Granny meets the world

KERSTIN: 50+; Mutter; Großmutter; Single; Reisende privat und beruflich; MOTIVATION für diesen Blog: Familie und Freunde über meine Reiseabenteuer auf dem Laufenden zu halten; Reisetagebuch; Eindrücke, Erlebnisse, Fotos und Gedanken teilen;
Living in: Erfurt, Deutschland
  • Day15

    Meine schwedischen Nachbar waren auch heute morgen noch nett und Fußball war gar kein Thema.
    Nur der Campingplatz hat sich im Laufe des Vormittags total geleert.Die meisten haben nur das Mittsommerwochenende hier verbracht.
    Als ich am Abend von meinem Ausflug zurück war, standen mein Zelt und mein Auto ganz allein auf der großen Wiese.
    Und ich heute so...
    Den ganzen Tag habe ich nichts gemacht und das ganz exzessiv. Ich bin heute Vormittag zu der gestern ausgekundschafteten Badestelle und habe mich mit einem Buch dort niedergelassen. War ab und zu mal kurz schwimmen, das Wasser war ganz schön kalt, und hatte den ganzen Tag diesen tollen Platz für mich allein. Das mag ich hier so. Ganz viele großartige Plätze, am Wasser, im Wald und du hast sie oft für dich allein.
    Kurz vor Mitternacht war ich mit Kamera und Stativ noch mal am See. Der Mond hing da so schön, nur leider hat sich das einzige Wolkenband ziemlich genau davor gesetzt. Ein Stille war das dort unten...herrlich. Der Sommer dreht gerade noch mal richtig auf. Mal sehen, was ich damit anfange...
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day14

    Unverschämt blauer Himmel heute morgen und der Abschied von diesem idyllischen Plätzchen fiel echt schwer. Und es war auch nicht so unangenehm, mal nicht auf allen Vieren aus dem Schlafzimmer zu krabbeln, sprich, mal wieder in einem Bett zu schlafen. Obwohl die Matraze ganz schön weich war, oder ich bin nach zwei Wochen so an meine Isomatte gewöhnt. Luxusproblem 😎.
    Eine Entscheidung musste her. Fahre ich wieder Richtung Süden oder bleibe ich noch ein wenig am See und fahre noch ein Stück Richtung Norden.
    Ich habe mich für letzteres entschieden.
    Mein Zwischenstopp heute war Trollhättan. An einer Raststätte kurz vor Trollhätten hatte ich an der Infotafel von den vielen Schleusen gelesen und dass es im Mai und Juni immer Samstags um 15:00 Uhr ein kleines Spektakel gibt, weil man die Schleusentore an einem Gefälle von 32 Meter Höhe öffnet.
    Was haben wir heute für einen Wochentag - Samstag... und es war gerade kurz nach zwölf. Also, auf zum Fall och slussområde. Ich hatte ja noch Zeit bis zum großen Ereignis, also bin ich etwas durch das Städtchen gebummelt. Oberhalb der Schleusen gibt es einen Wanderweg und direkt am Wasser Cafés und Restaurants. Und etwas außerhalb vom Centrum ein Automobilmuseum der Marke Saab, die hier einen Produktionsstandort hatten.
    Den besten Blick auf die Fälle hat man von der Brücke „Oskarsbron“, die sich bis 15:00 Uhr auch leicht füllte. Es gab eine kurze Ansage in schwedisch und englisch, was passieren wird, in welcher Reihenfolge die drei Schleusen geöffnet werden. Und dann stürzten über 300.000 Liter Wasser pro Sekunde mit wahnsinns Getöse die Schlucht hinab. Nach 15 Minuten waren die Tore wieder geschlossen und ich habe meine Fahrt fortgesetzt. Ziel, die Westseite des Vänern See. Sehr kleiner Campingplatz, der von den Dauercampern selbst geführt wird. Mein Platz heute, zwischen zwei schwedischen Wohnmobilen. Passt ja für das Spiel heute Abend. Die waren so cool, als ich mein Zelt aufgebaut haben, haben sie mir erstmal ein Bier hingestellt. Zum Spiel sind alle in ihre Wohnmobile verschwunden und ich hab keinen mehr gesehen 🤔.
    Der Platz liegt direkt am Wasser, man muss nur eine Wiese überqueren. Ich habe bei meiner kleinen Erkundungsfahrt mit dem Rad einen richtig tollen Badeplatz gefunden, mal sehen, vielleicht ist das morgen mein Platz...
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  • Day13

    Glad Midsommar!

