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Traum. Welt. Reise.

July 2017 - February 2020
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  • Day939

    Mumbai

    February 13 in India ⋅ ☀️ 29 °C

    oder von seinen Bewohnern noch immer Bombay genannt, gefällt mir. Chaos auf den Straßen, Staub in der Luft und überfüllte Gassen können dies nicht schmälern. Ich bin im Winter hier. Das heißt ich schmelze lediglich bei 30 Grad und werde nicht bei 48 Grad Crispy Cross gebacken. Denn natürlich heißt es trotz der Hitze möglichst Schultern und Knie bedeckt halten.

    Es ist das wilde Treiben, die kleinen Geschäfte und Straßenshops die Fahrradspeichen und Uhren reparieren, Schuhe putzen, selbstgemachte Limonade verkaufen oder das Abtippen von Texten auf alten Schreibmaschinen anbieten. Es ist der faszinierte Blick von Mitreisenden, eine Weiße Frau bei ihnen im Zugabteil zu sehen. Es sind die fröhlichen Gesichter, netten Worte, das Gehupe der Rikshas und Geschrei der Krähen. Die Luft, die überall wie in einem Esoterikladen riecht und natürlich das gute Essen. Das alles macht Indien so besonders exotisch und noch immer wahnsinnig faszinierend für mich. Schön, dass ich wieder hier bin!

    Und das Cafe Leopold! Eine Touristenattraktion. Für mich hauptsächlich wegen seiner Rolle in meinem Lieblingsbuch "Shantaram" aber leider auch Schauplatz des Terrorangriffs auf Mumbai 2008. Taschenkontrolle und Einschusslöcher inklusive. Aber das Paneer Tikka Masala war wirklich super lecker!
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  • Day937

    Hello again

    February 11 in India ⋅ ⛅ 31 °C

    Ich melde mich nicht nur nach längerem Heimaturlaub wieder aus der Ferne zurück, ich bin auch zurück in Indien. Das Land der Farben, Gewürze und Vielfältigkeit. Das Land das mir viel abverlangt aber auch eine Menge zum Lernen und Erfahren bereit hält.

    Und hier pflege ich Friendship Over Borders, indem ich erstmal meinen Freund Viggi in Mumbai besuche. Kennengelernt haben wir uns vor über 2 Jahren. Damals war er mein Tauchlehrer auf den Andaman Islands hier in Indien und wir haben den Kontakt nie abreißen lassen. Gut so! Zwar muss er leider tagsüber arbeiten, aber mir gefällt es immer noch am besten privat abzusteigen und mich aus den Touristenströmen heraus zu halten. Navi Mumbai ist eine Planstadt vor den Toren Mumbais. 1,1 Millionen Menschen wohnen hier und alles ist typisch indisch. Weniger sauber, weniger schick, weniger Natur. Morgen fahre ich mit dem Zug zum klassischen Mumbai-Sightseeing, aber nach der langen Anreise reicht mir heute dieser erste Eindruck normales Leben. Perfekt, dass Viggi sich auch noch als hervorragender Koch erweist.Read more

  • Day869

    Goodbye Guatemala, Adios Zentralamerika

    December 5, 2019 in Guatemala ⋅ ⛅ 23 °C

    3 Wochen in Guatemala gehen zu Ende und ganz ehrlich, ich bin froh drum. Nicht falsch verstehen, Guatemala ist ganz sicher eine Reise wert. Die Menschen leben sehr häufig noch richtig ursprünglich, sprechen ihre eigenen Sprachen (ich glaube es sind 21 verschiedene) und tragen bunt gewebte Trachten. Überall werden Tortillas geklopft und selbst die Busse sind ein wahrer Hingucker. Aber ich habe hier in Guatemala auch das reine Touristenprogramm abgefrühstückt. Gelohnt hat es sich schon aufgrund meiner Acatenago-Besteigung. Ich meine, Hallo?! Einen Vulkan ausbrechen zu sehen werde ich auf jeden Fall nie vergessen.

    Aber es ist auch ganz schön zermürbend und anstrengend.
    Es mag durch meine Dünnhäutigkeit aufgrund meiner Magenverstimmung verstärkt sein, aber die letzten Tage bin ich ganz bewusster Eigenbrötler.
    Ich kann keine Hostels mehr sehen, ich kann keine immer gleichen Fragen und Antworten von den anderen Touristen mehr hören, ich bin nicht mehr leicht zu beeindrucken. "Kenn ich schon, schon gehört, war woanders schon besser..."

