Granny meets the world

KERSTIN: 50+; Mutter; Großmutter; Single; Reisende privat und beruflich; MOTIVATION für diesen Blog: Familie und Freunde über meine Reiseabenteuer auf dem Laufenden zu halten; Reisetagebuch; Eindrücke, Erlebnisse, Fotos und Gedanken teilen;
Living in: Erfurt, Deutschland
  • Day3

    Der letzte Tag 2018 - Part Two

    December 31, 2018 in Hungary ⋅ ⛅ 2 °C

    ...des letzte Event des Tages, eine Bootstour auf der Donau und zwar bei Nacht. Unbedingt machen, wenn es euch nach Budapest verschlägt. Ich habe zwar schon den einen oder anderen nächtlichen Bummel an der Donau gemacht, die Tour auf dem Wasser ist nochmal ganz besonders. Zur Einstimmung auf den Jahreswechsel gab es auch noch einen Sekt für alle an Board. Ich habe mich für die einstündige Tour entschieden, weil ich Mitternacht wieder von Bord sein wollte. Man kann auch eine ganze Silvesterparty auf einem Schiff buchen oder eine Dinnertour. Das Böötchen ist an allen großartig beleuchteten Highlights am Donauufer vorbei getuckert, unter den Brücken hindurch, die natürlich auch kunstvoll angestrahlt werden, einmal um die Magareteninsel (für einen Besuch auf der Insel hatte ich leider zu wenig Zeit) herum und auf der anderen Donauseite zurück.
    Nach Ende meiner Tour war es 21:00 Uhr und ich bin erstmal ins Hotel zurück, um Ballast abzuwerfen, wollte die Kameraausrüstung nicht dabei haben. Bevor das Jahr 2018 sich verabschiedet habe ich mir noch ein kleines Abendmahl gegönnt und bin dann Richtung Kettenbrücke, um mir einen Platz für das Feuerwerk zu suchen.
    Solche Straßenpartys wie in Barcelona oder Edinburgh hat Budapest nicht. Es gibt kleine Straßenfeste, viel spielt sich bei den Ungarn aber in den heimischen vier Wänden oder in Bars und Restaurants ab.
    Aber an dem Tag gab es überall an jeder Ecke bis zum abwinken Glühwein. Und der ist richtig lecker, nicht so süß, im offenen befeuerten Kesseln, mit Gewürzen und Orangenscheiben. Dort haben mich dann auch die beiden Jungs angesprochen, mit denen ich dann die Wartezeit bis zum Feuerwerk überbrückt habe.
    Manuel und Manuel, die hießen beide wirklich Manuel, das war schon der erste Lacher. Manuel aus Brasilien und Manuel aus Spanien, wollten von mir wissen, ob das der perfekte Platz für das Feuerwerk ist. Tja, ich weiß es doch auch nur vom Hörensagen, da es aber immer mehr Menschen wurden, haben wir dann vermutet, das muss der perfect place sein.
    Angestoßen wurde mit Glühwein und dann das Feuerwerk... mmmhhh. Ja es gab eins, aber sehr bescheiden wurden zwischen Gellértberg und Heldenplatz ein paar Raketen gestartet. Wir haben dann immer noch auf den großen Knall gewartet... da kam aber nichts mehr, außer ein paar Privatinitiativen. Private Feuerwerke sind in der Silvesternacht von 18:00 Uhr bis morgens 06:00 Uhr erlaubt, hatte mir Anna bei der Führung erzählt. Aber selbst das war sehr verhalten und kein Vergleich zu dem, was man in Deutschland in den Himmel schießt.
    Entschädigt hat der toll beleuchtete Anblickt der beiden Donauufer.
    Zurück im Hotel habe ich den Rest der Party noch mitbekommen und bin mir sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Hatte sowieso keine Garderobe dafür mit ;-).

    Am Morgen, als ich zum Frühstück war, waren alle Spuren der Party beseitigt. Da waren wohl einige die ganze Nacht fleißig. Ein Besuch im Thermalbad war heute leider nicht möglich, da dieses erst um 11:00 Uhr öffnete und ich musste ja noch nach Hause.

    Nach dem Frühstück habe ich einen letzten Blick über die Donau geworfen und habe dann mein Auto wieder eingesammelt. Auch der Weg nach Hause war staufrei. Nur die Sonne ist in Budapest geblieben.

