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TREESofMEMORY

Seit März 2018 laufe ich um die Welt und pflanze Bäume der Erinnerung für Suizid-Opfer. Auf dieser Route / Karte sind alles gepflanzten Bäume vermerkt. Read more
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    🇧🇬 Russe, Bulgarien

    90. Nationaler ToM Bulgarien

    Yesterday in Bulgaria ⋅ ☁️ 21 °C

    Der 90 Tree of Memory für alle Suizidopfer Bulgariens wurde an den Toren des städtischen Tierheims Ruse gepflanzt, aus dem Tyrion kommt. Für mich ist das ein sehr stimmiger Ort, weil er mich, das Projekt und eben auch mein Hund Tyrion miteinander verbindet. Es ist ein Ort mit vielen verlorenen Seelen. Und deshalb steht dieser Baum dort goldrichtig. Es wird viele Menschen geben, die am Zaun entlanglaufen, um sich Hunde anzusehen, und dann werden sie zwangsläufig auch an diesem Baum vorbeikommen. Ich freue mich sehr, dass das heute geklappt hat und somit kann ich morgen meinen Lauf in Richtung Rumänien und schwarzes Meer fortsetzen.
    Im übrigen könnt ihr auf den Videos sehen, dass die gespendeten Hütten, für die ja viele von euch ein paar Euro gegeben haben, ihren Platz gefunden haben.
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  • 88. ToM Gemeinschaftsbaum

    April 18 in Germany ⋅ ☁️ 21 °C

    Zusammen mit der Kirchengemeinde Bauland-Odenwald, dem
    Gesprächskreis Mentale Gesundheit des Vereins Dienst am Nächsten e.V. und dem
    Recovery College Neckar-Odenwald-Kreis hat Iris Pfister einen Tree of Memory für alle, die nicht geblieben sind, gepflanzt.

    Im Rahmen der Ausstellung „Sonnenlicht für Seelenschatten“, die noch bis zum 24. April im Kath. Pfarrheim in Hardheim zu sehen ist, war die Baumpflanzung ein Teil des Rahmenprogramms. Geplant und organisiert von der Kirchengemeinde Bauland-Odenwald, dem Gesprächskreis Mentale Gesundheit des Vereins Dienst am Nächsten e.V. und dem Recovery College Neckar-Odenwald, eine sehr sehenswerte Ausstellung und ein rundum tolles Programm, das dort auf die Beine gestellt wurde.
    Gemeinsam mit den Veranstaltern hatten wir im Vorfeld den passenden Termin für die Pflanzung gesucht, uns darüber ausgetauscht, was dafür nötig ist, und den Ablauf abgesprochen.
    Bei herrlichem Wetter durfte dann ein wundervoller, stattlich großer Ginko-Baum im Alpengarten seinen Platz finden. Für alle, die einen Verlust durch Suizid erlitten, und für alle, die selbst von suizidalen Krisen betroffen sind oder einmal waren. Viele von ihnen wohnten der Zeremonie bei, die vom Vorstandsmitglied Iris Pfister durchgeführt wurde. Und sicher werden im Laufe der Jahre noch weitere Menschen diesen Platz entdecken. Ob bewusst, oder durch Zufall. Dass dieser Baum, dieser Ort ihnen etwas Trost, Hoffnung und Zuversicht schenken kann, das ist unser Wunsch.
    Auch Bürgermeister Stefan Grimm fand nach der Zeremonie offene Worte und des Dankes, dass das Thema Mentale Gesundheit Raum in der Region findet. Mit ihm gemeinsam wurde dieser Platz ausgesucht, ein weiteres Zeichen seiner Unterstützung.
    Unser Dank gilt allen Beteiligten, die sich so großartig engagiert haben, damit innerhalb kürzester Zeit ab der Idee der Baumpflanzung bis hin zu diesem Tag dieser Ginko eine neue Heimat und Zweck finden durfte. Und auch allen Spendern, die die Finanzierung überhaupt möglich gemacht haben.

