Angi

Joined December 2016
  • Day71

    Miami / Key West / Freeport

    December 31, 2018 in the United States ⋅ ⛅ 26 °C

    Hallo ihr Lieben ein letztes Mal aus Miami 😎

    Wir haben in den letzten Tagen eigentlich alles erlebt, was typisch für die USA ist. Gegessen haben wir sehr viel Pizza, Burger, Pommes und vor allem Erdnussbutter. Es gibt hier sogar Schokoriegel in denen Erdnussbutter drin ist. Ich werde das sehr vermissen. 🤤

    Unsere Wohnung lag oberhalb von Miami Beach und war in einem Wohnkomplex integriert. Nach hinten raus, lag sie an einem Kanal, wo wir abends grillen konnten und die Sonne genießen (4‘tes Bild). Absolut perfekt, vor allem weil wir uns so auch zum großen Teil selbstverpflegen konnten. 😊

    Miami gefällt mir wirklich sehr gut aber der Lifestyle hier, hat auch seinen Preis. Es ist nicht unüblich für 2 Bier mal eben 21$ zu bezahlen, was bei den schlechten Wechselkursen und hohen Gebühren hier, dann wirklich fast mit dem EURO gleichzusetzen ist. 😮 Die Skyline von Miami ist atemberaubend. Ich habe so etwas noch nie gesehen und ich denke sie haut mich so um, aufgrund des Wassers in dem sich die Hochhäuser abends alle spiegeln. Ich hätte gerne ein Bild hochgeladen aber mit dem Handy ist es einfach nicht möglich ein gescheites hinzubekommen. Aber ich kann euch sagen, es ist wirklich absolut unfassbar geil! 😍

    Wir haben uns für 2 Tage ein rotes Ford Mustang Cabrio geliehen. 🚘 Da der Wagen nicht wesentlich teurer war als ein normaler Mietwagen und wir beide nicht mit einem Citroën durch die Gegend eiern wollten, haben wir uns den Mustang gegönnt. ✌🏼

    Wir sind dann erstmal zu den Everglades aufgebrochen und mit einem Airboot durch die Gewässer geheizt und haben Krokodile, Vögel, Schildkröten und Schlangen gesehen. Die Airboots mit den zwei riesen Propellern hinten haben 440 PS! Der Fluss ist eher eine Wasserader, der nur wenige Zentimeter tief- und fast überall von Gas bewachsen ist. Die Everglades sind riesig, dort leben insgesamt über 1 Million Krokodile. Unser Guide hat uns erzählt, dass es strengstens verboten ist Krokodile zu füttern, da sie dann ihre Angst vor Menschen verlieren und immer wieder nach Futter betteln. Daher werden hohe Geldstrafen verhangen und bis zu 60 Tage Gefängnis! Die Krokodile im Naturpark der Everglades reagieren sogar auf ihre Namen, Wenn der Wärter sie ruft, laufen sie zu ihm rüber und bleiben dann ganz ruhig mit offenem Mund liegen, lassen sich von ihm anfassen, streicheln und füttern. 🙃

    Auf dem Rückweg haben wir dann bei Lock and Load Miami angehalten. Hier kann man sich aus gefühlt hunderten von Waffen ein Paket aussuchen und dann im Schießstand mit echten Waffen schießen. 😳 Ich wollte nur mit einem Revolver schießen aber es sind nur ganze Pakete mit mindestens 4 Schusswaffen möglich, daher habe ich verzichtet. Im Nachhinein war ich auch froh. Mir ging es wirklich so schlecht in diesem Schießstand. Die Guides sind alle schwer bewaffnet, da sie im Ernstfall, sobald jemand drinnen mit einer Waffe durch dreht, autorisiert sind, denjenigen zu erschießen. Ein Japaner hat sich die größte Waffe raus gesucht, ein Kal. 50 Scharfschützengewehr. Dort kostet ein einziger Schuss 50$, die Patronen sind so größer und länger als ein Mittelfinger. Dass hat so unfassbar laut geknallt. Ich hatte zwar einen Gehörschutz aber danach ist mir wirklich schlecht geworden. 🙈 Wenn man das ganze live erlebt und Waffen in den Händen hält, ist das echt was anderes. Jeder Schuss ist unglaublich laut, überall fliegen dann die Hülsen herum und mit was für einer Wucht jede Waffe/Gewehr etc. zurück schlägt, wird einem sonst nicht bewusst. Ich war nur froh als wir wieder draußen waren. 😳

    Das ist auch einer der Gründe warum ich mich bisher nicht sonderlich mit der USA anfreunden kann und mich das Land zu bereisen nicht besonders reizt. Der Waffenbesitz in jedem Haushalt gehört quasi zur Einrichtung dazu. Selbst Kinder waren überall in der Shooting Ranch an dem Abend. Pakete für Kinder zum schießen (auch mit 4 Waffen) gibt es ab 10 Jahren! 🤦🏽‍♀️ Sie laufen dort herum, nehmen die Waffen draußen (ungeladen natürlich) in die Hand, machen Fotos usw. Es wird ihnen bereits von klein auf der Umgang mit Waffen beigebracht! Surreal für jemanden wie mich, der noch nie damit in Berührung gekommen ist. Ben kennt das Schießen bereits aus seiner Zeit bei der Bundeswehr. Er hatte eine Shotgun (sowas wie eine Schrotflinte), ein Maschinengewehr AK47 aus Russland, eine Maschinenpistole und eine normale Pistole. Kostenpunkt 200$ aber ihm hat es total Spaß gemacht. 🤷🏽‍♀️

    Am nächsten Tag sind wir dann früh aufgebrochen und als erstes in ein typisches, amerikanisches Diner gefahren. Das Frühstück ist so kalorienreich. Ben hatte eine riesen Waffel mit Sirup und wie wir dachten einer Kugel Eis oben drauf. Nachdem er die Kugel Eis großzügig über die Waffel verteilt- und anschließend Sirup drüber gekippt hat, musste er beim ersten Bissen feststellen das es Butter war. BUTTER! Dazu gab es noch einen riesen Erdbeermilchshake für ihn und Eier mit Bacon. 😅 Ich bin bei Lachstoast und Eiern geblieben da ich nichts Süßes morgens wollte. Danach ging es dann bis nach Key West runter. Key West ist die letzte Insel der Keys am Golf von Mexiko. Hier ist quasi wirklich der Weg das Ziel. Die Florida Keys sind eine Kette aus über 200 Koralleninseln mit einer Gesamtlänge von über 290 Kilometern (180 Meilen). Sie liegen vor der Südspitze der Halbinsel Florida zwischen dem Golf von Mexiko und dem Atlantischen Ozean. Verbunden werden diese Inseln durch 42 Brücken auf dem Overseas Highway. Wir hatten den Tag super Wetter und sind dann mit offenem Dach den ganzen Tag quasi über den Ozean fahren. ☀️ Rechts und links Wasser und wir auf dem Highway, mitten im Ozean. Verrückt wenn man sich das vorstellt! Von Key West bis Kuba sind es nur noch 92 Meilen. Man kann quasi fast wieder rüber winken wenn man dort angekommen ist. 🙋🏽‍♀️ Ich hab den Standort als wir dort waren abfotografiert. Unten im Bild 6 könnt ihr das sehen, evtl. versteht das man das dann besser. 🤗

    Wir sind dort dann einige Stunden am Strand geblieben, haben gebummelt und waren mit Rückfahrt und Stau erst gegen Mitternacht Zuhause. Am nächsten Morgen hatten wir eine Tour zurück zu den Bahamas gebucht, damit wir noch mit den Schweinen schwimmen können. 4:30 Uhr ging der Wecker. Da quält man sich dann morgens raus, um dann festzustellen, dass uns niemand abholt. Sowas erwarte ich eigentlich in Thailand, wo die Tagestouren mit Vollverpflegung nicht viel kosten aber auf Miami, bei den Preisen bin ich echt sauer geworden. 👿 Nach ca. 1h warten sind wir zurück zur Wohnung und ich hab das Reisebüro angerufen und mir erstmal Luft gemacht. Dort hatte man uns ausversehen auf Sonntag eingebucht. Als Entschädigung gab es dann ein Upgrade in der Fast Ferry auf First Class (war aber eigentlich kein Unterschied, außer dass wir oben sitzen durften), freies WLAN und Donuts plus Kaffee habe ich uns noch raus diskutiert. 😄

    Samstag haben wir dann am Strand von Miami gelegen und sind anschließend durch ein paar Bars gezogen. Aber nur auf 2/3 Bier da es zu teuer ist und wir am nächsten Morgen auch wieder früh raus mussten.
    Dann ging es los von Miami aus nach Freeport zu den Bahamas zurück um endlich mit den Schweinchen zu schwimmen. Die Tour von hier aus, war sogar noch 20$ günstiger als auf den Bahamas selbst. Es ging für uns aber auch nicht zu dem Originalstrand mit den Schweinchen. Wir waren am Chrystal Beach und dort sind die Schweine auch eher Touristenattraktion und es gibt nur wenige. 🐷🐽 Um das Ganze aber zu erleben war es absolut ausreichend. Man kann auch mit ihnen schwimmen und sie streicheln und anfassen.

