December 2017
  • Day5

    Ich war schon einmal in New York...

    December 8, 2017 in the United States ⋅ ⛅ 2 °C

    Ich kann mir vorstellen, dass diese Stadt polarisiert, entweder du hasst sie oder du magst sie. Ich mag sie und bin deshalb auch wieder hier. Einmal zu jeder Jahreszeit musst du diese Stadt erleben, habe ich auf meiner Bucket List stehen... dann habe ich ja immer noch zweimal.

    Als ich gestern am frühen Abend hier ankam, habe ich kurz im Hotel eingecheckt und mich danach auf den Weg zum Weihnachtsbaum aller Weihnachtsbäume gemacht. Die Idee hatten gestern aber jede Menge andere Menschen auch. Ich habe einen kurzen Blick erhascht, für Nachtfotographie war es zu voll, also gemütlich zurück gebummelt, einmal quer über den Times Square und am Foodtruck noch ein Abendmahl gegönnt, bevor ich dann schlafen gegangen bin.
    Für Ortskundige- ich wohne z.Z. W 23rd St /Ecke 8 Av, ich habe nach der langen Bahnfahrt noch ein paar Meter zu Fuß zurückgelegt.

    Der heutige Tag mal im Telegramm Stil:

    1. 9/11 Memorial- einmal sollte man bei einem Besuch dieser Stadt dort vorbei gehen. Es ist immer wieder beeindruckend und ergreifend vor diesen riesigen Becken zustehen, die mal die Fundamente des Word Trade Centers waren.
    2. Dieser Platz ist auch heute noch Baustelle. Fertig ist aber Opulus - Subway Station und Edelshoppingmeile in einem. Ungewöhnliche Architektur und innen wirkt es sehr edel.
    3. Public Library- irgendwie haben wir die 2015 bei unserem Besuch nicht so war genommen.
    Beeindruckender Lesesaal, eine Führung ist kostenlos.
    4. Bryant Park - Weihnachtsmarkt, ist direkt hinter der Public Library. Tolle Buden im Schneegestöber, also perfektes Ambiente. Nur der Glühwein fehlt echt...
    5. Ganz kurzer Abstecher in den verschneiten Central Park
    6. Der schönste Bahnhof- Grand Central Station“ der Welt, den haben wir 2015 nicht geschafft. Für neun Dollar gibt es einen AudioGuide in Muttersprache, direkt neben den Fahrkartenschaltern. Der es richtig gut und man erfährt eine Menge Geheimnisse und Interessantes über diesen Bahnhof. Für den Erhalt dieses Bahnhofs wurde in den Sechzigern hart gekämpft. Sonst würde an dieser Stelle heute noch ein Hochhaus stehen.

    Und sonst so...

    Alle Wolkenkratzer waren in den dicken Schneewolken verschwunden.

    Bin ich heute morgen mit ca.50 Weihnachtsmännern Subway gefahren. Heute ist Santa Claus Kneipentour in NYC 🤔 Hat wohl auch einen Wohltätigkeitstouch.

    Bin ich Zeuge eines Heiratsantrags in der Subway Station 14th St geworden. Es gibt sicher romantische Orte in NYC, aber wir kennen ja die Vorgeschichte nicht.

    Habe ich einen Haufen Hundewelpen in einem Schaufenster gesehen. Ja, sie sind „sooooo sweet“,
    ABER 🤔
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    Julia Töpleb

    Wir waren damals nicht in der Public Library weil ich zu dem Zeitpunkt, an dem wir vorbei gekommen sind, ein Getränk in der Hand hatte und wir damit nicht reingelassen wurden 🙈

