Joined December 2016
  • Day20

    Cancun / Chichen Itza

    August 24, 2019 in Mexico ⋅ ⛅ 30 °C

    Viva la México 💃🏽

    Ein letztes Hallöle aus Mexiko 🇲🇽

    Wir haben die letzten Tage sehr viel entspannt und das Hotel, den Strand, die Sonne und gutes Essen genossen. ☀️🏝

    Wir haben natürlich auch eines der neuen 7 Weltwunder, die Mayaruinen in Chichen Itza besucht. 😍 Mit einer Fläche von 1547 Hektar ist sie einer der ausgedehntesten Fundorte in Yucatán. Hauptattraktion ist die noch sehr gut erhaltene Kukulcán Pyramide. Diese wurde Kukulkan geweiht, dem damaligen Gott. Sie besitzt in jeder Himmelsrichtung eine Treppe mit jeweils 91 Stufen und wenn man die oberste Plattform mit dazu zählt, ergeben sich genau 365, die Anzahl der Tage eines Jahres. Die Astronomen der Maja konnten diese damals schon genau berechnen. Im direkten Umkreis befinden sich Ruinen der Häuser der Oberschicht. Desweiteren findet man dort Tempel zu Ehren der Krieger, dass Stadion (Ballspielplatz) eine unterirdische See Zenote usw.

    Es wird angenommen, dass die ersten Mayas im Jahre 500 das Gebiet besiedelt haben. Verlassen wurde Chichen Itza um die 1400, warum weiß bis heute niemand wirklich.

    Für mich war es, wie bei den Bauten der Inkas bereits, unglaublich eindrucksvoll wie das alles damals schon so entstehen konnte. 😳

    Vorab waren wir noch in der Cenote Suytun in Valladolid. Cenoten sind natürliche Gruben, die aus Einstürzen der Kalksteindecken entstehen und dann das Grundwasser darunter freigeben. Man findet diese unterirdischen Höhlensysteme überall in Mexiko. Durch die Sonneneinstrahlung wirkt das Wasser kristallklar. Das Wort Cenote stammt von den Mayas uns bedeutet „heilige Quelle“.
    Die Mayas glaubten das ihr Regengott Chaac in den Cenoten lebt. Und um diesen nicht zu verärgern, wurden damals Rituale auch mit Menschenopfergaben durchgeführt. Wir dürften bei so einem Tanzritual in der Cenote dabei sein, allerdings ohne Opfergabe natürlich!

    Die anderen Tage haben wir dann nur noch Cancun selbst angeschaut, waren bummeln und gut essen. Einen Tag sind wir mit dem Jetski los. Das war auch wirklich super witzig aber ich hatte auch Angst. Bei so hohen Geschwindigkeiten ist das Wasser wie Beton und man schlägt ganz schön hart nach einer Welle auf. 😳🌊

    Einen letzten Gruß aus Cancun und bis bald. 🙋🏽‍♀️
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  • Day12

    Guatemala / Antigua

    August 16, 2019 in Guatemala ⋅ ⛅ 19 °C

    Hallo aus Antigua in Guatemala 🙋🏽‍♀️

    Unsere Woche in Antigua neigt sich dem Ende zu und wir haben einiges erlebt.

    Wir starteten mit einem Hike zum Pacaya Vulkan. Er ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Guatemala hat 33 Vulkane und davon 3 dauerhaft aktive. Die Wanderung war anstrengend aber kein Vergleich zu meinem Vulkanerlebnis auf Bali. Dieses Mal hat es sich allerdings richtig gelohnt. Ich habe noch nie aktive Lava gesehen! Das ist ein wirklich unfassbares Naturschauspiel. 😍

    Ganz oben spuckt und brodelt die Vulkanspitze und weiter unten sieht man überall die heiße Lava und Steinbrocken, die sich immer wieder lösen.

    Wir haben Marshmellows an einem der heißen Steine an Stöcken gegrillt und anschließend bin ich auf dem weichen, steinigen Untergrund dreimal hin gefallen. Meine Beine sind jetzt komplett offen aber es heilt schon wieder ganz gut. 😅

    2010 war der letzte große Ausbruch des Pacaya. Seitdem spuckt er bis zu 100 mal täglich! Damals wurde auch der Flughafen in Guatemala gesperrt. Wir sind dann zum Sonnenuntergang wieder abgestiegen. Ich hätte gerne auch eine Nacht dort verbracht um die Lava im dunkeln zu sehen aber man kann nicht alles mit machen, wenn die Zeit begrenzt ist. 🤗

    Die nächsten Tage sind wir viel durch die Stadt gelaufen und haben uns einen guten Eindruck der Sehenswürdigkeiten von Antigua gemacht. Wir waren mittags auf einer Farm, die alles selbst anbaut und haben dort wirklich richtig lecker gegessen. Haben uns die Kirchen und den Cerro de la Cruz angesehen. Das ist ein höher gelegener Aussichtspunkt von dort kann man die ganze Stadt und den Agua Vulkan sehen. Bild Nr. 6. 👍🏼 Abends sind wir dann über einen Markt geschlendert und haben typisches guatemaltekisches Essen probiert. 😍

    Am nächsten Tag sind wir zu einer Kaffeeplantage aufgebrochen. Dort wird nur Arabica Kaffee produziert für die großen und bekannten Marken wie Starbucks, Lavazaa etc. Erntezeit ist von Oktober bis März. Dann sind die Früchte an den Kaffeesträuchern rot und können weiter verarbeitet werden. Der Kaffeeanbau gehört in Guatemala im Bereich der Agrarwirtschaft zu den wichtigsten Wirtschaftssektoren. Gut 270.000 Hektar werden hier für den Anbau genutzt. Aufgrund der aktiven Vulkane ist der Boden sehr nährstoffreich und fruchtbar und verleiht dem Kaffee hier seine besondere Note. Gepflückt werden die Früchte hauptsächlich von Hand und trocknen dann anschließend in einem Trommeltrockner und der ganz gute Kaffee in der Sonne. ☀️

    Wir durften am Ende natürlich probieren und empfanden den Kaffee als sehr mild und lecker. Seitdem wir die Arbeit und das Herzblut der Kaffeeanbauer mit erlebt haben, trinken wir unseren Kaffee nur noch schwarz um den Geschmack des einzelnen Kaffees überhaupt beurteilen zu können. Ich werde zwar immer noch gerne Cappuccino genießen aber vorrangig trinke ich in Zukunft Bohnenkaffee schwarz. 🤗

    Den letzten Tag ging es für uns dann nach Panajachel zum Lago de Atitlán. Die Fahrt dorthin dauert ca 2,5h und kostet zwischen 8-10€. Ich weiß nicht wie sich das lohnt aber es scheint zu funktionieren. Der Atitlan See ist der zweitgrößte in Guatemala und ist von drei Vulkanen umgeben. Dort angekommen wollten uns sämtliche Touranbieter mit dem Boot auf die andere Seite bringen, da dort reger Handel für Zigaretten, Alkohol und Textilwaren herrscht. Wir hatten aber nicht soviel Zeit dort und sind deshalb im Ort geblieben. Hier war allerdings auch nicht wirklich was los. Wir waren fast die einzigen Touristen und haben daher die Zeit mit ein paar Bier und Mensch Ärgere Dich nicht verbracht. Solche Tage gehören aber auch dazu. 😅🤷🏽‍♀️

    Ich habe Guatemala als bunt, abwechslungsreich und sehr freundlich empfunden und mich zu keiner Zeit unwohl gefühlt. Die Menschen lächeln einen an und sind interessiert daran, woher man kommt und ob uns Guatemala gefällt. ❣️

    Es gibt hier noch soviel zu sehen und entdecken aber alles auf einmal geht leider nicht. 🤷🏽‍♀️

    Daher werde ich irgendwann zurück kehren und den Rest dieses tollen Landes erleben. 🙋🏽‍♀️

    Liebe Grüße und bis bald.
    Angi
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  • Day1

    La Tigra Rainforest Lodge

    August 5, 2019 in Costa Rica ⋅ ⛅ 26 °C

    Hallo nach Deutschland,

    es ist zwar nur eine kurze Reise aber den Blog möchte ich trotzdem weiterführen. 🤗