    Sie sehen so witzig aus, wenn sie mit ihren kleinen Beinchen im Wasser herum paddeln und dabei grunzen. Ich hab mich total gefreut die ganze Zeit und alle Schweinchen fleißig gefüttert. 🐷
    Den Rest des Tages haben wir mit Cocktails am Strand verbracht und sind dann um 18:30 Uhr wieder mit der Fast Ferry zurück nach Miami.

    Ich fand es wirklich schön, die Bahamas und Miami zu erleben aber ich habe schon weitaus schönere Strände gesehen und vor allem nicht so überlaufene Orte, für weitaus weniger Geld. Mir ist es das alles hier nicht wert, da ich weiß was ich dafür woanders alles erleben und machen kann. Außerdem fehlt mir auch ein Stück Kultur bei allem. Es ist cool und schick und hat einen gewissen Flair. Die Partys und Clubs sind riesig, zum Teil draußen mit Pools und bekannte DJs legen jeden Abend in Miami auf aber es ist auch nur der Name Miami Beach. Besonders viel bekommt man meiner Meinung nach für die Preise nicht. Der Strand ist sehr überfüllt und natürlich sind die Liegen überteuert. Und schön ist er auch nicht besonders. 🤷🏽‍♀️

    Trotzdem war es cool das alles erlebt zu haben aber meine nächsten Ziele werden auch zukünftig eher nicht in der USA liegen.
    Dafür gibt es schönere Orte auf der Welt, die ich erstmal bevorzuge.

    Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch, Gesundheit und Zufriedenheit im neuen Jahr. 🍀🍾🎊🎉🥳

    Lasst es krachen und kommt alle gut rein, wir sehen uns ja dann bald wieder.

    Angi
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day66

    Bahamas

    December 26, 2018 on the Bahamas ⋅ ☁️ 23 °C

    Ho Ho Ho - frohe Weihnachten euch allen. 🎅🏽
    Ich hoffe ihr genießt die Zeit mit gutem Essen und euren Lieben Zuhause. ❄️🎄☃️

    Wir sind mittlerweile in Miami angekommen und haben die Bahamas hinter uns gelassen. Ich muss echt sagen, dass ich die ersten Tage schwer schlucken musste bei den Preisen. 😳

    Aber es waren halt auch die Bahamas. Als wir im Flieger von Kuba saßen rüber nach Nassau, war das Bild dass sich von oben bot unbeschreiblich. Von jetzt auf gleich wechselte der Ozean plötzlich seine Farbe von dunkel- zu türkisblau und man
    wusste genau, jetzt ist es nicht mehr weit. 😍

    Dort angekommen waren wir erstmal für schlappe 70$ essen und zwar nur Burger mit Pommes. 😳 Aber da die Service und Tax dort mit knapp 30% nochmal on Top kommt, ist man sehr schnell, sehr viel Geld los. Nach über 2 Monaten Südamerika für mich wirklich hartes Brot. 🙈

    Am nächsten Tag haben wir uns dann in die Stadt aufgemacht um einige Touren zu buchen und uns zu erkundigen was man alles machen kann. Da hat Ben dann das ungeplante Backpackerleben schon sehr stark zu spüren bekommen. Wenn halt nichts sofort klappt, man sich dann verläuft und 2/3 h herum irrt in der Sonne, ohne irgendwas geregelt zu bekommen, kein Internet hat und einfach irgendwann auch keine Lust mehr. 😅🤦🏽‍♀️ Am späten Nachmittag, hatten wir dann einen groben Plan wo wir was buchen und was wir überhaupt unternehmen können/wollen.

    Mein dritter großer Wunsch auf dieser Reise waren eigentlich die Pig Islands (Big Major Cay) auf den Bahamas. Eigentlich der Grund, warum ich überhaupt hin bin und Jamaika ausgelassen habe. 😎
    Leider war das Wetter so stürmisch, dass der Wellengang zu stark ist und die Boote erst am 28.12. wieder zu den Inseln starten. Ich habe wirklich jeden Touranbieter, Tag für Tag gefragt. Keine Chance zu den schwimmenden Schweinen zu kommen. Jetzt checke ich in Miami die Möglichkeit noch dorthin zu kommen. Auf den Bahamas hätten wir zwar hin fliegen können aber der Preis war einfach fernab von Gut und Böse. 🤦🏽‍♀️

    Wir sind dann einen Tage zur gegenüberliegenden Insel, nach Paradise Island aufgebrochen. Dort stehen auch die bekannten Royal Towers des Atlantis Hotels. In diesem Komplex schlafen nur die ganz reichen und berühmten Menschen dieser Erde. 💁🏽‍♀️ Unser Bootsführer hat uns auch sämtliche Stars aufgezählt die dort schon übernachtet haben. Davor ist dann ein kleines, hochpoliertes Village fürs Shopping und zum Essen. Wir haben dort ein Eis für 20! Dollar gegessen. 😳🤦🏽‍♀️ Außerdem konnte man auch überall nur mit Kreditkarte bezahlen, Preise nirgendwo angeschlagen. Nach dem Eis wussten wir auch warum. Wir dachten 👉🏼 ach was können 2 Eis schon kosten?!? Naja man gönnt sich ja sonst nichts… 😅🤦🏽‍♀️

    Zu meinem Geburtstag am nächsten Tag sind wir dann zur Blue Lagoon Insel aufgebrochen und haben mit Stachelrochen geschnorchelt und durften sie auch streicheln und halten. Sie sind unten auf der weißen Seite wirklich glatt und weich wie Seide. Dort ist ja auch ihr Mund. Mit diesem können sie ohne Probleme den Panzer von Muscheln und Schnecken knacken und diese raussaugen. Der stärkste Mann der Welt, hätte nicht genug Kraft um eine Schnecke aus ihrem Haus zu ziehen. Diese Riesenschnecken sind ein kompletter Muskelstrang und verklebt mit ihrem Haus, daher ist das heraus ziehen für uns gar nicht möglich. Auf Ihrem Rücken haben Rochen kräftige, stachelartige Höcker. Sie fühlen sich an wie Stahl. Sind sau hart und spitz. Also ich möchte auf einen Stachelrochen wirklich nicht gerne drauftreten. Fotos habe ich leider keine, da diese wieder gesondert Geld gekostet hätten und ich das nicht eingesehen habe. 😅

    Am letzten Tag, sind wir dann erstmal in Richtung des Hafens bei uns in der Nähe. Nach knapp 2h Fußmarsch haben wir festgestellt, dass dieses komplette Gebiet privatisiert ist und es keine Chance gibt dorthin zu gelangen. Also sind wir umgekehrt und haben uns für den restlichen Tag einen Roller gemietet und sind über die Insel gedonnert. Das hat bei dem guten Wetter wirklich Spaß gemacht. Wir haben angehalten, wo wir gerne wollten, sind zum Leuchtturm und haben unsere kleine Unabhängigkeit genossen. Am letzten Abend sind wir zu unserem Strand am Love Beach und haben diesen beim Sonnenuntergang mit Bier und Pizza ausklingen lassen. ☀️

    So richtige Weihnachtsstimmung kommt für mich allerdings nicht wirklich auf und dass ich Geburtstag hatte, kommt mir auch nicht so vor. Es ist einfach zu warm und die Palmen etc. vermitteln keinen Eindruck von Weihnachten. Es läuft zwar jeder 2’te mit Weihnachtsmützen herum und wünscht uns Merry Christmas aber an mir geht es völlig vorbei. Bedeutet natürlich auch ☝🏼 ich bin nicht älter geworden. 🤪

    Wir genießen jetzt den letzten Stopp auf Miami in unserer kleinen Wohnung. Zwar nicht am Strand, dafür an einem Wasserkanal. Es ist süß und wir haben alles was wir brauchen und fühlen uns sehr wohl. Ich habe in Mendoza in Argentinien übrigens eine absolute Liebe zu trockenen Rotwein entwickelt. Wir genießen heute, trotz meiner Skepsis, einen australischen und hören Weihnachtslieder rauf und runter. 🎅🏽

    Ich melde mich in ein paar Tagen, mit den letzten Eindrücken aus Miami bevor es dann nach Hause geht. ❤️

    Genießt Weihnachten und die Feiertage weiterhin. Ich hoffe ihr habt alle ein paar Tage frei. 💞