    Fazit: Ich muss da noch mal hin! Habe leider nicht alles gesehen, was auf meinem Plan stand. Auch wenn der Silvesterabend nicht mit den beiden letzten Jahren zu vergleichen war, hat mir Budapest sehr gefallen und die Kombination mit einem Thermalbad-Besuch hat schon fast etwas von Wellnesswochenende.

    Es ist noch eine Frage offen - warum denn keine Fotos vom Thermalbad. Ich sag nur Feuchtraum, Wasser und so hohe Luftfeuchtigkeit sind der Feind meiner Kamera und meines Mobilephones.
    Die bekannten Thermalbäder in Budapest sind sehr alt, das Gellért feiert seinen 100. Geburtstag. Das Ambiente hat seinen Charme und das warme Wasser ist herrlich. Ich war immer sehr früh dort und es war ziemlich leer. Am Tag gab es an der Kasse schon mal Schlangen. Der Eintritt kostet 20€, als Hotelgast habe ich nur die Hälfte bezahlt und hatte die Bequemlichkeit, mich im Zimmer umziehen zu können. Wenn dieser Umstand anders gewesen wäre, dann hätte ich nur einen einmaligen Besuch geplant…. und im Schwimmbecken herrscht Badekappenpflicht 😱- sehr geil 😱. Kann man aber direkt vor Ort erwerben - schicke Gummibadekappe. Bei meinem nächsten Besuch in Budapest würde ich mal ein anderes Bad „testen“.
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  • Day3

    Der letzte Tag 2018 - Part One

    December 31, 2018 in Hungary ⋅ ⛅ 2 °C

    ...wo ist es nur schon wieder hin, dieses 2018?
    Auch mein letzter Tag war voll aber großartige und ich hatte ja heute noch die halbe Nacht dazu. Am Morgen habe ich bereits unter blauem Himmel im Whirlpool des Thermalbades gesessen. Aber etwas später als am Sonntag.
    Zum Frühstück hatte ich etwas anstrengende Gesellschaft am Nebentisch. Ein Pärchen aus Österreich, hab schon vergessen woher genau. Wir hatten uns erst nett unterhalten und dann haben die beiden versucht mich zu beschwatzen, mir doch auch noch eine Karte für das Abendevent im Hotel zu organisieren, nachdem ich erzählt hatte, das meine Tages- bzw. Abendgestaltung flexibel ist. Nach dem Motto- armes Mädel, ganz allein unterwegs... nein danke, keine Lust auf so eine steife Party.
    Ich musste mir jetzt erstmal die Fotos ansehen, damit ich nichts vergesse, was ich wieder alles in diesem Tag gepackt habe.
    Nach dem Frühstück und dem Abwehren der Hotelparty bin ich erstmal Richtung Kettenbrücke aufgebrochen. Ist übrigens die älteste und bekannteste Brücke, der in Budapest über die Donau führenden Brücken. Direkt gegenüber der Brücke auf der Buda Seite gibt es eine Standseilbahn, welche auf den Berg zum Burgenviertel von Buda führt. Der Plan war, hinauf mit der Seilbahn. Irgendwie sind bei diesem herrlichen Wetter heute alle Touristen aus ihrer "Löchern" gekrochen und es gab eine mega Schlange an der Seilbahn. Also doch laufen. Ist nicht ganz so anstrengend wie auf den Gellértberg und es gibt befestigte Wege.
    Dieses Viertel entstand aus den alten Stadtkern von Buda (ich denke jeder weiß, dass Budapest aus dem Zusammenschluss der beiden Städte links und rechts der Donau entstand, nämlich Buda und Pest). Hier oben finden sich viele monumentale Gebäude. Da ist der riesige Burgpalast, ehemals königliche Residenz, wird er heute für Museen und repräsentative Zwecke genutzt. Wenn man Glück hat, kann man dem Wachwechsel vor dem Palast zusehen. Ich hatte Glück 🍀😌. Obwohl ich mir schon die Frage stelle, was genau soll das? Sieht ein bisschen aus wie Männerballett, wenn die Herren fast tänzerisch und synchron ihr Bewegungen ausführen und ihre Waffen schwingen.
    Ein absolutes Muss ist die Fischerbastei, die fast wie ein Märchenschloss über der Donau thront. Über Treppen, Gänge, Arkaden und Balkone kann man von Türmchen zu Türmchen schlendern.
    Dahinter steht die Matthiaskirche mit ihrem bunten Dach und einem Kirchturm, der ein wenig an die Türme der Sagrada Familia in Barcelona erinnert. Hier wurden u.a. Franz Joseph I. und Elisabeth, besser bekannt als Sissi, gekrönt.
    Zwischen Fischerbastei und Matthiaskirche steht das gigantische Reiterstandbild von Ungarns erstem König, Stephan I., sah toll aus unter blauem Himmel.
    Von hier oben hat man natürlich auch eine großartigen Blick über die Donau und auf die andere Seite der Stadt. Dort habe ich dann den Nachmittag verbracht.
    Nach so viel Berg und Kultur musste erstmal Futter her. Ich hatte den Weihnachtsmarkt noch auf meinem Plan. Da warteten alle möglichen Verführungen auf mich und die Entscheidung war nicht einfach.
    Gestärkt habe ich mich dann auf den Weg Richtung Donau gemacht, für ein paar Fotos und eine Donaufahrt bei Nacht.
    Zwischen Kettenbrücke und Parlament findet man ein sehr emotionales aber auch bedrückendes Mahnmal, was man fast übersieht. Auf der Kaimauer direkt an der Donau stehen ganz verstreut ca.60 Paar Schuhe aus Metall. Sie sollen an die Gräueltaten des Holocaust erinnern, als 1944/45 Juden an der Donau zusammengetrieben und erschossen wurden.

