91 - Nach Samarkand
July 19, 2024 in Uzbekistan ⋅ ⛅ 31 °C
Weiter geht es nach Samarkand. In Samarkand bleiben wir drei Nächte. In Gulliston nehmen wir den Zug und legen somit einen guten Teil der Strecke ( ausnahmsweise) mal nicht mit dem Fahrrad zurück. Warum?
Zum einen die Hitze, die eintönige Landschaft & die kulturelle Überforderung. Die Straße sind Rüttelpisten der schlimmsten Art?Während man bei 40Grad in der Sonne mit viel Verkehr auf der Autobahn fährt.
Auf den 40 km bis Gulliston passiert trotzdem allerhand, was ich euch gerne erzählen möchte:
Einmal hält ein Mann total euphorisch an - will wissen wo wir her sind: "Germania" - antworten wir wie immer. Er schüttelt uns die Hand und schenkt uns zwei riesen Brote. Ein anderes Mal, bleibt eine Eselkutsche beladen mit Honigmelonen stehen - auch hier bekommen wir eine Melone geschenkt.
Die Hitze drückt, und der Weg ist schotterig.
Als wir picknicken im Schatten, kommt eine Frau aus dem Haus und bringt uns einen Teppich samt Kissen und Melone. Sie lässt uns aber nach dem sie dafür gesorgt hat das wir bequem sitzen wieder unsere Privatsphäre.
Interessant und total toll - wie aufmerksam die Leute sind.
Unzählige Male - wird gehupt, gewunken und gefragt ob wir Cay wollen.
Leider können wir kein russisch - um uns mit den Menschen groß zu unterhalten. Dennoch entstehen viele kleine schöne Momente - mit vielen Einheimischen. Toll wenn die Menschen so interessiert und neugierig sind.
Generell wirkt Uzbekistan ähnlich wie die Mentalität der Menschen in der Türkei - vllt. noch einen Tick offener. Was auffällt ist das die Frauen aktiver im Dorfbild zu sehen sind und deutlich offener und moderner wirken. Kopftücher werden vllt. von 50% getragen. Generell ist die gute Laune, das Lächeln der Leute einfach super! Ein Land wo man sich sehr willkommen fühlt.
Mit dem Zug welcher auch Orient Express heißt- kommen wir gemütlich in Samarkand an.
Die Stadt ist ähnlich sauber und gut aufgeräumt wie Tashkent.
Hier gibt es verschiedene Architektonische Highlights zu betrachten. Die Stadt mit einer großen Geschichte zur Zeiten der Seidenstraße - ist interessant zu besuchen.
Abends essen wir für kleines Geld in schicken Restaurants. Nach der ländlichen Erfahrung die sehr spannend war - tut es gut auch wieder etwas zu entspannen. Bei Fremden Menschen zu übernachten und im ländlichen unterwegs zu sein wo sich jeder für einen interessiert ist total toll aber auch anstrengend. Beim Fahrrad reisen, ist man nah an den Menschen dran, man ist schnell im Gespräch und kann die Menschen an der Reise teilhaben lassen. Was schön ist, es gibt mir das Gefühl das ganze nicht nur für mich zu erleben sondern auch den Menschen etwas zurückzugeben.Read more








TravelerSportler trinken keinen alkohol