    Bis bald Angi
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  • Day59

    Havana / Kuba

    December 19, 2018 in Cuba ⋅ ☀️ 26 °C

    Zeitreise

    Hallo mittlerweile von den Bahamas. 😅

    Leider konnte ich mich bisher nicht melden, da das Internet auf Kuba so grottenschlecht ist. 🤷🏽‍♀️ Es gibt dort sogenannte WLAN Parks. Morgens hat man die Möglichkeit an einem Kiosk für nicht gerade wenig Geld jeweils 1 Stunde Internet zu kaufen und dort im vorgegebenen Bereich zu nutzen. In diesen Bereichen stehen dann aber mal locker 60 Leute und man wird alle 3 Minuten aus dem Netz geschmissen. Es gibt auch kleinere Parks aber selbst dort wird es kein Stück besser. Nur ungefähr 5% der Kubaner haben Zugriff auf das Internet und die sogenannten öffentlichen Hotspots sind alles andere als erträglich. Recherchen legen sogar nahe, dass die Regierung alle Kurznachrichten, die mit den spanischen Wörtern für „Menschenrechte“, „Hungerstreik“ und „Demokratie“ verschickt werden, blockt. 😳

    In vielen Punkten ist Kuba auch heute noch eine Reise zurück in die Vergangenheit. Man sieht dort zwar auch bereits die großen Hotelketten aber auch eben vieles das noch im Aufbau liegt. Man spürt den sozialistisch geprägten Staat am Mangel der Waren und den elendig langen Schlangen überall. Die typischen bekannten alten und jetzt hochpolierten Autos auf Kuba, rühren auch aus einer Zeit, in der es keinen Import gab, keine Ersatzteile und alles was vor Ort war, wieder zurecht geflickt werden musste. Die neuen, bunten Fassaden der Häuser, mit denen heute um Kuba geworben wird, sind alles eher für den Tourismus gedacht - entsprechen aber nicht der Wahrheit. 🤔

    Die Regale in vielen Geschäften sind leer, die meisten Autos alte Schrottlauben. Die Touristenbusse sind modern, wohingegen die Kubaner mir oft mit 10-15 Leuten auf der Ladefläche eines Lastwagens entgegen gekommen sind.

    Trotzdem ist Kuba natürlich für uns als Touristen eine Reise wert. Wir haben die Zeit dort sehr genossen. Wir waren im House of the Cigars 🚬 und haben uns etwas über die Herstellung der Zigarren erklären lassen und diese natürlich auch gekauft und probiert. Dazu dann die vielen Rumsorten, die alle von einer super Qualität sind und an jeder Ecke zu erschwinglichen Preisen probiert werden können. 🥃 Bei dem sanften Klima in der Sonne schmecken Zigarren auch wirklich gut. Die Menschen auf Kuba sind alle sehr freundlich und hilfsbereit. Niemand hat dort Stress, zumindest kommt es einem so vor. Genau wie in Südamerika spürt man hier auch, das die Mentalität im Gegensatz zu unserer Deutschen eine andere ist. Dort denkt niemand darüber nach, was er nicht hat, sondern ist einfach mit dem zufrieden was er hat. Mir kommen die Menschen in den Gesprächen einfach immer glücklicher, gelassener und zufriedener vor. 💞

    Als ich die ersten Tagen noch alleine war, habe ich mir die Gegend etwas angesehen und bin dann an einem Café stehen geblieben und habe mich dann dort hin gesetzt und Kaffee plus Eis genossen. Ein Kubaner hat sich dann spontan zu mir gesetzt und mir über 1 Stunde alles was es über Kuba und sein Leben zu wissen gab erklärt. Er hat sich total gefreut, dass er Englisch reden kann. Beim Anstehen am Kiosk um eine Internetkarte zu kaufen, bin ich ebenfalls ins Gespräch gekommen und habe dort in einer halben Stunde auch einen wundervollen Schnack gehalten. Egal ob an der Kasse oder im Taxi oder beim Schlange stehen, die Menschen haben Lust ihre Geschichte zu erzählen oder allgemein ein wenig zu quatschen. Das hat mir wirklich sehr gefallen, gerade wenn man alleine ist. 😍

    Ben ist dann drei Tage später gelandet und wir sind in unserem Hotel eingecheckt. Die Lage und das Hotel waren einfach wirklich absolut super. Wir sind dann erstmal mit einem Oldtimer herum gefahren (leider kann man sie nicht selbst fahren, sondern wird gefahren) und haben hoch über den Dächern von Old Havanna leckeres Essen genossen. Ich habe dort so viel wirklich guten Fisch gegessen, mir kam es bei meiner Abreise fast aus den Ohren wieder raus. 😅🍤🥟🍣

    Da wir einen Tag länger geblieben sind, haben wir die letzte Nacht bei einer Einheimischen verbracht. Sie hat sich herzallerliebst um uns gekümmert und das Frühstück am nächsten Tag war auch total schön. Wir saßen in ihrem Garten und haben verschiedene Früchte probiert, Omelette gegessen und Kaffee genossen bevor es dann für uns zum Flughafen ging. 🤗

    Ich würde Kuba jedem wärmstens ans Herz legen. Die Musik, der Tanz, der Rum und die Zigarren haben etwas ganz besonderes und vermitteln einem selbst das Gefühl von los lassen und ruhiger werden. Einfach Urlaub und genießen. ❤️

    Wir schauen uns jetzt erstmal die Bahamas an und ich melde mich in ein paar Tagen wieder zurück. 🏖

    Euch allen ruhige und besinnliche Weihnachtstage mit euren Lieben Zuhause. ☃️❄️🎅🏽🎄

    Liebe Grüße,
    Angi
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  • Day51

    Ica / Paracas / Lima

    December 11, 2018 in Peru

    Guten Morgen an meinem letzten Tag in Südamerika,

    ich habe seit Cusco noch einen Abstecher in Ica und Paracas gemacht und bin jetzt in Lima. Mein Tempo habe ich deutlich herunter gefahren, da dies eingebaute und ungeplante Endstationen waren, die aber
    auch wieder einfach unglaublich sind. Man kann hier wirklich an jeden x beliebigen Ort fahren und findet immer wieder etwas, dass man vorher noch nie gesehen hat und unglaublich ist. 😳

    Von Ica aus habe ich einen Tagesausflug zur Halbinsel Paracas ins Naturschutzgebiet gebucht. Dort ging es dann zu den Balestas Inseln mit dem Boot. Man sagt hier, sie sind die Galapagos Insel für „Arme“ oder kleines Geld. Ich habe keinen Vergleich zum Original, daher kann ich das nicht bestätigen. 😅

    Tausende verschiedene Vogelarten, Pinguine und Seelöwen haben hier ihr unberührtes Zuhause. Die Inseln dürfen nicht betreten werden, allerdings fahren die Tourboote nah an die Inseln heran, so dass wir die Seelöwen direkt neben dem Boot sehen konnten. Auf dem Weg dorthin führt die Bootsfahrt vorbei am "Candelabro", einem riesigen, in den Sand geritzten Dreizack, der höchstwahrscheinlich zu den Linien von Nazca gehört, die nur ca. 1,5h entfernt von Paracas mit dem Flugzeug überflogen werden können. Es gibt über 1.500 dieser Scharrbilder mitten in der Wüste in Nazca und Palpa hier in Peru. Man kann dort auf einer Fläche von 500 km² schnurgerade, bis zu 20 km lange Linien, Dreiecke und trapezförmige Flächen sowie Figuren mit einer Größe von etwa zehn bis mehreren hundert Metern, z. B. Abbilder von Menschen, Affen, Vögeln und Walen sehen. 🤭

    Da ich bereits am Candelabro vorbei gefahren bin und der Flug sehr teuer ist, bin ich dort aber nicht hin. Bis heute sind die Linien noch ein Mysterium und nicht richtig geklärt. Forscher gehen aber davon aus, dass sie in Ritualen im Hinblick auf Wasser und Fruchtbarkeit entstanden sind. Die Entstehungszeit der ältesten Nazca Linien liegt bei 800 v. Chr. und 600 n. Chr. Unglaublich oder? Am Candelabro kam es mir wie einfache Linien im Sand/Felsrücken vor, ich konnte kaum glauben, dass diese Linien schon mehr als 2.000 Jahre dort sind. 😳

    Danach ging es in den weitläufigen Nationalpark Paracas. Wir machten unterwegs mehrere Stopps. Einmal um die Steilküste, das Meer und die Überreste der „La Catedral“ zu sehen, welche beim Erdbeben 2007 zerstört wurde. Geendet hat die Tour dann in einem kleinen Fischerdorf, indem wir dann noch etwas gegessen haben bevor es auf den Rückweg ging.

