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Analoge NomadenTour 4.1

An open-ended adventure by duopoli Read more
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    🇫🇷 Hirzbach, Frankreich
  • Zaragoza

    Apr 5–9 in Spain ⋅ ☀️ 28 °C

    Saragossa (oder spanisch: Zaragoza) hat uns ehrlich gesagt ziemlich überrascht. Wir dachten vorher: „Ja gut, irgendeine spanische Stadt zwischen Madrid und Barcelona.“ Aber was wir bekommen haben, war eine wilde Mischung aus antiker Geschichte, moderner Architektur, unfassbar gutem Essen – und einem Burger-Festival, das wir so schnell nicht vergessen werden.
    Schon beim ersten Spaziergang durch die Stadt merkt man: Hier steckt Geschichte in jeder Ecke. Römische Ruinen, maurische Einflüsse, barocke Kirchen – Saragossa macht einfach keine halben Sachen. Du läufst durch Straßen, die älter sind als die meisten Länder, und fünf Minuten später stehst du vor futuristischen Gebäuden vom Expo-Gelände 2008. Dieser Kontrast funktioniert erstaunlich gut. Es fühlt sich ein bisschen an, als hätte jemand die Zeit durcheinandergewürfelt – aber auf eine charmante Art.
    Und dann dieses Expo-Gelände. Früher große Weltausstellung, heute… Burger-Paradies. Kein Witz. Wir sind da eher zufällig reingestolpert und plötzlich waren wir mitten in einem Burger-Festival. Überall Foodtrucks, der Geruch von gegrilltem Fleisch in der Luft, Musik, Leute, die einfach gut drauf sind. Wir haben mindestens vier Burger probiert (rein wissenschaftlich natürlich), und jeder einzelne war besser als der letzte. Irgendwann saßen wir einfach in der Sonne, mit einem eiskalten Bier in der Hand, und dachten: „Okay, Saragossa – du hast uns.“
    Apropos Sonne: 28 Grad im April. Achtundzwanzig! Während man in Deutschland noch darüber diskutiert, ob man die Winterjacke schon wegpacken kann, sitzt du hier im T-Shirt draußen und schwitzt leicht beim vierten Burger. Das Leben kann so einfach sein.
    Die Stadt selbst hat genau diese entspannte „easy going“ Atmosphäre, die man sich von Spanien erhofft. Die Leute sind offen, entspannt und irgendwie immer bereit für ein Gespräch oder ein Lächeln. Niemand hat es eilig, aber alles funktioniert trotzdem.
    Abends ging’s dann natürlich in die Tapas-Bars. Und da spielt Saragossa ganz vorne mit. Kleine Teller, große Geschmacksexplosionen. Du ziehst von Bar zu Bar, bestellst hier eine Kleinigkeit, dort ein Getränk, und ehe du dich versiehst, ist es Mitternacht und du hast das Gefühl, die halbe Stadt zu kennen.
    Und wenn du denkst, das war’s schon – nope. Saragossa kann auch Shopping. Moderne Malls, klimatisiert (sehr wichtig bei 28 Grad), mit allem, was man braucht oder auch nicht braucht, aber trotzdem kauft.
    Unterm Strich: Saragossa ist diese Art von Stadt, die keinen großen Hype braucht, weil sie einfach liefert. Geschichte, gutes Essen, entspannte Menschen, Sommerfeeling im Frühling – und ein Burger-Festival auf einem ehemaligen Expo-Gelände. Mehr kann man eigentlich nicht verlangen.
    Wir kamen ohne große Erwartungen. Wir gingen mit leichtem Sonnenbrand, vollem Magen und dem festen Plan, wiederzukommen.
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  • Los Alcázares

    Mar 20–27 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Manchmal merkt man als Tourbus-Reisender schon ziemlich deutlich, dass man auf der Sonnenseite des Lebens steht.
    Hier in Los Alcázares am Mar Menor in Murcia ist es nämlich wirklich fast unverschämt schön. Wir stehen in einer neuen, noch etwas unfertigen Siedlung, aber dafür fußläufig zum Ort und zum Meer — also genau da, wo man eigentlich hin will.
    Und das Beste: Es ist alles da, was das Reiseherz glücklich macht. Tolle Tapas-Bars, diverse Geschäfte und natürlich auch der ganze Service, den man unterwegs eben so braucht.
    Der Knaller kommt aber heute aus der Zeitung: Da steht, dass die Gegend hier inzwischen so beliebt ist, dass zwei Wochen Sommerurlaub hier schon mal bis zu 7.000 Euro kosten können.
    Und wir?
    Wir stehen hier für umme.
    Für exakt null Euro.
    Mit Meer in Reichweite, Sonne auf der Nase und dem leisen Verdacht, dass wir das Urlaubsspiel vielleicht einfach durchgespielt haben.
    Was für ein Glück. Oder einfach ein ziemlich guter Stellplatz.
    Wer braucht schon ein 5-Sterne-Resort, wenn man den gleichen Blick aus der Schiebetür hat und das gesparte Geld lieber direkt in Kaltgetränke investiert? ☺️
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  • Ojós