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  • 87. ToM für Eric

    April 18 in Germany ⋅ ☁️ 19 °C

    Diese Zeremonie wurde für Eric und seinen wunderschönen Maronenbaum in Hermeskeil, Rheinland-Pfalz gehalten. In einem Park, welcher wie eine Oase des Friedens wirkt, beim Gelände des Krematoriums. Besonderer Dank dafür, dass dieser besondere Platz dafür zur Verfügung gestellt wurde.
    Dass Familienangehörige, so wie hier Erics Mutter, bewegende Worte finden und eine Rede selbst vortragen, hat alle berührt. Unser zweiter Vorstand Mario Kelter ergänzte die Rede mit seinen Gedanken und Worten, was unsere Vereinsarbeit ausmacht und auch über die Bedeutung unserer Bäume der Erinnerung. Diese Baumpflanzung empfand Erics Mama als „Meilenstein“ für sich selbst, und auch für ihren Sohn. Etwas der inneren Last abgeben, ein Zeichen setzen, der Liebe und der Erinnerung Ausdruck verleihen. Sichtbar. Wachsend. Tröstend. Dafür steht dieser Maronenbaum. Und wir sind dankbar, dass wir auf diesem Weg bis zur Pflanzung und Zeremonie begleiten durften.
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  • 86. ToM für Isabell Fischer

    April 11 in Germany ⋅ ☀️ 13 °C

    Dieser Baum der Erinnerung ist ein wirklich sehr besonderer Baum, verbirgt sich doch dahinter ein unermesslich tragisches Schicksal. Isabell überlebte einen Suizidversuch und kam im der Klinik wieder auf die Beine. Wenige Wochen nach ihrer Entlassung wurde sie das Opfer eines Mordes. Für die Familie und ihre Freunde setzt dieser Baum daher ein ganz besonderes wichtiges Zeichen und schafft gleichzeitig einen Ort des Friedens, der Erinnerung und der Würde für eine lebenslustige Frau, die nicht nur fehlt, sondern einen wichtigen Eindruck bei allen Menschen hinterlassen hat, die sie schätzen und lieben lernten.Read more

  • 85. ToM für Timo

    March 21 in Germany ⋅ ☁️ 10 °C

    Heute durfte ich für Timos Familie und Freunde einen TREE of MEMORY pflanzen. Und auch heute war es nicht "nur eine Zeremonie" wie jede andere. Jede davon ist einzigartig, so wie die Person für die der Baum symbolisch steht genau das ist: EINZIGARTIG. Und wertvoll, und wichtig... Für diejenigen, die um diesen Menschen trauern. Wo ganz viele und so unterschiedliche Momente, die gemeinsam geteilt und gelebt wurden, wie einer Schatzkiste voller Erinnerungen in den Herzen getragen werden.
    Ein wunderschöner Birnbaum steht nun hoch über Crailsheim, an einem wunderbaren Platz. Einem "Energieort", wie es heißt.
    Ich bin dankbar, dass ich die Zeremonie zur Pflanzung des 85. Baum der Erinnerung halten durfte. Dankbar für die Begegnungen mit Timos Familie und Freunden. Dankbar, dass spürbar etwas Schwere der Trauer gehen durfte und für die Familie mit den Worten "Nun darf ich nach vorne blicken und durchatmen, denn nun habe ich einen Platz, an den ich hin kann wann immer ich es brauche." das gespiegelt wurde, was unsere Bäume erreichen sollen. Ein Stück Frieden wurde geschenkt, ein Stück des Trostes und auch wieder etwas Mut.

    -Eure Iris-
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  • 83. ToM für Fynn

    December 17, 2025 in Germany ⋅ ☀️ 6 °C

    Die Pflanzung des Baumes der Erinnerung für Fynn hat an diesem Tag sehr viele Menschen erreicht und wirklich sehr viele Herzen berührt. Fynn war jung. Er war beliebt. Er war intelligent und es war ein großer Schock für alle, als er sich völlig unerwartet, das Leben genommen hat. Vor allem für seine vielen sportkameraden. Dort am hockeyplatz ist jetzt auch sein Baum gepflanzt worden. Und wie ich zwischenzeitlich hörte, ist der auch als Treffpunkt seiner Kameraden akzeptiert worden. Wenn sie sich zu einem Spiel treffen, und wohin zu fahren, dann sagen sie: Wir treffen uns beim Fynn.
    Und ganz ehrlich, genauso stelle ich mir das vor. Das lässt mein Herz wirklich leuchten.
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  • 82. ToM Gruppenbaum

