angenehm warme Nass. Herrlich und eine wahnsinns Aussicht beim Schwimmen hat man auch.

    Auf dem Rückweg gönnen wir uns ein Essen in Strunjan mit Blick auf die Adria. Es gibt Neapolitanische Pizza mit geräuchertem Käse und grünem Pesto für Reni und Trüffel Prosciutto Pizza für Timm. Unheimlich lecker 🤤
    Zum krönenden Abschluss sehen wir auch noch einen horizontalen Regenbogen (Zirkumhorizontalbogen) über der Küste gen Piran - so etwas haben wir vorher noch nie gesehen… echt wunderschön!

    Achja, für alle Vogelenthusiasten: auf dem Weg zum Natur Park kamen wir an Salinen vorbei, die auch einigen Vögeln als Beuterevier dienen. Dort haben wir zwei Arten beobachtet, die es nur in Südeuropa gibt: Seidenreiher und Stelzenläufer.
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    Haike Lehmann

    das sieht sooo lecker aus!

     
  • Day72

    Lipizzaner

    September 3 in Slovenia ⋅ ☀️ 22 °C

    Wenn Timm schonmal an dem Ort Lipica vorbeikommt, dann will er auch die Pferde sehen! Der 3000 wird auf einem schönen kleinen Campingplatz in den Bergen abgestellt und dann geht es zum historischen Gestüt nach Lipica.
    Seit 400 Jahren werden hier die weißen sympathisch hohen und langen Pferde gezüchtet. Die Geschichte des Gestüts ist ziemlich Interessant, die Pferde haben die Macht-und Terretiorienwechsel in Europa immer live mitbekommen. Meist mussten die Pferde umziehen, wenn Gefahr drohte oder die Tiere nicht dem folgenden Besitzer in die Hände fallen sollten. In diesen Fällen ging es Richtung Ungarn oder Österreich.
    Heute gilt die Zucht als Kulturgut und die Pferde werden für die hohe Dressur und Vorführungen trainiert.
    Das erste, was auffällt, wenn man das Gestüt besucht: es ist ein riesiges Anwesen mit alten Baumbeständen und großen Weiden. Und dann entdecken wir auch schon eine von mehreren Herden auf der grünen Wiese. Knapp 50 weiße Pferde grasen so rum und lassen sich nicht stören. Dazwischen stehen dunkle Fohlen, diese werden mit den Jahren immer heller.
    Dann nehmen wir an einer interessanten Führung teil, auf welcher hauptsächlich Timm noch etwas lernt.
    Zufällig gibt es zum späten Nachmittag auch noch eine kleine kurze Vorstellung, die einem nochmal näher bringt, was hier alles gemacht wird.
    Bevor wir nach Hause fahren, sehen wir noch wie alle Pferde von den Weiden geholt werden.
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    Martina Vollrath

    Bei diesen Bildern geht doch besonders dir, liebe Ireen, das Herz auf!

     
  • Day71

    Der See, der gerade keiner war

    September 2 in Slovenia ⋅ ☀️ 20 °C

    Heute wollen wir zu Sloweniens größtem und auch kleinsten See radeln. Ja, richtig gelesen: Der Cerknica See ist mal riesig groß und man kann Kanu fahren oder Angeln und mal besteht er nur noch aus Tümpeln und Gräben. dieses Phänomen lässt sich auf den Karstboden zurückführen - im Sommer, wenn es lange nicht geregnet hat, versickert fast das komplette Wasser (immerhin bis zu 38 Quadratkilometer und bis zu 10 Meter Tiefe) in dem durchlässigen Boden und das Gebiet wird für die Landwirtschaftlich genutzt.
    Wir hatten gehofft trotzdem ein paar hier ansässige Vögel beobachten zu können. Es gab auch einen tollen Radweg mit Aussichtstürmen, aber leider nicht viel zum Beobachten.

    Etwas geknickt packten wir die Räder wieder ins Auto und fuhren noch zur Höhlenburg Predjama. Die wurde im 12. Jahrhundert tatsächlich direkt in eine 123 Meter hohe, natürliche Felswand mit darunter liegendem Höhlensystem gebaut. Ideal für geheime Ein- und Ausgänge bei Belagerungen o.ä.
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