• Aveiro und Costa Nova

    May 17–20, 2025 in Portugal ⋅ ☁️ 25 °C

    Auf dem Weg Richtung Aveiro fahren wir aus dem Hügelland in eine riesige Tiefebene. Hier ist wirklich nicht mehr zu übersehen, dass wir immer wieder auch durch verbranntes Land fahren. Vor unserem 1. Start im Herbst Anfang September 2024 hat es in Nord-Portugal ca. 100 zeitgleiche Waldbrände gegeben, Schwerpunkt war die Gegend um Aveiro. Und doch ist es erstaunlich, dass hier nur noch relativ wenig an diese riesigen Waldbrände erinnert. Die ersten 50-80 cm der Bäume sind bereits mit kräftigen frischen Trieben bewachsen und die Böden wirken nicht sehr verbrannt, so dass es weniger trostlos wirkt, als an der Dune du Pilat in Frankreich. Man muss genau schauen, um die dünnen Stecken der verbrannten Bäume wahrzunehmen.

    Wir radeln nach Aveiro. Es gilt als das Venedig Portugals, da die Altstadt ein paar kleine Kanäle hat. Schön sind dort auch die farbenfrohen Boote (Barcos Moliceiros), die traditionell zur Seetangernte genutzt wurden. Es ist dort ganz nett, wenn auch relativ voll, da wir einen Sonntag erwischt haben, an dem Studenten ihre Studienabschlüsse mit ihren Familien feiern. Aveiro ist auch Universitätsstadt.

    Wir wechseln den CP, da wir uns auf dem bisherigen nicht wohl fühlen, und finden ganz in der Nähe einen wunderschönen Platz an den Dünen. Und, welch Überraschung: Wir sehen ein weiteres Kennzeichen unserer Heimatstadt. Bei genauerem Hinschauen ist es ein alter Bekannter von Peter mit seiner Frau. Die Freude ist groß!

    Während die Männer ihr Wiedersehen feiern, laufe ich am Strand in das 4 - 8 km entfernte Costa Nova, ein Nachbarort von Aveiro, welcher von Fischern gegründet wurde, die damals entschieden, ihre Fischerhütten in bunten Streifen zu streichen. Heute sind aus den Hütten meist stabiler Häuser geworden, die vielfach als Ferien-Domizile dienen. Die bunten Streifen aber sind geblieben.

    Es folgt ein langer gemeinsamer Abend in größerer Runde vor dem WoMo.
    Read more