• Auf dem Weg zum Südpol

    9 gennaio, Cile ⋅ ⛅ 11 °C

    Wir nutzen die nette Küche, es gibt Pfannkuchen zum Frühstück und dann starten wir weiter durch die chilenische Pampas nach Süden…
    Es wird flacher, wir lassen die hohen Berge am Horizont hinter uns, immer noch Nandus, Guankos und ein weißes Lama auf dem Weg… ein paar Lagunen mit vereinzelten Flamingos und… wir haben uns informiert: Es gibt Bemühungen das
    Problem mit den Guanakos und den Zäunen zu beheben. Stacheldraht soll durch Draht ersetzt werden, Höhe der Zäune wird reduziert auf 1.20m oder der Draht wird ganz entfernt, zB. In Naturparks (haben wir auch bemerkt). Es setzen sich verschieden Naturschutzorganisationwn dafür ein. Die Zäune gehören zu großen Estancias, die teils die Wanderrouten der Guankos durchtrennen, anderes Problem, die Drähte sind (im hier langen) Winter durch Schnee verdeckt und die eh schon geschwächten Tiere (vom Wandern und Winter) bleiben dann leicht hängen, obwohl sie sehr gute Springer sind… Guanakos sind hier im Süden übrigens auch nicht vom Aussterben bedroht, stehen aber unter Schutz.
    In Punta Arenas suchen wir einen Campingplatz… und landen quasi im Garten eines sehr privaten Hostels… als einziges Zelt!
    Wir essen, spazieren durch die Stadt, schauen den Friedhof an, der sehr bekannt ist und den enormen Reichtum und die multikulturelle Geschichte der Stadt während ihrer Blütezeit widerspiegelt. Das Markenzeichen des Friedhofs sind die über 600 sorgfältig in Kugel- und Zylinderform geschnittenen Alleen aus Zypressen.
    Punta Arenas galt um die Jahrhundertwende (1900) tatsächlich als eine der reichsten Städte Chiles und sogar der Welt. Dieser enorme Wohlstand ist heute noch im Stadtbild sichtbar, insbesondere in der prächtigen Architektur des Zentrums.

    Der Reichtum der Stadt basierte im Wesentlichen auf drei Säulen:
    1. Die Schafzucht (Das „Weiße Gold“): Ende des 19. Jahrhunderts wurde Wolle zu einem extrem wertvollen Exportgut. Riesige Ländereien in Patagonien und Feuerland wurden für die Schafzucht genutzt. Wenige einflussreiche Familien kontrollierten dieses Geschäft. (Die indigene Bevölkerung wurde von ihrem Land vertrieben wurden, um Platz für die riesigen Schafweiden zu schaffen).
    2. Handel und Schifffahrt: Vor der Eröffnung des Panamakanals (1914) war die Magellanstraße der wichtigste Seeweg zwischen dem Atlantik und dem Pazifik. Fast jedes Schiff musste hier Halt machen, was Punta Arenas zu einem florierenden Handelszentrum machte.
    3. Goldrausch: Ein kurzer, aber intensiver Goldrausch in der Region lockte zudem Glückssucher und Kapital an.

    Wir laufen zum Plaza de Armas, sitzen neben der Magellan Statue in der Sonne und laufen dann die Strandpromenade entlang mit Blick auf die Estrecho de Magallanes - die Magellanstraße:
    1520 von Ferdinand Magellan während seiner Weltumsegelung entdeckt. Bevor der Panamakanal (erst 1914) gebaut wurde, war sie die wichtigste – wenn auch gefährlichste – Route für Schiffe, die zwischen den Ozeanen wechselten. die den Atlantischen und den Pazifischen Ozean verbindet.

    An der Promenade ist viel los ( hier ist Sommer und Ferien), am Sandstrand sind auch einige Menschen im Wasser!
    Wir sitzen in der Sonne, schauen dem Treiben zu und nach dem Spaziergang gibt’s Abendessen.
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