    12/10/17Reply
    Granny meets the world

    😕 dann musst du noch mal her 😉 und was du dir alles merkst👍🏻

    12/10/17Reply
     
  • Day5

    Eating

    December 8, 2017 in the United States ⋅ ☀️ 1 °C

    Da kam doch die Frage, was hast du denn eigentlich leckeres gegessen? Oder wovon ernährt sich Frau hier überhaupt auf diesem Trip.
    Eins vorweg, mit dem entsprechenden Kleingeld in der Tasche verhungert in so einer Metropole niemand. Das Preisniveau ist ein anderes als zu Hause, das habt ihr ja sicher schon auf dem Foto mit der falschen „Thüringer Bratwurst“ gesehen, 7$ für ne BoWo mit Brötchen und Senf, das sind 5,95€ Stand heute.
    Zum Frühstücken war ich, außer an dem Morgen, als ich im Nutella Café war, immer in der Corner Bakery, das ist eine Café-Kette hier und man findet sie an jeder (Achtung Wortspiel) Ecke. Dort gibt es alles was das Frühstücksherz begehrt. Pancake, Omelett, Joghurt, frische Früchte...und auch vom Ambiente sind die ganz nett. Tagsüber habe ich meine Wegzehrung im Supermarkt gekauft. Ich hatte einfach nur Apfel/ Banane und ein paar Nüßchen und Wasser dabei. Natürlich habe ich mir am Nachmittag auch mal ein süßes Teilchen in Form von Cheesecake (das können die einfach) gegönnt. Am Abend war ich einmal Deep Dish Pizza bei Giordano‘s, soll die Beste sein, habe aber keinen Vergleich, essen. Bei Panera Bread lecker Suppe essen und gestern hab ich mir ein richtig gutes Stück Fleisch gegönnt. Über den Preis wollen wir nicht reden, es war sehr, sehr gut. Da waren die Beilagen aus Süßkartoffelfritten und Brokkoli fast Nebensache.Chicago ist bekannt für sehr gute Restaurants, auch der gehobenen Küche.
    (So viele Fotos vom Essen gibt es nicht 🤔)
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    Julia Töpleb

    Gab es die Suppe bei panera bread in einer Brotschüssel? 😀

    12/9/17Reply
    Granny meets the world

    Nein, meine nicht, aber Andere.

    12/9/17Reply
     
  • Day5

    Bye, Bye Chicago

    December 8, 2017 in the United States ⋅ ☀️ 2 °C

    Ich bin weder vergewaltigt, noch angeschoßen, noch überfallen oder ausgeraubt worden. All so etwas wurde mir prophezeit, als es hieß, Ziel Chicago.
    Ich habe mich keine Sekunde unwohl gefühlt. Chicago ist eine großartige Stadt. Mir sind nur freundliche und hilfsbereite Menschen begegnet. Ich hatte Spaß mit Servicekräften im Hotel und in Restaurants, sowie mit anderen Touri‘s, mit denen bin ich meistens ins Gespräch gekommen, weil sie mir ihr Smartphone oder ihre Kamera in die Hand gedrückt haben, damit ich Fotos von ihnen mache. Mit Laura, die ich ganz früh am Morgen an der Bohne getroffen habe, war ich danach zusammen frühstücken. 23 Jahre jung, aus Warschau, ein kleines Energiebündel und auf dem Sprung zum Weiterflug nach San Francisco. Ihr seht, ich vereinsame auch nicht als Solotraveler. Auch wenn das sicher sehr oberflächliche Begegnungen sind.

    Chicago hat auch heute sicher noch eine ordentliche Kriminalitätsstatistik, wie andere Großstädte auch. Viel klebt da aber auch noch das Gangstermilieu der Zwanziger und Al Corpone an dieser Stadt.
    Von letztem gibt es so gut wie keine Spuren mehr in der City. An einer Kirche soll es noch Einschusslöcher aus einer Schießerei mit ihm geben und sein Stammclub „Green Mille“ existiert auch noch. Das war es dann aber auch schon. Obwohl, ich einen Artikel gelesen habe, das ähnliche Syndikatsstrukturen wie in den Zwanzigern die Stadt beherrschen. Und dabei in jedem Business mitmischen, von der Wäscherei, über den Lieferservice, bis in die Politik.
    Mir hat Chicago gut gefallen, auch der Kontrast zwischen alt und neu hat einen besonderen Charme.
    Die modernen Wolkenkratzer und dann diese alte, eigentlich häßliche Bahn auf den Eisenträgern über der Straße, das hat was. Auch die Bahnhöfe sind wahrscheinlich so alt wie die Bahn, noch mit Holzdielen. Da ist nur die Eingangskontrolle modern.
    Chicago ist definitiv einen Besuch wert, es gibt noch viel mehr zu entdecken, als ich es in nur vier Tagen getan habe.
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  • Day5