    Wir sind jetzt seit ein paar Tagen im Regenwald und haben schon einiges erlebt. Die ersten Bilder sind aus unserer Lodge. Wir sind mitten im Regenwald und können von hier aus mehrere Trails gehen, auf denen wir verschiedene Pflanzen und Tiere sehen können. Bisher haben wir Schlangen in den Bäumen und auf dem Boden gesehen (eine hat sich so erschrocken, dass sie den ganzen Abgrund im Regenwald ohne Halt runter geschossen ist), Gürteltiere (sie laufen morgens durchs Camp), Affen (aber nicht im La Tigra), Faultiere in den Bäumen hängend, Schmetterlinge so groß wie meine ganze Hand und strahlend blau und unter anderem auch der Pfeilgiftfrosch. Dieser ist ganz klein und leuchtend rot mit blauen Füßen. Leider hatten wir ein paar Startschwierigkeiten, da wir nicht wussten, dass man von hier aus keine Touren starten kann, sondern 40 Minuten Fahrtzeit entfernt. Also haben wir uns dann von zwei Deutschen aus der Lodge in die nächste Stadt mit nehmen lassen und dort einen sehr teuren Allradwagen gebucht. Ohne diesen würden wir unsere Dschungellodge nicht erreichen. 🤷🏽‍♀️

    Mittwoch sind wir dann zum Zip Lining in den Regenwald nach La Fortuna gefahren. Das war allerdings mit meiner Höhenangst eine echte Qual für mich. Wir sind teilweise in mehreren Hundert Metern Höhe durch den Regenwald an einem Stahlseil gerast. 😳 Nach dem zweiten Seil wollte ich abbrechen, was nicht ging, da wir mitten im Dschungel waren und ich nicht alleine zurück konnte. Den Rest habe ich dann mit dem Guide zusammen gemacht. 🙈

    Anschließend haben wir noch einen Maleika Stamm besucht und uns über die Kultur der Ureinwohner aufklären lassen. Den Rest des Tages konnten wir in Thermalquellen verbringen. Es hat so feste geregnet, dass wir fast nur im Whirlpool drinnen saßen. 😅 Es regnet sehr oft und dann auch stark, verzieht sich eigentlich aber auch relativ schnell wieder. Am Mittwoch allerdings nicht.

    Gestern sind wir dann zum Celeste River aufgebrochen. Dieser zeichnet sich durch seine markante Türkisfärbung aus. Der Celeste River grenzt auch an mehrere heiße Quellen und hat einen großen Wasserfall. Weiter vorne treffen der Rio Acido (Sour River) und der Rio Buenavista aufeinander. Beide Flüsse sind vorher relativ klar, beinhalten aber unterschiedliche Mineralstoffe. Im Sour River gibt es Schwefelsulfate und der Rio Buenavista führt Aluminiumgerüststoffe mit sich. Wenn diese 2 Stoffe aufeinander treffen entsteht eine chemische Reaktion, an dieser Stelle sieht man eine weiße schaumige Linie. Dahinter färbt sich der gesamte Rio Celeste blau. (Den Text habe ich so kopiert, da ich die Erklärung nicht runter schreiben wollte 😅). Ihr könnt das auf dem vierten Bild am besten erkennen.

    Total faszinierend. Schwimmen darf man dort allerdings nicht, da es stellenweise 80 Grad warm ist laut unserem Guide. 🙈

    Den letzten Tag haben wir dann mit dem pflanzen von mehreren, verschiedenen Regenwaldbäumen verbracht und waren auf einer Kakaoplantage. Ich habe auch einen eigenen Baum mit Koordinaten hier gepflanzt und werde hoffentlich in 15 Jahren zurück kehren und nach ihm sehen. 😍🌳 Der Erlös aus dem pflanzen der Bäume fließt in das Naturschutzprojekt von La Tigra zur Erhaltung der Tier- und Pflanzenwelt. Angefangen hat das Projekt mit 4ha Grünfläche vor 15 Jahren. Mittlerweile steht dort die Lodge. Wahnsinn wie schnell die Bäume hier wachsen. 😳 Vor 3 Jahren hat La Tigra mit Unterstützung aus Deutschland weitere 23ha Land gekauft und pflanzt dort verschiedene Baumarten an. Es kommen immer mehr Tierarten in den Regenwald zurück. Anfangs hatten sie zum Beispiel 4 verschiedene Froscharten, jetzt sind es 26! Die Lodge schafft Arbeitsplätze für 20 Familien und Recyclingstationen einen Ort weiter. Sie bauen Schulen und versuchen Menschen aus ärmeren Verhältnissen auszubilden und zu unterstützen. Es gibt über das Projekt soviel zu erzählen aber das sprengt hier den Rahmen. Fakt ist: Ich werde definitiv wieder zurück kehren und mir die Entwicklung in einigen Jahren dort ansehen. ❣️🥰

    Auf der Kakaoplantage haben wir alles über den Anbau und die Verarbeitung von Kakao gelernt und diesen direkt aus der Frucht probiert. Deutschland liegt auf Platz 3 der weltweiten Kakaoimporte vor den USA. Das kommt daher, dass bei uns der Kakaoanteil in den Speisen höher ist und wir nicht soviel überzuckerten Mist essen, im Vergleich pro Kopf zu anderen, größeren Ländern. 🌍

    Morgen gehts weiter nach Guatemala und ich freue mich sehr auf die nächsten, spannenden Erlebnisse. 😍

    Bis bald,
    Angi
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  • Day71

    Miami / Key West / Freeport

    December 31, 2018 in the United States ⋅ ⛅ 26 °C

    Hallo ihr Lieben ein letztes Mal aus Miami 😎

    Wir haben in den letzten Tagen eigentlich alles erlebt, was typisch für die USA ist. Gegessen haben wir sehr viel Pizza, Burger, Pommes und vor allem Erdnussbutter. Es gibt hier sogar Schokoriegel in denen Erdnussbutter drin ist. Ich werde das sehr vermissen. 🤤

    Unsere Wohnung lag oberhalb von Miami Beach und war in einem Wohnkomplex integriert. Nach hinten raus, lag sie an einem Kanal, wo wir abends grillen konnten und die Sonne genießen (4‘tes Bild). Absolut perfekt, vor allem weil wir uns so auch zum großen Teil selbstverpflegen konnten. 😊

    Miami gefällt mir wirklich sehr gut aber der Lifestyle hier, hat auch seinen Preis. Es ist nicht unüblich für 2 Bier mal eben 21$ zu bezahlen, was bei den schlechten Wechselkursen und hohen Gebühren hier, dann wirklich fast mit dem EURO gleichzusetzen ist. 😮 Die Skyline von Miami ist atemberaubend. Ich habe so etwas noch nie gesehen und ich denke sie haut mich so um, aufgrund des Wassers in dem sich die Hochhäuser abends alle spiegeln. Ich hätte gerne ein Bild hochgeladen aber mit dem Handy ist es einfach nicht möglich ein gescheites hinzubekommen. Aber ich kann euch sagen, es ist wirklich absolut unfassbar geil! 😍

    Wir haben uns für 2 Tage ein rotes Ford Mustang Cabrio geliehen. 🚘 Da der Wagen nicht wesentlich teurer war als ein normaler Mietwagen und wir beide nicht mit einem Citroën durch die Gegend eiern wollten, haben wir uns den Mustang gegönnt. ✌🏼

    Wir sind dann erstmal zu den Everglades aufgebrochen und mit einem Airboot durch die Gewässer geheizt und haben Krokodile, Vögel, Schildkröten und Schlangen gesehen. Die Airboots mit den zwei riesen Propellern hinten haben 440 PS! Der Fluss ist eher eine Wasserader, der nur wenige Zentimeter tief- und fast überall von Gas bewachsen ist. Die Everglades sind riesig, dort leben insgesamt über 1 Million Krokodile. Unser Guide hat uns erzählt, dass es strengstens verboten ist Krokodile zu füttern, da sie dann ihre Angst vor Menschen verlieren und immer wieder nach Futter betteln. Daher werden hohe Geldstrafen verhangen und bis zu 60 Tage Gefängnis! Die Krokodile im Naturpark der Everglades reagieren sogar auf ihre Namen, Wenn der Wärter sie ruft, laufen sie zu ihm rüber und bleiben dann ganz ruhig mit offenem Mund liegen, lassen sich von ihm anfassen, streicheln und füttern. 🙃