    ...Continued later
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  • Day2

    Baden, essen, laufen

    December 30, 2018 in Hungary ⋅ ⛅ 4 °C

    So kann man den Tag heute beschreiben.
    Mal im Schnelldurchlauf:
    07:00 Uhr Themalbad - es war herrlich, wenn das Aufstehen auch sehr schwer fiel.
    09:00 Uhr lecker Frühstück- und das Frühstücksbuffet kann sich wirklich sehen lassen.
    Wenn ich ehrlich bin, hätte ich dann wieder schlafen gehen können. Ich war aber verabredet.
    11:00 Uhr hatte ich eine Führung durch das Jüdische Viertel gebucht. Dauer 3 Stunden, Synagogen, Geschichte, Streetfood und Ruinbar und das als Privatführung 😇. Ich habe die Tour natürlich in meiner Muttersprache gebucht, wenn das schon angeboten wird (drei Stunden englisch, da schaltet meine Konzentration sehr schnell ab). Und was soll ich sagen, ich war der einzige Teilnehmer und hatte Anna, die gut 10 Jahre älter war als ich und sehr gut deutsch sprach, ganz für mich allein.
    Synagoge und Geschichte - Ich weiß jetzt ganz viel über jüdischen Glauben, Feste, Kalender, Sabbat, die Geschichte der Juden in Ungarn und der Große Synagoge (Budapest hatte mehrere) und natürlich kommt man auch nicht an den Spuren des Naziregimes in der jüdischen Gemeinde Budapest’s vorbei. Die Synagoge ist die zweitgrößte der Welt und was glaubt ihr, wo die Größte steht....ich hätte spontan Israel vermutet... falsch, in New York. Die New Yorker hat nur mehr Fläche, Besucher fasst die in Budapest mehr. Ungewöhnlich auch, diese Synagoge hat eine Orgel und ist in ihrem Aufbau einer christlichen ähnlich. Wenn ich das jetzt aber alles aufschreibe.... bekomme ich heute keinen Schlaf. Auf nach Budapest oder fragt mich.
    Streetfood- einen Streetfoodmarket gibt es in dem Viertel mit vor allem ungarischen Spezialitäten. Ich habe mich hier erstmal für Langos entschieden, der überhaupt nicht so fettig war, wie die Teile auf unseren Weihnachtsmärkten. Überhaupt findet man hier sehr hippe Läden, Bars und Restaurants für den schmalen Geldbeutel. Hier verwirklicht sich eine junge, alternative Szene.
    Ruinbar - steht hier nicht für einen Zusammenbruch, weil vielleicht zu viel Alkohol geflossen ist, sondern für Bar’s in „Ruinen“. Entstanden ein wenig aus der Not, man wollte Häuser vor dem Abriss bewahren und hat in diesen Abbruchhäusern einfach Bar’s eröffnet. Man findet in diesen Bar’s oft mehrere Räume mit Tresen und Tanzflächen, diese sind dekoriert mit zum Teil sehr skurrilen Dingen. Sehr crazy. Die Szimpla Kert war die Erste mit großem Erfolg.
    17:00 Uhr - ich hatte einen Platz im Café New York reserviert. Ich sag nur „Place to see“ bei einem Budapest Besuch. In der Speisekarte steht „The most beautiful café in the World“. Vielleicht klingt das ein wenig sehr Selbstbewusst, aber wenn du dort sitzt, auf Stühlen mit rotem Plüsch bezogen, dir die mit Blattgold verzierten Säulen, die Deckengemälde, die riesigen Fenster anschaust und der dezenten Livemusik lauschst....das könnte auch Schloss Versailles sein. Seit 1894 gibt es das Café, es hat Kriege und Regimewechsel überlebt und nicht nur das Ambiente ist „so beautiful“, auch das Essen und die kleinen Kuchen und Macaron‘s....👍🏻👍🏻👍🏻. Unbedingt Tisch vorher reservieren, sonst müsst ihr euch in die Schlange einreihen. Reservierung geht online, also keine Angst vor Sprachbarrieren.
    19:30 Uhr - es regnet 🤔. Ich wollte aber unbedingt noch einen Spaziergang an der Donau Richtung Parlament machen und natürlich Fotos. Die Brücken und historischen Gebäude sind nachts so schön beleuchtet. Ich bin ja nicht aus Zucker, nur die Kamera musste beschützt werden vor zu viel Wasser.