    Ich habe mich dann noch auf den Weg nach Huacachina gemacht. Das ist eine Oase, die mitten in der Wüste liegt. Man kann dort Sandboarding machen und Buggy Touren buchen mit denen man durch die Wüste donnert. Ich habe mich vom Busfahrer dort raus schmeißen lassen und keine Tour gebucht, da ich Sandboarding schon kannte. 🤗

    Dort war es so unglaublich schön. Ich konnte es kaum glauben. Mitten im Nichts eine Oase mit Wasser, drum herum nur Sand, Sand und noch mehr Sand. Auf dem letzten Bild, ganz oben auf der Düne könnt ihr kleine Punkte sehen, das sind Menschen.
    Ich hoffe das zeigt die Größenverhältnisse mal wieder ein wenig. Die Dünen sind bis zu 100 Meter hoch und gehören damit zu den größten des Landes. In dem kleinen Ort an der Oase leben nur ca. 100 Einwohner, die täglich von ca. 1.000 Touristen besucht werden. Das fällt vor Ort aber kaum auf, da sich diese in der Wüste tummeln und man hat unten an der Oase wirklich Ruhe und wenige Menschen.☀️🏝

    Die Oase mit etwa 25 mm Niederschlag im Jahr wird von einem unterirdischen Fluss aus den Anden gespeist, der mineralhaltiges Wasser mitführt, und sie so lange Zeit als Heilbad nutzbar machte. Wegen des durch den Tourismus gestiegenen Wasserverbrauches fiel der See 1988 trocken. Daraufhin wurden Rohrleitungen verlegt, über die zusätzliches Wasser aus Ica zugeführt wird. Ich habe dort bei einem großen Eisbecher den Anblick genossen und bin dann später mit dem Taxi zurück zum Hostel.

    Am nächsten Tag ging es dann nach Lima mit dem Bus. Ich habe Lima allerdings aktuell nur zur Entspannung genutzt. Bisher konnte sogar die Tour, bei denen ich mit Seelöwen schwimmen kann, mich nicht reizen. 😅 Ich bin in den vielen Outlets shoppen gewesen und war beim Friseur, was allerdings nicht die beste Idee war, da mir meine Haare jetzt viel zu hell sind und die Blondierung es auch ganz schön in sich hatte. 🤦🏽‍♀️
    Evtl. mache ich mich heute Abend zum Abschluss noch zur Wasershow in Lima auf. Bisher bin ich aber wirklich einfach platt von den vielen Eindrücken, Touren und der Geschwindigkeit.

    Ich habe auch dieses Mal nicht alles geschafft, der Amazonas ist mir wieder verwehrt geblieben und Kolumbien musste ich auch streichen. Aber das sind genug Gründe um zurück zu kommen. 💪🏼
    Kuba und die Bahamas waren aber auch fest in meiner Planung und ich bin so froh, dass ich ab Samstag endlich mein eigenes Zimmer habe und mich niemand mehr aus dem Schlaf reist, da er/sie spät anreist, früh abreist oder auf Touren muss oder vom Feiern kommt. Dann fängt der Urlaub an und das Reisen endet. Etwas mehr Zeit an jedem Ort, endlich Strand und das Meer, lesen, lange schlafen juhuuu. ❤️

    Ihr hört von mir mit den nächsten Eindrücken aus Kuba. 😎

    Bis dahin euch erstmal eine schöne Vorweihnachtszeit mit hoffentlich nicht allzu viel Stress. ☃️❄️✨

    Liebe Grüße,
    Angi
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  • Day44

    Machu Picchu

    December 4, 2018 in Peru

    Und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo noch eine Treppe her… 🤦🏽‍♀️

    Hallöle mittlerweile wieder aus Cusco,

    ich bin von meinem Machu Picchu Trip gestern Abend zurück gekehrt und dann nur noch ins Bett gefallen. Da der Rainbow Mountain so gut geklappt hat, habe ich mich entscheiden die Treppen zum MaPi zu nehmen. 💪🏼

    2.000 rauf und 2.000 runter plus die Treppen innerhalb der Stadt. Ich weiß nicht wieiviele tausende Stufen ich gestern gelaufen bin. Wenn man alles an einem Tag macht, landet man laut Google bei 8.760 Stufen aber ich habe den Machu Picchu Berg ausgelassen. Zu hoch und keine Absicherung auf den Treppen, da ist leider meine persönliche Grenze mit der Höhe immer erreicht. 🥺

    Ich hatte den Abend vorher im Hostel 3 Deutsche kennen gelernt. 2 Jungs, mit denen bin ich dann auch zum MaPi und ein Mädel, die bereits oben war. Wir haben dann noch einige Pisco Sour getrunken und im Zimmer habe ich dann noch über eine Stunde mit 2 Kolumbianerinnen
    geredet, da ich unbedingt noch nach Kolumbien will – irgendwann. Das Ende vom Lied war, dass ich nach zwölf im Bett war und der Wecker um 3:30 Uhr ging. 😅

    Fit war ich leider wirklich nicht. Aber wenn es lustig ist, schafft man den Absprung auch schlecht. Ich war hier auch sehr wenig unterwegs abends mit Leuten, da ich dauernd nur Touren buche um so viel wie möglich mit zu nehmen. 😅 Ich muss aber sagen, dass das Alleine reisen mir mittlerweile besser gefällt.

    Ich entscheide wirklich alles komplett selbst und völlig frei, wann und wie und in welchem Tempo. Niemand beeinflusst mich egal in welche Richtung. Zudem lerne ich wirklich deutlich mehr Leute kennen. Man lernt eh viele kennen aber alleine ist das nochmal was anderes. 🤗 Man entwickelt irgendwie auch mehr Ehrgeiz bestimmte Dinge zu schaffen, für sich selbst. Keine Ahnung warum. 🤷🏽‍♀️

    Ich habe mich entschieden, die teurere Variante zum MaPi zu wählen und mit dem Zug zu fahren. 🚂 Die Tour mit dem Bus hätte von Cusco 7h gedauert bis Hydroelectrica. Ab da muss man dann 3h an den Bahnschienen entlang laufen, bis man in Aguas Calientes ankommt.
    Das wäre grundsätzlich kein Problem gewesen, aber die letzte Stunde mit dem Bus geht über eine schmale Schotterstraße die an einem Abgrund entlang führt, an der es bereits viele Erdrutsche gab und
    viele „Baustellen“ sind. Die Fahrzeuge hier sind weder vom Alter, noch von der Bereifung die zuverlässigsten. Ich habe schon 3 Reifenpannen und eine Motorpanne miterlebt. 🤷🏽‍♀️
    Habe mir einige Videos der Straße angesehen und 2 Nächte darüber geschlafen, ob ich wirklich so viel mehr für den Zug bezahle. Die Deathroad in La Paz habe ich bewusst ausgelassen, da ich es mir nicht zugetraut habe, die gefährlichste Straße der Welt 60 km mit dem Fahrrad zu machen. Ich fahre ewig kein Fahrrad mehr und wenn mir jemand entgegen kommt, gilt Linksverkehr. Das ist überall auf den Straßen die am Abgrund vorbeiführen der Fall. Bedeutet 👉🏼 ich hätte mit dem Radl am Abgrund entlang fahren müssen, um einschätzen zu können wie weit ich rüber kann. Das war mir dort schon zu heikel also wollte ich es hier auch nicht mit dem Bus erleben. 😳

    Wenn ihr die Deathroad bei Google sucht, wisst ihr was ich meine. ☝🏼

    Ein deutsches Paar hat mir am Rainbowmountain auch bestätigt, das der Zug die beste Wahl war. Die Beiden haben keine Höhenangst wie ich und selbst sie haben das Rückticket mit dem Bus verfallen lassen und sind mit dem Zug zurück.