    November 22, 2025 in Germany ⋅ ☀️ -1 °C

    Dieser Baum der Erinnerung wurde von der agus-gruppe Hof Für ihre durch Suizid verstorbenen Angehörigen gepflanzt.
    Am Abend durfte ich auch hier vor ziemlich gut besuchtem Haus den Vortrag " die zehn Lektionen, die mich der Tod über das Leben lehrte " halten.
    Das war insgesamt ein sehr intensiver Tag und ein sehr berührender Abend, der zu vielen Gesprächen geführt hat und wieder einmal hat der Vortrag etliche Menschen in der Tiefe ihre Seele berühren können.
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  • 81. ToM für Lena

    October 25, 2025 in Germany ⋅ 🌬 11 °C

    Ein Baum für Lena – TREE of MEMORY in Schweinfurt
    Vergangenes Wochenende durfte ich die Zeremonie für einen weiteren Baum der Erinnerung halten. Diesmal etwas anders als all die, die ich zuvor halten durfte.
    Die Stadt Schweinfurt war im Vorfeld sehr kooperativ und die Planung verlief so reibungslos wie nicht allzu häufig, wofür wir von Herzen danken möchten. So war der Baum bereits gepflanzt, bevor wir uns überhaupt in die Terminierung für die Zeremonie begaben.
    Nun stand also auch dieser Termin fest. Tage zuvor bangten wir schon, ob sich die Wettervorhersage mit Sturm und Regen wohl noch ändern würde. Durchdachten mehrere Optionen. Ob Termin verschieben oder nicht. Letztendlich wählten wir eine ganz besondere Variante: Die Rede und das Befüllen unserer Schachtel, die an den Baum kommen sollte, im Trockenen und Warmen. Im Wohnzimmer der Familie. Und im Anschluss im kleineren Kreis an den Baum, um dort die Zeremonie zu vollenden. Mir war wichtig, dass der Baum dennoch präsent war, auch innerhalb des Wohnzimmers. So wurde dort ein Foto davon befestigt und die liebevoll von Lenas Mutter entworfene Plakette, die von ihr dann bei der Schildermacherin in Auftrag gegeben wurde, daneben aufgestellt. Es war stimmig. Für die Familie, für mich.
    Die Telefonate mit Lenas Mama im Vorfeld werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Und auch dieser Tag. Lena war so präsent für mich. Sie wurde es durch die Gespräche zuvor mit ihrer Mutter. Und auch all die verschiedenen Emotionen der Familie war für mich greifbar. Jede einzelne Emotion, jedes Gefühl, alles hatte sein Anrecht. Denn genau das ist Trauer. Dieses gebündelte Chaos in einem selbst, welches so nach und nach erst einmal sortiert werden kann. So unterschiedlich bei jedem einzelnen.
    Dieser wundervolle Amberbaum, der nun als 81. TREE of MEMORY in Schweinfurt steht, er soll nicht nur an Lena erinnern. Er soll der Familie dabei helfen, die eigene Trauer annehmen zu können und die des anderen mit auszuhalten. Er möge helfen bei der Sprachlosigkeit, die entstehen kann, wenn solch ein Schicksalsschlag über einen hereinbricht. Er möge dabei helfen, wieder Mut zu fassen, die eigenen kleinen Schritte zu wagen. Dabei unterstützen, sich wieder dem Leben zuzuwenden, auch wenn es nun ganz anders gestaltet wird als zuvor. Dies wünsche ich mir für die Familie.
    Für Lenas Mama war es besonders wichtig, mit diesem Amberbaum auch ein Zeichen zu setzen. Denen, die straucheln, Mut zu machen. Deshalb entwarf sie die besondere Plakette, die durch ihre Farbe an Lena erinnert und auch nochmal ganz anders hervorsticht.
    Ich danke aus tiefstem Herzen für die Begegnung mit allen Anwesenden, dafür, dass ich die Rede halten durfte, Lenas Mama für ihr Vertrauen und ihre Offenheit, und dafür, dass ich zum allerersten Mal zu hören bekam, dass ich „spitze im Umarmen“ sei…
    -Eure Iris-
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  • 80. Nationaler ToM Mazedoniens