    Mar 17–19 in Spain ⋅ ☀️ 21 °C

    Das Paradies hat einen Namen:
    OJÓS am Río Segura 😍 – wahrscheinlich der schönste Ort in ganz Spanien! 🌞🍋
    Überall Zitronenbäume, als hätte jemand beschlossen, dass Vitamin C hier Pflicht ist. Die Menschen sind unglaublich nett, die Landschaft so atemberaubend, dass man ständig vergisst, was man eigentlich gerade machen wollte.
    Unser Stellplatz? Sensationell! Direkt am Fluss, zwischen Palmen – fast so, als hätten wir uns aus Versehen in eine Postkarte gestellt. 🌴
    Ganz ehrlich: Wenn uns hier irgendwann jemand fragt, wann wir weiterfahren, sagen wir einfach: „Weiterfahren? Wieso denn? Wir bleiben hier jetzt für immer.“ 🤗🌻
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  • Tocina-Los Rosales

    Mar 8–12 in Spain ⋅ ☀️ 18 °C

    Manchmal hat ein Tag offensichtlich seinen ganz eigenen Plan – nur leider nicht denselben wie wir.
    Eigentlich war alles ganz klar: Von Los Rosales aus wollten wir gemütlich mit dem Zug nach Sevilla fahren. Ein entspannter Ausflug, ein bisschen Stadt, vielleicht ein Kaffee irgendwo auf einer sonnigen Plaza. Der Plan stand. Nur hatte der Bahnhofsparkplatz offenbar ebenfalls einen Plan – nämlich vollständig besetzt zu sein. Und zwar so vollständig, dass selbst ein Fahrrad kaum noch Platz gefunden hätte.
    Also: Plan B. Wenn wir schon nicht nach Sevilla kommen, fahren wir eben zu einer archäologischen Ausgrabungsstätte in der Nähe. Kultur statt Stadtbummel – klingt doch auch ganz nobel.
    Die Fahrt begann vielversprechend. Landschaft, Sonne, gute Laune. Bis die Straße langsam… nun ja… sagen wir mal „historisch“ wurde. Die letzten Kilometer bestanden mehr aus Schlaglöchern als aus Straße. Irgendwann wurde klar: Wenn wir hier weiterfahren, werden wir selbst Teil einer archäologischen Ausgrabung. Also wieder umdrehen.
    Inzwischen hatte der Tag offiziell den Status „läuft irgendwie nicht“ erreicht.
    Gerade als wir innerlich schon dabei waren, diesen Tag freundlich abzuhaken, tauchte in Tocina eine kleine Bar auf. Und was soll man sagen: gutes Essen, entspannte Stimmung und sogar eine Mini-Ausgrabunsstätte nebenan – plötzlich sah die Welt wieder deutlich besser aus.
    Der krönende Abschluss wartete dann am Stellplatz: ein Konzert ganz in der Nähe. Wir müssen zugeben, wir haben nicht jedes Detail der Musik verstanden. Aber die Lautstärke… die war wirklich beeindruckend. Sehr beeindruckend. Wirklich sehr, sehr beeindruckend. 😉
    Am Ende also doch ein besonderer Tag: nicht der, den wir geplant hatten – aber definitiv einer, den wir so schnell nicht vergessen werden.
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  • El Viso del Alcor

