• Camino de la Muerte -Death Road 🚵‍♂️🚵‍♀️

    21 de noviembre de 2025, Bolivia ⋅ ☀️ 20 °C

    Wir fahren heute Fahrrad! Diesmal Mountain-Bike… und zwar nur bergab! Vom La Cumbre Pass auf 4500 m geht’s 65km runter auf ca 1000m in das Amazonasgebiet.

    Hier ein paar Infos:
    Die Death Road in Bolivien, auch bekannt als Yungas-Straße oder Camino de la Muerte , gilt als eine der gefährlichsten Straßen der Welt. Sie erstreckt sich über etwa 64 bis 80 Kilometer von La Paz nach Coroico und durchquert dabei verschiedene Klimazonen, vom kalten Altiplano bis zum tropischen Regenwald der Yungas. Die Straße wurde in den 1930er Jahren von paraguayischen Zwangsarbeitern gebaut. Das Straßenprofil ist an vielen Stellen extrem schmal, oft nur drei bis dreieinhalb Meter breit, nur teils mit Leitplanken, mit steilen Abgründen von bis zu 600 Metern Tiefe. Früher fuhren Lastwagen, Busse und Autos auf dieser Strecke, was zu circa 200 bis 300 Todesfällen pro Jahr bis 2007 führte.
    Seit 2007 gibt es eine neue, asphaltierte Umgehungsstraße, weshalb die alte Death Road heute hauptsächlich von Mountainbikern befahren wird, die das Downhill-Erlebnis suchen. Trotz der touristischen Attraktivität bleibt das Risiko hoch, und jährlich sterben immer noch etwa 100 Menschen durch Unfälle auf der Strecke… und man sieht tatsächlich viele Kreuze am Straßenrand.

    Wir haben eine Tour gebucht, wir sind 6 Teilnehmer. Wir fahren aus La Paz erstmal nach oben, über den Pass auf
    4732 m, der Startpunkt liegt auf ca 4500 m. Dort gibt es ein kleines Frühstöck, eine Einweisung und auch Klamotten (schön bunt, wie wir nach der Tour erfahren, auch so bunt, dass man im Norfall besser gefunden wird), auch weil es hier oben kalt ist! Es gibt Protektoren für Ellbogen und Knie und es geht los, erstmal ein paar Kilometer über die Straße, dann fahren wir wieder kurz Bus, wegen Tunnel. Danach geht’s richtig los über die alte Straße. Schotter und Felsen, Wasserfälle (teilweise fährt man drunter durch) und Pfützen. Manchmal steil, aber alles gut machbar! Aber sich vorzustellen, dass hier Laster und Autos in beiden Richrungen fahren, ist schon gruselig! Oft geht es wirklich steil bergab, direkt neben der Straße. Wir machen ab und zu Pausen und warten, bis alle da sind ( wir sind die ältesten, aber nicht die langsamsten 😄) immer ein Guide vorne und einer hinten. Mit der Zeit wird es wärmer und wärmer… wir ziehen die Jacken aus, mit den Protektoren und der langen Hose ist es immer noch warm… aber vielleicht auch besser wegen Moskitos.
    Die Ausblicke sind spektakulär, so tiefe Täler, dass man gar nicht bis unten sehen kann, durchfahren kleine Bäche und unter kleinen Wasserfällen durch … Wir kommen erst gegen Ende an einzelnen Häusern vorbei und nach dem letzten wirklich wackligen Stück sind wir an Ziel! Ca 65 km nur bergab, 3500 Höhenmeter!
    Wir fahren weiter zum Hotel, in dem es Mittagessn gibt und einen riesigen Pool.
    Juhuu!
    Wieder in La Paz bleiben wir auf dem Rückweg vom Supermarkt in einer Bar hängen und probieren Singani (traditioneller bolivianischer Schnaps, der aus der Rebsorte Muscat d’Alexandrie hergestellt wird. Er gilt als Nationalgetränk Boliviens und wird vor allem in den hohen Andenregionen der Departamentos Tarija, Potosí und Chuquisaca produziert. Die Herstellung ähnelt der von Pisco aus Peru und Chile, unterscheidet sich aber dadurch, dass Singani ausschließlich aus Trauben hergestellt wird, die in Höhen über 1600 Metern wachsen.) in Form von Singani Sour… Ganz lecker, aber Pisco Sour ist einfach besser. Wir essen noch einen Burger um die Ecke und fallen ins Bett.
    Zwar nicht nur mit dem Rad… aber insgesamt haben wir heute 8000 Höhenmeter zurückgelegt.
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