womofan

Ich bin gerne mit unserem Wohnmobil auf Reisen unterwegs.
Living in: Schönaich, Deutschland
  • May25

    Estella - Los Arcos 22 km

    May 25, 2017 in Spain ⋅ ☀️ 26 °C

    Auch heute geht es bereits wieder um 06:00 Uhr auf den Camino. So langsam gewöhnen wir uns an diesen Pilgerrythmus, denn schließlich gehen spätestens um 21:00 Uhr in der Herberge die Lichter aus!
    Bereits um 07:30 Uhr kommen wir zu dem berühmten Brunnen am Weingut Bodegas Irache. Dort bekommen die Pilger kostenlos Wein und Wasser. Um diese Uhrzeit und mit dem Wissen, dass noch einige Kilometer vor uns liegen entscheiden wir uns dafür nur ein Foto zu machen. Danach geht es über schöne Wege durch Korn- und Weinfelder und einer Landschaft, wie gemacht für eine Wanderung.In Los Arcos erwaret uns eine kleine Herberge, in der wir unsere Wäsche sogar in einer Waschmaschine waschen lassen können. Das nutzen wir gleich mal aus. Wir haben uns inzwischen entschlossen dem Vorbild von einigen Pilgern zu folgen und vorzubuchen. Der Camino ist doch schon ziemlich voll und das Abklappern von einer Herberge zur nächsten am Ende eines langen Pilgertages wollen wir uns ersparen. So planen wir jeweils am Abend mit Hilfe des Reiseführers die nächsten zwei oder drei Etappen vor und ich rufe dann in der Herberge an und versuche zwei Betten für Pilger zu reservieren. Das hört sich dann in etwa so an:
    "Me guastaria reservar dos camas de dos peregrinos. Me Nombre es Carmen."
    Die Schwierigkeiten beginnen dann, wenn mein Gesprächspartner anfängt mich auf Spanisch etwas zu fragen. Aber bislang hat es immer geklappt.
    Nach einem leckeren Essen (Pasta, Salat und Cerveza) lassen wir den Tag mit einem Glas Wein ausklingen.

    Die Erkenntnisse des Tages:

    1. Achte auf Deinen eigenen Schritt
    2. Kenne Deine Grenzen und achte sie
    3. Auf dem Camino ist man trotz der Anstrengungen umgeben von Wohlgerüchen (Rosen, Zitrus, Korn, Raps, Rosmarin, Anis...)
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  • May24

    Puenta la Reina - Estella 24 km

    May 24, 2017 in Spain ⋅ ☀️ 22 °C

    Bereits um 04:30 Uhr beginnen die ersten Pilger in ihren Rucksäcken zu kramen, so dass wir uns um 05:30 Uhr schließlich geschlagen geben und ebenfalls aufstehen. Offenbar scheint das der Rhytmus der Pilger zu sein, denn wir stellen erstaunt fest: die ganze Herberge ist auf den Beinen. So starten wir in den zweiten Pilgertag noch im Dunkel. Zunächst geht es über die berühmte Brücke des Ortes, dann einen steinigen Anstieg hinauf. Nach ca 1Std 15 erreichen wir ein kleines Dorf, in welchem wir uns mit Croissant und Cafe con leche stärken. Mit der Sonne steigen auch die Temparaturen und wir ahnen, warum alle so früh auf den Beinen waren. So sind wir ziemlich erschöpft, als wir endlich in Estella ankommen. Zu unserer Herberge geht es nochmal einen Berg hoch und dort wartet dann eine unangenehme Überraschung auf uns: Sie ist geschlossen! Davon stand nichts im Reiseführer. Aber mit Hilfe von netten Spaniern landen wir in einer kleinen Herberge, die von Ehrenamtlichen der dortigen Kirche betrieben wird. Der Herbergsvater lädt uns alle zum gemeinsamen Essen ein - aber das ist uns doch noch zu viel. Wir sind ja Pilgerneulingen und von dem Gemeinschaftsgefühl noch etwas überfordert. So essen wir ein Pilgermenü in der Stadt und setzten uns später zu den anderen Pilgern und trinken ein Glas Wein mit. Die Unterhaltung fließt in eine lustigen Kauderwelsch aus Englisch, Spanisch, Italienisch und Deutsch. Am nächsten Morgen verabschiedet uns der Herbergsvater mit einer festen Umarmung und einem Segensanhänger - sehr berührend!