    Die Zugfahrt war dafür aber auch wirklich wunderschön. Der Zug ist an den Seiten und oben mit Glasscheiben ausgestattet und man kann die Landschaft und die Flüsse die ganze Fahrt über sehen und dabei gemütlich einen Pisco trinken. 😊 Ich hatte eine ältere Frau aus Michigan neben mir, deren Kinder jetzt erwachsen sind und die sich dann für den Verkauf von Haus und Auto entschieden hat, um zu reisen. Ich höre hier jeden Tag so viele interessante Geschichten von Menschen die ich treffe, ich kann sie euch nicht alle runter schreiben. 😅

    Oben angekommen um 6 Uhr in der Früh, war ich klitschnass, weil es leicht genieselt hat die ganze Zeit und die Treppen sau anstrengend waren. Dann mussten wir bis ca. 9 Uhr warten, da wir wirklich gar nichts sehen konnten. 😳
    Es war so nebelig und diesig, die Sicht ging über keine 10 Meter hinaus. Und dann plötzlich riss der Himmel nach und nach auf und die alte Inkastadt kam zum Vorschein, die beiden Berge - der Machu Picchu und der Huayna Picchu - alles lichtete sich langsam im Nebel. Das war abgefahren! 😳😍 Ich wusste ja, dass alles dort oben sehr weitläufig ist aber so riesig hatte ich es mir nicht vorgestellt. Von der Stadt gingen noch verschiedene Trails ab, wir sind zur Inkabrücke aufgebrochen ca. 1-1,5h. Ich hab es aber nicht bis dorthin geschafft mit meiner Höhenangst. Wir sind dort auch schmale Wege an 500-800 Meter tiefen Abgründen entlang gelaufen und als keine Mauer mehr neben uns war, habe ich aufgegeben. Evtl. kann man das auf dem dritten Bild etwas erkennen und einschätzen. Aber wenigstens habe ich es versucht. 😊

    Die Inkastadt wurde im 15’ten Jahrhundert erbaut und Schätzungen zufolge konnten in ihrer Hochzeit bis zu 1.000 Menschen dort oben leben. 80% der Stadt ist heute noch im Originalzustand und nur 20 % restauriert. Die Stadt ist wirklich super gut erhalten, keine Ruinen 👉🏼 das sind richtige Häuser. 🏠 Eine riesen Sonnenuhr, Tempel, kleine Wasserbecken und Brunnen kann man sehen. Ein ausgeklügeltes Wasserversorgungs- und Abwassersystem innerhalb der Stadt und auf den Terrassen auf denen früher Quinoa, Cocapflanzen usw. angebaut wurden, alles ist noch vorhanden.
    Der Machu Picchu ist eines der sieben neuen Weltwunder. Und mit der Christus-Staue in Rio de Janeiro habe ich damit dieses Jahr schon zwei der sieben neuen Weltwunder gesehen. Und drei weitere habe ich bereits auf meine Liste in naher Zukunft gesetzt. 😅

    Die Stadt Machu Picchu wurde nicht als Festung erbaut, hat unser Guide erklärt. Da die Schutzmauern fehlen, geht man davon aus. Sie wurde innerhalb von 90 Jahren, zwischen 1450 und 1540, auf einem Berg in den Anden in 2.430 Metern Höhe von den Inkas gebaut. Wenn man dort heute steht, in dieser wirklich riesigen Stadt, ist das einfach nicht vorstellbar!
    Über die Geschichte der Inkas wird bis heute spekuliert, wozu die Stadt gedient hat. Einige behaupten sie sollte der finale Rückzugsort der Inkas sein, hoch oben in den Anden, vor den spanischen Eroberern. Andere behaupten das sich dort ein Aclla Huasi ein „Haus der auserwählten Frauen“ befunden hat, da man deutlich mehr weibliche Skelette als männliche gefunden hat. Es gibt auch noch andere Theorien aber niemand kann es am Ende wirklich sagen.

    Es ist auf jedenfall einen Besuch und die Strapazen wert. Man kann allerdings auch gemütlich mit dem Bus rauf und muss nicht die Treppen nehmen. 😅🤷🏽‍♀️

    Für mich geht es jetzt in der letzten Woche in Südamerkia erstmal Richtung Ica und von dort über Lima nach Kuba. 🌴🥰☀️

    Ich melde mich in ein paar Tagen mit den letzten Eindrücken aus diesem wundervollen Land. 😍

    Angi
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  • Day42

    Rainbow Mountain / Humantay Lake

    December 2, 2018 in Peru

    Dreams can come true… ❤️

    Hallöle,

    ich bin jetzt seit ca. 4 Tagen in Cusco und habe in der Zwischenzeit die ersten beiden Touren hinter mich gebracht.

    Am Freitag ging es für mich zum Humantay Lake. Dieser sollte als erstes Herantasten an mein Highlight – den Rainbow Mountain – dienen. 🌈
    Wir sind um 4:00 Uhr in der Nacht los und dann von ca. 3.800 auf 4.250 aufgestiegen. Ich habe mich auf dem Weg wirklich oft gefragt, warum ich diesen scheiß überhaupt mache 👉🏼 freiwillig. 🤦🏽‍♀️

    Die Höhe macht mir zwar nichts aus, außer ein kurzes Schwindelgefühl und drohende Kopfschmerzen, die ich dann direkt mit Musik auf den Ohren vergessen und überladen habe, keine Probleme. Aber die Luft ist einfach nur dünn. 😯

    Oben angekommen, war dann gleich wieder alles vergessen. Der See schimmert in den schönsten grün/blau Tönen und im Hintergrund sieht man die riesigen Berge, von denen der geschmolzene Schnee in einem Wasserfall nach unten donnert. Unser Guide hat uns dann alle versammelt und auf seiner Panflöte ein paar alte Inkalieder vorgespielt. In dieser Zeit sollten wir alle die Augen schließen und nur auf das Rauschen des Wasserfalls und die Musik achten. Das war sehr bewegend und hat jeden innerlich mit gerissen oder aufgewühlt. 😯

    Danach ging es dann wieder runter und anschließend gab es ein gemeinsames Mittagessen. Auf dem Rückweg hatten wir dann gleich zwei Platten und sind mit 2h Verspätung im Hostel angekommen.
    Ich bin dann nach der Dusche nur noch ins Bett gefallen. Eigentlich schade, denn das Hostel bietet wirklich jeden Abend Programm. Egal ob Tennis Fußball Turniere, Beerpong, Karaoke, Piratenparty usw. es ist immer was anderes los. Hier steht auch das bolivianische Spiel „Sapo“ (wahrscheinlich ist es eher ein Südamerikanisches?) was ich bereits aus Sucre kenne. Der Unterschied ist nur, das dieses Spiel (also der Grill mit dem Frosch drauf) über drei Etagen geht und der Coin somit ganz andere Punktzahlen erreichen kann. Schon eher Profiniveau also. 😅

    Den Samstag habe ich dann nochmal genutzt um alle meine Kräfte zu sammeln für den heutigen Aufstieg zum Rainbow.
    Ich habe gefühlt 5 Liter Coca Tee getrunken und morgens im Bus, fleißig mit allen anderen Coca Blätter zerkaut. Um 3:00 Uhr heute Morgen ging es los. Respekt und Angst haben mich durchgehend begleitet.
    Nach einem gemeinsamen Frühstück sind wir dann gestartet auf. ca. 4.400 / 4.500 Metern. Mir blieb nach 15 Schritten schon die Luft weg. Aber so ging es einfach allen. 🤷🏽‍♀️

    Ohrstöpsel hatte ich wieder dabei, also erstmal direkt Musik auf die Ohren. 🎧🎼 Habe mich also von den Deutschen aus meinem Bus verabschiedet, da ich eh nicht reden kann, während so einem Aufstieg. Es war anstrengend, ja - aber bei Weitem nicht so schlimm, wie ich gedacht habe. Meinen Laufrhythmus hatte ich schnell gefunden und war dann tatsächlich die Erste (außer alle meiner Gruppe die ein Pferd genommen haben, die waren natürlich vor mir da). Während meines Aufstieges habe ich noch die Letzten aus der Gruppe vor uns überholt und war 20 Minuten vor meiner Gruppe oben. Nicht weil ich die schnellste sein wollte, sondern weil es einfach mein Tempo heute war. 🤗 Die Deutschen haben mich im Bus nur noch „die Rakete“ genannt. 😅🚀

    Habe einen guten Tag heute erwischt. 😅☝🏼

    Ich war so fixiert darauf, den letzten Berg zu schaffen, da ich dachte dahinter sehe ich endlich die bunten Rainbow Montanis, dass ich gar nicht gemerkt habe, dass sie bereits hinter mir waren. 😅🤦🏽‍♀️

    Oben angekommen habe ich mich dann umgedreht und konnte mein Glück kaum fassen. 🌈😍

    Da dieser Tag heute eines der wichtigsten Punkte auf meiner Reise darstellt, war ich einfach nur völlig überwältigt. Oben haben die Menschen um mich herum geschrieben, gejubelt und applaudiert, weil jeder einfach nur glücklich war, dass er/sie es geschafft hat. Wir hatten Glück und es lag kein Schnee auf den Bergen. Der Himmel war zwar bewölkt aber das ist das kleinere Übel.