    Klares Zeichen PAUSE MACHEN!

    Ehrlich herrlich das es dazu zum Heimat-Xmas-Urlaub nach Hause zu meinen Lieben geht 🤗

    Und was bleibt von meiner Zeit in Zentralamerika?

    Nun, auch wenn ich es leider weitaus weniger gesprochen als ich es mir zu Anfang vorgestellt habe, so hat sich mein Spanisch doch entschieden verbessert. Soviel, dass sich mein guatemaltekischer Taxifahrer kringellig gelacht hat, weil ich sogar die hier typischen Satzfüller verwende.

    Beans, Beans, Beans! Niemals zuvor habe ich so viele Bohnen gegessen. Morgens, Mittags, Abends, einfach immer ein Genuss.

    Tauchen, Yoga, Farmarbeit und jede Menge Community. Ich bin dieses Jahr bewusst langsam gereist. Da blieb viel Zeit für zwischenmenschliche Verbindungen. Freundschaft, Familie, tiefe Gefühle. Das war wohl mein größtes Geschenk dieses Jahr. Schöne Orte können Ruhe stiften und den Sinnen eine Entspannungspause geben. Aber mit den richtigen Menschen passiert Magie überall ❤

    Und wenn ich jetzt zurückdenke, träume ich mich abwechselnd von der kommunistischen Planwirtschaft in Kuba zum Raketenstart in Orlando.
    Von 40 Metern unter dem Meer auf 4.000 Meter hoch auf einem Vulkan. Von Kakaozeremonien mit selbstgemachter Schokolade und ekstatischen Tänzen im Monsun zum Mezcal trinken mit den Toten in Mexiko. Farben, Gesichter und ganz viel Glück. Wunderschön wars. 🌟 VIVA LA VIDA 🌟
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  • Day867

    Tikal & Die Rache Montezumas

    December 3, 2019 in Guatemala ⋅ ⛅ 29 °C

    Ich winde mich auf dem kühlen Fliesenboden des Gemeinschaftsbadezimmers. Es gibt zwar nur eines hier auf der Etage des Hostels, aber zum Glück hat es genügend Platz. Nur noch die nächste Brechattake abwarten und ich kann vielleicht wieder ein Stündchen schlafen. Das ich Flores zum kotzen finde, kann ich nicht behaupten. Die kleine 2 km große "Touristeninsel" im Staat Peten bietet süße Restaurants, romantische Bootsfahrten und bunte Häuser. Leider war aber wohl mein Spinatborrito den tropischen Temperaturen hier nicht gewachsen und hat mir eine dafür umso ausgewachsenere Lebensmittelvergiftung eingeheimst. Nun, auf 2 1/2 jähriger Reise, kann ich wohl froh sein, dass es mich erst jetzt trifft. Trotzdem ist es eine Erfahrung auf die wohl jeder verzichten kann. Da heißt es 4 Tage Bettruhe und das Klo besetzen. Glücklicherweise kann ich an meinem letzten Tag hier genügend Kraft aufbringen, um den eigentlichen Grund meiner weiten Reise ins entlegenste von Guatemala zu besichtigen. Tikal! Die alte Mayastadt im Dschungel gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und beherbergt, neben den beeindruckenden Pyramiden, auch jede Menge Wildlife.

    Affen, Spechte, Tucane, Ameisenbären uvm. Ich muss es langsam angehen lassen und so komm ich nicht nur in den Genuss der antiken Architektur. Ein erzwungener Slow Down kommt manchmal doch recht gelegen.
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  • Day859

    Semuc Champey

    November 25, 2019 in Guatemala ⋅ ⛅ 28 °C

    Nach den Strapazen und mit einem gehörigen Muskelkater in den Beinen gibt es fast keinen besseren Ort zum ausspannen. 10 Stunden Busfahrt, 1 Stunde mit 4-Radantrieb die Holperpiste hinunter und dann noch 30min. in den Dschungel wandern. Aber dafür wache ich am nächsten Morgen umgeben von jeder Menge grün und einem türkisblauen Fluss auf. Da fühlt sich auch in der Hängematte liegen als sinnvoll genutzte Zeit an.Read more

  • Day857

    Acatenango Besteigung

    November 23, 2019 in Guatemala ⋅ ⛅ 12 °C

    Mehrmals muss ich mich kneifen, um meinen eigenen Augen zu trauen. Nach 4-stündiger, sehr steiler Besteigung des Acatenango Vulkans, kann ich ihn sehen. Den Rauch der aus dem noch aktiven Vulkan El Fuego in den klaren, blauen Himmel geschossen wird.

