• Tagesbericht No.1

    June 2, 2024 in Ecuador ⋅ ☀️ 20 °C

    Dem Jetlag sei Dank, begann der Tag für uns beide super früh.
    Das Gute daran: wir konnten trotz etwas ausgearteter grober Planung der kommenden Tage immer noch vor der Mittagshitze in den Park Itchimbía aufbrechen. Gefühlte 120 Stufen hat es gedauert, dort anzukommen. Hier spüren wir die Höhe tatsächlich sehr. Man ist super schnell ausser Atem!

    Am Mittag haben wir uns durch die hügeligen Strassen und Gässchen Quitos aufgemacht, die Basílica del Voto Nacional zu bewundern.
    Sonntags.
    In einem katholisch geprägten Land.
    Aber hey - wir durften während der Messe leise die Kirche betreten und konnten so zwischen Weihrauchdämpfen, Glockengeläute und Gebetsgesängen die Atmosphäre noch Mal auf ganz besondere Art aufnehmen. Der kircheneigene Basketballplatz war auch nicht von schlechten Eltern!

    Insgesamt scheint die Stadt heute zwar immer noch turbulentes Leben hervorzurufen, aber Musik, Menschen, die lautstark Nippes auf den Strassen anpreisen und Prozessionszüge haben bei uns in ausgeruhtem Zustand eher Amüsement hervorgebracht. Vielleicht lag es auch an den Käse-Zwiebel Empanadas, die es als Mittagssnack gab?

    Eine Kirche voller Gold? Kennt man ja. Aber vermutlich nicht in dem Ausmaß, in dem die jesuitische Iglesia de la Compañia gehalten ist. Die gesamte Kirche ist in 160 Jahren erbaut und nahezu vollständig von innen vergoldet worden. Fotografieren verboten! (Natürlich wurde versehentlich eine kleine Aufnahme gemacht)
    Mit einem Guide haben wir die Kuppel betreten dürfen und auch sonst sehr viel spannendes über das Gebäude, die Jesuiten und die Geschichte Quitos erfahren.

    Und, weil es immer noch erst früher Nachmittag war und es uns nach weiteren Eindrücken dürstete, gab es noch einen Ausflug in das Museum für Prä-Colombiale Kunst. Eine unfassbar schön gestaltete Ausstellung von Exponaten der ecuadorianisch indigenen Völker (gefühlte 50?!). Erstaunlicherweise waren wir fast die einzigen Personen in diesem Museum.

    Naja. Da ist eine Sache, die müssen wir noch üben: Einen Ort zum Essen gehen finden. Es gibt zwar unfassbar viele kleine Restaurants, jedoch auch eine mindestens genauso große Vorliebe für fleischlastige Gerichte. Corviche ist es geworden. Eine Art Krokette aus Maniok und Kochbanane, gefüllt mit Mais und Käse. Kann ein bisschen was. Aber den Abend werden wir nun doch mit Pasta und selbstgemachter Salsa ausklingen lassen.
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