    Allerdings waren es um die 0 Grad dort oben in 5.100 Metern, der Wind war eisig und meine Handschuhe haben null geholfen. Ich bin nach 15 Minuten wieder abgestiegen, da mir so kalt war und habe mir weiter unten erstmal einen Kaffee geholt und Alpakas gestreichelt. Unser Tourguide hat mir dann gesagt, dass ich gerne noch in den Red Valley kann, da ich noch einiges an Zeit hatte und so habe ich das auch noch gleich mit genommen. ✌🏼 Auf dem Weg herunter, zog sehr dichter Nebel auf und es sind mir noch so unglaublich viele Wanderer entgegen gekommen. Das hat mir wirklich leidgetan und ich war froh, dass wir um 3:00 Uhr aufgebrochen sind, auch wenn das Aufstehen in Mehrbettzimmern nervt. Man will A niemand wecken und B kommen viele nachts ins Zimmer gestürmt oder stehen ständig auf, sodass man eh nie durchschläft. 🥴

    Danach ging es wieder zu einem gemeinsamen Mittagessen und unser Guide hat uns erklärt, woher die Farben des Berges kommen.
    Diese sind durch verschiedene Mineralien wie Eisenoxid, Magnesium, Kupfer über Millionen von Jahren entstanden. Berge dieser Art findet man nur noch in Argentinien (dort aber wohl einseitig) und in China. Laut unserem Guide ist der Rainbow aber natürlich der schönste. 😅

    Ich muss den Tag jetzt erstmal in Ruhe verarbeiten. Mir ist heute so viel durch den Kopf geschossen als ich oben angekommen bin. Ich hätte zwar ein Sauerstoffzelt gebraucht und war gefühlt kurz vor dem weg kippen aber wenn man sich dann umdreht und sieht sein Ziel direkt vor Augen, ist das nicht in Worte zu fassen. Man ist einfach nur glücklich, platt und begreift was es alles gibt, außerhalb seiner Komfortzone und auf der Welt. 🌎

    Da ich morgen auch früh raus muss und zum Machu Picchu aufbreche, werde ich zeitig ins Bett gehen. Ihr hört dann in ein paar Tagen wieder von mir. 🙋🏽‍♀️

    Ich hoffe ihr hattet alle heute einen schönen 1. Advent. ⭐️ Die Vorweihnachtszeit fehlt mir hier wirklich sehr. ❄️☃️🎄

    Liebe Grüße, haltet die Ohren steif und bis die Tage.
    Angi
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  • Day37

    La Paz / Titicacasee / Isla de Sol

    November 27, 2018 in Bolivia ⋅ ⛅ 10 °C

    Hallo ihr Lieben noch vom Titicacasee 🤗

    Ich habe mich in den letzten Tagen von La Paz, Richtung Titicaca aufgemacht und verbringe jetzt meine letzten Stunden in Bolivien.

    La Paz ist ein riesige Stadt, so groß das der Großteil des Verkehrs über die Mi Teleferico abgedeckt wird. Das Seilbahnnetz La Paz besteht derzeit aus acht Seilbahnlinien und soll das größte urbane Seilbahnnetz der Welt sein. Die Gondelbahnen verbinden die Stadt La Paz mit der Stadt El Alto, in der sich auch der Flughafen El Alto befindet. Aufgrund der ungünstigen Lage gibt es nur wenige breite Hauptstraßen zwischen beiden Städten, was oftmals Staus und somit eine lange Fahrtzeit nach El Alto zur Folge hat. Das Ganze ist von Österreichern und Schweizern konstruiert worden, weshalb ich mit den beiden Schweizern dann gleich eine Stadtrundfahrt unternommen habe. Das ist mir allerdings gar nicht gut bekommen, da ich Höhe wirklich absolut nicht verkrafte… 🤦🏽‍♀️

    Anschließend wollten wir das südamerikanische Championsleague Finale im Hostel schauen, da es hier ein großes Ereignis ist aber das Spiel wurde aufgrund zu großer Unruhen abgesagt. Die Scheiben vom Bus der gegnerischen Mannschaft wurden mit Steinen eingeschlagen und es gab viele Verletzte, daher wurde dann abends nachdem das Spiel schon 3h nach hinten geschoben wurde, die komplette Absage erteilt. 😳

    Die Schweizer haben mich dann in ein Restaurant mit genommen von einem Dänen der in Frankreich und anderen Ländern unter Spitzenköchen gelernt hat. Er hat auch ein Restaurant in Dänemark das Noma heißt, 2 Michelin Sterne hat und in La Paz das Gusto gemeinsam mit einem weiteren Partner - soweit ich weiß. Es ist gehobene und sehr teuere Küche aber das Restaurant engagiert sich hier auch für einige soziale Projekte. So günstig wie hier (trotzdem wirklich immer noch sehr teuer) bekommt man es in Dänemark natürlich nicht. Die Schweizer Charlie und Walle hatten dann 18 Gänge und ich 10. 🥭🥑🥦 🥕
    Es war geschmacklich- wie auch optisch absolute Spitzenklasse aber so schnell werde ich so teuer nicht mehr essen gehen. 😅

    Am nächsten Tag ging es dann zum Titicacasee. Der Titicacasee ist der größte Süßwassersee Südamerikas. Er befindet sich auf der Altiplano-Hochebene in den Anden; der westliche Teil des Sees gehört zu Peru, der östliche Teil zu Bolivien. Auf schwimmenden Binseninseln wohnen und leben die Nachfahren der Uros (der „Seemenschen“). Im Titicacasee befinden sich zahlreiche bewohnte Inseln, z. B. die zu Bolivien gehörende Sonneninsel (Geburtsstätte des Inka-Reiches). Der Ort Copacabana – auf der gleichnamigen bolivianischen Halbinsel gelegen – ist ein bekannter Wallfahrtsort der Bolivianer.

    Nachdem unser Bus und wir über See gebracht wurden, kam ich endlich in Copacabana an und habe in mein Hostel eingecheckt. Es ist ein veganes Hostel. Vieles wird selbst angebaut und man bekommt wirklich nichts vom Tier. Sie versorgen sich jetzt schon nach 2 Jahren zu 35% selbst und steigern sich jedes Jahr. Auch die Milch für den Kaffee besteht aus 🤔 ich würde sagen Hafer? Hier arbeiten mehrere Volunteers für Essen und Unterkunft und pflegen den Garten, ernten, bauen neue Kanäle oder machen Holz etc. Es ist sehr familiär und sehr schön, leider aber auch sehr kalt nachts und morgens. Die Duschen sind abenteuerlich, es gibt eine Anleitung wie alles funktioniert und dann ist man angehalten, nicht länger als 10 Minuten zu duschen. Es gibt hier sogar ein winziges Pony das im Garten frei herum läuft. 🐴

    Ich mag das Essen hier wirklich gerne. Der Ketchup, die Früchte und Shakes, selbstgemachte Pizza und Burger mit Falaffelbratling. Da ich Fisch eher mag als Fleisch, fehlt es mir nicht. Vegan ist zwar auch für mich eine Spur zu heftig aber jeder soll so leben wie er möchte. 🌱 Gestern bin ich dann bei Regen zu einer Tour aufgebrochen und war erstmal gar nicht motiviert. Wir haben die Isla de la Luna und die Isla de Sol, was übersetzt Mond- und Sonneninsel bedeutet, besichtigt.🌕☀️

    Während der 1940er Jahre fungierte die Isla de la Luna als Boliviens wichtigstes Gefängnis bzw. Konzentrationslager. Des Weiteren findet man hier noch Überreste einiger Inkas Stätten. Die Isla de la Luna spielt genau wie die gegenüberliegende Isla del Sol eine große Rolle bei den Geschichten über die Gründung des Inkareiches. Der Sage nach erschuf der Sonnengott Inti den ersten Herrscher der Inka aus dem Titicacasee, dieser betrat an der Isla del Sol zusammen mit seiner Gemahlin zum ersten Mal das Land. Die Isla de la Luna stellt das Gegenstück zur Sonneninsel dar und wurde auch nach den Gestirnen benannt, die im See dargestellt werden. Passend zur Sonneninsel musste es somit auch eine Mondinsel, die Isla de la Luna geben. Über die genaue Bedeutung der kleinen Isla de la Luna im bolivianischen Hochland werden viele besondere Geschichten erzählt, eine gewisse magische Atmosphäre ist daher an Land genauso vorhanden wie auf der naheliegenden Sonneninsel. 👉🏼 Den Text habe ich euch mal direkt so kopiert, da ich nicht alles herunter scheiben wollte. 🙈

    Die Isla de Sol bietet einen wunderbaren Blick über den Titicacasee von ganz oben. Man merkt die knapp 4.000 Meter natürlich bei jedem Schritt, dafür ist der Kaffee ganz oben gleich doppelt so lecker.☕️ Ich habe mich dann 1,5h oben ausgeruht und die Einheimischen beim Ernten von Gemüse und Umtreiben der Esel beobachtet, bevor es wieder runter und zurück zur Copacabana ging.