    Auf dem Rückweg haben wir dann bei Lock and Load Miami angehalten. Hier kann man sich aus gefühlt hunderten von Waffen ein Paket aussuchen und dann im Schießstand mit echten Waffen schießen. 😳 Ich wollte nur mit einem Revolver schießen aber es sind nur ganze Pakete mit mindestens 4 Schusswaffen möglich, daher habe ich verzichtet. Im Nachhinein war ich auch froh. Mir ging es wirklich so schlecht in diesem Schießstand. Die Guides sind alle schwer bewaffnet, da sie im Ernstfall, sobald jemand drinnen mit einer Waffe durch dreht, autorisiert sind, denjenigen zu erschießen. Ein Japaner hat sich die größte Waffe raus gesucht, ein Kal. 50 Scharfschützengewehr. Dort kostet ein einziger Schuss 50$, die Patronen sind so größer und länger als ein Mittelfinger. Dass hat so unfassbar laut geknallt. Ich hatte zwar einen Gehörschutz aber danach ist mir wirklich schlecht geworden. 🙈 Wenn man das ganze live erlebt und Waffen in den Händen hält, ist das echt was anderes. Jeder Schuss ist unglaublich laut, überall fliegen dann die Hülsen herum und mit was für einer Wucht jede Waffe/Gewehr etc. zurück schlägt, wird einem sonst nicht bewusst. Ich war nur froh als wir wieder draußen waren. 😳

    Das ist auch einer der Gründe warum ich mich bisher nicht sonderlich mit der USA anfreunden kann und mich das Land zu bereisen nicht besonders reizt. Der Waffenbesitz in jedem Haushalt gehört quasi zur Einrichtung dazu. Selbst Kinder waren überall in der Shooting Ranch an dem Abend. Pakete für Kinder zum schießen (auch mit 4 Waffen) gibt es ab 10 Jahren! 🤦🏽‍♀️ Sie laufen dort herum, nehmen die Waffen draußen (ungeladen natürlich) in die Hand, machen Fotos usw. Es wird ihnen bereits von klein auf der Umgang mit Waffen beigebracht! Surreal für jemanden wie mich, der noch nie damit in Berührung gekommen ist. Ben kennt das Schießen bereits aus seiner Zeit bei der Bundeswehr. Er hatte eine Shotgun (sowas wie eine Schrotflinte), ein Maschinengewehr AK47 aus Russland, eine Maschinenpistole und eine normale Pistole. Kostenpunkt 200$ aber ihm hat es total Spaß gemacht. 🤷🏽‍♀️

    Am nächsten Tag sind wir dann früh aufgebrochen und als erstes in ein typisches, amerikanisches Diner gefahren. Das Frühstück ist so kalorienreich. Ben hatte eine riesen Waffel mit Sirup und wie wir dachten einer Kugel Eis oben drauf. Nachdem er die Kugel Eis großzügig über die Waffel verteilt- und anschließend Sirup drüber gekippt hat, musste er beim ersten Bissen feststellen das es Butter war. BUTTER! Dazu gab es noch einen riesen Erdbeermilchshake für ihn und Eier mit Bacon. 😅 Ich bin bei Lachstoast und Eiern geblieben da ich nichts Süßes morgens wollte. Danach ging es dann bis nach Key West runter. Key West ist die letzte Insel der Keys am Golf von Mexiko. Hier ist quasi wirklich der Weg das Ziel. Die Florida Keys sind eine Kette aus über 200 Koralleninseln mit einer Gesamtlänge von über 290 Kilometern (180 Meilen). Sie liegen vor der Südspitze der Halbinsel Florida zwischen dem Golf von Mexiko und dem Atlantischen Ozean. Verbunden werden diese Inseln durch 42 Brücken auf dem Overseas Highway. Wir hatten den Tag super Wetter und sind dann mit offenem Dach den ganzen Tag quasi über den Ozean fahren. ☀️ Rechts und links Wasser und wir auf dem Highway, mitten im Ozean. Verrückt wenn man sich das vorstellt! Von Key West bis Kuba sind es nur noch 92 Meilen. Man kann quasi fast wieder rüber winken wenn man dort angekommen ist. 🙋🏽‍♀️ Ich hab den Standort als wir dort waren abfotografiert. Unten im Bild 6 könnt ihr das sehen, evtl. versteht das man das dann besser. 🤗

    Wir sind dort dann einige Stunden am Strand geblieben, haben gebummelt und waren mit Rückfahrt und Stau erst gegen Mitternacht Zuhause. Am nächsten Morgen hatten wir eine Tour zurück zu den Bahamas gebucht, damit wir noch mit den Schweinen schwimmen können. 4:30 Uhr ging der Wecker. Da quält man sich dann morgens raus, um dann festzustellen, dass uns niemand abholt. Sowas erwarte ich eigentlich in Thailand, wo die Tagestouren mit Vollverpflegung nicht viel kosten aber auf Miami, bei den Preisen bin ich echt sauer geworden. 👿 Nach ca. 1h warten sind wir zurück zur Wohnung und ich hab das Reisebüro angerufen und mir erstmal Luft gemacht. Dort hatte man uns ausversehen auf Sonntag eingebucht. Als Entschädigung gab es dann ein Upgrade in der Fast Ferry auf First Class (war aber eigentlich kein Unterschied, außer dass wir oben sitzen durften), freies WLAN und Donuts plus Kaffee habe ich uns noch raus diskutiert. 😄

    Samstag haben wir dann am Strand von Miami gelegen und sind anschließend durch ein paar Bars gezogen. Aber nur auf 2/3 Bier da es zu teuer ist und wir am nächsten Morgen auch wieder früh raus mussten.
    Dann ging es los von Miami aus nach Freeport zu den Bahamas zurück um endlich mit den Schweinchen zu schwimmen. Die Tour von hier aus, war sogar noch 20$ günstiger als auf den Bahamas selbst. Es ging für uns aber auch nicht zu dem Originalstrand mit den Schweinchen. Wir waren am Chrystal Beach und dort sind die Schweine auch eher Touristenattraktion und es gibt nur wenige. 🐷🐽 Um das Ganze aber zu erleben war es absolut ausreichend. Man kann auch mit ihnen schwimmen und sie streicheln und anfassen.

    Sie sehen so witzig aus, wenn sie mit ihren kleinen Beinchen im Wasser herum paddeln und dabei grunzen. Ich hab mich total gefreut die ganze Zeit und alle Schweinchen fleißig gefüttert. 🐷
    Den Rest des Tages haben wir mit Cocktails am Strand verbracht und sind dann um 18:30 Uhr wieder mit der Fast Ferry zurück nach Miami.

    Ich fand es wirklich schön, die Bahamas und Miami zu erleben aber ich habe schon weitaus schönere Strände gesehen und vor allem nicht so überlaufene Orte, für weitaus weniger Geld. Mir ist es das alles hier nicht wert, da ich weiß was ich dafür woanders alles erleben und machen kann. Außerdem fehlt mir auch ein Stück Kultur bei allem. Es ist cool und schick und hat einen gewissen Flair. Die Partys und Clubs sind riesig, zum Teil draußen mit Pools und bekannte DJs legen jeden Abend in Miami auf aber es ist auch nur der Name Miami Beach. Besonders viel bekommt man meiner Meinung nach für die Preise nicht. Der Strand ist sehr überfüllt und natürlich sind die Liegen überteuert. Und schön ist er auch nicht besonders. 🤷🏽‍♀️

    Trotzdem war es cool das alles erlebt zu haben aber meine nächsten Ziele werden auch zukünftig eher nicht in der USA liegen.
    Dafür gibt es schönere Orte auf der Welt, die ich erstmal bevorzuge.

    Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch, Gesundheit und Zufriedenheit im neuen Jahr. 🍀🍾🎊🎉🥳

    Lasst es krachen und kommt alle gut rein, wir sehen uns ja dann bald wieder.

