Zu Fuß durch die Welt

April 2021 - June 2023
Die Vorstellung zu Fuß die Welt zu erkunden, übt seit Jahren eine starke Faszination auf mich aus. Nun wage ich den Schritt und trete in freudiger Erwartung den Erfahrungen, Erlebnissen und Begegnungen entgegen, die am Wegesrand auf mich warten.
  • Morgen live im Radio ;-)

    March 26 in Austria ⋅ ☁️ 9 °C

    Liebe Leute!
    Es tut sich wieder was. Nach dem wunderbaren Artikel im Kurier im Jänner, darf ich morgen in der Live-Sendung “Zu Gast nach 11” (von 11-12 Uhr) auf Radio Niederösterreich von unserer Reise, vor allem vom Fußweg nach Norwegen erzählen! Auch online zu hören - nämlich hier: https://sound.orf.at/radio/noe/live

    Mit im Gepäck sind unsere neuen Angebote - Wir wollen nämlich mit euch rausgehen! Näheres auf: www.sei-einfach.at

    Wir freuen uns auf euch!
    Claudia & Bernhard
    Read more

  • Neuer Vortragstermin

    January 9 in Austria ⋅ 🌧 6 °C

    Für all jene die neugierig auf unseren Vortrag sind und beim letzten Termin verhindert waren oder ihn nochmals sehen möchten ;-):
    Es gibt einen neuen Vortragstermin.

    Am Mittwoch, 18. Jänner werden wir im Pfarrheim von St. Georgen/Steinfelde von unserer Reise erzählen.

    Wir freuen uns scho auf euch :-)
    Read more

  • Die Premiere unseres Reisevortrags.

    November 13, 2022 in Austria ⋅ ☀️ 11 °C

    Vergangenen Sonntag war es also soweit!

    4 Monate nach dem wir von unserer Reise zurück nach Österreich gekommen sind.

    Unzählige Stunden haben wir mit Fotos aussortieren verbracht...
    Gar nicht so einfach sich mal einen Überblick über 15.000 Fotos zu machen...
    So viele Geschichten, die wir erlebt haben...
    Welche sollten wir weglassen?
    Welche gehören unbedingt erzählt?
    Auf welche Art und Weise wollen wir das alles machen... ?

    Fragen über Fragen.

    Umso mehr hat es uns beide gefreut, als es am Sonntag dann endlich soweit war. Der charmant-alte Kinosaal der Stadt Mank war der ideale Ort dafür.
    Ziemlich überwältigt waren wir, als schließlich kein Platz mehr frei blieb, weder auf den Kinostühlen noch am Boden... Fast 200 Menschen haben sich schließlich nochmal mit uns auf diese wunderbare Reise durch Europa und Asien begeben.

    Wir möchten herzlich Danke sagen an alle, die da waren und auch an die lieben Rückmeldungen, die wir von vielen Seiten bekommen haben.
    Es war uns eine riesengroße Freude!

    Und falls es Interesse gibt.
    Wir hätten schon Lust unsere Geschichten noch mit vielen weiteren Menschen zu teilen... zu berühren und zu inspirieren.
    Read more

  • Reisevortrag im Kino der Stadt Mank

    September 22, 2022 in Austria ⋅ ⛅ 13 °C

    Es ist soweit...

    Ihr seid alle herzlich eingeladen zu unserem Reisevortrag im Kino der Stadt Mank! :-)

    Wir freuen uns schon auf euch!

    Traveler  Ich wünsche euch gutes Gelingen!

    9/22/22Reply

    Traveler  danke ☺️

    9/22/22Reply

    Traveler  So schade, dass es Sonntag Abend ist, sonst wären wir nach NÖ gekommen aber wir müssen Mo arbeiten 😢

    9/24/22Reply
     
  • Krems - Norwegen und wieder zurück ;-)

    July 2, 2022 in Austria ⋅ ⛅ 25 °C

    Jetzt befinden wir uns tatsächlich am allerletzten Abschnitt dieser Reise. Vom Erlaufsee wandern wir am Dienstag gemeinsam mit Martin auf die Gemeindealpe, dort oben treffen wir nochmal Hannes, Helene und Anna und verbringen gemeinsam einen netten Nachmittag im Terzer Haus, das wir ganz für uns allein haben.