    Jetzt geht’s im Nachtbus weiter nach Peru und da habe ich mir die nächste Woche einiges vorgenommen. 💪🏼

    Liebe Grüße und bis bald. 🙋🏽‍♀️

    Angi
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  • Day28

    Sucre / Spanischschule

    November 18, 2018 in Bolivia ⋅ 🌧 14 °C

    Hallo aus dem Nachtbus von Sucre nach La Paz 🙋🏽‍♀️

    Ich habe jetzt erstmal 12h reinen Spaß vor mir 😅 Aber ich spare eine Übernachtung 🤷🏽‍♀️

    Ich bin Sonntagabend in Sucre angekommen und habe am Montag direkt mit Spanischunterricht begonnen. Es ist wirklich schön, mal eine Woche Routine zu haben. Jeden Morgen aufstehen, frühstücken, arbeiten und lernen und dann ab Mittags bis Abends in die Schule. Nicht dauernd wieder packen, einen Bus oder Flug erwischen und wieder einchecken usw...

    Am ersten Tag habe ich gleich ein Lieblingscafé gefunden, in das ich mich ab und zu mal eine Stunde verkrümelt habe. Meine Unterkunft war wirklich riesig, hatte ein so ausgewogenes Frühstück, mit tausenden Früchten, Joghurts, Cerealien und und und 😍

    Totaler Luxus. 😍 Aber auch immer voller Leute und laut. 🙈

    Ich habe dann auf der walking Tour am 2‘ten Tag, gleich zwei Schweizer, eine Österreicherin, eine Argentinierin und unseren Guide einen echten Bolivianer kennen gelernt. Wir waren eine super Truppe und haben jeden Abend etwas gemeinsam unternommen.

    Die Schweizer haben ihren Flug umgebucht und wir sind zufällig ab morgen in La Paz wieder im gleichen Hostel. 🤗

    Die Schule war wirklich sehr anstrengend. Spanisch haut einen einfach total von den Socken. Die Sprache ist mit unserer nicht zu vergleichen und da ich alles auf englisch erklärt bekommen habe, war es für mich oft sehr kompliziert. Mein Kopf übersetzt dann die Fragen erst von ENG nach DE und dann denke ich über das Wort in spanisch nach. 🤦🏽‍♀️

    Verrückt und sehr viel für eine Woche. Versuche einfach viele Vokabeln zu lernen und in meinem Umfeld zu schauen, ob ich ein wenig zuordnen oder verstehen kann. 🙈

    Sucre liegt hoch in den Anden, im Herzen Boliviens, und gehört zu einer der schönsten Städte des Landes. Das Stadtbild ist von weißen Häusern, erholsamen Parks, engen malerischen Gassen und vielen religiösen Bauten aus den Zeiten der spanischen Kolonialherrschaft bestimmt. Wegen der vielen weißen Häuserfassaden wird Sucre auch „die weiße Stadt“ genannt. Seit 1991 gehört die Altstadt von Sucre außerdem zum UNESCO-Weltkulturerbe.

    Francis unser Guide hat uns die schönsten Parks und Aussichtspunkte der Stadt gezeigt, uns auf genau den Glockenturm hoch gebracht, der auf dem 100‘er Schein von Bolivien abgebildet ist, den Eifelturm von Sucre präsentiert und uns abends in echte bolivianische Kneipen gebracht. Wir sind quasi einfach durch sowas wie eine Gartentür gegangen, die zu einem Hinterhof führte, in denen noch die Wäsche der Anwohner hing und plötzlich saßen dort in einem Raum 15-20
    Bolivianer, es hab eine Jukebox und Bier. 🍻

    Dort haben wir dann stundenlang „Sapo“ gespielt. Es ist ein Trinkspiel bei den Bolivianern (ich glaube es heißt so)? Man hat so etwas wie einen alten Grill auf dem ein Frosch ist und drum herum Löcher mit verschiedenen Zahlen. Dort wirft man dann Coins rein und wer die wenigsten Punkte hat, trinkt. Ganz simple aber es hat uns Stunden voller Spaß gebracht. 😅

    Die anderen Abende waren wir bei Tanzshows oder haben selbst bei Salsa Kursen mal rein geschaut. Abends nach der Schule haben wir auf den einheimischen Märkten frische und unbekannte Früchte und Gewürze probiert. Halt einfach die Kultur und das Essen genossen. 🤗

    La Paz ist die höchste Stadt Boliviens bis zu 4.100 Meter. 😳 Ich wollte eigentlich von dort in den Amazonas starten, schaffe es dieses Mal aber zeitlich wieder nicht. In Brasilien sollte es auch nicht sein. 🤷🏽‍♀️ Aber das ist ein Grund zurück zu kommen. 😍 Versuche in den nächsten Tagen den Titicacasee von hier zu organisieren und melde mich dann mit neuen Eindrücken zurück.

    Liebe Grüße und haltet die Ohren steif 🙋🏽‍♀️

    Angi
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  • Day27

    Salar de Uyuni

    November 17, 2018 in Bolivia

    Herzenswünsche…

    Hallöchen nach Deutschland,

    ich habe jetzt 3 Tage Salar de Uyuni – die Salzwüste - hinter mir und bin absolut sprachlos. 😮

    Meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen und ich bin einfach nur immer wieder begeistert, wie schön und wunderbar dieses ganze Land ist. 🥰

    Gestartet sind wir am Donnerstagmorgen, eigentlich um 7:00 Uhr. Daher stand mein Wecker auf 6:45 Uhr. Im Normalfall reicht das und die Guides sind eigentlich eh zu spät. Donnerstag waren sie bereits um 6:40 Uhr da. Meine Zimmernachbarn haben mich dann geweckt und 10 Minuten später stand ich völlig abgehetzt draußen.

    Danach ging es über die Grenze nach Bolivien und plötzlich wurde es einigen schlecht. Klar dachte ich und schaute auf meine Höhenapp 👉🏼 4.300 Meter! Ich hatte mir wirklich viele Gedanken über die Höhenkrankheit gemacht und auch sämtliche Backpacker ausgefragt, daher wusste ich, entweder geht’s mir total schlecht oder ich habe Kopfschmerzen und bin schnell aus der Puste, weil die Luft dünn ist. Da es mir gut ging, war ich also erstmal beruhigt. 🤓

    So blieb es dann auch, obwohl wir bis auf 4.900 Meter hoch sind und in 4.500 Meter übernachtet haben. Am nächsten Morgen hatte ich etwas Druck im Kopf, als ich meine Schuhe zugebunden habe und nach 100 Metern laufen, hatte ich Atemnot. 🥵

    Die Landschaft und die Tiere entschädigen das allerdings sofort und man vergisst die Anstrengungen. 🦙🗻

    Nach der Grenze wurde der Bus auf Geländewagen aufgeteilt, je 6 Personen in einem Fahrzeug. Ich hatte 3 Spanier aus Bilbao in den 60’gern und ein brasilianisches Pärchen aus Rio in meinem Auto. Die beiden konnten etwas Englisch und haben mir dann geholfen, wenn ich Fragen hatte.

    Ansonsten habe ich die drei Tage ohne Netz und ohne reden auch sehr genossen. Ich habe fast nie Zeit mal ein Buch zu lesen, da ich dauernd bis spät abends unterwegs bin und dann noch dusche, einkaufe, koche, Leute kennenlerne oder was mit denen unternehme, die ich bereits kenne. Da ich auch noch einiges vor habe, bleibt mein Zeitplan straff und ich kann und will es mir nicht leisten auch nur einen Tag zu verlieren. Freizeitstress ich weiß ☝🏼 aber ich fliege ja auch nicht umsonst soweit.

    Den ersten Tag sind wir zu verschiedenen Lagunen und Seen gefahren, haben nochmal Geysire gesehen, waren in warmen Quellen schwimmen und waren an der Laguna Colorada. Der See ist pink und in ihm sind hunderte Flamingos. Davor grasen Guanakos, Lamas, Alpakas und Vikunjas. Die Farben alle zusammen pink, grün, blau, weiß (Salz). Ich kann das nicht in Worte fassen. Und die Ausmaße des Ganzen sind auch auf Fotos nicht wirklich festzuhalten. Bei den Geysiren war ich das zweite Mal völlig perplex. So stelle ich mir andere Planeten vor. Es roch stark nach Schwefel und die heiße Flüssigkeit war Silber. Wenn ich es nicht selbst gesehen hätte, würde ich denken die Bilder sind nicht echt.

    Danach ging es in unser erstes Hostel und wir haben noch gemeinsam Abend gegessen und uns mit Händen und Füßen verständigt. 🙈🙉🙊

    Der zweite Tag fing um 7:00 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück an und danach sind wir direkt durchgestartet. Wir haben uns verschiedene Felsformationen angesehen und wieder unglaublich viele einheimische Tiere gesehen, die an Seen grasen. Wir sind Felsen hochgeklettert und haben von oben alles in Ruhe beobachtet. Dann sind wir noch in einen Canyon gefahren. Da Höhe aber nicht ganz meins ist, bin ich nicht bis an die Grenze gegangen um Fotos zu machen. In Arequipa gibt es den Colca Canyon, der soll 2-mal so groß sein wie der in den USA – aber da ich für Höhe nicht gemacht bin, sind das Dinge die ich ausgrenze. 🤷🏽‍♀️

    Abends sind wir dann in unserem Salzhostel angekommen. Ich hatte ein Zimmer ganz für mich allein mit eigener Dusche. Die Wände sind wirklich aus Salz, die Luft ist dadurch auch sau trocken und das einatmen beim Schlafen fühlte sich wirklich seltsam an. Unsere Stimmen waren am nächsten Morgen – als es um 4:00 Uhr los ging – auch allesamt angeschlagen.