    Chicago -> NYC mit Amtrak

    December 8, 2017 in the United States ⋅ ⛅ 3 °C

    ...wohin habe ich mich denn in Chicago auf den Weg gemacht. Next Destination - New York City und zwar mit dem Zug.
    Ich habe meine Rucksack, den ich den ganzen Tag noch im Hotel lassen konnte, abgeholt und bin Richtung Union Station. Von dort sollte mein Zug nach New York fahren.
    Mit dem Rucksack wollte ich das nicht laufen, also ein letztes Mal mit der Hochbahn fahren. Ich hatte keine Tages- oder Wochenkarten für die Öffentlichen, da ich in Chicago fast alles zu Fuß erreichen konnte und wenn es doch mal zu weit war, hab ich ein Einzelticket gelöst. Das Ticket kann man an jeder Station am Automaten kaufen....denkste.... Ich meinen Rucksack zur Station hoch geschleppt- was steht da Nicht- ein Ticketautomat 😬 F..., „ich hasse euch cta“ (ist der Name der Chicagoer Verkehrsgesellschaft), war nur mein Gedanke. Also wieder runter, bepackt mit ca.10 Kilo, hatte auch noch jede Menge Reiseproviant dabei, inclusive Wasserflaschen. Während ich unten dann so rumstehe und noch überlege, ob ich jetzt wirklich zur nächsten Station laufen will oder wie Plan B aussehen könnte - Schwarzfahren geht nicht, man braucht das Ticket, um ein Drehkreuz zum Bahnsteig zu passieren- fällt mir das Schild auf „Ticket machine at the other entrance“ mit einem Pfeil in die Richtung, in der sich der andere Eingang befindet. Intuitiv war ich bei allen anderen Fahrten immer richtig, nur heute nicht.
    Und am anderen Eingang war ich auch wieder mit „cta“ versöhnt, der andere Eingang war eine moderne Variante mit Fahrstuhl nach oben 😊.
    Warum mit dem Zug nach NYC, ich hätte auch fliegen können.
    Es war eine Budget Entscheidung, der Flug war mehr als doppelt so teuer und Gepäck muss beim Inlandsflug zusätzlich gebucht und bezahlt werden (da wußte ich noch nicht, dass ich nur mit Handgepäck reise).
    1500 km mit dem Zug durch Amerika und das in der Nacht, spart noch mal eine Hotelübernachtung.
    Fernreisen mit der Bahn (die Gesellschaft heißt Amtrak) sind etwas anders, als mit der Deutschen Bahn. Man stellt sich nicht einfach auf dem Bahnsteig und wartet bis sein Zug kommt. Das läuft fast ähnlich ab, wie am Flughafen, man hat einen Wartebereich und wird vom Servicepersonal dann zum Zug begleitet. Wagen und Sitzplatz werden zugewiesen, was bei diesen Zug nicht ganz unwichtig war. Der Zug wurde in Albany geteilt, eine Hälfte nach New York und die andere nach Bosten.
    Und was soll ich sagen, 18 Stunden klingt zwar hart, es war aber auch kurzweilig. Die Ami‘s quatschen dich ja immer gleich an, weil sie selbst Hilfe brauchen oder dir helfen wollen. Außer das meine Mitreisenden und ich geschlafen haben, was super funktioniert, man hat jede Menge Beinfreiheit und die Sitze lassen sich zu halben Liegen umbauen, haben wir nette oberflächliche (was nicht abwertend gemeint ist, für mehr ist auch mein Englisch zu schlecht) Gespräche geführt. Ich glaube ich wurde ein wenig zum Exoten, „Olle aus Deutschland, reist mit Rucksack, fährt 18 Stunden Zug und kann nur „a little bit english“.
    Auch das Servicepersonal ist super freundlich und du kannst deinen Bahnhof nicht verfehlen. Nach dem Einstieg wird dein Ticket gecheckt und du bekommt einen kleinen Zettel mit deinem Zielort über deinen Sitz gepinnt. Vor erreichen eines Bahnhofs, geht das Servicepersonal durch alle Wagen und erinnert dich, dass du gleich dein Ziel erreichst.
    Ich habe nach dem Fahrkartencheck und der Frage, ob es mein erstes Mal mit Amtrak ist, eine Einweisung in die Sitzeinstellungen bekommen. Der Typ war echt stolz auf seinen Eisenbahnwagen, „is technology“ hat er mir erklärt 😂.
    Kann man echt empfehlen- Reisen mit Amtrak- durch Amerika. Für 18 h Bahnfahren habe ich 68€ bezahlt, je früher man bucht, um so günstiger.
    ...und trotz der langen Strecke, einem Zugumbau in Albany, waren wir fünf Minuten vor der geplanten Ankunftszeit in NYC Pennstation.
    NY hatte mich wieder...
    Neun Blocks vom Bahnhof ist mein Hotel, das bin ich nach so langem Sitzen dann gelaufen...
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  • Day4