    June 22 in Sweden

    Heute morgen war der Himmel wieder blau.
    Am Freitag nach der Sommersonnenwende, also heute, feiern die Schweden Mittsommer. Kein offizieller Feiertag, aber für viele Schweden wichtiger als das Weihnachtsfest.
    Mein Mittsommertag sah so aus:
    1. Kleine Wanderung über eine sehr schmal Halbinsel am Vänern See bis an die Spitze. Der See ist so groß, es fühlt sich an wie am Meer.
    Die Anreise dahin war schon etwas spektakulär. Über Straßen und Auto fahren in Schweden schreib ich später noch was. Und auch der Wanderweg war zum Teil sehr abenteuerlich. Und lecker Verpflegung am Wegesrand gab es - Walderdbeeren.
    2. Besuch auf Slott Läckö - womit ich nicht gerechnet hatte, dort war eine Mittsommerparty. Eine Mischung aus Volksfest und Mittelaltermarkt mit Livemusik. Da wurde das Picknick ausgepackt und die Wiese bevölkert. War richtig was los und ich hab mich dort unters Volk gemischt. Alle Mädels tragen Blumenkränze, die traditionell aus sieben verschiedenen Wiesenblumen bestehen.
    3. Ich habe in den letzten zwei Wochen fast immer selbst gekocht, da die Gastronomie im ländlichen Bereich nicht so üppig vertreten ist. Da auch für mich heute ein besonderer Tag war, hab ich mir mal was gegönnt. In der Nähe vom Schloss, ganz unscheinbar aber sehr feines Essen.
    Den Rest des Abends habe ich mit einem Weinchen auf „meinem“ Hof verbraucht, bis kein Tageslicht mehr da war...
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  • Day12

    ...die perfekte Idylle.

    Ganz schön viel Wasser von oben letzte Nacht. Mein Zelt war innen aber trocken, auch wenn es sich ein wenig wie Wasserbett anfühlt hat. Das Zelt steht auf einer Plane, um 1. den Zeltboden vor Beschädigungen und Schmutz zu schützen und 2. die Plane ist etwas größer als das Zelt, sozusagen meine Veranda oder Flur, damit man nicht den Schmutz mit ins Zelt nimmt ☺️. Der Boden ist aber nicht eben und irgendwo sammelt sich das Wasser zwischen Plane und Zeltboden - Wasserbett 😃.
    Zum Abbau und Frühstück war es zumindest trocken von oben.
    Mein nächster Stop war Jönköping, direkt an Schwedens zweitgrößtem See - dem Vättern.
    Einmal hier, habe ich dem Riesen „Jätten Vist“ einen Besuch abgestattet. Direkt am Ufer des Sees, über 11 Meter ist er groß und steht seit 1969 dort. In den Händen hält er ein Grasbüschel mit Erdklumpen. Und natürlich hat er auch eine Geschichte. Der Riese war mit seiner Frau auf dem Weg nach Hause. Er selbst stieg mit einem Schritt über den See, für seine Frau war es zu weit. Da warf er einfach das Grasbüschel in den See, damit seine Frau ihn überwinden konnte. Die Geschichte muss wahr sein, denn mitten auf dem See gibt es eine Insel 😂.
    Dann habe ich mir das weltweit einzige Streichholzmuseum angesehen. Jönköping hat sich mit der Entwicklung und Produktion von Zündhölzern einen Namen gemacht. Das Museum gibt einen Einblick in die Entwicklung der Produktion. Von der aufwendigen und gesundheitsschädigenden Handarbeit bis zur maschinellen Produktion und die Folgen für die Stadt und deren Menschen. Das alte Fabrikgelände beherbergt nicht nur das Museum, sondern auch Cafés und Restaurants, Galerien und Design Läden.
    Mich hat meine Reise dann ein Stück weiter Richtung Vänern See (klingt ähnlich und ist der größte See Schwedens) geführt. Das Wetter war heute echt verrückt- Sonnenbrille auf, Sonnenbrille ab, Scheibenwischer an, Scheibenwischer aus.
    Morgen gibt es zwei Dinge zu feiern. Eins davon ist Mittsommer. Und da habe ich mir mal ein festes Dach und ein Bett gegönnt. Ein wirklich echt schnuggliges Apartment, ganz versteckt. Hier führt nur ein Feldweg hin. Sowas von idyllisch hier. Und damit die Zeltatmosphäre bleibt, schlafe ich unterm Dach.
    Intuitiv hatte ich da ein gutes Händchen mit dieser Idee, hatte ich bereits letzte Woche gebucht. Bei dem Wetter heute, hätte ich kein Zelt aufgebaut. Es regnet seit Stunden durchgehend heftig und ich sitze mit meinem Weinchen in der gemütlichen Küche....
    Mein Vermieter meinte „Mittsommer regnet es immer“. Der Wetterbericht sagt aber für morgen wieder Sonne. I hope so!
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  • Day11