    Angi
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  • Day66

    Bahamas

    December 26, 2018 on the Bahamas ⋅ ☁️ 23 °C

    Ho Ho Ho - frohe Weihnachten euch allen. 🎅🏽
    Ich hoffe ihr genießt die Zeit mit gutem Essen und euren Lieben Zuhause. ❄️🎄☃️

    Wir sind mittlerweile in Miami angekommen und haben die Bahamas hinter uns gelassen. Ich muss echt sagen, dass ich die ersten Tage schwer schlucken musste bei den Preisen. 😳

    Aber es waren halt auch die Bahamas. Als wir im Flieger von Kuba saßen rüber nach Nassau, war das Bild dass sich von oben bot unbeschreiblich. Von jetzt auf gleich wechselte der Ozean plötzlich seine Farbe von dunkel- zu türkisblau und man
    wusste genau, jetzt ist es nicht mehr weit. 😍

    Dort angekommen waren wir erstmal für schlappe 70$ essen und zwar nur Burger mit Pommes. 😳 Aber da die Service und Tax dort mit knapp 30% nochmal on Top kommt, ist man sehr schnell, sehr viel Geld los. Nach über 2 Monaten Südamerika für mich wirklich hartes Brot. 🙈

    Am nächsten Tag haben wir uns dann in die Stadt aufgemacht um einige Touren zu buchen und uns zu erkundigen was man alles machen kann. Da hat Ben dann das ungeplante Backpackerleben schon sehr stark zu spüren bekommen. Wenn halt nichts sofort klappt, man sich dann verläuft und 2/3 h herum irrt in der Sonne, ohne irgendwas geregelt zu bekommen, kein Internet hat und einfach irgendwann auch keine Lust mehr. 😅🤦🏽‍♀️ Am späten Nachmittag, hatten wir dann einen groben Plan wo wir was buchen und was wir überhaupt unternehmen können/wollen.

    Mein dritter großer Wunsch auf dieser Reise waren eigentlich die Pig Islands (Big Major Cay) auf den Bahamas. Eigentlich der Grund, warum ich überhaupt hin bin und Jamaika ausgelassen habe. 😎
    Leider war das Wetter so stürmisch, dass der Wellengang zu stark ist und die Boote erst am 28.12. wieder zu den Inseln starten. Ich habe wirklich jeden Touranbieter, Tag für Tag gefragt. Keine Chance zu den schwimmenden Schweinen zu kommen. Jetzt checke ich in Miami die Möglichkeit noch dorthin zu kommen. Auf den Bahamas hätten wir zwar hin fliegen können aber der Preis war einfach fernab von Gut und Böse. 🤦🏽‍♀️

    Wir sind dann einen Tage zur gegenüberliegenden Insel, nach Paradise Island aufgebrochen. Dort stehen auch die bekannten Royal Towers des Atlantis Hotels. In diesem Komplex schlafen nur die ganz reichen und berühmten Menschen dieser Erde. 💁🏽‍♀️ Unser Bootsführer hat uns auch sämtliche Stars aufgezählt die dort schon übernachtet haben. Davor ist dann ein kleines, hochpoliertes Village fürs Shopping und zum Essen. Wir haben dort ein Eis für 20! Dollar gegessen. 😳🤦🏽‍♀️ Außerdem konnte man auch überall nur mit Kreditkarte bezahlen, Preise nirgendwo angeschlagen. Nach dem Eis wussten wir auch warum. Wir dachten 👉🏼 ach was können 2 Eis schon kosten?!? Naja man gönnt sich ja sonst nichts… 😅🤦🏽‍♀️

    Zu meinem Geburtstag am nächsten Tag sind wir dann zur Blue Lagoon Insel aufgebrochen und haben mit Stachelrochen geschnorchelt und durften sie auch streicheln und halten. Sie sind unten auf der weißen Seite wirklich glatt und weich wie Seide. Dort ist ja auch ihr Mund. Mit diesem können sie ohne Probleme den Panzer von Muscheln und Schnecken knacken und diese raussaugen. Der stärkste Mann der Welt, hätte nicht genug Kraft um eine Schnecke aus ihrem Haus zu ziehen. Diese Riesenschnecken sind ein kompletter Muskelstrang und verklebt mit ihrem Haus, daher ist das heraus ziehen für uns gar nicht möglich. Auf Ihrem Rücken haben Rochen kräftige, stachelartige Höcker. Sie fühlen sich an wie Stahl. Sind sau hart und spitz. Also ich möchte auf einen Stachelrochen wirklich nicht gerne drauftreten. Fotos habe ich leider keine, da diese wieder gesondert Geld gekostet hätten und ich das nicht eingesehen habe. 😅

    Am letzten Tag, sind wir dann erstmal in Richtung des Hafens bei uns in der Nähe. Nach knapp 2h Fußmarsch haben wir festgestellt, dass dieses komplette Gebiet privatisiert ist und es keine Chance gibt dorthin zu gelangen. Also sind wir umgekehrt und haben uns für den restlichen Tag einen Roller gemietet und sind über die Insel gedonnert. Das hat bei dem guten Wetter wirklich Spaß gemacht. Wir haben angehalten, wo wir gerne wollten, sind zum Leuchtturm und haben unsere kleine Unabhängigkeit genossen. Am letzten Abend sind wir zu unserem Strand am Love Beach und haben diesen beim Sonnenuntergang mit Bier und Pizza ausklingen lassen. ☀️

    So richtige Weihnachtsstimmung kommt für mich allerdings nicht wirklich auf und dass ich Geburtstag hatte, kommt mir auch nicht so vor. Es ist einfach zu warm und die Palmen etc. vermitteln keinen Eindruck von Weihnachten. Es läuft zwar jeder 2’te mit Weihnachtsmützen herum und wünscht uns Merry Christmas aber an mir geht es völlig vorbei. Bedeutet natürlich auch ☝🏼 ich bin nicht älter geworden. 🤪

    Wir genießen jetzt den letzten Stopp auf Miami in unserer kleinen Wohnung. Zwar nicht am Strand, dafür an einem Wasserkanal. Es ist süß und wir haben alles was wir brauchen und fühlen uns sehr wohl. Ich habe in Mendoza in Argentinien übrigens eine absolute Liebe zu trockenen Rotwein entwickelt. Wir genießen heute, trotz meiner Skepsis, einen australischen und hören Weihnachtslieder rauf und runter. 🎅🏽

    Ich melde mich in ein paar Tagen, mit den letzten Eindrücken aus Miami bevor es dann nach Hause geht. ❤️

    Genießt Weihnachten und die Feiertage weiterhin. Ich hoffe ihr habt alle ein paar Tage frei. 💞

    Bis bald Angi
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  • Day59

    Havana / Kuba

    December 19, 2018 in Cuba ⋅ ☀️ 26 °C

    Zeitreise

    Hallo mittlerweile von den Bahamas. 😅

    Leider konnte ich mich bisher nicht melden, da das Internet auf Kuba so grottenschlecht ist. 🤷🏽‍♀️ Es gibt dort sogenannte WLAN Parks. Morgens hat man die Möglichkeit an einem Kiosk für nicht gerade wenig Geld jeweils 1 Stunde Internet zu kaufen und dort im vorgegebenen Bereich zu nutzen. In diesen Bereichen stehen dann aber mal locker 60 Leute und man wird alle 3 Minuten aus dem Netz geschmissen. Es gibt auch kleinere Parks aber selbst dort wird es kein Stück besser. Nur ungefähr 5% der Kubaner haben Zugriff auf das Internet und die sogenannten öffentlichen Hotspots sind alles andere als erträglich. Recherchen legen sogar nahe, dass die Regierung alle Kurznachrichten, die mit den spanischen Wörtern für „Menschenrechte“, „Hungerstreik“ und „Demokratie“ verschickt werden, blockt. 😳

    In vielen Punkten ist Kuba auch heute noch eine Reise zurück in die Vergangenheit. Man sieht dort zwar auch bereits die großen Hotelketten aber auch eben vieles das noch im Aufbau liegt. Man spürt den sozialistisch geprägten Staat am Mangel der Waren und den elendig langen Schlangen überall. Die typischen bekannten alten und jetzt hochpolierten Autos auf Kuba, rühren auch aus einer Zeit, in der es keinen Import gab, keine Ersatzteile und alles was vor Ort war, wieder zurecht geflickt werden musste. Die neuen, bunten Fassaden der Häuser, mit denen heute um Kuba geworben wird, sind alles eher für den Tourismus gedacht - entsprechen aber nicht der Wahrheit. 🤔

    Die Regale in vielen Geschäften sind leer, die meisten Autos alte Schrottlauben. Die Touristenbusse sind modern, wohingegen die Kubaner mir oft mit 10-15 Leuten auf der Ladefläche eines Lastwagens entgegen gekommen sind.

