Anreise
28. april 2023, Italien ⋅ ☁️ 14 °C
Einmal nach Venedig...
Bilder dieser Stadt scheinen zum kollektiven Gedächtnis der Menschen zu gehören – wohl niemand, der nicht sofort Gondeln vor Augen hat, verträumte Kanäle, Nebelschwaden, Palazzi mit morbiden Fassaden, Prunk und Karnevalsmasken – all das ist Venedig. Venedig ist aber auch ein von Touristen gnadenlos überrannter Hotspot, der seit Jahren eher halbherzig versucht, der Unmengen an Menschen, der Horden von Kreuzfahrttouristen einigermaßen Herr zu werden – denn wer beißt schon die Hand, die einen füttert. All das hatte auch ich vor Augen, und seit Jahren schon wollte ich mir doch gerne auch einmal selber ein Bild machen von la Serenissima - der einzigartigen.
Nun, es hat lange gedauert – zum einen war irgendwie nie der richtige Zeitpunkt, zu knapp und somit unbezahlbar, oder es bekamen andere Städte den Vorrang, zum anderen muss ich zugeben, daß Stefan meine diesbezüglichen Pläne von allem Anfang an gar nicht gut fand. Aber irgendwann buchte ich dann doch – weit genug im Voraus und ohne dafür einen Urlaubstag opfern zu müssen, es sollte das Wochenende zum 1. Mai werden.
Und trotz dieses Mal längerer Vorausplanung nötigten mir die Preise für die Hotels bzw. Pensionen direkt in der Altstadt noch immer Schnappatmung ab, und viel geboten bekommt man dafür auch nicht wirklich– oft Standarts, die ich uns nicht (mehr) zumuten möchte, winzige Kämmerlein mit winzigen Doppelbetten… Also fand ich auf der Suche nach bezahlbaren Alternativen die Stadt Mestre, mehr oder weniger direkt als "Schlaf- und Parksilo" konzipiert, eine hässliche Vorstadt mit vielen riesigen Parkhäusern. Von hier kommt man relativ unkompliziert mit Bus oder Bahn direkt nach Venedig.
Wir starten also am Freitag Abend ab Frankfurt – und wie als Vorgeschmack auf das Massenziel Venedig ist heute auch der Flughafen zum bersten voll, die Schlange vor der Sicherheitskontrolle endlos. Der Flug ist kurz, und noch knapp vor Mitternacht checken wir im „Best Western Tritone“ in Mestre ein.Læs mere