    August 11, 2025 in North Macedonia ⋅ ☀️ 33 °C

    Es war ungefähr 5:30 Uhr morgens, als ich mein Hotel verlassen habe, um der großen Hitze zu entkommen. Nach 10 Minuten sprach mich Lavinia an, die das Schild an meinem wanderwagen gesehen hatte. Sie war wirklich überrascht, ein wenig perplex und erzählte mir sofort, dass ich ihre Mutter das Leben genommen hatte. Sie fackelte nicht lange, erklärte mir, wo ihr kleines Heim zu finden ist, und dass sie mich einlädt, eine Nacht dort zu bleiben und auf ihrem Grund einen Baum zu pflanzen, der nicht nur ihre Mutter gewidmet ist, sondern allen Suizid opfern mazedoniens. Dort angekommen traf ich auf ihren lebensgefährten. Alexander und ich stellte ganz schnell fest, dass mich das Universum mal wieder an den richtigen Ort geführt hatte. Denn Alexander erzählte mir, dass sein bester Freund sich das Leben genommen hat, dass sich seine Ex-Freundin das Leben genommen hat und er aufgrund dieser Umstände ebenfalls ein suizidversuch hinter sich hatte, der nicht funktioniert hat. Ich war also am richtigen Ort angekommen. Das besondere an diesem Ort war zusätzlich, dass dort 63 obstbäume stehen. Jeder Baum ist einer Person gewidmet. Einer Person, die im Jahr davor, bei einem großen Diskotheken Brand das Leben verloren hat. 63 Menschen sind damals ums Leben gekommen und zufälligerweise sollte ich viele Wochen später auch durch diesen Ort laufen. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie mich das Leben. Das Universum der liebe Gott oder wer auch immer stets an die richtigen Orte führt und stets mit den richtigen Menschen in Verbindung bringen. Dafür bin ich unendlich dankbar.Read more

  • 79. Nationaler ToM Albaniens

    June 26, 2025 in Albania ⋅ ☀️ 35 °C

    Manchmal fügt sich alles so wie es sein soll. Ich war gerade mal drei Tage in Albanien, in einer kleinen Pension, als deren Besitzer Besuch von ihrem Cousin Hermes bekamen. Hermes arbeitet in Deutschland und nahm direkt Kontakt mit mir auf und wollte wissen, was ich mache, wohin ich gehe und all diese Geschichten. Er war sehr berührt von dem, was ich tat und übersetzte das auch seinen ganzen Verwandten, die ebenfalls extrem berührt von dem Projekt waren. Ein Tag später kam er wieder vorbei und sagt mir, das er gerne einen Ort für einen Baum, für alle suizidopfer albaniens, auf dem Grund der Farm seiner Eltern zur Verfügung stellen möchte. Ich war total geplättet, wirklich überrascht und extrem dankbar, dass ich so schnell in Albanien ein Ort gefunden habe, an dem dieser Baum wachsen darf. Und es ist eben nicht nur ein Ort, sondern auch ein Platz mit Menschen. Menschen, die nachfühlen können, was ich fühle, obwohl diese Familie selbst noch nie mit einem Suizid in Berührung kam. Und auch daraus entstand eine schöne Freundschaft und Hermes und ich schreiben uns regelmäßig. Und gerade jetzt am 9.04.26 sind seine Eltern hier in Deutschland.Read more

  • 77. ToM für Fritz

    May 31, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 28 °C

    EIN BAUM FÜR FRITZ
    Auch wenn es mich jedes Mal traurig macht, wenn Angehörige sich mit dem Wunsch an uns wenden, einen TREE of MEMORY von uns pflanzen zu lassen, weil es eben immer bedeutet, dass es ein Mensch nicht geschafft hat und sich das Leben nahm, so spüre ich doch gleichzeitig Hoffnung. Hoffnung, dass wir mit dieser Baumpflanzung ein Stück Zuversicht schenken können. Trost geben… und neben den Tränen der Trauer auch ein Lächeln hervorrufen können, weil wir darauf vertrauen, dass auch wieder die lustigen, guten und liebevollen Erinnerungen hervortreten dürfen. So war es auch dieses Mal, als ich für die Familie von Fritz eine wundervolle Stieleiche auf dem freien Feld pflanzen durfte. Mario Dieringer ist ja inzwischen schon einige Wochen auf seinem Lauf in Italien unterwegs und wird bald nach Albanien übersetzen, weshalb wir vom Verein die Zeremonie zur Pflanzung übernahmen.