    Was steht sonst noch auf meinem Plan:
    Parlament von innen
    Felsenkrankenhaus
    Fischerbastei und Matthiaskirche
    Heldenplatz
    Donauschifffahrt by Night
    Weihnachtsmarkt, gibt es bis 01.01.
    Markthalle
    Margaret Insel
    St. Stephans Basilika mit Aussichtsplattform
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    Hatte ich erwähnt, dass ich am 2. wieder arbeiten darf! Und jetzt findet den Fehler...
    Fazit - ich muss nochmal hier her.
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  • Day1

    Ungarns Hauptstadt...

    December 29, 2018 in Hungary ⋅ 🌙 3 °C

    ...habe ich 1993 schon mal für einen Tagesausflug während eines Sommerurlaubes in Ungarn mit einer handvoll Lieblingsmenschen besucht. Ich habe kaum eine Erinnerung daran. Lag es an der Sommerhitze oder der Tatsache, dass ich eine 3-jährige und einen 6-jährige an der Hand hatte.... ich weiß es nicht. Heute habe ich mich schon ein wenig verliebt in diese Stadt.
    Ob das an meiner völlig unkomplizierten und stressfrei Anreise liegt oder mich die Aussichten über die nächtlich beleuchtete Stadt so fasziniert oder ich mich für meine Hotelwahl selbst feiern könnte oder eine Mischung aus allem.
    Ich bin heute Morgen sehr früh gestartet -
    (4:30 Uhr 🙈) und habe die knapp 900 km sehr entspannt, völlig staufrei, mit dem Auto zurück gelegt. Gegen 14:00 Uhr habe ich mein Auto auf einem P&R Parkplatz, videoüberwacht, eingezäunt und kostenfrei (also keine Sorgen um mein Auto) außerhalb vom Zentrum abgestellt und bin die vier Stationen mit der U-Bahn ins Zentrum gefahren. Mein Freund Google hat mir diesen genialen Tipp verraten.
    Ich habe für meine Übernachtung bei diesem Trip mal keine Budget- Entscheidung getroffen, es sollte zentral sein, da ich wusste, dass ich viel zu wenig Zeit haben werde und diese nicht mit zu viel Fahrerei verbringen wollte.
    Ich habe mir ein Zimmer im Gellert- Hotel, welches direkt an das bekannte, in diesem Jahr 100 Jahre alte, Thermalbad angrenzt, gebucht. Alt, ganz viel Charme im Jugendstil, ein wenig mondän und ich kann im Bademantel vom Zimmer ins Thermalbad gehen. Bad heißt nicht nur schwimmen, sondern auch Sauna, Dampfbäder und Thermalbäder. Das werde ich morgen sehr früh mal testen... Ich bin sehr happy mit meiner Wahl.
    Nachdem ich mein Zimmer bezogen und mich über den „Palast“ Einzelzimmer, das ist mega groß und hat einen Balkon mit Blick auf das Bad, bezogen hatte, habe ich mich auf den Weg gemacht und wollte die Stadt erkunden.
    Wirklich weit bin ich nicht gekommen. Direkt neben meinem Hotel ist der Gellértberg. Hier habe ich eine relativ neue Sehenswürdigkeit entdeckt, die Felsenkirche. Nicht spektakulär und auch nicht neu, aber eine interessante Geschichte. Nach dem Vorbild der Kirche in Lourdes/ Frankreich wurde hier 1926 auch eine Kirche in der Berg gehauen und 1934 noch ein Kloster hinzugefügt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche von sowjetischen Truppen zugemauert. Erst 1990 konnte sie wieder geöffnet werden. Das Höhlensysteme war stark beschädigt. Nach umfangreichen Sanierungen wurde die Kirche 2008 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
    Die Preise lassen dich hier erstmal schlucken, 600 HUF sollte der Eintritt kosten. Kurz den Währungsrechner gezückt... ah, nicht mal 1,80€ inclusive Audioguide, das kann man sich doch mal gönnen.
    Dann habe ich den Berg erobert, ganz oben steht Budapest‘s Freiheitsstatue, zu Ehren der Soldaten, die das Land im Zweiten Weltkrieg befreiten, schaut sie seit 1947 vom Berg auf die Stadt. Angeblich so, dass man sie von jedem Punkt der Stadt sehen kann 🤔. Ich werde das beobachten 😉. Auf dem Weg da hoch hat sich immer mal wieder der innere Schweinehund gemeldet. Der Weg da hoch ist mega steil, uneben, ausgetretene und krumme Treppenstufen, schon fast eine Wanderung und der Schweinehund ...“müssen wir da wirklich unbedingt hoch, wird doch schon dunkel, nicht das du dir noch den Huf brichst... Das Mobilphone ist auch Taschenlampe, es waren auch in der Dunkelheit noch ganz viele Menschen unterwegs und ab und an mal die Aussicht genießen um den Puls runter zu fahren 😉... Der Aufstieg und der Sieg über den Schweinehund haben sich definitiv gelohnt. Erstens der Blick ist faszinierend und zweitens ... es gab Glühwein da oben.
    Ich habe gefühlt wieder Millionen Fotos gemacht, ich vergesse dabei echt die Zeit... und dann hatte ich doch tatsächlich mega Hunger, ein Gefühl, welches über Weihnachten verloren gegangen ist. Mit einem späten Abendmahl und einem kleinen Cocktail habe ich den Tag beendet und wenn ich überlege, was ich morgen alles tun will... definitiv muss ich morgen früh meine belastete Muskulatur vom Auf- und Abstieg erstmal im Thermalbad pflegen, sonst gibt es noch Muskelkater 😉
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  • Day5

    Riga - einen Reise wert!