    Das etwas andere Chicago

    December 7, 2017 in the United States ⋅ 🌙 -5 °C

    Heute ist mein letzter Tag in dieser Stadt. Ein wenig macht das auch immer sentimental, da ich wohl kaum jeden Ort, der mir gefallen hat, noch mal besuchen werde.
    Da ich mir gestern Abend ein fürstliches Mahl gegönnt hatte, habe ich heute auf das Frühstück verzichtet und schön ausgeschlafen. Ich habe ja am Abend einen aufregenden Trip vor mir, mit wahrscheinlich nicht ganz so viel Schlaf.
    Bis dahin habe ich aber noch den ganzen Tag Zeit für diese Stadt.
    Ich habe mir mal eine andere Seite von Chicago angesehen.
    Nördlich des Zentrums befindet sich das Stadtviertel Old Town. Ursprünglich war dieser Stadtteil die Heimat vieler deutscher Bauern, später entstand hier ein ärmliches Wohnviertel mit kleinen Häusern und engen Straßen. Heute sind die meisten dieser Häuser saniert und das Viertel ist inzwischen eine beliebte Wohngegend . Man findet hier noch historische Häuser aus der Zeit vor dem Stadtbrand 1871.
    Man hat das Gefühl, man ist in irgendeiner Kleinstadt. Reihenhäuschen, schicke Garagenkomplexe, Spielplätze. Muttis warten auf den Schulbus, der die Kleinen zurückbringt. Es ist total still. Wenn nicht ab und an mal die Wolkenkratzer sichtbar wären, würde man nicht glauben, noch in Chicago zu sein.
    Auf dem Weg nach Old Town bin ich über die Holy Name Cathedral gestolpert. Da es heute sehr kalt ist, habe ich die Kirche zum aufwärmen genutzt. Und was für ein Schmuckstück. Von Außen der Kontrast, diese relativ kleine Kirche zwischen den Wolkenkratzern und auch innen ganz toll. Eine Decke komplett aus Holz, ein recht schlichter Altar und eine tolle Orgel. Und letztere war gerade in Aktion. Von einem Konzert habe ich nichts gelesen, wahrscheinlich hat der Organist nur geübt. Es saßen ca. 10 Leute in der Kirche und haben gelauscht, da habe ich mich erstmal dazugesellt. Ein wenig Kultur umsonst.
    Auf dem Rückweg habe ich mir noch die Harold Washington Library angesehen. Ist die größte, der Öffentlichkeit zugängliche Bibliothek der Welt. Mit mehr als zwei Millionen Bänden besitzt sie nicht nur die größte, sondern auch eindrucksvollste Sammlung weltweit. Man sieht nicht alle Bücher, das Gebäude ist recht imposant und gut besucht, aber sonst recht unspektakulär.
    Ich habe mich dann auf den Weg gemacht, meinen Backpack im Hotel abzuholen, um mich, etwas aufgeregt, ob alles klappt, in ein nächstes Abenteuer zu stürzen...
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  • Day3

    Early Bird, Beach Walk and more...