    Trotzdem ist Kuba natürlich für uns als Touristen eine Reise wert. Wir haben die Zeit dort sehr genossen. Wir waren im House of the Cigars 🚬 und haben uns etwas über die Herstellung der Zigarren erklären lassen und diese natürlich auch gekauft und probiert. Dazu dann die vielen Rumsorten, die alle von einer super Qualität sind und an jeder Ecke zu erschwinglichen Preisen probiert werden können. 🥃 Bei dem sanften Klima in der Sonne schmecken Zigarren auch wirklich gut. Die Menschen auf Kuba sind alle sehr freundlich und hilfsbereit. Niemand hat dort Stress, zumindest kommt es einem so vor. Genau wie in Südamerika spürt man hier auch, das die Mentalität im Gegensatz zu unserer Deutschen eine andere ist. Dort denkt niemand darüber nach, was er nicht hat, sondern ist einfach mit dem zufrieden was er hat. Mir kommen die Menschen in den Gesprächen einfach immer glücklicher, gelassener und zufriedener vor. 💞

    Als ich die ersten Tagen noch alleine war, habe ich mir die Gegend etwas angesehen und bin dann an einem Café stehen geblieben und habe mich dann dort hin gesetzt und Kaffee plus Eis genossen. Ein Kubaner hat sich dann spontan zu mir gesetzt und mir über 1 Stunde alles was es über Kuba und sein Leben zu wissen gab erklärt. Er hat sich total gefreut, dass er Englisch reden kann. Beim Anstehen am Kiosk um eine Internetkarte zu kaufen, bin ich ebenfalls ins Gespräch gekommen und habe dort in einer halben Stunde auch einen wundervollen Schnack gehalten. Egal ob an der Kasse oder im Taxi oder beim Schlange stehen, die Menschen haben Lust ihre Geschichte zu erzählen oder allgemein ein wenig zu quatschen. Das hat mir wirklich sehr gefallen, gerade wenn man alleine ist. 😍

    Ben ist dann drei Tage später gelandet und wir sind in unserem Hotel eingecheckt. Die Lage und das Hotel waren einfach wirklich absolut super. Wir sind dann erstmal mit einem Oldtimer herum gefahren (leider kann man sie nicht selbst fahren, sondern wird gefahren) und haben hoch über den Dächern von Old Havanna leckeres Essen genossen. Ich habe dort so viel wirklich guten Fisch gegessen, mir kam es bei meiner Abreise fast aus den Ohren wieder raus. 😅🍤🥟🍣

    Da wir einen Tag länger geblieben sind, haben wir die letzte Nacht bei einer Einheimischen verbracht. Sie hat sich herzallerliebst um uns gekümmert und das Frühstück am nächsten Tag war auch total schön. Wir saßen in ihrem Garten und haben verschiedene Früchte probiert, Omelette gegessen und Kaffee genossen bevor es dann für uns zum Flughafen ging. 🤗

    Ich würde Kuba jedem wärmstens ans Herz legen. Die Musik, der Tanz, der Rum und die Zigarren haben etwas ganz besonderes und vermitteln einem selbst das Gefühl von los lassen und ruhiger werden. Einfach Urlaub und genießen. ❤️

    Wir schauen uns jetzt erstmal die Bahamas an und ich melde mich in ein paar Tagen wieder zurück. 🏖

    Euch allen ruhige und besinnliche Weihnachtstage mit euren Lieben Zuhause. ☃️❄️🎅🏽🎄

    Liebe Grüße,
    Angi
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  • Day51

    Ica / Paracas / Lima

    December 11, 2018 in Peru

    Guten Morgen an meinem letzten Tag in Südamerika,

    ich habe seit Cusco noch einen Abstecher in Ica und Paracas gemacht und bin jetzt in Lima. Mein Tempo habe ich deutlich herunter gefahren, da dies eingebaute und ungeplante Endstationen waren, die aber
    auch wieder einfach unglaublich sind. Man kann hier wirklich an jeden x beliebigen Ort fahren und findet immer wieder etwas, dass man vorher noch nie gesehen hat und unglaublich ist. 😳

    Von Ica aus habe ich einen Tagesausflug zur Halbinsel Paracas ins Naturschutzgebiet gebucht. Dort ging es dann zu den Balestas Inseln mit dem Boot. Man sagt hier, sie sind die Galapagos Insel für „Arme“ oder kleines Geld. Ich habe keinen Vergleich zum Original, daher kann ich das nicht bestätigen. 😅

    Tausende verschiedene Vogelarten, Pinguine und Seelöwen haben hier ihr unberührtes Zuhause. Die Inseln dürfen nicht betreten werden, allerdings fahren die Tourboote nah an die Inseln heran, so dass wir die Seelöwen direkt neben dem Boot sehen konnten. Auf dem Weg dorthin führt die Bootsfahrt vorbei am "Candelabro", einem riesigen, in den Sand geritzten Dreizack, der höchstwahrscheinlich zu den Linien von Nazca gehört, die nur ca. 1,5h entfernt von Paracas mit dem Flugzeug überflogen werden können. Es gibt über 1.500 dieser Scharrbilder mitten in der Wüste in Nazca und Palpa hier in Peru. Man kann dort auf einer Fläche von 500 km² schnurgerade, bis zu 20 km lange Linien, Dreiecke und trapezförmige Flächen sowie Figuren mit einer Größe von etwa zehn bis mehreren hundert Metern, z. B. Abbilder von Menschen, Affen, Vögeln und Walen sehen. 🤭

    Da ich bereits am Candelabro vorbei gefahren bin und der Flug sehr teuer ist, bin ich dort aber nicht hin. Bis heute sind die Linien noch ein Mysterium und nicht richtig geklärt. Forscher gehen aber davon aus, dass sie in Ritualen im Hinblick auf Wasser und Fruchtbarkeit entstanden sind. Die Entstehungszeit der ältesten Nazca Linien liegt bei 800 v. Chr. und 600 n. Chr. Unglaublich oder? Am Candelabro kam es mir wie einfache Linien im Sand/Felsrücken vor, ich konnte kaum glauben, dass diese Linien schon mehr als 2.000 Jahre dort sind. 😳

    Danach ging es in den weitläufigen Nationalpark Paracas. Wir machten unterwegs mehrere Stopps. Einmal um die Steilküste, das Meer und die Überreste der „La Catedral“ zu sehen, welche beim Erdbeben 2007 zerstört wurde. Geendet hat die Tour dann in einem kleinen Fischerdorf, indem wir dann noch etwas gegessen haben bevor es auf den Rückweg ging.

    Ich habe mich dann noch auf den Weg nach Huacachina gemacht. Das ist eine Oase, die mitten in der Wüste liegt. Man kann dort Sandboarding machen und Buggy Touren buchen mit denen man durch die Wüste donnert. Ich habe mich vom Busfahrer dort raus schmeißen lassen und keine Tour gebucht, da ich Sandboarding schon kannte. 🤗

    Dort war es so unglaublich schön. Ich konnte es kaum glauben. Mitten im Nichts eine Oase mit Wasser, drum herum nur Sand, Sand und noch mehr Sand. Auf dem letzten Bild, ganz oben auf der Düne könnt ihr kleine Punkte sehen, das sind Menschen.
    Ich hoffe das zeigt die Größenverhältnisse mal wieder ein wenig. Die Dünen sind bis zu 100 Meter hoch und gehören damit zu den größten des Landes. In dem kleinen Ort an der Oase leben nur ca. 100 Einwohner, die täglich von ca. 1.000 Touristen besucht werden. Das fällt vor Ort aber kaum auf, da sich diese in der Wüste tummeln und man hat unten an der Oase wirklich Ruhe und wenige Menschen.☀️🏝

    Die Oase mit etwa 25 mm Niederschlag im Jahr wird von einem unterirdischen Fluss aus den Anden gespeist, der mineralhaltiges Wasser mitführt, und sie so lange Zeit als Heilbad nutzbar machte. Wegen des durch den Tourismus gestiegenen Wasserverbrauches fiel der See 1988 trocken. Daraufhin wurden Rohrleitungen verlegt, über die zusätzliches Wasser aus Ica zugeführt wird. Ich habe dort bei einem großen Eisbecher den Anblick genossen und bin dann später mit dem Taxi zurück zum Hostel.