    Hoffnung… dass die Trauer, das Straucheln, das Vermissen und das Hadern mit dem Geschehenen gelindert werden kann. Denn auch Fritz war ein Mensch voller Energie und Tatendrang, voller Ideen. Bis ihn irgendetwas zerbrochen hatte und er sich 2021 das Leben nahm. Ob es die Angst vor der Zukunft war, weil durch die Pandemie alles ins Wanken geriet und unsicher erschien, welche Gedanken ihn wirklich plagten, wir wissen es nicht. Er hatte sich niemanden anvertraut. Niemandem über seine dunklen Gedanken erzählt. Sich keine Hilfe geholt, wollte es allein schaffen. Und zerbrach doch eines Tages daran. Die Stieleiche, die wir für ihn pflanzten, passte so gut zu seinem Charakter. Beständig und naturverbunden. Stark, mutig. Und ich muss bei der Vorstellung mit warmen Herzen lächeln, dass seine Familie die Eiche eines Tages umarmen wird, um Antworten auf Fragen zu finden, wenn sie selbst einmal an einem Wendepunkt ihres Lebens stehen sollten. Denn Fritz war immer wieder der Ratgeber in der Familie und im Freundeskreis. Vielleicht hören sie dann seine geflüsterte Antwort, mit dem Rauschen der Blätter. Und finden Frieden in ihren Herzen.
    Für diesen Baum hätte es keinen schöneren Platz geben können. Und wenn in einigen Tagen auch die Bank dort stehen wird, um den Blick in die Ferne schweifen lassen, Gedanken fließen lassen zu können, welch friedlicher Ort mag das wohl sein…

    -Eure Iris_
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  • 78. Nationaler ToM Süditaliens

    May 18, 2025 in Italy ⋅ ☀️ 17 °C

    Am Tag zuvor saß ich mittags in diesem kleinen Ort buccino, um ein Kaffee zu trinken, als ein junger Mann, Mario, sich an meinen Tisch gesellte und fragte, was ich mache. Nachdem er mir zugehört hat, hat er mich spontan zu sich nach Hause eingeladen. Und danach sind wir auf sein Grundstück gefahren, wo er mir ein Platz für einen Baum anbot, für alle suizidopfer süditaliens. Das war wirklich toll! Und nachdem ich erfahren habe, dass Mario international tätig ist, jugendgruppen beherbergt, jungen Menschen die Gärtnerei näher bringt und vieles mehr, wusste ich, dass mich das Universum mal wieder an den richtigen Ort geführt hat. Ich blieb dann zwei Nächte und lernte noch viel über die dortige Folklore und Traditionen. Und bei dieser Gelegenheit habe ich das beste gegrillte Wildschwein meines Lebens gegessen.Read more

  • 76. ToM für Andrea's Schwester

    May 10, 2025 in Italy ⋅ ⛅ 20 °C

    Ich hatte auf diesem Campingplatz über den Winter. Meine Ausrüstung stehen und war schon einige Tage da, um mich auf die neue Tour vorzubereiten, als Andrea einer der Mitarbeiter des campingplatzes auf mich zukam. Er erzählte mir dann die tragische Geschichte seiner Schwester, die sich vor vielen Jahren das Leben genommen hat. Etwas das auch im sonnigen Italien an niemandem spurlos vorübergeht. Es gibt kein Tag, an dem man nicht an seine Schwester denkt und sich nicht fragt, ob er ihr hätte nicht doch helfen können. Unsere Gespräch hat mir wieder mal bewiesen, dass die Folgen eines suizides keine Kulturen und keine Länder Grenzen kennen, denn unsere Herzen Schmerzen immer auf dieselbe Art und Weise.Read more

  • 74. ToM Gruppenbaum

    December 7, 2024 in Germany ⋅ 🌧 6 °C

    Dieser Baum der Erinnerung wurde von der agus-gruppe in Wolfsburg für ihre Angehörigen, die durch Suizid ums Leben, kamen gepflanzt.
    Am Abend hatte ich auch dort die Möglichkeit vor den Gruppenmitgliedern meinen Vortrag, "die zehn Lektionen, die mich der Tod über das Leben lehrte" zu halten.