    Die Erkenntnisse des Tages:

    1. Der frühe Pilger fängt die Muschel
    2. Denke nur von Tag zu Tag und genieße seine Schönheit
    3. Ein Pilger muss viele verschiedene Wege gehen und Stöcke sind dabei Gold wert!
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  • May23

    Pamplona - Puenta la Reina 25 km

    May 23, 2017 in Spain ⋅ ☀️ 19 °C

    Pünktlich um 07:00 Uhr starten wir nach einem kleinen Frühstück und wagen die ersten Schritte auf dem Camino. Zunächst geht es noch ein Stück durch die Stadt und wir müssen aufpassen, dass wir unser Zeichen - die Muschel - am Boden nicht übersehen. Zum Glück gibt es aufmerksame Barbesucher, die dafür sorgen, dass die Pilger nicht vom Weg abkommen. Nach Pamplona geht es eine leichte Anhöhe hinauf nach Cizur Menor und von dort auf den Alto de Pedro mit den bekannten Pilgerskulpturen.
    In Cizur Menor werden wir gleich auf eine harte Probe gestellt. Kaum kommen wir in dem kleinen Örtchen an und freuen uns auf eine Rast, einen Cafe und vielleicht ein Croissant, hält direkt vor uns ein Bus. Entsetzt stellen wir fest, wie Buspilger munter schwatzend aussteigen, und die Bar sowie den Camino kurzzeitig verstopfen. Die meisten von ihnen laufen 1-2 Stunden und dann fahren sie mit dem Bus weiter bis zur nächsten größeren Sehenswürdigkeit. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Wir werden noch so manche kuriose Art des Pilgerns kennenlernen.... doch davon später mehr.
    Der Abstieg vom Alto de Pedro führt über einen abschüssigen Weg mit vielen großen, wirklich großen Steinen. Aber es geht gut voran und so beschließen wir bis Puenta la Reina zu laufen. Dort haben wir unsim Reiseführer schon eine nette kleine Herberge ausgesucht und freuen uns, dass wir früh dort ankommen. Um so größer der Schock als uns die nette Dame an der Rezeption sagt: Sorry, alles voll. Also laufen wir wieder ein Stück zurück und kommen in der Herberge am Ortseingang unter. Ein Glück!
    Abends beim Essen im Ort treffen wir auf eine nach Australien ausgewanderete Deutsche. Sie unterhält uns den ganzen Abend. Ihr Lieblingwort ist: Super, Super, Super!!

    Von Weisheit durchleuchtet gibt es am ersten Tag gleich 3 Erkenntnisse des Tages:

    1. Achte auf die Zeichen
    2. Auch ein steiniger Weg geht irgendwann zu Ende
    3. Unebene Wege könne auch eine Wohltat sein
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  • May22

    Die Pilgerreise beginnt

    May 22, 2017 in Germany ⋅ ☀️ 20 °C

    Um 05:30 Uhr morgens heißt es aufstehen, das Abenteuer wartet. Wir fliegen mit dem Flugzeug von Stuttgart nach Bilbao. Von dort fahren wir mit dem Bus 160 km bis nach Pamplona. Um 17:30 Uhr erreichen wir den Busbahnhof und schultern zum ersten Mal unseren Rücksack um in Richtung unserer Herberge "Plaza Catedral Albuerge"zu wandern. Dort haben wir schon zwei Betten für uns vorreserviert. Sie liegt sehr zentral und hat gute Kritiken.
    Nach dem Einchecken richten wir uns in unserem kleinen 14 Personenzimmer ein. Anschließend bummeln wir noch ein wenig durch die Altstadt und essen ein paar Tapas.

    Die Erkenntnis des Tages:

    Unfassbar, wieviel man in einem Rucksack herumräumen kann und was in dessen Untiefen alles verschwindet
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