• Ziel: Leuchtturm am Cap von Sao Vicente

    June 1, 2025 in Portugal ⋅ ☁️ 20 °C

    Wir sind gerade gestartet, um zu dem Leuchtturm am Cap von Sao Vicente zu fahren, als es in einer Kurve in unserem WoMo einen gewaltigen Schlag tut, begleitet von einem riesigen Scheppern und dem Sound von zerspringendem Glas und Geschirr. Unsere mittlere Geschirr- und Vorratsbehälter-Schublade in der Küche war wohl versehentlich nicht richtig gesichert und ist in einer Kurve mit voller Wucht aus der Verankerung gerissen und erst gegen die gegenüber liegende WoMo-Tür und dann auf den Boden gekracht. Wir sind beide erst einmal starr vor Schreck. Größere Scherben und viele klitzekleine Glas- und Porzellan-Splitter überall. Und dennoch: Eine genauere Sichtung ergibt, dass wir mit einem blauen Auge davon gekommen sind: Ein Eßteller, 2 Frühsstücksteller und eine Vorrats-Glasschale von Ikea mußten dran glauben. Es hätte schlimmer kommen können. So fahren wir erst einmal weiter, nachdem wir die Schublade auf dem Bett gesichert und die gröbsten Scherben entfernt haben.

    Der Leuchtturm steht am südwestlichsten Punkt des gesamten europäischen Festlands und wurde 1846 erbaut. Wir wußten im Vorfeld, dass er wohl schon seit 1-2 Jahren „vorübergehend geschlossen“ ist, wollten ihn uns aber dennoch nicht entgehen lassen, wenn wir doch hier schon mal sind. Es bedeutet für uns nur einen kleinen Umweg.

    Und da es bereits 14.30 Uhr ist, ohne dass wir etwas zu Mittag gegessen hätten, genehmigen wir uns nach dem Schreck sogar eine „letzte Bratwurst vor Amerika“, die man schon fast als Kult bezeichnen kann, da sie zuverlässig in jeder Algarve-Doku auftaucht. Besonders lecker fanden wir sie allerdings beide nicht.

    Nach Ankunft am nächsten CP am späteren Nachmittag widmet sich Peter dann erst einmal der doch etwas größeren Herausforderung die Schublade so zu reparieren, dass sie möglichst wieder einsatzfähig ist. Peter ist dankenswerter Weise so gestrickt, dass es in solchen Fällen immer so lange in ihm arbeitet, bis er eine Lösung gefunden hat. So liegt er fast 3 Std. quasi vor und unter der Schublade und schraubt, klebt, bastelt und knobelt, bis sie wieder nutzbar und schließlich sogar auch wieder verschließbar ist. Wow!!!
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