    October 3, 2018 in Latvia ⋅ 🌧 8 °C

    Mit dreißig Minuten Verspätung bin ich heute Nachmittag wieder in Berlin gelandet.
    Mein Resümee, Riga ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Durch die kleinen Gassen der Altstadt über das Kopfsteinpflaster zu bummeln, deren Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurück reicht, mit ihren vielen kleinen Cafés und Restaurants, ist spannend. Der Jugendstil begegnet dir überall außerhalb der Altstadt, ganze Straßenzüge kann man hier bewundern, mal extrem, mal etwas schlichter, mal unsaniert in grau und oft richtig prunkvoll hergerichtet.
    Riga hat ganz großartig Parks und Grünanlagen, die zum Verweilen oder Bummeln einladen. Und wie ihr gesehen habt, gibt es einige Aussichtspunkte, um die Stadt aus der Vogelperspektive zu betrachten. Die Petri- Kirche, wo ich 9€ schon recht heftig fand, für die Turmbesteigung, ok war ein Fahrstuhl. Das Observation Deck der Uni, Empire State in Klein - 5€ und ganz viel Charme aus der Sowjetzeit und die Skybar des Radisson Blu, hier kannst du dein Geld in einen Cocktail oder Kaffee investieren und den Blick genießen 😊. Und es gibt noch einen weiteren Aussichtspunkt, den ich ausgelassen habe, man kann auch auf den Fernsehtum und die Aussicht genießen.
    Riga liegt fast an der Ostsee, da sollte ein Ausflug nach Jurmala, so heißt die Gegend, nicht fehlen. Die Strände waren herrlich. Ich war aber zu lange barfuß im Wasser und habe mir einen Schnupfen eingefangen. Deshalb habe ich meinen geplanten Ausflug in den Nationalpark Gauja auch gestrichen, geplant war eigentlich gestern ein Wandertag. Ich war gestern aber echt angeschlagen und so habe ich mich mit ein wenig grün in den Parks begnügt.
    Riga ist mir als sehr saubere und gepflegte Stadt aufgefallen. Wenn auch in einigen Ecken Sanierungsbedarf besteht und man sich in die Zeit vor 1990 zurück versetzt fühlt, ist alles sehr sauber. Auch der Geldbeutel wird hier sehr geschont. Für unter 10€ bekommst du eine komplette Mahlzeit inclusive Getränk und beim Frühstück habe ich keine 5€ ausgegeben. Diese Piroggen aus Martinas Bekereja sind einfach so lecker und da kostet so ein Teilchen 0,35 - 0,50 €. Auch die Preise für Öffentliche Verkehrsmittel sind mini und das öffentliche Verkehrsnetz ist gut organisiert. Nur GoogleMaps hat es nicht so auf dem Schirm. Man muss sich vor Ort erkundigen, was schon wieder etwas von Abenteuer hat.
    Paris, Rom oder London sind sicher eher die Metropolen für einen Städtetrip, die lettische Hauptstadt hat aber auch einiges zu bieten, ist nicht so überlaufen und schont den Geldbeutel.