    Bei herrlichstem Sonnenschein sitzen wir vor unseren Zelten am Basecamp und bewundern diese Naturgewalt. Und dann geht die Sonne unter. Spektakulär sagt sie in vielen Rot und Pinktönen Bis morgen.

    Mit ihr geht die Wärme und wir hüllen uns in unsere Schichten. Da merkt man die Höhe von fast 4.000 Metern. Aber alles ist vergessen als El Fuego seine Show beginnt. Der Himmel ist immer noch klar und die vorherigen Rauchschwaden werden vor dem dunklen Himmel rote Feuersäulen und weite Lavaflüsse. Untermalt von einem lauten Grummeln und Scheppern kann ich meine Augen kaum abwenden. Sehe ich gerade echt und wahrhaftig einen Vulkan ausbrechen? Das kenn ich bisher nur aus Dinosaurierbüchern und Steinzeitgeschichten.

    Und immer noch stört keine Wolke. Die Sterne reihen sich dazu und mit der Milchstraße über unseren Köpfen essen wir am Lagerfeuer zu Abend.

    Aber an Schlaf ist fast nicht zu denken. Auch als ich, schön warm eingemummelt, bereits in meinem Schlafsack liege, verleitet mich jedes Donnergeräusch dazu, meinen Kopf wieder aus dem Zelt zu stecken und der Feuergewalt zuzusehen. Enttäuscht wurde ich dabei nie. Mit einem breiten Lächeln auf den Lippen finde ich dann aber doch etwas Schlaf, bevor es um 4 Uhr morgens dann das letzte Stück hinauf zum Gipfel geht. Schließlich möchten wir uns den Sonnenaufgang aus der absoluten Pool-Position ansehen.
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  • Day855

    I Love Antigua

    November 21, 2019 in Guatemala ⋅ ☀️ 24 °C

    Diese koloniale Kleinstadt vor Guatemala City hat es mir wirklich angetan. Neben den wunderschönen, farbenfrohen Gebäuden und verzierten Kirchen strömt der Ort eine angenehme Langsamkeit aus, die dazu einlädt in einem der zahlreichen Cafes zu verweilen und das wunderschöne Vulkanpanorama zu genießen.

    Die Feuerwehr hier muss übrigens mit Sammelbüchsen auf Spendenfang gehen. Natürlich habe ich da auch was gegeben und sie haben gerne mit mir für ein Foto posiert.
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  • Day851

    Detrox & Reload

    November 17, 2019 in Guatemala ⋅ ☀️ 25 °C

    Ein kleines Dörfchen und abgelegenes Hostel direkt am Atitlan See ist der perfekte Ort, um fast nichts und dem Körper mit einer Wasserfast was Gutes zu tun. Schöner Nebeneffekt, da das Hostelessen zwar gut aussieht aber auch recht teuer ist, hab ich ne Menge Geld gespart 🤗

    Aber schön ist es hier. Mein Bett ist, dank der nicht existierenden Wände, quasi direkt in der Natur & Susanna, eine andere Deutsche die ich hier kennengelernt habe, versüßt mir den Aufenthalt mit super netten Gesprächen.

    Yoga, lesen, wandern, repeat 💛
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  • Day850

    Bordercrossing extrem

    November 16, 2019 in Mexico ⋅ ⛅ 27 °C

    Von San Cristóbal de las casas mache ich mich auf den Langen Weg nach Guatemala. Touristenshuttle? Brauch ich doch nicht! Ich habe genug Zeit, möchte Geld sparen und außerdem etwas erleben. Also erstmal mit dem Collectivo nach Comitán. Von hier weiter nach Ciudad Cuauhtémoc. Das war leicht, die Grenze ist in wenigen Stunden erreicht.

    Ausreisestempel Mexiko holen & Ausreisegebühr bezahlen, mit rotem Klappertaxi zur Seite Guatemala fahren. Einreisestempel & die verbliebenden Pesos in guatemaltekische Quetzal tauschen, Tuktuk zum Busterminal und Bienvenidos en Guatemala.