    December 6, 2017 in the United States ⋅ 🌙 -2 °C

    Heute war ich sehr früh unterwegs. Ich wollte unbedingt „The Bean“ ohne die vielen Menschen vor der Kameralinse haben. Der Plan war, heute vor Sonnenaufgang dort sein. Ich habe es nicht ganz geschafft, als ich dort ankam, blinzelte die Sonne bereits über den Horizont. Aber kein Mensch, außer mir und ein paar Gärtnern schlicht dort herum. Ich habe noch ein paar tolle Fotos gemacht, mit einem unverschämt blauen Himmel und der aufgehenden Sonne in der Spiegelung.
    Frühstück gab es dann um die Ecke im Nutella Café. Alles Süße, wie Crêpes, Waffeln; Pancake oder Obstsalat bekommt Nutella mitgeliefert. Es gibt aber auch etwas, für die weniger Süßen, sprich etwas herzhaftes ohne Nutella.
    Das Wetter war heute ein Träumchen, also habe ich erstmal auf Indoor Veranstaltungen verzichtet und bin mit der Bahn zum Lincoln Zoopark gefahren, ca. 20 Minuten außerhalb der Stadt. Ich wollte keine Tiere gucken, bin nicht so der Zoofan (mach ich nur für meine Enkel), sondern in den Park davor und an den Strand. Spontan habe ich dann beschlossen am Strand zurückzulaufen, immer mit der Sonne im Gesicht und die Skyline der Stadt vor Augen. Der See war herrlich, fühlt sich echt an wie am Meer, ich habe sogar Muscheln gefunden, es liegen da einige rum. Schade ist nur, das der Weg zum großen Teil asphaltiert ist, für Skater und Radfahrer sicher toll, für Jogger und Spaziergänger, mmmmh....
    Die Geräusche der Stadt nimmt man überhaupt nicht mehr wahr, nur die Interstate, die parallel zum Strand verläuft, rauscht im Hintergrund.
    Zurück in der Cty bin ich zufällig in die Architektur Biennale gestolpert und ein wenig durch die Ausstellung geschlendert. Thema ist Städtebau und wohnen gestern und morgen. Interessant fand ich Aussagen über den bebauten Raum in Großstädten. Barcelona hat einen höheren prozentualen Anteil an bebauter Fläche, als Chicago oder New York. Und ich bin gefragt worden, ob ich denn Architektur Studentin sei.....hihihi.

    Zum Sundown hatte ich noch etwas tolles vor. Skydeck des Willis Towers (bis 2009 Sears Tower), das höchste Gebäude der Stadt. Das Skydeck befindet sich auf der 103. Etage und der Fahrstuhl benötigt 60 Sekunden da hoch. Der Willis Tower bietet noch mal einen ganz anderen Blick auf die City, da er in einer anderen Gegend der Stadt steht, als der Hancock Tower gestern.
    Und....I DID IT (ich habe es getan), hab mich getraut, wenn auch erstmal an der Hand eines Guides und meine Gesichtszüge sind etwas verkrampft auf dem Foto, ich habe auch nicht wirklich nach unten geschaut....Ja, was denn eigentlich....
    Das Skydeck hat vier komplett verglaste Balkone, die praktisch aus dem Gebäude rausragen. Du stehst auf einer Glasplatte und unter dir 400 Meter Nichts... Menschen ohne Höhenangst machen auf dieser Glasplatte die verrücktesten Dinge, Handstand, Jumpfotos....wo mir beim Zusehen der Magen schon Purzelbäume schlägt, es gab aber auch Menschen, die an der Kante stehengeblieben sind und sich nicht auf das Glas getraut haben. Spannende Studien kann man da machen, wenn man wieder „festen“ Boden unter sich hat.
    Ich habe mir dann einen Abstecher auf den German Christkindl Market gegönnt. So ein Glühwein nach der Mutprobe wäre perfekt gewesen.
    Glühwein- Fehlanzeige- habe ich doch wieder vergessen, dass man in diesem Land nur Alkohol im Lokal/Bar trinkt, oder man hat ne braune Papiertüte drumherum. Man findet jede Menge Kitsch und sogenanntes Germanfood, Bratwurst mit Sauerkraut, Leberkäs, keine echte Thüringer Bratwurst, German Seafood = Fischbrötchen, gebrannte Mandel und als Heißgetränk Schokolade oder Kaffee. In Deutschland hätte man gesagt, dieser Weihnachtsmarkt ist enttäuschen.
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    Julia Töpleb

    Bin stolz auf dich 👏🏼

    12/7/17Reply
    Annemarie Nitsche

    Bravo!! Mein mutiges Mädchen! Schlimmeres kann ja nun nicht mehr kommen. Ich gratuliere. Das Du Dich getraut hast. Ich hätte es bestimmt nicht geschafft.