    Meine persönliche Erkenntnis während dieses Ausfluges... Als ich am Samstag hier gelandet bin, habe ich mich erstmal überhaupt nicht wohl gefühlt. Und mir natürlich Fragen gestellt... Ist es die falsche Stadt, keine Lust auf Alleinreisen mehr (ich hatte doch im Flieger schon erste Kontakte geknüpft). Als ich dann die Bootstour gemachte hatte, war ich etwas ausgesöhnt mit der Stadt und nach meinem Ausflug ans Meer, glaube ich auch zu wissen, was fehlt... Zu viel Stadtplaster, zu viel Input auf kleinem Raum, zu wenig Natur, zu wenig Weite, mich hat der Schwedenurlaub da wohl „versaut“.
    Es wird sicher auch weiter Städtereisen geben, ich werde nur versuchen, diese anders zu organisieren. Mal sehen wie ich das mit meinem geplanten Silvestertrip hinbekomme.
    Ins Baltikum wird es mich ganz bestimmt noch mal verschlagen. Hier wollen ein paar Nationalparks erobert werden...

    PS. Am Airport habe ich mir dann doch noch eine Flasche „Riga to go“ in groß mitgenommen. Also wer Lust auf einen Schluck Riga hat, der komme vorbei 😉
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  • Day4

    My last day in the city

    October 2, 2018 in Latvia ⋅ ⛅ 8 °C

    Das Highlight des Tages heute, Cocktail in der Skybar des Radisson Blu Hotels. Kann Frau mal machen um 16:00 Uhr.
    Morgen geht mein Flieger Richtung Heimat (I hope so).
    Heute morgen bin ich noch vor dem Frühstück in Richtung Hafen aufgebrochen.
    Hier steht die etwas andere Skulptur der „Bremer Stadtmusikanten“. Die Gegend ist nicht ganz so fein, viel Industrie, entwickelt sich aber gerade zu einem hippen Viertel. Kreative und Alternative Läden und Bars entstehen hier. Die Skulptur ist die moderne Variation der Bremer Stadtmusikanten, direkt am Hafenbecken. Der Belgier Maarten Vanden Eynde hat für die Skulptur einen alten Bus, einen Kleinbus, ein Mofa, ein Fahrrad, Omas Radio, ein Transistorradio, ein Telefon und ganz oben ein Handy aufgespießt. Das Werk ist Bestandteil der Biennale in Riga. Ich fand es einfach nur witzig, gerade mit der Hafenkulisse, auch wenn der Schöpfer damit einen tiefsinnigen Hintergrund ausdrücken will.
    Frühstück gab es heute in Martina‘s Bekereja, Riesen Auswahl an kleinen Teigtaschen, herzhaft und süß gefüllt, oberlecker und auch der Kaffee war sehr gut....da werde ich morgen bestimmt nochmal frühstücken.
    Ich hab einen Abstecher auf die andere Seite des Flusses gemacht. Hier hatte ich gelesen, soll es ganze Straßenzüge dieser typischen Holzhäuser geben. Ja, gibt es, zum Teil auch toll erhalten bzw. saniert. Ich fand es nur nicht ganz so toll, da der große Teil direkt an einer vierspurigen Straße liegt. Begeistert bin ich immer wieder von den Parks hier in der Stadt. Alle super gepflegt und toll angelegt. Auf dem Rückweg bin ich durch einige geschlendert.
    Einen späten Lunch und den ersten Cocktail gab es dann in der Skybar mit toller Aussicht. Nach oben geht es mit einem gläsernen Fahrstuhl und man sitzt windgeschützt. Mein Blick ging auf die goldene Kuppel der russisch- orthodoxen Kirche, sieht wie poliert aus.