    Am späten Nachmittag wandern wir schließlich hinab in die Ötschergräben, direkt bei einem Picknickplatz am Schleierfall finden wir ein wunderbares Plätzchen für unser Zelt.
    Am Mittwoch ist dann das Wetter schon am Vormittag regnerisch, weshalb wir noch länger dort bleiben. Nachdem die Vorhersage auch für den Abend nicht besonders gut ist, entschließen wir uns dazu die Besteigung des Ötschers auf ein anderes Mal zu verschieben und wir wandern so durch die Ötschergräben - erfreulicherweise dieses Mal bei deutlich besserem Wetter und vor allem ohne Schnee ;-)
    Von den Ötschergräben gehts dann für uns weiter durch die Tormäuer, wo wir in Erlaufboden eine Pause für das Abendessen einlegen. Da sich die Wetterlage langsam wieder verändert und sehr viele Unwetter für die Nacht prognostiziert wurden, bleiben wir gleich an einem Stellplatz dort. Wir bekommen dort von einem sehr hilfsbereiten, netten Mann den unglaublich wertvollen Tipp, das wir doch auch im Duschraum unsere Isomatten auflegen könnten. Dankbar lauschen wir im Laufe der Nacht immer wieder dem Regenprasseln am Dach - froh, dass wir nicht ständig schauen müssen, ob unsere Sachen alle im Trockenen sind :-)

    Am nächsten Morgen gehts weiter durch die Tormäuer zum Naturparkeingang in Eibenboden - genau dort bin ich mit Benjamin im Vorjahr am 14. April losgegangen. Heuer dürfen wir hier meine Eltern nach über 14 Monaten wiedersehen. Wir wandern gemeinsam den Trefflingfall entlang zum Hochbärneck und schließlich fahren wir mit ihnen weiter nach Ybbs/Donau.

    Dort dürfen wir zwei Nächte (mit einem Erholungs- und Entspannungstag) in Benjamin und Christinas Wohnung verbringen :-) bevor wir am Samstag mit unseren Booten in die Donau steigen.

    Und wieder ist das mit meinem Boot nicht ganz so easy. Jetzt zeigt auch noch das zweite Ventil schwächen und wir brauchen noch mehr Gaffa :-D und wieder war es nicht ganz klar, ob das Paddeln an der Donau mit dem Boot wirklich die beste Idee ist. Nach einem Lokalaugenschein vor Ort und der Einschätzung, dass die Strömung nicht so stark ist wie von vielen vermutet, mache ich eine Proberunde mit dem Boot und schließlich verladen wir meinen Rucksack in das Boot zu Claudia, sodass im Fall des Falles zumindest unsere Ausrüstung sicher ist!

    Mit mittlerweile doch einiges an Paddelerfahrung im Gepäck stellt das Paddeln an der Donau für uns nicht mehr die große Challenge dar. Den großen Tankern und Schiffen wird weiträumig ausgewichen und ansonsten ist der Fluss in diesem Abschnitt eigentlich sehr zahm. Nachdem unser Blick aber doch immer wieder auf mein Boot fällt und wir kritisch prüfen, wieviel Luft noch drinnen ist, entscheiden wir nach 12 Kilometer in Pöchlarn wieder auszusteigen.
    Claudia hat es schließlich auf den Punkt gebracht: “Die Luft ist draußen” und das wohl nicht nur beim Boot ;-)

    Wir wechseln also das Fortbewegungsmittel und versuchen es mit Autostoppen durch die Wachau. Dabei haben wir nochmal richtig viel Spaß und es finden nochmal richtig schöne Begegnungen am Straßenrand statt.
    Flux sind wir dann auch schon in Krems, wo wir für uns die Reise beenden, um schließlich noch weiter bis nach St. Pölten und Traisen weiter zu trampen. Das allerletzte Stück wird dann noch mit Julia und Karli zurückgelegt :-)

    Nach 445 Tagen ist die Reise nun also zu Ende und wir dürfen in Österreich in ein neues Abenteuer starten - mal schauen, was das Leben hier jetzt so alles für uns bereithält.