    Lönneberga und Bullerbü

    June 20 in Sweden

    Natürlich habe ich einen Tag verlängert und beschlossen nichts zu tun, außer am See rumzuliegen. Also habe ich theoretisch nichts zu erzählen. Außer, dass das richtig toll ist, weil du die Wiese ganz für dich allein hast. Der Campingplatz ist nicht sehr voll, viele bleiben nur eine Nacht, weil sie mit ihren Kids in die Astrid Lindgren Welt in Vimmerby wollen. Am Morgen leert sich der Platz und am Abend gibt es neue Nachbar. Auch lustig.
    Wiese, Badesteg und See nur für mich. Bis ca.14 Uhr, dann machte die Sonne Feierabend.
    Blöd, wollte jetzt auch nicht den ganzen Nachmittag damit verbringen meine neuen Nachbarn beim Aufstellen ihrer Wohnwagen, Camper oder Zelte zu beobachten. Obwohl das echt spaßig sein kann.
    Also habe ich mich noch mal aufs Rad gesetzt und mir meine eigene Austrid Lindgren Welt erobert. Auf nach Lönneberga und Bullerbü.
    Bullerbü (schwedisch Bullerbyn) heißt eigentlich Sevedstorp. Hier wurde aber ein großer Teil der Kinder von Bullerbü gedreht. Es sind nur drei Höfe, ein Café und ein paar Scheunen. Für Kids gibt es Rätseltafeln an einigen Gebäuden, Wissenstest zu den Kindern von Bullerbü. Ein echter heile Welt Ort. Lönneberga ist zwar etwas größer (170 Einwohner habe ich gelesen) aber genauso verschlafen. Und für so einen kleinen Ort eine beeindruckende Kirche.
    Und seit dem Abend läuft das harte Camperleben. Es regnet und regnet und regnet. Ich musste mein Abendmahl abrupt abrechen und ins Zelt ziehen. Lesen, Video schauen (passend eine schwedische Krimiserie „Die Brücke“) und einen Rotwein dazu. Leben auf zwei Quadratmetern...
    Morgen baue ich dann wirklich wieder ab, ziehe weiter Richtung Norden, zu Schwedens größten Seen und werde mir für Mittsommer mal was gönnen...
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  • Day10

    Norra Kvill ist Schwedens kleinster Nationalpark. Hier habe ich heute eine kleine Runde auf schönen Wegen gedreht, waren nur 5 km. Dafür in Gesellschaft mit meiner Camp- Nachbarin. Sie steht mit ihrem Camper direkt gegenüber. Wir haben heute morgen beschlossen mal was in Gesellschaft zu machen. War ganz angenehm. In Gesellschaft macht man dann natürlich nicht so viele Fotos. Naja, ich will euch auch nicht mit jedem Baum hier in Schweden bekannt machen.
    Aber einen müsst ihr noch kennen lernen... Rumskullaeken. Rumskulla ist der Name des Ortes, wo ihr diesen Baum findet und Eken ist schwedisch und heißt Eiche.
    Schwedens ältester Baum, über 1000 Jahre alt, sie hat einen Umfang von 13 Metern, ist 16 Meter hoch und wie man sieht, ist der Baum nicht mehr ganz gesund. Ein einziger Ast ist noch grün. Man versucht durch unterschiedliche Maßnahmen ihn am Leben zu halten. Sehr imposant. Aber nicht mit dem Limonadenbaum von Pippi verwechseln, der ist eine Ulme und steht wo anders.
    Mal sehen, ob es mich morgen weiter treibt oder ob ich noch einen Tag bleibe. Ich schwanke noch. Diese Freiheit, dass beim letzten Schluck Kaffee beim Frühstück zu entscheiden - sehr geil.
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  • Day9

    Michel aus Lönneberga und Pippi.