    An diesem Tag wurden ja zwei Bäume gepflanzt, den einen für Julia und eben dieser Baum hier und in beiden Fällen war uns das Wetter nicht wirklich gewogen.
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  • 70. Nationaler ToM Italiens

    July 19, 2024 in Italy ⋅ ☀️ 34 °C

    Dieser Baum der Erinnerung steht für alles suizidopfer Italiens. Emmanuel der Eigentümer des grundstückes ist im Internet auf mich aufmerksam geworden und fand die Idee von trees of memory. So toll, dass er direkt Kontakt mit mir aufgenommen hat, mich auf sein olivenlandgut einlud, um mir dort den Ort zur Verfügung zu stellen, der für einen Baum der Erinnerung Italiens gerade zu perfekt ist, weil er sich fast in der geographischen Mitte befindet und nahe der Hauptstadt Rom. Zu dem sind die apenninen und Olevano Romano unfassbar schöne Ecken! Es könnte gut sein dass ich dort vielleicht mal meinen lebensabend verbringen werde. Und das schönste an dieser Pflanzung war, dass ich es nicht nur mit Emmanuel zu tun hatte, sondern mit seiner gesamten Familie, die allesamt ganz große herzensmenschen sind. Ich bin sehr glücklich, dass daraus auch eine enge Freundschaft entstanden ist. Wir schreiben uns regelmäßig und haben uns jetzt auch schon öfters wieder gesehen. Ich freue mich auf das nächste Mal.Read more

  • 69. ToM für die Schüler

    April 24, 2024 in Slovenia ⋅ ☁️ 9 °C

    Dieser Baum der Erinnerung beweist, dass mein Projekt keine Grenzen kennt, denn der Schmerz nach einem Suizid ist in jedem Land und in jeder Kultur derselbe. Eine Lehrerin dieser Schule hatte mich 2023 in den Nachrichten gesehen und Kontakt mit mir aufgenommen. Sie kam nach Berlin, um mir ein wirklich großen Vorschlag zum unterbreiten. Ich sollte nach Slowenien kommen an der dortigen Schule einen Workshop zum Thema suizidprävention durchführen, einen Baum der Erinnerung Pflanzen auf dem schulgelände für die Schüler, die sie im Laufe der Jahrzehnte das Leben genommen haben und am Abend meinen Vortrag die zehn Lektionen, die mich der Tod über das Leben lehrte halten.
    Ich habe sofort mit großer Freude zugesagt, auch wenn der Weg dorthin ein wirklich langer ist, wenn man ihn mit dem Zug fahren muss. Aber das tolle war, dass an der Schule Erasmus Austausch Studenten da waren. Es waren Schüler aus Slowenien der Türkei, Ungarn und ich glaube, Polen anwesend. Damit konnte ich mein Anliegen und wichtige Informationen für die suizidprävention an junge Menschen in vier verschiedenen Ländern platzieren. Und ich hoffe und ich wünsche mir sehr, dass diese jungen Menschen, die sehr interessiert waren, auch etwas mitgenommen haben. Und neben diesem wahnsinnsprogramm, was die Menge angeht, war es auch ein unglaublich schönes miteinander mit dem gesamten lehrerkollegium, die mich dann noch auf ein großes Essen eingeladen haben. Wir hatten wirklich sehr, sehr viel Spaß und konnten einen kleinen Stein ins Wasser werfen, der hoffentlich weite Kreise zieht.
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  • 68. ToM für Luisa

    April 19, 2024 in Germany ⋅ 🌧 6 °C

    Dieser Baum der Erinnerung wurde nicht nur für Luisa gepflanzt, sondern für alle Suizidopfer, Waldsolms und des Bestattungshauses Bangel.

