Heute gibts nur einen Plan..
April 14 in Vatican City ⋅ ☁️ 17 °C
Dieser lautet: Vatikan. Genauer: Vatikanische Museen und Sixtinische Kapelle. Na gut, Essen gehen, nochmal Gelato, vllt. was im Dunkeln anschauen.. aber erstmal Vatikan.
Und da waren wir dann ganze 7 Stunden. Wie empfohlen kamen wir eine Viertelstunde vor unserer Buchung am Hauptportal an.. und die Schlange der Besucher wuchs schon um die nächste Ecke. Wow.
Wettertechnisch war eigentlich Regen und Gewitter angesagt, davon war weit und breit nix zu sehen.
Pünktlich setzte sich die Schlange in Bewegung, aber nach Ticketscan kam Ticketscan, Taschenkontrolle, Ticketscan und dann endlich wurde das Ticket gescannt (für den Audioguide). Was für ein Akt. Ich dachte in der Schweizergarde gibt's auch Deutsche? Vermutlich keinen Verkehrsplaner.
Aber, erstmal wieder an die frische Luft. Kleiner offener Gartenbereich unter der Terrasse, sonst nicht viel zu sehen. Schon hier wieder die bekannten Touristen-Guides, jeder mit nem andern Wimpel, Fähnchen, Kuscheltier etc. am Stock, bloß niemanden im Vatikan verliern, nicht, dass es morgen wieder nen neuen Papst gibt.
Im nächsten Innenhof gabs dann ne spannende Kunstinstallation zu bewundern, die Guides durften die Absperrung überqueren und sie in Drehung versetzen.
Plötzlich stehen wir vor einer koreanischen Gruppe und sind begeistert, dass einer der Männer mit einem traditioneller koreanischem Hanbok vorbeigeht, bedruckt mit Mustern der koreanischen Schrift Hangul.
Orientierungslosigkeit ist übrigens auch drinnen das Konzept. Schön ist lediglich, dass man alle, die die Sixtinische Kapelle sehen wollen durch 70% der Museen durchquetscht. Abkürzung? So weit kommts noch.
Seitengänge und weitere Museen ab vom Pfad schaut fast niemand an, plötzlich stehen wir in absoluter Stille in einem kleinen Treppenhaus und befürchten gleich abgeführt zu werden. Aber nein, oben ist eine temporäre Galerie eingerichtet die noch genau bis Samstag geöffnet ist.
Nachdem wir endlich Elenas Sehnsucht gestillt hatten, weil sie "die Schule von Athen" live und in Farbe betrachten konnte, kamen wir endlich in der Sixtinischen Kapelle an. Hab ich schon von der mangelhaften Verkehrsplanung gesprochen? Alter Verwalter.
Zu viele Touris links? Dann schicken wir sie nach rechts und meckern, wenn sie danach doch nach links gehen und da frecherweise stehenbleiben um sich die Wände und Decke anzuschauen.
Von hier führt eine Tür direkt per Geheimgang in den Petersdom, plötzlich sind all die Tourigruppen mit Guide verschwunden. Und der Rest wurde wirklich angenehm (abgesehn von den 20+ (gefühlt ) Museumsshops die entlang der restlichen Gänge bis zum Ausgang platziert wurden).
Am Ende haben wir noch im Innenhof gesessen, auf der einzigen Bank im Schatten, denn, der komplette Himmel war plötzlich blau und die Sonne brannte. Und darauf waren wir jetzt wirklich nicht vorbereitet.
Alles in allem ist der Komplex absolut den Besuch wert gewesen. Nur n bisschen mehr Orga, das wär toll. Und man müsste vermutlich 1. Nen Weiteren Tag buchen und 2. italienisch verstehen, denn vieles wird nicht übersetzt.
PS: hatte ich die merkwürdig geplanten Wege erwähnt? Der Ausgang führt durch eine Abwärtsspirale, die zum Ende hin immer enger wird. Am Anfang ist es einfach eine Rampe, ab der Mitte kriegen die Mamas mit Kinderwagen fast nen Scheikrampf bei all den Stufen die immer enger und höher werden.Read more