    Am nächsten Tag ging es dann nach Lima mit dem Bus. Ich habe Lima allerdings aktuell nur zur Entspannung genutzt. Bisher konnte sogar die Tour, bei denen ich mit Seelöwen schwimmen kann, mich nicht reizen. 😅 Ich bin in den vielen Outlets shoppen gewesen und war beim Friseur, was allerdings nicht die beste Idee war, da mir meine Haare jetzt viel zu hell sind und die Blondierung es auch ganz schön in sich hatte. 🤦🏽‍♀️
    Evtl. mache ich mich heute Abend zum Abschluss noch zur Wasershow in Lima auf. Bisher bin ich aber wirklich einfach platt von den vielen Eindrücken, Touren und der Geschwindigkeit.

    Ich habe auch dieses Mal nicht alles geschafft, der Amazonas ist mir wieder verwehrt geblieben und Kolumbien musste ich auch streichen. Aber das sind genug Gründe um zurück zu kommen. 💪🏼
    Kuba und die Bahamas waren aber auch fest in meiner Planung und ich bin so froh, dass ich ab Samstag endlich mein eigenes Zimmer habe und mich niemand mehr aus dem Schlaf reist, da er/sie spät anreist, früh abreist oder auf Touren muss oder vom Feiern kommt. Dann fängt der Urlaub an und das Reisen endet. Etwas mehr Zeit an jedem Ort, endlich Strand und das Meer, lesen, lange schlafen juhuuu. ❤️

    Ihr hört von mir mit den nächsten Eindrücken aus Kuba. 😎

    Bis dahin euch erstmal eine schöne Vorweihnachtszeit mit hoffentlich nicht allzu viel Stress. ☃️❄️✨

    Liebe Grüße,
    Angi
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  • Day44

    Machu Picchu

    December 4, 2018 in Peru

    Und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo noch eine Treppe her… 🤦🏽‍♀️

    Hallöle mittlerweile wieder aus Cusco,

    ich bin von meinem Machu Picchu Trip gestern Abend zurück gekehrt und dann nur noch ins Bett gefallen. Da der Rainbow Mountain so gut geklappt hat, habe ich mich entscheiden die Treppen zum MaPi zu nehmen. 💪🏼

    2.000 rauf und 2.000 runter plus die Treppen innerhalb der Stadt. Ich weiß nicht wieiviele tausende Stufen ich gestern gelaufen bin. Wenn man alles an einem Tag macht, landet man laut Google bei 8.760 Stufen aber ich habe den Machu Picchu Berg ausgelassen. Zu hoch und keine Absicherung auf den Treppen, da ist leider meine persönliche Grenze mit der Höhe immer erreicht. 🥺

    Ich hatte den Abend vorher im Hostel 3 Deutsche kennen gelernt. 2 Jungs, mit denen bin ich dann auch zum MaPi und ein Mädel, die bereits oben war. Wir haben dann noch einige Pisco Sour getrunken und im Zimmer habe ich dann noch über eine Stunde mit 2 Kolumbianerinnen
    geredet, da ich unbedingt noch nach Kolumbien will – irgendwann. Das Ende vom Lied war, dass ich nach zwölf im Bett war und der Wecker um 3:30 Uhr ging. 😅

    Fit war ich leider wirklich nicht. Aber wenn es lustig ist, schafft man den Absprung auch schlecht. Ich war hier auch sehr wenig unterwegs abends mit Leuten, da ich dauernd nur Touren buche um so viel wie möglich mit zu nehmen. 😅 Ich muss aber sagen, dass das Alleine reisen mir mittlerweile besser gefällt.

    Ich entscheide wirklich alles komplett selbst und völlig frei, wann und wie und in welchem Tempo. Niemand beeinflusst mich egal in welche Richtung. Zudem lerne ich wirklich deutlich mehr Leute kennen. Man lernt eh viele kennen aber alleine ist das nochmal was anderes. 🤗 Man entwickelt irgendwie auch mehr Ehrgeiz bestimmte Dinge zu schaffen, für sich selbst. Keine Ahnung warum. 🤷🏽‍♀️

    Ich habe mich entschieden, die teurere Variante zum MaPi zu wählen und mit dem Zug zu fahren. 🚂 Die Tour mit dem Bus hätte von Cusco 7h gedauert bis Hydroelectrica. Ab da muss man dann 3h an den Bahnschienen entlang laufen, bis man in Aguas Calientes ankommt.
    Das wäre grundsätzlich kein Problem gewesen, aber die letzte Stunde mit dem Bus geht über eine schmale Schotterstraße die an einem Abgrund entlang führt, an der es bereits viele Erdrutsche gab und
    viele „Baustellen“ sind. Die Fahrzeuge hier sind weder vom Alter, noch von der Bereifung die zuverlässigsten. Ich habe schon 3 Reifenpannen und eine Motorpanne miterlebt. 🤷🏽‍♀️
    Habe mir einige Videos der Straße angesehen und 2 Nächte darüber geschlafen, ob ich wirklich so viel mehr für den Zug bezahle. Die Deathroad in La Paz habe ich bewusst ausgelassen, da ich es mir nicht zugetraut habe, die gefährlichste Straße der Welt 60 km mit dem Fahrrad zu machen. Ich fahre ewig kein Fahrrad mehr und wenn mir jemand entgegen kommt, gilt Linksverkehr. Das ist überall auf den Straßen die am Abgrund vorbeiführen der Fall. Bedeutet 👉🏼 ich hätte mit dem Radl am Abgrund entlang fahren müssen, um einschätzen zu können wie weit ich rüber kann. Das war mir dort schon zu heikel also wollte ich es hier auch nicht mit dem Bus erleben. 😳

    Wenn ihr die Deathroad bei Google sucht, wisst ihr was ich meine. ☝🏼

    Ein deutsches Paar hat mir am Rainbowmountain auch bestätigt, das der Zug die beste Wahl war. Die Beiden haben keine Höhenangst wie ich und selbst sie haben das Rückticket mit dem Bus verfallen lassen und sind mit dem Zug zurück.

    Die Zugfahrt war dafür aber auch wirklich wunderschön. Der Zug ist an den Seiten und oben mit Glasscheiben ausgestattet und man kann die Landschaft und die Flüsse die ganze Fahrt über sehen und dabei gemütlich einen Pisco trinken. 😊 Ich hatte eine ältere Frau aus Michigan neben mir, deren Kinder jetzt erwachsen sind und die sich dann für den Verkauf von Haus und Auto entschieden hat, um zu reisen. Ich höre hier jeden Tag so viele interessante Geschichten von Menschen die ich treffe, ich kann sie euch nicht alle runter schreiben. 😅

    Oben angekommen um 6 Uhr in der Früh, war ich klitschnass, weil es leicht genieselt hat die ganze Zeit und die Treppen sau anstrengend waren. Dann mussten wir bis ca. 9 Uhr warten, da wir wirklich gar nichts sehen konnten. 😳
    Es war so nebelig und diesig, die Sicht ging über keine 10 Meter hinaus. Und dann plötzlich riss der Himmel nach und nach auf und die alte Inkastadt kam zum Vorschein, die beiden Berge - der Machu Picchu und der Huayna Picchu - alles lichtete sich langsam im Nebel. Das war abgefahren! 😳😍 Ich wusste ja, dass alles dort oben sehr weitläufig ist aber so riesig hatte ich es mir nicht vorgestellt. Von der Stadt gingen noch verschiedene Trails ab, wir sind zur Inkabrücke aufgebrochen ca. 1-1,5h. Ich hab es aber nicht bis dorthin geschafft mit meiner Höhenangst. Wir sind dort auch schmale Wege an 500-800 Meter tiefen Abgründen entlang gelaufen und als keine Mauer mehr neben uns war, habe ich aufgegeben. Evtl. kann man das auf dem dritten Bild etwas erkennen und einschätzen. Aber wenigstens habe ich es versucht. 😊