    Und dann bei beginnendem Sonnenaufgang, war ich endlich am Ziel. Einer meiner Herzenswünsche war die Salzwüste. Und da stand ich nun. Was in diesen Momenten alles über mich einbricht, kann ich nicht beschreiben. Es gibt Orte die sind so unbeschreiblich. Einziger Wehmutstropfen – es ist absolute Trockenzeit, bedeutet die Salzwüste ist trocken. Wenn sie nass ist, dann wirkt die Oberfläche wie ein überdimensionaler Spiegel und man sieht den Himmel auf dem Boden. Wenn ihr Salar de Uyuni googlet, werdet ihr auf diese Bilder stoßen. Ich wusste das vorher, hatte aber gehofft unser Guide würde einige feuchte Stellen kennen zu denen er uns für ein paar Bolivianos fährt. Es wäre für mich auch kein Grund gewesen die komplette Regenzeit hier mit zu nehmen. Aber ich werde irgendwann dorthin zurück kehren, da ich den wortwörtlichen Himmel auf Erden live sehen will. ❤️ 10.000 Quadratkilometer damit ist sie die größte und höchste Salzwüste der Welt!

    Ich habe so viele Bilder gemacht mir fällt es unglaublich schwer die richtigen auszuwählen und werde euch noch mehr zeigen, wenn ich Zuhause bin. 😍

    Als wir gegen frühen Nachmittag dann in Uyuni angekommen sind, gab es das erste Mal wieder Wlan. Ich habe mich dann entschieden eine Nacht zu bleiben und etwas vor Ort zu buchen. Meine Haut war so trocken, ich wollte nur duschen. Die restliche Gruppe hat die Rücktour zur Atacama Wüste gebucht, sodass wir uns in Uyuni alle herzlich verabschiedet haben. Im Hostel angekommen, musste ich erstmal eine halbe Stunde auf das Zimmer warten, dann habe ich meine komplette Wäsche abgegeben und mir eben was kurzes übergeschmissen und bin in die Stadt. Dort angekommen habe ich mir eine neue Simkarte besorgt, da meine private bereits nach 3 Wochen aufgebraucht war und ich diese in Bolivien nicht aufladen kann.

    Danach habe ich die Busstation gesucht und mir ein Ticket nach Sucre besorgt. Im Hostel angekommen die Buchungen für die nächsten Tage vorgenommen, endlich geduscht und nun sitze ich am Blog und sortiere Bilder.

    Liebe Grüße und bis bald aus Sucre!

    Angi
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  • Day24

    San Pedro de Atacama

    November 14, 2018 in Chile

    Liebe Grüße aus der trockensten Wüste der Welt – Die Atacama Wüste! 😳

    Meine Tage waren vollgepackt und ich bin aktuell etwas angeschlagen schlapp und nicht ganz auf der Höhe.
    Meine Kreditkarte ist schon wieder gesperrt und die Neue kommt zu mir nach Hause – super. 🤦🏽‍♀️

    Aber ich rege mich darüber nicht mehr auf. Habe von anderen Backpackern genug Hilfe und Bargeld bekommen und morgen geht es dann endlich nach Bolivien.
    Da wird es dan kostengünstiger und das absolute Highlight meiner Reise steht an – Salar de Uyuni. ❤️

    Darüber bekommt ihr dann in 3-4 Tagen einen eigenen Blogeintrag.

    Ich hatte sehr viel Glück mit meinem Hostel, als ich ankam, waren ca. 14 Deutsche hier und wir haben uns alle super verstanden.
    Leider sind die meisten am nächsten Tag weiter nach Bolivien aber ein paar sind noch geblieben.

    Wir haben dann am ersten Tag eine Tour zu den El Tatio Geysire unternommen.
    Ich werde zwar auf dem Weg nach Uyuni auch noch welche sehen, aber mir wurde dringend geraten die Höhe erstmal auszutesten, da ich in Bolivien sehr schnell, sehr hoch sein werde und auch bleibe. Also ging es auf 4.300 Meter Höhe, erstmal die dünne Luft schnuppern. 🙋🏽‍♀️
    Das Geysirfeld El Tatio ist das drittgrößte weltweit und befindet sich auf knapp über 4.300 Meter Höhe. Wir sind um 5 Uhr los und waren dann beim Sonnenaufgang dort.
    Der Anblick der aufsteigenden Rauchsäulen ist spektakulär. Es braust und zischt, manche Geysire spucken kochendes Wasser in die kalte Morgenluft. Einige Wasserfontänen erreichen manchmal mehr als 10 Meter Höhe! Man muss aber auch höllisch aufpassen, es sind schon Leute gestorben weil sie nicht aufgepasst und in das 80 Grad heiße Wasser gefallen sind.

    Danach ging es für uns in eine heiße Quelle. Da braucht man ganz schön Cojones (Eier 😜) um bei Minusgraden alles auszuziehen und da im Bikini rein zu springen.
    Außer das mir nach dem Frühstück sehr flau im Magen war, habe ich die Höhe aber gut vertragen, was mich zuversichtlich stimmt, dass ich die nächsten Wochen in Bolivien und Peru zurecht kommen werde.

    Da wir Mittags zurück waren, wollten wir dann noch direkt eine andere Tour machen. Leider wurde das aufgrund des Theaters mit meiner Kreditkarte dann nichts mehr.
    Aber wir haben uns Fahrräder ausgeliehen und sind in die Wüste gefahren um dort Sandboarding zu probieren. Wir also Lili und ich sind dann mit dem Board auf dem Rücken los geradelt.

    Das war am Ende die beste Entscheidung. Mit dem Fahrrad durch die Wüste ist eine super geile Erfahrung und hat sehr viel Spaß gemacht. In der Stadt war ich die Hauptattraktion mit dem Board auf dem Rücken, da alle uns ausgewichen sind und sogar Fotos geschossen haben. 😂

    Lili ist geübte Ski- und Snowboardfahrerin und hat mich dann eingewiesen und dann ging es los. Absoluter wahnsinn die Dünen runter zu schießen. Erst hatte ich total Angst, vor allem als ich plötzlich super schnell wurde, aber ich habe mich dann einfach auf den Hintern fallen lassen und danach war die Angst weg. 😍

    Abends sind wir dann mit einem deutschen Pärchen aus unserem Zimmer und noch einem Mädel aus Zypern zu einer Astrotour in die Wüste aufgebrochen.
    Man kann dort die Sterne natürlich besonders gut sehen und es gab ein ca. 2 Meter hohes Teleskop durch das wir die Krater auf dem Mond ohne Probleme erkennen konnten. 😳
    Uns wurde erklärt wie groß Sterne im Vergleich zur Erde sind und das man nur der Meinung ist, das sie so klein sind, aufgrund der Entfernung.
    Im Gegensatz zu ihnen ist die Sonne aber wirklich ein Witz. Da sie aber viel näher an uns dran ist, meinen wir das sie riesig ist. Wir haben uns Galaxien angesehen, die in der Vergangenheit liegen, da Licht lange braucht, bis es bei uns sichtbar wird. Für meinen Kopf ist das unvorstellbar, wenn ich in den Himmel sehe und mir jemand sagt, das dieses Licht in der Vergangenheit liegt. 🤔

    Werde mich Zuhause definitiv nochmal mit dem Thema beschäftigen um es für mich einfach besser greifen zu können. Auf Englisch war auch vieles nicht so verständlich, daher kann ich euch auch nicht im Detail erklären, was uns dort alles erklärt wurde. 😂🤦🏽‍♀️

    Wir durften dann später noch Fotos von uns machen, mit einer Spezialkamera und dem Hyperlaserpointer, mit denen uns die Guides die Sterne gezeigt haben, die wir anschließend durch das Teleskop sehen durften. ✨ Leider sind die Bilder noch nicht online, daher zeige ich sie später mal.

    Heute habe ich mich nur ausgeruht und versucht zu schlafen. Werde auch früh ins Bett gehen, damit ich morgen fit für die Höhe und mein Highlight bin. ❤️
    Der Empfang wird wohl nicht berauschend sein, daher hört ihr in ein paar Tagen wieder von mir.

    Liebe Grüße und bis bald,
    Angi ✌🏼
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