    Auf dem Weg zur Skybar habe ich noch einen Abstecker in die gigantischen Markthallen gemacht. Fünf an der Zahl, waren sie ursprünglich mal für Luftschiffe vorgesehen. Heute beherbergen sie Lettlands größten Lebensmittelmarkt. Ich fand das Angebot oder die Auslagen jetzt aber nicht so beeindruckend wie in Barcelona oder Stockholm.

    Und was ist jetzt eigentlich Black Balsam? Ein lettischer Likör aus Kräutern, Beeren, Blüten und Ölen, der angeblich nach einem Geheimrezept hergestellt wird und einen bittersüßen Geschmack hat. Ein Rigaer Apotheker hat ihn Mitte des 18. Jahrhunderts gemixt und soll damit angeblich die russische Zarin Katharina die Große geheilt haben- wovon auch immer.
    Ich habe ihn gestern probiert - ist ja dann sozusagen Medizin 😉. Es gibt verschiedene Geschmacksvariante, der in der schwarzen Flasche ist nicht ganz so bitter. Lecker Getränk, hat eher nach Beeren, als nach Kräutern geschmeckt.
    Zum verkosten der Anderen, habe ich mir von jeder ein Minifläschen mitgenommen- mehr ging nicht, ich reise mit Handgepäck.
    Und was habe ich heute festgestellt, den kann man bei Amazon kaufen 😳, manchmal macht das keinen Spaß, wenn du überall, alles kaufen kannst, es ja nichts mehr besonders.
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  • Day2

    Ganz viel Grün...

    September 30, 2018 in Latvia ⋅ ☁️ 10 °C

    ...umgibt die Altstadt. Jede Menge tolle Parks. An den Eingängen findet man oft kleine Pavillons in denen sich Cafés oder Bars befinden.
    Dem Himmel fehlte heute etwas Sonne und es fühlte sich sehr herbstlich an. Ich bin durch die Grünanlagen gebummelt, man kann hier auch Böötchen fahren, es führt ein Kanal durch die Parks. Über die russisch orthodoxe Kirche bin ich „gestolpert“. Von außen fand ich sie richtig beeindruckend mit der großen goldenen Kuppel, innen, sehr kitschig, ganz bunt und sehr viel Gold. Fotografieren war innen verboten und manchmal halte ich mich an Regeln 😉.
    „Brücke der Liebenden“ im Park hinter der Oper. Tonnen von Metall in Form von Liebesschlössern. Witzig fand ich, dass da auch Zahlenschlösser hingen 😂, im worst case bekommst du es ohne Aufwand wieder ab.
    Am späten Nachmittag war ich noch in der Academy of Sciences. Dort gibt es in der 17. Etage ein Observation Deck, für einen weiteren Blick aus der Vogelperspektive über die Stadt. Das Gebäude ist mir gestern schon bei der Bootstour auf Grund seiner ungewöhnlichen Architektur aufgefallen. Wirkt ein wenig wie ein Mini- Empire State Building. Innen hat das Gebäude ganz viel „DDR Charme“ oder „russischen“. Für 5€ bringt dich der Aufzug ziemlich schnell in die 15. Etage, die letzten zwei muss man laufen. Toller Blick, ich hab mich nur etwas mulmig gefühlt. Die Lady an der Kasse sprach kein Wort englisch, hat mir nur einen Zettel in englisch hingehalten, der Anweisungen enthielt wie man da hoch kommt. Ich war ganz allein im Fahrstuhl und auf der Plattform. Es war mega windig da oben, aber 360 Grad Blick auf die Stadt und noch ein paar tolle Fotos, zum Sonnenuntergang sicher auch toll.
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