    David Bowies Zitat: “Ich weiß noch nicht, wohin ich von hier aus gehe, aber ich verspreche es wird nicht langweilig.” - passt dabei sicher noch immer :-)

    PS: Der Blog ist noch nicht ganz abgeschlossen. Einzelne Beiträge werden noch kommen. Wer Interesse hat an einem Vortrag oder einem Buch - beides wird es geben - darf mir gern seine E-Mailadresse in die Kommentare schreiben oder mir per E-Mail zukommen lassen (einfach an bernhard.griessler@gmx.at schicken) dann halt ich euch gern am laufenden :-)
    Read more

    Traveler  super, vielen Dank für das Dabei sein in virtueller Form 👍

    7/7/22Reply

    Traveler  danke fürs Begleiten :-)

    7/7/22Reply

    Traveler  Wie schön, da hab ich doch direkt Pipi in den Augen 🥺😎

    7/7/22Reply
     
  • Über den Hochschwab bis zum Erlaufsee

    June 27, 2022 in Austria ⋅ ☀️ 22 °C

    Vom Präbichl wandern wir hinauf zur TAC-Spitze und verbringen drei Nächte umgeben von 2000er-Felsmauern bei wunderbarem Wetter bevor wir nach Tragöß absteigen und einige Tage in einer Ferienwohnung am Grünen See verbringen.

    Am Grünen See bekommen wir Besuch von Angelika und wir dürfen gemütliche Tage mit vielen schönen Gesprächen mit ihr verbringen. Ein sehr, sehr schönes Wiedersehen! Wir haben uns sehr gefreut, dass du uns besucht hast 😊

    Leider sind Sarah und Joe krank geworden, ansonsten wären wir zu viert über den Hochschwab gewandert. So planten wir etwas um, fuhren am vergangenen Freitag gemeinsam mit unseren Vermietern zur Jassingalm und wanderten von dort hinauf zur Häuslalm, wo wir ein ganzes Matratzenlager nur für uns hatten 😀
    Am Samstag ging es schließlich mit viel Nebel und Wind hinauf auf den Hochschwabgipfel. Des wor a zache G'schicht - konnten wir uns angesichts der weißen Nebelwand nur in unserer Vorstellung ausmalen, welch traumhaftes Panorama um uns liegt.
    Nach einer längeren Pause am lässigen Schießtlhaus, wo wir unter buddhistischen Gebetsfahnen wieder einen Hauch von Nepal verspürt haben, hielt der Wetterbericht doch sein Versprechen und der Nebel lichtete sich nach und nach auf und bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein genossen wir einen einmaligen Abend bei einem abermals genialen, wenn auch schiefem Zeltplatz 😀
    Gestern am Sonntag lag dann ein längerer Abstieg nach Seewiesen vor uns. Dort angekommen stärksten wir uns mal, bevor wir auch in Österreich das erste Mal Autostoppten und von Kremsern bis nach Mariazell mitgenommen wurden!
    Vorbei an der riesigen Basilika spazierten wir noch zum Campingplatz am Erlaufsee, wo wir heute Besuch von Hannes, Helene und Anna bekommen haben und eine entspannte Zeit und einen wunderbar sonnigen Sommertag gemeinsam verbracht haben.

    Morgen geht's dann weiter. Die letzte Woche zumindest von dieser Reise liegt vor uns! Ein paar Höhenmeter wollen noch gewandert und ein paar Flusskilometer gepaddelt werden 😀
    Read more

  • Nach über 400 Tagen zurück in Österreich

    June 17, 2022 in Austria ⋅ ⛅ 25 °C

    Heute ist es also soweit.

    Wir steigen um halb 7 in Starigrad, Kroatien ins Auto von Benjamin, durchqueren Slowenien und erreichen schließlich nur wenige Stunden später die slowenisch-österreichische Grenze.

    Vor mehr als 400 Tagen hab' ich im Norden am Dreiländereck mit Tschechien und Deutschland zu Fuß Österreich verlassen und nach rund 20 Ländern und über 13 Monate später kehren wir um unzählige und unglaubliche Erfahrungen reicher zurück nach Hause.

    Nachdem wir uns von Benji am Präbichl in der Obersteiermarlk verabschieden, werden wir uns nun in den kommenden zwei Wochen in Begleitung von Freunden und Familie den Weg durch das Hochschwab-Gebiet bis zum Erlaufsee und schließlich über die Gemeindealpe und den Ötscher weiter nach Ybbs suchen. Von dort geht's dann mit unserem Boot zurück nach Krems an der Donau 😉
    Read more

    Traveler  willkommen zurück!