    12/7/17Reply
    Jana Keilholz

    Liebe Kerstin, ganz tolle Bilder hast du da gemacht 😍

    12/7/17Reply
     
  • Day2

    Dem Himmel ein Stück näher...

    December 5, 2017 in the United States ⋅ 🌙 -1 °C

    Heute morgen war die biologische Uhr scheinbar wieder eingenordet und hat sich an die Zeitverschiebung gewöhnt.
    Accessoires heute: Sonnenbrille, dicker Schal, Mütze und Handschuhe. Von 18 Grad gestern auf 3 Grad heute. Aber ganz viel Sonne.
    Nach dem Frühstück ging es Richtung Himmel. 360Chicago Observation Deck, auf der 94. Etage des John Hancock Centers, 314 Meter über der Stadt. In 45 Sekunden bringt dich der Fahrstuhl da hoch. Der Blick über den Lake Michigan ist spektakulär aus dieser Höhe. Es war heute immer noch recht windig und der Turm hat geschwankt. Man spürt die Böen in dieser Höhe, fühlt sich so an, als hätte man ein paar Cocktails zu viel getrunken. Die Wattewölkchen, die heute unterwegs waren, sahen zum greifen nah aus.
    Diese Aussichtplattform hat noch ein ganz besonderes Highlight. Für nur sieben Dollar darfst du dich deiner Höhenangst stellen. Man stellt dich in ein bodentiefes Fenster, links und rechts gibt es einen Haltegriff und dann wird das Fenster, ich schätze mal in einem Winkel von 30 Grad nach außen gekippt 😱. Und du blickst in den Abgrund. Wie das aus sieht, auf YouTube kann man sich Videos davon ansehen. Ich habe mir diese Aktivität nicht gegönnt.
    Dann wartet eine zweistündige Free Walking Tour auf mich, die eine Menge Geschichte über diese Stadt bereit hielt. So alt ist diese noch garnicht. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gab es in dieser Gegend nur Indianer. Der erste weiße Siedler war ein Schwarzer, der Sohn eines Kaufmanns aus...(hab ich vergessen) und dessen Sklavin, gründeten hier einen Tauschhandelsplatz.
    In den folgenden hundert Jahren explodierte dieser Ort förmlich, nicht nur die Bevölkerung wuchs, sondern auch die Grundstückspreise, so das man bereits Ende des 19. Jahrhunderts, um sein Grundstück maximal zu nutzen, Richtung Himmel baute. Der erste Wolkenkratzer der Welt stand in Chicago. Ok, wir reden hier über zehn Stockwerke und ca. 40 Meter.
    Mit mehr Fakten will ich euch nicht langweilen, gibt da noch so einiges über die Stadt des Jazz, der Gangster, des Sports (Eishockey oder Basketball)...
    Was die Fifth Avenue in New York ist, ist die Magnificent Mile in Chicago. Einkaufs- und Flaniermeile im nördlichen Teil der Michigan Avenue. Tolle weihnachtliche Schaufensterdeko. Bei Victoria’s Secret und im Apple Store habe ich mich aufgewärmt, ihr versteht 😉. Und ein Heißgetränk und was Süßes gab es in der Magnolia Bakery - die sollen in New York den Cupcake erfunden haben. Kennen die Mädels vielleicht aus „Sex and the City“.
    Zum Dinner gab es etwas für Chicago typisches - Deep Dish Pizza. Der Pizzateig ist praktisch wie eine Schale mit sehr hohem Rand, die wird dann mit den Zutaten gefüllt und ganz viel Käse. Gut das ich mich für die kleine entschieden habe, obwohl der Kellner mir die große aufschwatzen wollte, ist nämlich sehr mächtig. War lecker, mir persönlich ist es aber zu viel Teig.
    Die 15 km habe ich heute knapp verfehlt. Man merkt überhaupt nicht, dass man solche Strecken zurücklegen, verteilt sich ja auch über den ganzen Tag.
    Dem Fernsehsender „abc7“ kann man mitten in der City, gegenüber vom „Chicago Theatre“; live ins Studio schauen. Krasser Arbeitsplatz, so im Schaufenster sitzend.
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