    Weiter geht die steile Fahrt. Die Busse werden klappriger und die Straßen unbefestigt. 3 weitere Stunden nach Huehuetenango, dann nach Cuatro Caminos. Mittlerweile ist es dunkel und ich überlege mir ernsthaft einfach hier zu bleiben und in das Hotel am Ort einzuchecken. Aber jetzt bin ich schon so nah, da will ich wenigstens am See ankommen. Also weiter nach den Collectivos zum Largo Atitlan fragen. "Klar, steig ein, wir fahren in die Nähe. Da gibt es dann Busse runter zum See."

    Also mit dem Microbus nach la Cuchilla. Als ich ankomme ist es bereits 21h. Die "Bushaltestelle" ist eine Kreuzung hoch oben in den Bergen, die Geschäfte sind geschlossen, es gibt weder Restaurants noch Hotels und der Wind ist ganz schön kalt.
    Da stehe ich jetzt also und warte auf den Bus. Kommt überhaupt noch einer?? Nunja, ich kann ja auch nix anderes tun. Bis Panajachel, mein Endziel für heute, sind es noch 19 km den Berg runter. Mist!

    Nach einiger Wartezeit hält ein Taxi neben mir. Scheiß drauf, ich will hier weg. Sauteuer (für 23 Euro) bringt mich Herbert (ja, er heißt wirklich so) in 45min! zum See.
    Wir unterhalten uns sehr nett und als er mir sagt, dass in Guatemala die Busse bis maximal 20h fahren, bin ich sichtlich erleichtert, dass er mich mitten im Nirgendwo aufgelesen hat.

    Endlich angekommen (nach 13h) und nach einem Fußmarch in einem netten Hostel gelandet, falle ich totmüde in die Federn. Morgen geht es dann mit dem Boot weiter zu meinem eigentlichen Ziel am See Atitlan und dann werde ich ein paar Tage einfach mal nix tun :)

    Geld sparen hat leider wegen dem Taxi nicht ganz geklappt, ich war ewig unterwegs, aber habe auch was erlebt. Das ich bei der ganzen Journey der einzige Tourist war, muss ich wohl nicht erwähnen. Auch nicht, dass mich der nette Busbegleiter nach dem Abschied in die Wange kneift und mir mit verliebten Augen alles Gute wünscht 😅.
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  • Day849

    Chamula

    November 15, 2019 in Mexico ⋅ ☁️ 14 °C

    Von dem regnerisch grauen Vorplatz aus betrete ich die Kirche. Der Duft von Tannen erreicht meine Nase noch bevor ich die Zweige auch unter meinen Füßen spüre. Der ganze Kirchenboden ist grün bedeckt. Bänke gibt es hier keine, dafür aber tausende kleine Kerzen. Die Wärme des sanften Feuers hüllt mich ein. Hier muss ich einfach länger bleiben und schauen, was passiert. Ich bin in Chamula. Ein traditionelles Dörfchen ca. 20 min. vor San Cristobal de las Casas.

    Ich setze mich in eine Ecke, bedacht niemanden zu stören, und schaue den Gläubigen beim Beten zu.

    Gebete werden hier damit gestartet eine Unmenge von dünnen Kerzen vor sich auf den Kirchenboden zu heften und anzuzünden. Danach werden laute Gebete gesprochen, unterstützt von Bekreuzigungen und ausufernden Gesten. Manche beginnen geradezu laute Klagelieder zu singen. Daneben bringt man Opfergaben dar. Ich sehe Eier, Blumen, Limonaden und Schnaps, der nicht nur über die Kerzen geschüttet, sondern auch untereinander geteilt und getrunken wird. Auch ich bekomme ein Pinchen des scharfen Saftes angeboten.

    Manche Familien opfern aber auch im wahrsten Sinne des Wortes. Ganze 3 Hühner mussten, in der Zeit in der ich da war, daran "glauben". Das Huhn wird dabei zunächst über die Betenden geschwenkt und dann erwürgt (?)... so ganz genau wollte ich es dann doch nicht sehen. Man hört das Huhn schreien, dann hört man nix mehr und das dann jetzt tote Huhn wandert wahlweise zurück in die Tüte oder in den Katon. Eine alles in allem beeindruckende Erfahrung!
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