    6/21/22Reply

    Traveler  Welcome back 💪💪

    6/22/22Reply

    Traveler  Danke!!! 😀

    6/23/22Reply

    Traveler  Was für ein Abenteuer 👌freu mich schon auf dein Buch 😬✌️

    6/23/22Reply
    2 more comments
     
  • Roadtrip durch Montenegro & Kroatien

    June 16, 2022 in Croatia ⋅ ☀️ 26 °C

    Nach dem wir bereits zu Fuß in Montenegro gewesen sind, überqueren wir nun die albanisch-montenegrinische Grenze mit dem Auto. Wir fahren vorbei an der Hauptstadt Podgorica weiter an die Küste bis zur malerischen Bucht von Kotor. Ein traumhafter Anblick!

    Wir suchen uns auf einem Hügel mit Blick auf die Bucht einen Platz zum Übernachten und es leisten uns am Abend Ziegen, Hunde und teils sehr aufdringliche und hungrige Hängebauchschweine Gesellschaft.
    Am Samstag machen wir einen Spaziergang durch die Altstadt von Kotor und am Nachmittag machen wir eine Pause an einem der Strände in der Bucht, bevor wir bis kurz vor Dubrovnik weiterfahren, wo wir den Abend direkt am Strand mit Bier & Wein ausklingen lassen 🍺 🍷
    Am Sonntag besuchen wir schon früh die Altstadt von Dubrovnik und noch bevor es zu überfüllt ist, geht's für uns weiter zur Insel Ciovo direkt vor Split.

    Hier verbringen wir auch noch den gesamten Montag... Nach dem Frühstück machen wir uns bepackt mit unseren Booten und Kletterschuhen auf den Weg zum Meer und wir Paddeln einige Hundertmeter zu den Kletterfelsen direkt über dem Wasser. Heute probieren wir zum ersten Mal "Deep Water Solo Climbing" 😀 und es war richtig, richtig cool 😎

    Am Abend statteten wir dann noch der kleinen Insel Trogir einen Besuch ab und Tags darauf fahren wir weiter zum Nationalpark Paklenica, wo wir die vergangenen zwei Tage bei wunderbarem Wetter mit Klettern und Schwimmen im Meer verbracht haben!
    Read more

    Traveler  sein tshirt 🤣🥰🥰🥰🥰🥰🤣

    6/21/22Reply
     
  • Zu dritt am Peaks of the Balkans

    June 10, 2022 in Montenegro ⋅ 🌧 17 °C

    Vergangenen Samstag durften wir Benjamin in Shkodra Willkommen heißen 😀 Nach über 13 Monaten, als wir gemeinsam bei Schnee durch die Ötschergräben gewandert sind, war das ein sehr, sehr schönes Wiedersehen!!!

    Wir fuhren von Shkodra zu einer Osmanenbrücke, wo wir uns eine kurze Erfrischung gönnten, und dann schließlich weiter nach Boga in die albanischen Alpen. Hier verbrachten wir eine Nacht am Campingplatz von wo es am Sonntag mittels Minibus weiter nach Theth ging.

    Theth war für uns der Ausgangspunkt für die anstehende 5-tägige Wanderung entlang des grenzüberschreitenden Weitwanderwegs - dem Peaks of the Balkans. Auf fast 90 Kilometer legten wir rund 4500 Höhenmeter zurück und durchquerten dabei die albanischen Dörfer Theth, Valbona und Cerem, sowie die montenegrinischen Orte Plav und Vusanje. Wir erlebten in den fünf Tagen täglich Donner, Blitz und Regen. Entsprechend oft richtete sich unser Blick nicht nur auf die teils unglaublich steilen und vereinzelt sehr verwachsenen Wanderwege, sondern oft gen Himmel, um die Wetterlage immer wieder aufs Neue einzuschätzen.
    So ist es uns an den ersten vier Tagen noch gelungen rechtzeitig mit Einsetzen des Regens einen Unterstand zu finden, aber am letzten Tag blieb uns nichts anderes übrig als uns trotz frühen Starts ganze vier Stunden in strömenden Regen ☔ unseren Weg zurück nach Theth zu suchen. Ein wahrer Härtetest für unser Equipment!
    So viel Regen hatten wir bislang noch nie!!! 🙈