    Heute wurden gleichzeitig zwei Bäume der Erinnerung gepflanzt. Einen davon pflanzte Mario auf einem Klinikgelände in Thüringen. Für den anderen durfte ich die Zeremonie auf einem wunderschönen Gelände an der Grillhütte Griedelbach bei Hüttenberg halten.
    Die Begegnungen dort mit Luisas Mutter und allen anderen Beteiligten wirkte noch länger in mir nach und hat auch mich berührt.
    Heute sah ich nun die ersten Bilder in diesem Jahr von dem Bäumchen. Inzwischen hat das Bestattungshaus Bangel sogar eine Sitzbank gesponsert und aufgestellt. Und wieder fühle ich mich berührt. Von dieser Geste, die allen zugute kommt, die den Baum besuchen und dort ein wenig verweilen wollen.
    Irgendwie passend, genau an dem heutigen Karfreitag. An Ostern. Die Tage, die uns von Leid, von Auferstehung, von Hoffnung erzählen.

    Aus Leid, aus Schmerz heraus wieder den eigenen Weg finden können, mit der Akzeptanz des Geschehenen. Mit der Trauer an der Hand doch selbst wieder Hoffnung schöpfen können. Wieder verwurzeln können mit dem Leben, wachsen, auch wieder blühen und strahlen. Genau das sollen unsere Bäume der Erinnerung bewirken und zeigen. Wir sind noch hier... mit unseren Lieben immer im Herzen und in unseren Erinnerungen. Sie sind bei uns. Immer. Und wir sind hier. Im hier und jetzt. Egal wie trostlos und mühevoll es an manchen Tagen erscheint. Es werden immer wieder die sonnigen Tage auf uns warten, die Zuversicht, die Hoffnung und das Leben.

    Möge jeder, der dieses Bäumchen besucht und sich auf der Bank zum verweilen niederlässt, Ruhe in die eigenen Gedanken einkehren lassen. Ein bisschen Frieden spüren. Und Hoffnung. Und Leben.