    Heute Morgen musste ich in meinem „Schloss“ erstmal mit einem „Monster“ kämpfen. Hat sich einfach eingeschlichen. Nur soviel, ich habe es besiegt, nach dem ich ein Foto gemacht habe 😳😊. Für solche „Notfälle“ ist ein Ritter im Schloss manchmal hilfreich. Aber selbst ist die Frau...und nein, ich habe sie nicht mit den Waffen einer Frau getötet 😂, ich habe zu anderen Maßnahmen gegriffen.
    Nach meinem letzten Frühstück mit Blick auf den See, habe ich mein Zelt abgebaut und bin Richtung Norden aufgebrochen.
    Erster Stop, die Schlossruine von Kronoberg. Toll erhaltenes Gemäuer, direkt am Wasser, dass hatte auch strategische Gründe. Das Schloss war so konzipiert, dass es autark funktionierte und auch mehrere Wochen Belagerung überstand. Eine sehr wechselvolle Geschichte gab es zu lesen. Von skandinavischen Kriegen hatte ich noch nichts gehört oder das diese Gegend mal zu Dänemark gehörte 🤔 (wohl geschlafen im Geschichtsunterricht).
    Dann musste ich mich der Gegenwart widmen. Eine Tankstelle musste her. Bei der gemütlichen Fahrweise hatte ich seit Flensburg nicht mehr getankt, hatte über 900 km weg und immer noch eine Tankreichweite von 130 km. Man muss es aber nicht bis auf den letzten Tropfen trocken fahren. Tanken in Schweden, völlig easy. Diesel = Diesel, Kreditkarte in die Zapfsäule, Kreditkarte raus, Diesel gezapft, fertig. Danach zeigte mir mein Auto eine Tankreichweite von über 1100 km an 😲. Ich wußte garnicht, dass die Anzeige vierstellig kann 😂. Muss die gute schwedische Luft sein.
    Auf nach Lönneberga und Vimmerby, zu Michel und Pippi und all den anderen Figuren von Astrid Lindgren.
    Die Landschaft auf dem Weg dorthin war wie bei meiner gestrigen Wanderung. Ganz viel Wald, riesige Felssteine und dazwischen immer wieder ein rotes Häuschen. Am liebsten hätte ich alle paar Kilometer angehalten, um ein Foto zu machen, dann hätte ich mein Ziel wohl jetzt noch nicht erreicht.
    So ziemlich zwischen den beiden Orten habe ich heute mein Zelt aufgebaut. Aufbauen finde ich nicht so schlimm, wie abbauen. Aufbauen ist immer ein wenig, wie in eine neue Wohnung ziehen. Ich wohne auch wieder direkt am See, allerdings keinen Seeblick.
    Mal sehen, was mich hier in der Heimat von Michel und Pippi die kommenden Tage erwartet...einen kleinen Plan gibt es schon...
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  • Day8

    Regen und Troll Mountain

    June 17 in Sweden

    Wie vom Wetterbericht versprochen, hat es heute morgen geregte. Im Zelt klingt das immer schlimmer, als es eigentlich ist und als ich gegen 8:30 Uhr aus meinem Schlafsack gekrabbelt bin, hatte der Wettergott ein kurzes einsehen und den Hahn erstmal geschlossen. So dass ich auch entspannt draußen Frühstücken konnte. Beim Abwasch habe ich mich mit meinen „Nachbarn“ unterhalten. Die planten, mit ihren Kids ins Ikea Museum zu fahren. Ich habe das dann abgewählt. Es ist Sonntag, es ist besch... Wetter, was machen Familie. Darauf hatte ich dann keine Lust mehr.
    Da es jetzt wieder geregnet hat, habe ich mich erstmal im Zelt verkrochen. Musik auf die Ohren und Buch in die Hand. So hätte ich den Tag auch rumbekommen.
    Gegen 13 Uhr wurde der Himmel wieder hell und das Wasser von oben wurde eingestellt. Also habe ich mich zu einer kleinen Wanderung aufgemacht. Schweden hat viele Nationalparks mit tollen und gut ausgeschilderten Wanderwegen. Die Runde um Trollberget (Troll Mountain oder Trollberg) im Nationalpark Åsnen ist so einer davon. Gemütliche 10 km durch einen Wald voll moosbewachsener Felsen und vielen kleinen Höhlen und ein Teil des Weges direkt am See entlang. Trollberg- hier soll es in früheren Zeiten wunderliche Begegnungen gegeben haben. Man hat Trolle tanzen und feiern sehen.... Ich habe keinen von ihnen getroffen. Riesige Felsbrocken liegen mitten im Wald, als hätten die Trolle diese da hingeworfen 😊.
    Keine Menschenseele ist mir begegnet. Beim wandern kann man so wunderbar philosophieren, über so wichtige Entscheidungen... was koche ich mir nachher, wo soll meine Reise morgen hingehen.... und doch nicht immer zu einer Entscheidung kommen. Gekocht habe ich mir etwas 😃.
    Am Abend war es zum ersten Mal richtig windstill. Das lockt natürlich auch das fliegende Viehzeug an. Viele ganz winzige Fliegen haben mich vor dem Zelt genervt. Ich bin dann mit meinem Weinglas auf den Badesteg umgezogen und hatte meine Ruhe. Ein genialer Platz und dabei habe ich festgestellt, wie warm das Wasser ist. Also noch eine Runde schwimmen am Abend....(Sauna war heute leider nicht ☹️)
    Morgen ziehe ich weiter, wohin genau....weiß ich noch nicht...grobes Ziel....Norden.
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  • Day7