    Die Wanderung war trotz instabilen und regenreichen Wetters eine sehr schöne!
    Umgeben von 2500 m hohen Felsgipfeln erkundeten wir zu Fuß diese abgelegene Gegend und wie wir schon oft erfahren durften sind Grenzregionen oftmals historisch besondere Orte. Unzählige größere und kleinere Bunkeranlagen aus der Zeit der Hoxha-Diktatur konnten wir in Albanien finden. An einigen Dorfeingängen fanden wir quadratische Steintürme (so genannte Kullas), die zur Verteidigung von Angreifern aber auch zum Verstecken von Männern, die von der Blutrache verfeindeter Familien bedroht waren, dienten. Oder das heute albanische Dorf Çerem, das früher von montenegrinischen Bauern im Sommer zur Almbewirtschaftung genutzt wurde. Durch eine neue Grenzziehung war es ihnen plötzlich nicht mehr erlaubt in ihr Heimatland zurückzukehren und so leben diese Familien seither in Albanien.
    Bezeichnend war auch die Freundlichkeit der Menschen. Immer wieder wurde uns zugewinkt und der erste Mensch, den wir nach der Überquerung der albanisch-montenegrinischen Grenze angetroffen haben, sprach uns überhaupt gleich auf Deutsch an 😀

    Und so heißt es für uns jetzt nach zwei abenteuerlichen und sehr naturerlebnisreichen Wochen im wunderbaren Albanien Abschied nehmen.
    Wir setzen unsere Reise gemeinsam mit Benjamin fort, weiter Richtung Norden - weiter in Richtung österreichische Grenze, wo wir davor noch Montenegro und Kroatien einen Besuch abstatten 😀
    Read more

    Traveler  mein süßer mit seinem thunfisch 😅🥰🐟

    6/16/22Reply
     
  • Auf der Vjosa durch Albanien paddeln

    June 1, 2022 in Albania ⋅ ☀️ 30 °C

    Nach zwei schönen Tag am Pelion gemeinsam mit Lisa, Clemens, Lenny und Tino fahren wir mit dem Bus zurück nach Volos und trampen von dort weiter nach Kalambaka, wo wir unter freiem Himmel eine Nacht verbringen, bevor es Tags darauf weiter nach Albanien geht.
    Wir durften mit Dimitri aus Larissa, Ralph & Irena (Deutschland/Ukraine), einem deutschen und einem französischen Pärchen, einem weiteren Griechen und schließlich mit Marsela aus Vlora (Albanien) mitfahren.

    Miz der energiegeladenen und so hilfsbereiten Marsela überquerten wir die griechisch-albanische Grenze, bekamen so einiges über das Land erzählt und wurden schließlich bis zu unserem Ausgangspunkt nach Memaliaj an der Vjosa gefahren 😀
    Wir tauschten noch Nummern aus und sie bot uns an, dass wir uns jederzeit bei ihr melden könnten, falls wir bei irgendetwas Hilfe brauchen könnten. Einige Tage später schickte sie uns via WhatsApp sogar noch ihre Adresse in Vlora und lud uns zu sich ein, uns zog es da allerdings schon in den Norden Albaniens.

    In Memaliaj besorgten wir uns noch eine albanische Simkarte und kauften Verpflegung für die kommenden Tage: 1,5 kg Haferflocken, 8 Äpfel, Mandeln, Rosinen, 4 Tomatensugos, 2 Gläser Pesto, 1,5 kg Nudeln, 1 kg Brot, 1 Glas Erdnussbutter, 1 Glas Nutella, 3 Packungen Käse, 8 Erdäpfel/Süßkartoffel (fürs Lagerfeuer).

    Nach einer Zeltnacht am Flussufer pumpen wir unsere Boote auf, die uns Rita und Wolfgang liebenswerterweise wieder von Österreich mitgebracht haben.
    Mein Boot stellte mich allerdings kurz vor der geplanten Abfahrt nochmals vor eine ernsthafte Geduldsprobe. Bereits in Bergen in Norwegen habe ich ein Loch gepickt, doch neuerlich verliert es Luft und so habe ich noch zwei Tage davor mit einem weiteren Kleber die Lücke neu verklebt und auch das schien wieder nicht zu halten. Somit ist unklar, ob wir überhaupt in unsere Boote steigen können.
    Eine Kombination aus Bootskleber und Gaffaband mit ausreichend (Vertrauens-)Tests auf dem Wasser lässt uns dann schließlich den Entschluss treffen, es zumindest zu versuchen.

