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  • Day102

    Fitz Roy die Zweite - Sonne

    April 21, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 24 °C

    Eine Stunde vor dem Aufstehen inspizierte David schon mal den Himmel. Die Neugierde war groß und es war tatsächlich sternenklarer Himmel. Nach einer Dusche und dem Frühstück schafften wir es dann um 9 Uhr loszugehen. Noch schnell bei der Bäckerei vorbei und zwei kleine Baguette eingepackt. Täglich grüßt das Murmeltier. Fast gleiche Uhrzeit, gleicher Weg. Nur deutlich besseres Wetter. Wir hatten es eilig, denn wir wollten um 18 Uhr den Bus zurück nach El Calafate bekommen. So erreichten wir wieder zügig die Laguna Capri, wo wir wieder vier Schwarzspechte sahen. Kurz danach durchquerten wir die ersten gefrorenen Pfützen, als wir endlich weiter kamen als gestern. Bis dahin war schon über eine Stunde vergangen und wir erreichten eine kleine Hochebene. Mehrere Kilometer legten wir kaum Höhe zurück sondern gingen eher abwärts. Wir ahnten schlimmes. Es kam dann auch so wie es uns vor 2 Tagen im Parkrangerhaus gesagt wurde. 400 Höhenmeter auf dem letzen Kilometer. Guter Anstieg und auch an sich kein Problem, wäre da nicht der zwischen 5 und 40 cm hohe Schnee gewesen, der am Vortag und in der Nacht gefallen ist. Unten taute er bereits auf. Leider waren auch einige Leute so naiv und mit Turnschuhen unterwegs. Wir überholten mal wieder gut 15 Leute die den Berg hochkrochen und sich von Stein zu Stein hangelten. Nicht jeder gab seine Position freien Willens auf. Eine musste aggressiv am Berg überholt werden, nachdem Lisa gut 5 Minuten hinter der Dame war, die vielleicht 10 Meter in der Minute zurückgelegt hat. Kurz vor 13 Uhr erreichten wir die höchste Stelle, die man erreichen konnte. Eine kleine Lagune vor dem Fitz Roy wo wir einen heißen Tee tranken und kurz die Wahnsinnsaussicht genossen. Den Berg runter wurde dann teilweise gerutscht. Einige Stellen waren mittlerweile durch den Andrang und das Tauwetter zu Eisbahnen geworden. Also gemächlich oder schnell. Wir waren schnell, denn die Geschwindigkeit stabilisierte mehr als ein vorsichtiges Vorantasten. An einer Schutzhütte machten wir kurz Rast um Brote zu essen. Die Pause hielt nicht lang, da eine Horde lärmender Wanderer sich entschied sich zu uns zu gesellen. Also Brot auf die Hand und weiter. Draußen war es etwas zugezogen und es wurde ungemütlicher. Auf der Hälfte der Strecke entschieden wir einen kleinen Umweg zu nehmen der zum Glück auch nicht so überlaufen war. Wir erhofften uns noch ein paar andere Spitzen zu sehen, was wir dann später auch taten. Die letzten Kilometer waren dann recht anstrengend. Wie knackten dann zum Ende ungefähr 24 km bei 800-900 Höhenmeter, die zurückgelegt wurden. Um 17:20 erreichten wir das Hostel, wo wir schnell das Gepäck aufnahmen und zum Busbahnhof schlichen. Noch schnell an der Bäckerei "Wie lecker" vorbei und sowas wie Abendbrot geholt und weiter. Pünktlich um kurz vor 18 Uhr bestiegen wir den Bus. Dort wurde noch ein schlechter Film angemacht und gegen 21 Uhr erreichten wir El Calafate. Noch schnell ein günstiges Hostel in der Nähe vom Busbahnhof suchen und morgen um 8 gehts zurück nach Punta Arenas.Read more