    Mar 7–8 in Spain ⋅ ⛅ 17 °C

    Es war ein mäßig sonniger Frühlingstag in El Viso del Alcor in Andalusien. Die Orangenbäume dufteten, eine alte Katze döste auf einer halb zerfallenen Mauer, und der deutsche Tourist Karl stand ratlos vor einem kleinen Baum, der aussah, als hätte jemand pinke Konfetti direkt auf die Äste geklebt.
    „Was bist du denn für einer?“ murmelte Karl.
    Der Baum raschelte beleidigt mit seinen Zweigen.
    „Ein bisschen Respekt bitte. Ich bin ein Judasbaum.“
    Karl zuckte zusammen. „Der Baum… redet?“
    „Natürlich“, sagte der Baum. „Ich stehe seit Jahrzehnten hier. Wenn man so lange herumsteht, entwickelt man Gesprächsbedarf.“
    Karl schaute genauer hin. Tatsächlich: Der Baum war voller kleiner rosa-violetter Blüten – und zwar direkt am Stamm und an den Ästen.
    „Das ist übrigens mein Markenzeichen“, sagte der Baum stolz. „Botaniker nennen das Kauliflorie. Meine Blüten wachsen direkt aus dem Holz. Ziemlich praktisch, wenn man auffallen will.“
    „Moment“, sagte Karl. „Bist du dieser Baum aus der Bibelgeschichte?“
    Der Judasbaum seufzte. „Ah, das schon wieder. Mein wissenschaftlicher Name ist Cercis siliquastrum, aber jeder nennt mich Judasbaum wegen einer alten Legende. Angeblich soll sich Judas Iskariot nach seinem Verrat an Jesus an so einem Baum erhängt haben.“
    Karl schluckte. „Nicht gerade gute PR.“
    „Nein“, sagte der Baum. „Dabei bin ich völlig unschuldig. Außerdem sagen manche, ich komme ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum – Griechenland, Türkei, Levante. Aber in Spanien, besonders hier in Andalusien, fühle ich mich sehr wohl.“
    Ein leichter Wind wehte über die Hügel.
    „Frühling ist meine große Show“, fuhr der Baum fort. „Bevor meine herzförmigen Blätter erscheinen, blühe ich komplett in Rosa. Ganze Straßen sehen dann aus wie ein Pastellfarben-Festival.“
    Karl nickte. „Stimmt, ich habe dich gestern schon in Sevilla gesehen.“
    Der Baum räusperte sich stolz. „Ganz genau. Ich werde gern in Parks und an Straßen gepflanzt. Ich komme gut mit dem mediterranen Klima klar: heiße Sommer, milde Winter.“
    Die Katze auf der Mauer öffnete ein Auge.
    „Und übrigens“, sagte der Baum verschwörerisch, „meine Blüten kann man sogar essen.“
    „Was?!“
    „Salate. Leicht süßlich. Manche Andalusier streuen sie darüber. Aber bitte mit Stil.“
    Karl grinste. „Also bist du hübsch, historisch interessant und auch noch essbar.“
    Der Baum nickte zufrieden.
    „Siehst du. Viel besser als mein Ruf.“
    In diesem Moment kam eine ältere Andalusierin vorbei, blieb stehen und betrachtete den Baum.
    „¡Qué bonito!“ sagte sie.
    Karl nickte zustimmend. „Ja, wirklich schön.“
    Der Judasbaum flüsterte leise:
    „Sag ihr bitte nicht, dass ich gerade mit dir gesprochen habe. Die Leute halten Bäume sonst für verrückt.“
    Die Katze gähnte.
    Und irgendwo im warmen andalusischen Frühling rieselte ein kleines rosa Blütenblatt zu Boden – direkt auf Karls Kopf.
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  • Costa Ballena

    Mar 2–6 in Spain ⋅ 🌬 19 °C

    Nach 2 Monaten Hausarrest (freiwillig… mostly 😅) sind wir endlich wieder on the road! 🚐
    1. Station: Costa Ballena.
    Im Winter wirkt hier alles wie eine Filmkulisse nach Drehschluss: noble Häuser, schicke Apartmentanlagen, ein riesiger Golfplatz – und… niemand da.
    Perfekt für uns.
    Viel Platz, viel Ruhe und genug freie Parkplätze, um so zu tun, als hätten wir das ganze Viertel gemietet.
    Off-Season-Luxus – wir nehmen, was wir kriegen. 😎
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  • Zahora

    Jan 4–Mar 2 in Spain ⋅ ⛅ 15 °C

    Nach 4-wöchiger Fahrt sind wir endlich in Zahora an der andalusischen Costa de la Luz angekommen.
    Ein wirklich tolles Domizil für die nächsten Wochen haben wir hier gefunden. Klingt idyllisch – ist es auch. Eigentlich.
    Denn immer nur reisen geht ja weiß Gott nicht. Irgendwann muss man ja auch mal arbeiten. Sagt man so 🫣
    Der Regen hier?
    Macht null Spaß.
    Dafür macht er Seen. Auf den Straßen. Überall.
    Spontane Binnengewässer, die uns sehr eindrucksvoll erklären: Bleibt im Haus! Arbeitet!!
    Rausgehen ist theoretisch möglich, praktisch aber eher Wassersport.
    Also sitzen wir brav im Haus, arbeiten pflichtbewusst – gezwungen von der Natur 😉
    Und trotzdem: schön ist es.
    Palmen, Strand und Meer direkt vor der Tür.
    Man sieht sie halt gerade nur durchs Fenster.
    Andalusien füllt seine Wasserspeicher,
    wir füllen To-do-Listen.
    Win-win. Oder so... 🌴🌧️😄
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  • Trip start
    December 8, 2025