    Die Inkastadt wurde im 15’ten Jahrhundert erbaut und Schätzungen zufolge konnten in ihrer Hochzeit bis zu 1.000 Menschen dort oben leben. 80% der Stadt ist heute noch im Originalzustand und nur 20 % restauriert. Die Stadt ist wirklich super gut erhalten, keine Ruinen 👉🏼 das sind richtige Häuser. 🏠 Eine riesen Sonnenuhr, Tempel, kleine Wasserbecken und Brunnen kann man sehen. Ein ausgeklügeltes Wasserversorgungs- und Abwassersystem innerhalb der Stadt und auf den Terrassen auf denen früher Quinoa, Cocapflanzen usw. angebaut wurden, alles ist noch vorhanden.
    Der Machu Picchu ist eines der sieben neuen Weltwunder. Und mit der Christus-Staue in Rio de Janeiro habe ich damit dieses Jahr schon zwei der sieben neuen Weltwunder gesehen. Und drei weitere habe ich bereits auf meine Liste in naher Zukunft gesetzt. 😅

    Die Stadt Machu Picchu wurde nicht als Festung erbaut, hat unser Guide erklärt. Da die Schutzmauern fehlen, geht man davon aus. Sie wurde innerhalb von 90 Jahren, zwischen 1450 und 1540, auf einem Berg in den Anden in 2.430 Metern Höhe von den Inkas gebaut. Wenn man dort heute steht, in dieser wirklich riesigen Stadt, ist das einfach nicht vorstellbar!
    Über die Geschichte der Inkas wird bis heute spekuliert, wozu die Stadt gedient hat. Einige behaupten sie sollte der finale Rückzugsort der Inkas sein, hoch oben in den Anden, vor den spanischen Eroberern. Andere behaupten das sich dort ein Aclla Huasi ein „Haus der auserwählten Frauen“ befunden hat, da man deutlich mehr weibliche Skelette als männliche gefunden hat. Es gibt auch noch andere Theorien aber niemand kann es am Ende wirklich sagen.

    Es ist auf jedenfall einen Besuch und die Strapazen wert. Man kann allerdings auch gemütlich mit dem Bus rauf und muss nicht die Treppen nehmen. 😅🤷🏽‍♀️

    Für mich geht es jetzt in der letzten Woche in Südamerkia erstmal Richtung Ica und von dort über Lima nach Kuba. 🌴🥰☀️

    Ich melde mich in ein paar Tagen mit den letzten Eindrücken aus diesem wundervollen Land. 😍

    Angi
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  • Day42

    Rainbow Mountain / Humantay Lake

    December 2, 2018 in Peru

    Dreams can come true… ❤️

    Hallöle,

    ich bin jetzt seit ca. 4 Tagen in Cusco und habe in der Zwischenzeit die ersten beiden Touren hinter mich gebracht.

    Am Freitag ging es für mich zum Humantay Lake. Dieser sollte als erstes Herantasten an mein Highlight – den Rainbow Mountain – dienen. 🌈
    Wir sind um 4:00 Uhr in der Nacht los und dann von ca. 3.800 auf 4.250 aufgestiegen. Ich habe mich auf dem Weg wirklich oft gefragt, warum ich diesen scheiß überhaupt mache 👉🏼 freiwillig. 🤦🏽‍♀️

    Die Höhe macht mir zwar nichts aus, außer ein kurzes Schwindelgefühl und drohende Kopfschmerzen, die ich dann direkt mit Musik auf den Ohren vergessen und überladen habe, keine Probleme. Aber die Luft ist einfach nur dünn. 😯

    Oben angekommen, war dann gleich wieder alles vergessen. Der See schimmert in den schönsten grün/blau Tönen und im Hintergrund sieht man die riesigen Berge, von denen der geschmolzene Schnee in einem Wasserfall nach unten donnert. Unser Guide hat uns dann alle versammelt und auf seiner Panflöte ein paar alte Inkalieder vorgespielt. In dieser Zeit sollten wir alle die Augen schließen und nur auf das Rauschen des Wasserfalls und die Musik achten. Das war sehr bewegend und hat jeden innerlich mit gerissen oder aufgewühlt. 😯

    Danach ging es dann wieder runter und anschließend gab es ein gemeinsames Mittagessen. Auf dem Rückweg hatten wir dann gleich zwei Platten und sind mit 2h Verspätung im Hostel angekommen.
    Ich bin dann nach der Dusche nur noch ins Bett gefallen. Eigentlich schade, denn das Hostel bietet wirklich jeden Abend Programm. Egal ob Tennis Fußball Turniere, Beerpong, Karaoke, Piratenparty usw. es ist immer was anderes los. Hier steht auch das bolivianische Spiel „Sapo“ (wahrscheinlich ist es eher ein Südamerikanisches?) was ich bereits aus Sucre kenne. Der Unterschied ist nur, das dieses Spiel (also der Grill mit dem Frosch drauf) über drei Etagen geht und der Coin somit ganz andere Punktzahlen erreichen kann. Schon eher Profiniveau also. 😅

    Den Samstag habe ich dann nochmal genutzt um alle meine Kräfte zu sammeln für den heutigen Aufstieg zum Rainbow.
    Ich habe gefühlt 5 Liter Coca Tee getrunken und morgens im Bus, fleißig mit allen anderen Coca Blätter zerkaut. Um 3:00 Uhr heute Morgen ging es los. Respekt und Angst haben mich durchgehend begleitet.
    Nach einem gemeinsamen Frühstück sind wir dann gestartet auf. ca. 4.400 / 4.500 Metern. Mir blieb nach 15 Schritten schon die Luft weg. Aber so ging es einfach allen. 🤷🏽‍♀️

    Ohrstöpsel hatte ich wieder dabei, also erstmal direkt Musik auf die Ohren. 🎧🎼 Habe mich also von den Deutschen aus meinem Bus verabschiedet, da ich eh nicht reden kann, während so einem Aufstieg. Es war anstrengend, ja - aber bei Weitem nicht so schlimm, wie ich gedacht habe. Meinen Laufrhythmus hatte ich schnell gefunden und war dann tatsächlich die Erste (außer alle meiner Gruppe die ein Pferd genommen haben, die waren natürlich vor mir da). Während meines Aufstieges habe ich noch die Letzten aus der Gruppe vor uns überholt und war 20 Minuten vor meiner Gruppe oben. Nicht weil ich die schnellste sein wollte, sondern weil es einfach mein Tempo heute war. 🤗 Die Deutschen haben mich im Bus nur noch „die Rakete“ genannt. 😅🚀

    Habe einen guten Tag heute erwischt. 😅☝🏼

    Ich war so fixiert darauf, den letzten Berg zu schaffen, da ich dachte dahinter sehe ich endlich die bunten Rainbow Montanis, dass ich gar nicht gemerkt habe, dass sie bereits hinter mir waren. 😅🤦🏽‍♀️

    Oben angekommen habe ich mich dann umgedreht und konnte mein Glück kaum fassen. 🌈😍

    Da dieser Tag heute eines der wichtigsten Punkte auf meiner Reise darstellt, war ich einfach nur völlig überwältigt. Oben haben die Menschen um mich herum geschrieben, gejubelt und applaudiert, weil jeder einfach nur glücklich war, dass er/sie es geschafft hat. Wir hatten Glück und es lag kein Schnee auf den Bergen. Der Himmel war zwar bewölkt aber das ist das kleinere Übel.