    Friedliche Ostertage euch allen
    -Eure Iris-

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    EIN BAUM FÜR LUISA – STELLVERTRETEND FÜR ALLE, DIE NICHT BLEIBEN KONNTEN UND FÜR ALLE, DIE GEBLIEBEN SIND
    Von der ersten Idee und dem Wunsch bis zum tatsächlichen Termin, in der Nähe von Hüttenberg einen Baum der Erinnerung zu pflanzen hat es nun fast fünf Jahre gedauert.
    Wir wurden damals am 08.08.2019 eingeladen, um zum Memento Tag, als das Team von Bangel Bestattungen einen Tag der Offenen Tür durchführte, unseren Verein und das Projekt der Erinnerungsbäume den Besuchern vorzustellen. Bereits an diesem Tag gingen wir in die Planung, wurden so nach und nach Sponsoren gefunden, nahm alles ein wenig Gestalt an. Die Frage des Standortes jedoch blieb für längere Zeit unklar. Die Jahre der Pandemie ließen die weitere Planung erst einmal ins Stocken geraten. Und am 19.04.2024 war es endlich soweit: An einem wirklich wunderbaren Standort, erhoben auf einem Hügel mit herrlichem Blick in die Weite durfte die Zeremonie nun stattfinden. Bei der Grillhütte Griedelbach in der Nähe des Waldfriedhofs hat dieser Baum seinen Platz gefunden.
    Das Wetter hatte uns zwar einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht da es zwischendurch richtig heftig regnete, in der Grillhütte blieben wir zumindest während den Reden trocken.
    Herr Bangel fand gute, einleitende Worte, bevor Bürgermeister Bernd Heine seine Worte an die Anwesenden richtete.
    Wie wichtig es sei darüber zu reden, da das Thema Suizid noch immer tabuisiert wird. Auch, dass es in der Gemeinde und dem Kreis viel häufiger vorkomme als man überhaupt erfahre, da die Presse den Kodex einhalte und den Werther Effekt vermeidet und nicht über einen geschehenen Suizid berichte. Und doch: das Thema Suizid sei präsent. Umso mehr befürworte er die Baumpflanzung und auch das Gemeindegremium stimmte dem Vorhaben zu.
    Diese Sommerlinde steht für alle, die all die Hoffnung in ihrem Leben verloren und keinen anderen Ausweg mehr für sich selbst sahen. Dieser Baum steht für Luisa. Und für ihre Mutter, die durch den Tod ihres wunderbaren Mädchens in eine tiefe Lebenskrise und Sinnsuche geworfen wurde. Dieser Baum steht für alle Angehörigen und Freunde, die plötzlich ohne ihr Kind, ohne Partner oder Partnerin, ohne Vater oder Mutter, ohne Bruder oder Schwester, ohne den besten Freund oder die Freundin zurückblieben. Eine Sommerlinde, die für die Menschen schon sehr lange eine tiefe Bedeutung hat. Durch ihre zarten, hellgrünen Blätter gibt sie ein schönes, freundliches und friedvolles Bild in der Landschaft. Unter den Linden wurde sich früher getroffen, wurde getanzt und gelacht. Lindenbäume waren der Mittelpunkt des Ortes. Die Linde ist Symbol der Güte, der Gastfreundschaft und der Bescheidenheit.
    Mario Dieringer hatte am selben Tag eine Baumpflanzung am Hainich Klinikum in Mühlheim/Thüringen. Unverhofft gab es nun Terminüberschneidungen, die wir jedoch gut zu lösen wussten. Die erste Planung für den Baum für Luisa, stellvertretend für alle Suizidopfer, hatte ich selbst 2019 begonnen, bevor dann unsere fleißige Sonja voller Engagement mit dem Bestattungshaus im letzten Jahr weiter in den Feinschliff der Planung ging und vollendete.
    Ich bin dankbar, dass ich für Luisas Mama und alle anderen Suizid-Hinterbliebenen, dass ich für all die, die viel zu früh gingen, diese Zeremonie zur Pflanzung übernehmen durfte. Wir sind dankbar für die wunderbare Zusammenarbeit mit dem ganzen Team von Bangel Bestattungen, dem es eine Herzenssache war diesen Baum zu pflanzen. Wir sind dankbar für all die Sponsoren, ohne die diese Pflanzung nicht möglich gewesen wäre. Wir sind dankbar für das tolle Engagement der Gemeinde, die uns bei allem unterstützte und den Baum pflanzte. Und ebenso dankbar, dass Bürgermeister Herr Heine der Einladung folgte um an der Zeremonie teilzunehmen. Mein Dank geht an alle, die diese Pflanzung möglich machten. Die persönliche Begegnung mit den Beteiligten, mit den Hinterbliebenen, der Austausch davor und danach, es hat mich berührt.
    Und ich bin mir sicher, dass dieser Platz, an dem die Linde nun steht, perfekt gewählt ist. Wie friedvoll und weit der Blick von dort aus reicht, an Ort zum Verweilen. Zum liebevollen Erinnern und Kraft sowie Mut zu finden.
    - Eure Iris -
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  • 67. ToM Mutmacherbaum

    April 19, 2024 in Germany ⋅ 🌧 4 °C

    Auch dieser Mutmacherbaum steht auf dem Gelände einer Klinik - Der Klinik in Mühlhausen in Thüringen, die für ihre Psychotherapien bekannt ist. Das ganze Gelände ist wirklich wunderschön und hat einen großen historischen Wert und ich konnte einige Patienten sprechen, die sehr begeistert von den Behandlungen dort sind. Ich hoffe sehr, dass dieser Baum auch dem einen oder anderen den Mut gibt, bleiben zu wollen und die Möglichkeiten der modernen Therapieformen anzunehmen. Leider hat es bei der Pflanzung so sehr geregnet, das nicht wirklich Fotos gemacht werden konnten. Zuvor konnte ich den Vortrag "die zehn Lektionen, die mich der Tod über das Leben lehrte" vor vollbesetztem Haus halten. Bisher hatte ich noch nie mehr Publikum und es war eine tolle Erfahrung für mich, weil ich auch im Nachgang, viel positives Feedback für diesen Vortrag bekommen habe. Ich wünschte wirklich, ich würde öfters gebucht und könnte meine Erfahrungen und Denkansätze mehr unter die Menschen bringen und Betroffenen neue Türen öffnen.Read more