• 118 - In den kirgisischen Regen

    August 15, 2024 in Kyrgyzstan ⋅ ☁️ 11 °C

    Als erstes stoppen wir in Karakul um unsere Wasservorräte aufzufüllen. 4 Liter pumpt Flo aus einem Brunnen und filtert er mit unserem Wasserfilter.
    Weitere 4 Liter Softgetränke: Cola, Fanta, Saft kaufe ich in einem kleinen Laden hier "Magazin" genannt ein.

    Die Frau öffnet den Laden extra für mich. Neben Getränken wandern noch ein Mars und Bounty in der Einkaufstasche.

    Auf dem Weg zur kirgisischen Grenze haben wir wohl alle Herausforderungen auf einmal: schlechte Straße, Gegenwind, Höhe, bergauf.
    Für 5 km brauchen wir gefühlt 1,5 Stunden.

    Dennoch kommen wir irgendwann am Grenzposten - der am höchsten Punkt liegt - an.
    Freundlich aber diskret - Pass zeigen, ausstempeln und weiter geht's. Der kirgisische Grenzposten zum einreisen liegt 20 km entfernt.

    Das heißt erstmal 20 km durchs Niemandsland.

    Die Straßen werden immens schlecht. Es fängt an zu regnen. Riesige Schlaglöcher.
    Man kommt sich vor wie in einem Computerspiel. Hauptsache - von A nach B kommen :D bzw. in unserem heutigen Fall bis nach Sari Tash.

    Ein Fluss hat die Straße durch den Regen weg geschwemmt. Wie kommen wir durch?
    Flo läuft einfach durch den Fluss. Nasse Füße? Ja.
    Ich warte einen Moment vor dem Fluss ungeduldig, ohne Lust auf nasse Füße wenn, man noch 30 km fahren will. Am Fluss stehen weitere Touris - Drei Italiener die mit einer alten Karre bei der Mongorallye teilnehmen.

    Einer hat eh auch schon nasse Füße und fragt ob er mir helfen kann. Mega!
    Weiter geht's.

    Tatsächlich packen wir es bis Sari Tash - ein warmes Bett und leckeres Essen, Bier und die Gesellschaft von einer spanischen Wandergruppe warten auf uns.
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