    Allerdings waren es um die 0 Grad dort oben in 5.100 Metern, der Wind war eisig und meine Handschuhe haben null geholfen. Ich bin nach 15 Minuten wieder abgestiegen, da mir so kalt war und habe mir weiter unten erstmal einen Kaffee geholt und Alpakas gestreichelt. Unser Tourguide hat mir dann gesagt, dass ich gerne noch in den Red Valley kann, da ich noch einiges an Zeit hatte und so habe ich das auch noch gleich mit genommen. ✌🏼 Auf dem Weg herunter, zog sehr dichter Nebel auf und es sind mir noch so unglaublich viele Wanderer entgegen gekommen. Das hat mir wirklich leidgetan und ich war froh, dass wir um 3:00 Uhr aufgebrochen sind, auch wenn das Aufstehen in Mehrbettzimmern nervt. Man will A niemand wecken und B kommen viele nachts ins Zimmer gestürmt oder stehen ständig auf, sodass man eh nie durchschläft. 🥴

    Danach ging es wieder zu einem gemeinsamen Mittagessen und unser Guide hat uns erklärt, woher die Farben des Berges kommen.
    Diese sind durch verschiedene Mineralien wie Eisenoxid, Magnesium, Kupfer über Millionen von Jahren entstanden. Berge dieser Art findet man nur noch in Argentinien (dort aber wohl einseitig) und in China. Laut unserem Guide ist der Rainbow aber natürlich der schönste. 😅

    Ich muss den Tag jetzt erstmal in Ruhe verarbeiten. Mir ist heute so viel durch den Kopf geschossen als ich oben angekommen bin. Ich hätte zwar ein Sauerstoffzelt gebraucht und war gefühlt kurz vor dem weg kippen aber wenn man sich dann umdreht und sieht sein Ziel direkt vor Augen, ist das nicht in Worte zu fassen. Man ist einfach nur glücklich, platt und begreift was es alles gibt, außerhalb seiner Komfortzone und auf der Welt. 🌎

    Da ich morgen auch früh raus muss und zum Machu Picchu aufbreche, werde ich zeitig ins Bett gehen. Ihr hört dann in ein paar Tagen wieder von mir. 🙋🏽‍♀️

    Ich hoffe ihr hattet alle heute einen schönen 1. Advent. ⭐️ Die Vorweihnachtszeit fehlt mir hier wirklich sehr. ❄️☃️🎄

    Liebe Grüße, haltet die Ohren steif und bis die Tage.
    Angi
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  • Day37

    La Paz / Titicacasee / Isla de Sol

    November 27, 2018 in Bolivia ⋅ ⛅ 10 °C

    Hallo ihr Lieben noch vom Titicacasee 🤗

    Ich habe mich in den letzten Tagen von La Paz, Richtung Titicaca aufgemacht und verbringe jetzt meine letzten Stunden in Bolivien.

    La Paz ist ein riesige Stadt, so groß das der Großteil des Verkehrs über die Mi Teleferico abgedeckt wird. Das Seilbahnnetz La Paz besteht derzeit aus acht Seilbahnlinien und soll das größte urbane Seilbahnnetz der Welt sein. Die Gondelbahnen verbinden die Stadt La Paz mit der Stadt El Alto, in der sich auch der Flughafen El Alto befindet. Aufgrund der ungünstigen Lage gibt es nur wenige breite Hauptstraßen zwischen beiden Städten, was oftmals Staus und somit eine lange Fahrtzeit nach El Alto zur Folge hat. Das Ganze ist von Österreichern und Schweizern konstruiert worden, weshalb ich mit den beiden Schweizern dann gleich eine Stadtrundfahrt unternommen habe. Das ist mir allerdings gar nicht gut bekommen, da ich Höhe wirklich absolut nicht verkrafte… 🤦🏽‍♀️

    Anschließend wollten wir das südamerikanische Championsleague Finale im Hostel schauen, da es hier ein großes Ereignis ist aber das Spiel wurde aufgrund zu großer Unruhen abgesagt. Die Scheiben vom Bus der gegnerischen Mannschaft wurden mit Steinen eingeschlagen und es gab viele Verletzte, daher wurde dann abends nachdem das Spiel schon 3h nach hinten geschoben wurde, die komplette Absage erteilt. 😳

    Die Schweizer haben mich dann in ein Restaurant mit genommen von einem Dänen der in Frankreich und anderen Ländern unter Spitzenköchen gelernt hat. Er hat auch ein Restaurant in Dänemark das Noma heißt, 2 Michelin Sterne hat und in La Paz das Gusto gemeinsam mit einem weiteren Partner - soweit ich weiß. Es ist gehobene und sehr teuere Küche aber das Restaurant engagiert sich hier auch für einige soziale Projekte. So günstig wie hier (trotzdem wirklich immer noch sehr teuer) bekommt man es in Dänemark natürlich nicht. Die Schweizer Charlie und Walle hatten dann 18 Gänge und ich 10. 🥭🥑🥦 🥕
    Es war geschmacklich- wie auch optisch absolute Spitzenklasse aber so schnell werde ich so teuer nicht mehr essen gehen. 😅

    Am nächsten Tag ging es dann zum Titicacasee. Der Titicacasee ist der größte Süßwassersee Südamerikas. Er befindet sich auf der Altiplano-Hochebene in den Anden; der westliche Teil des Sees gehört zu Peru, der östliche Teil zu Bolivien. Auf schwimmenden Binseninseln wohnen und leben die Nachfahren der Uros (der „Seemenschen“). Im Titicacasee befinden sich zahlreiche bewohnte Inseln, z. B. die zu Bolivien gehörende Sonneninsel (Geburtsstätte des Inka-Reiches). Der Ort Copacabana – auf der gleichnamigen bolivianischen Halbinsel gelegen – ist ein bekannter Wallfahrtsort der Bolivianer.

    Nachdem unser Bus und wir über See gebracht wurden, kam ich endlich in Copacabana an und habe in mein Hostel eingecheckt. Es ist ein veganes Hostel. Vieles wird selbst angebaut und man bekommt wirklich nichts vom Tier. Sie versorgen sich jetzt schon nach 2 Jahren zu 35% selbst und steigern sich jedes Jahr. Auch die Milch für den Kaffee besteht aus 🤔 ich würde sagen Hafer? Hier arbeiten mehrere Volunteers für Essen und Unterkunft und pflegen den Garten, ernten, bauen neue Kanäle oder machen Holz etc. Es ist sehr familiär und sehr schön, leider aber auch sehr kalt nachts und morgens. Die Duschen sind abenteuerlich, es gibt eine Anleitung wie alles funktioniert und dann ist man angehalten, nicht länger als 10 Minuten zu duschen. Es gibt hier sogar ein winziges Pony das im Garten frei herum läuft. 🐴

    Ich mag das Essen hier wirklich gerne. Der Ketchup, die Früchte und Shakes, selbstgemachte Pizza und Burger mit Falaffelbratling. Da ich Fisch eher mag als Fleisch, fehlt es mir nicht. Vegan ist zwar auch für mich eine Spur zu heftig aber jeder soll so leben wie er möchte. 🌱 Gestern bin ich dann bei Regen zu einer Tour aufgebrochen und war erstmal gar nicht motiviert. Wir haben die Isla de la Luna und die Isla de Sol, was übersetzt Mond- und Sonneninsel bedeutet, besichtigt.🌕☀️

    Während der 1940er Jahre fungierte die Isla de la Luna als Boliviens wichtigstes Gefängnis bzw. Konzentrationslager. Des Weiteren findet man hier noch Überreste einiger Inkas Stätten. Die Isla de la Luna spielt genau wie die gegenüberliegende Isla del Sol eine große Rolle bei den Geschichten über die Gründung des Inkareiches. Der Sage nach erschuf der Sonnengott Inti den ersten Herrscher der Inka aus dem Titicacasee, dieser betrat an der Isla del Sol zusammen mit seiner Gemahlin zum ersten Mal das Land. Die Isla de la Luna stellt das Gegenstück zur Sonneninsel dar und wurde auch nach den Gestirnen benannt, die im See dargestellt werden. Passend zur Sonneninsel musste es somit auch eine Mondinsel, die Isla de la Luna geben. Über die genaue Bedeutung der kleinen Isla de la Luna im bolivianischen Hochland werden viele besondere Geschichten erzählt, eine gewisse magische Atmosphäre ist daher an Land genauso vorhanden wie auf der naheliegenden Sonneninsel. 👉🏼 Den Text habe ich euch mal direkt so kopiert, da ich nicht alles herunter scheiben wollte. 🙈

    Die Isla de Sol bietet einen wunderbaren Blick über den Titicacasee von ganz oben. Man merkt die knapp 4.000 Meter natürlich bei jedem Schritt, dafür ist der Kaffee ganz oben gleich doppelt so lecker.☕️ Ich habe mich dann 1,5h oben ausgeruht und die Einheimischen beim Ernten von Gemüse und Umtreiben der Esel beobachtet, bevor es wieder runter und zurück zur Copacabana ging.

    Jetzt geht’s im Nachtbus weiter nach Peru und da habe ich mir die nächste Woche einiges vorgenommen. 💪🏼

    Liebe Grüße und bis bald. 🙋🏽‍♀️

    Angi
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