• Weiter entlang der Seidenstrasse…

    27. juni 2025, Usbekistan ⋅ ☀️ 30 °C

    Wir fahren mit dem Zug weiter. Von mehreren Schaffnern werden wir gefragt, ob wir wirklich ECONOMY fahren wollen und nicht First Class. Wegen Klimaanlage und Comfort. Wir werden mehrfach gefragt, ob wir nicht umbuchen wollen. Aber unser Platz ist sehr geräumig, mehr Platz als bei der DB, es gibt sogar Steckdosen… also bleiben wir.
    Am Anfang der Zugfahrt ist die Landschaft noch sehr grün. Viele Gewächshäuser, Sonnenblumenfelder, Obsthaine, wir sehen Esel, Pferde und vereinzelt Kühe. Es wird Mais angebaut und Getreide, das gerade geerntet wird. Am Horizont kann man die Grenzberge zu Tadschikistan sehen.
    Je weiter wir fahren, desto karger wird die Landschaft, grün bleibt es um den Fluss. Es gibt viele Kanäle/kleine Flüsse zu Bewässerung der landwirtschaftlich genutzten Flächen.
    Wir kommen um die Mittagszeit in Samarkand an, essen eine Kleinigkeit und fahren mit dem Bus (14 ct für 45 Minuten) zu unserem Guesthouse.
    Das ist sehr hübsch, im Innenhof gibts erstmal Tee und Wassermelone.

    Samarkand ist eine der ältesten Städte der Welt und UNESCO-Weltkulturerbe. Gegründet im 7./8. Jahrhundert v. Chr., liegt die Stadt an der historischen Seidenstraße und war über Jahrhunderte ein bedeutendes Zentrum für Handel, Wissenschaft und Kultur.
    Sie wurde von Alexander dem Großen erobert, von Dschingis Khan zerstört und im 14. Jahrhundert von Timur (Tamerlan) zur Hauptstadt seines Reiches gemacht. Sein Reich reichte von Istanbul, Moskau im Westen bis Delhi im Osten. Die Gebäude aus dieser Zeit prägen das heutige Stadtbild.
    Das Mausoleum von Timur (Gur-e-Amir) ist 100 m neben unserem Hotel und wir verbringen fast 2 Stunden dort. Es ist nicht viel los und es gibt so viele schöne Details, innen wie außen! Angefangen wurde das Gebäude ( es ist nur ein Teil erhalten) 1403.
    Das Gur-e-Amir gilt als Meisterwerk der timuridischen Architektur mit einer markanten blauen Kuppel, kunstvollen Verzierungen und Minaretten. Es wurde zum Vorbild für spätere Großbauten wie das Humayun-Mausoleum in Delhi und das Taj Mahal in Agra!
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