    ...aus dem Småland abgeholt werden. Hier ist es soooo schön. Ihr habt das alle bei Ikea schon mal gehört, Småland ist die Kinderbetreuung bei Ikea, aber so heißt auch eine Provinz in Schweden. Und welche Überraschung, Ikea hat hier seine Wurzeln, hier gründete Ingvar Kamprad mit 17 Jahren 1943 sein erstes Geschäft. Die Möbel kamen erst später. Aber den Namen gab es von Anfang an. Es gibt hier ein Ikea Museum ums Eck, vielleicht tu ich mir das morgen an. Es soll morgen regnen.
    Und ein anderer Name, den jeder kennt, hat seine Heimat auch in Småland- Astrid Lindgren. Allerdings etwas weiter im Norden.
    Ich habe heute morgen mein Zelt in Ystad abgebaut und bin ca. 180 km Richtung Norden gefahren, Småland.
    Ich habe hier einen ganz tollen Platz gefunden. Völlig naturbelassen, direkt am See. Ganz kleiner Platz, nur ca. 35 Stellplätze, davon vielleicht 15 belegt und fast nur Deutsche.
    Ich wollte hier her, weil mich der Autofriedhof als Fotomotiv gereizt hat. Hier stehen ca.150 Schrottautos aus der Mitte des letzten Jahrhunderts und die Natur holt sich ihren Platz zurück. Manche sehen aus, als hätte der Besitzer sie nur geparkt und dann vergessen. Sehr spuky, aber auch irgendwie faszinierend dieser Ort. Ich bin da bestimmt zwei Stunden durchs Gebüsch gekrochen und hatte dann Sorge, dass ich mein Rad nicht wiederfinde. Man kann da die Zeit vergessen. Wen es interessiert, die Geschichte dieses Platzes habe ich als Foto angehängt.
    Ryd selbst ist ein verschlafenes Nest. Die Gastronomie beschränkt sich auf eine Pizzeria. Aber es gibt einen gut sortierten Supermarkt und ich habe selbst gekocht. Man glaubt garnicht, was mit so einfachen Mittel doch alles möglich ist. Nein, es waren nicht Ravioli aus der Dose.
    Der Platz hier ist echt ein Träumchen...es gibt eine Fasssauna, direkt auf dem See, die werde ich morgen bestimmt mal testen.
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  • Day6

    Immer diese Entscheidung am frühen Morgen. Gehe ich wandern, lege ich mich mit einem Buch an den Strand, der ist nur 300 m entfernt, oder mache ich einen Ausflug mit dem Rad. Champagner Probleme, ich weiß... Ich habe mich für‘s Fahrrad entschieden. Radtour zu einer der größten in Skandinavien erhaltenen Schiffssetzung. Ähnlich wie in Stonehenge, nur kein Kreis, sondern in Form eines Schiffsrumpfes. Auf einem Hügel direkt an der Küste stehen 59 riesige Steine. Der Größe über zwei Meter und fast 1,8 Tonnen schwer. Das ganze ist 67 Meter lang und 19 Meter breit. Man vermutet, dass dieses Objekt aus der Zeit ca.600 n.Chr. entstand. Die Bedeutung ist auch hier ein Rätsel, Sonnenkalender, Grabanlage...🤔
    Und man hat von dem Hügel einen genialen Blick auf die umliegende Landschaft und die Ostsee.
    Auf dem Rückweg bin ich noch über ein Feld mit Mohnblumen gestolpert, ok, ich habe aus der Ferne rot gesehen 😂 und bin einen kleinen Umweg gefahren. Aber für dieses eine Foto hat es sich gelohnt.
    Jetzt sitze ich etwas kaputt vor meinem Zelt, der Platz ist richtig voll geworden zum Freitag.
    Und sonst... habe ich, glaube ich, eine Lösung für mein Camping Key Card Problem gefunden. Der Support spielt weiter totes Reh. Wenn es morgen geklappt hat, verrate ich meine Lösung.
    Morgen ziehe ich weiter, obwohl das immer echt schwer ist, kaum kennst du dich auf dem Platz aus und findest alles, hast erste Kontakte geknüpft, wird das Zelt weder abgebaut. ich will aber noch ein Stück in den Norden. Eigentlich braucht man nicht drei Wochen, sondern drei Monate für dieses Land.
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