    Und glücklicherweise hat es geklappt! Ansonsten wären uns wunderbare Tage am Wasser der Vjosa entgangen!

    Die Vjosa. Sie gilt als einer der letzten wilden Flüsse Europas, entspringt in den griechischen Bergen und legt bis zur albanischen Adriaküste 272 Kilometer zurück. Das einzigartige daran: Es gibt entlang des gesamten Flusses keine einzige Bebauung in Form einer Wehrmauer oder eines Kraftwerks und somit darf sich das Wasser ganz natürlich und unreguliert seinen Weg zum Meer
    suchen.

    Der Einstieg in Memaliaj ist so gewählt, dass knifflige und möglicherweise auch gefährliche Wildwasserstellen bereits hinter uns liegen. Vor uns bleiben aber immer noch 100 Flusskilometer, die von uns entdeckt werden wollen 😀

    Mit manchmal mehr und manchmal weniger Strömung in einem breiten Flussbett mit zahlreichen Verästelungen und Seitenarmen, die sich immer wieder mit einander verbinden und sich wieder von einander trennen, paddeln wir umgeben von Bergen durch eine wunderschöne Landschaft.
    Nur einmal pro Tag macht sich eine/r von uns auf den Weg ins nächste Dorf um Wasser zu besorgen. Ansonsten sehen wir außer vereinzelten Fischern und zwei anderen Paddlern in den fünf Tagen kaum eine Menschenseele.

    Das Wetter ist wunderbar warm. Es lädt uns tagsüber für ein Bad im Fluss und nachts zum Schlafen direkt unter freiem Himmel ein. Der Neumond und die oftmals nicht vorhandene Lichtverschmutzung erlauben uns eine wunderbare Sicht auf die Sterne.

    Und so verbringen wir die 5 Tage mit Paddeln, Pausen am Flussufer, Baden, Lagerfeuer machen, ... Wir genießen es besonders uns draußen auf so freie Art und Weise bewegen zu können! 😀

    Am letzten Tag verliert sich schließlich die Strömung und der Fluss fordert von uns nun weit mehr Paddeleinsatz als davor. Dennoch ist unser Zug zum Meer ein sehr starker und so legen wir an diesem Tag 23 Kilometer zurück und erreichen schließlich die Flussmündung in die Adria erst als es bereits dunkel ist.
    Wir suchen noch ein Plätzchen für unser Zelt und fallen müde auf unsere Isomatten. Am nächsten Tag weckt uns neuerlich die Sonne. Wir hören das Meeresrauschen und die ersten Fischer, die ihr Glück versuchen.

    Nach einigen Kilometern zu Fuß entlang der Küste erreichen wir den ersten Strand, wo wir eine Campingbus im Sand stecken sehen. Wir bieten dem jungen Schweizer Pärchen unsere Hilfe an und wenig später kommen noch weitere Unterstützer und einer von ihnen hat erfreulicherweise ein Abschleppseil in seinem Auto liegen. Mit vereinten Kräften gelingt es schließlich den Van aus dem Sand zu ziehen.

    Laura und Leonie, zwei Studentinnen aus Aachen in Deutschland haben auch mitgeholfen und mit ihnen dürfen wir schließlich ein ganz schönes Stück mit Richtung Norden fahren und es folgt ein entspannter Trampingtag.
    So stehen wir nie länger als vielleicht 5 Minuten am Straßenrand, bevor uns jemand mitnimmt. So erreichen wir nacheinander Durrës, Vora, Fushe-Kruja, Milot und schließlich die Stadt Shköder im Norden Albaniens.

    Nach den aufregenden, so abenteuerlichen und gelungenen Tagen am Wasser freuen wir uns jetzt auf ein bisschen Erholung, wo wir uns und unserem ganzen Equipment ein wenig Pflege gönnen, bevor wir wieder Besuch bekommen und die Reise wieder für eine Weile zu Fuß weitergeht 😀
    Read more