• Lykischer Weg - Tag 1: Ovacik - Kabak

    April 27 in Turkey ⋅ 🌙 18 °C

    Der Inhaber unseres Hotels, Giovanni, hat uns heute Morgen ein köstliches Frühstück serviert. Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Startpunkt des Lykischen Wegs. Weithin sichtbar erhebt sich die mächtige Moschee über die Hauptstraße. Am Start empfängt uns ein großes Tor mit der Aufschrift Likya Yolu, hier sind wir wohl richtig. Gut, dass gerade ein paar Camper in der Nähe sind, das Foto ist gesichert. An der Flanke des Babadag geht der Weg gleich ordentlich nach oben. Je weiter wir steigen desto mehr sehen wir von der herrlichen blauen Lagune von Ölüdeniz. Wir kommen aber auch gleich richtig zum Schwitzen. An einem Aussichtspunkt über der Bucht werden frische Säfte zum Verkauf angeboten. Das werden wir heute noch öfter erleben.
    Sobald wir den höchsten Punkt erreichen, stehen da schöne halbvollendete stattliche Häuser mit der besten Aussicht. Mittlerweile tummeln sich darin Ziegen. Eine größere Herde kreuzt daraufhin auch unseren Weg. Vorbei an mehreren Cafés geht es abwärts. Der Weg geht in hübschen Wald über. Leider müssen wir den Weg kurz verlassen, da ein Imker gerade seine unzähligen Bienenvölker versorgt und uns zuruft, dass es zu gefährlich sei.
    Im nächsten Ort rasten wir in einem Café, bevor der finale Abstieg nach Hisar folgt. Hier ist das Etappenziel der offiziellen ersten Etappe. Wir kehren lecker ein. Ich bin gespannt, an welchem Tag Hang keine Köfte mehr essen will. Wir sind noch fit und wollen noch ein Stück weiter gehen. Zuerst machen wir einen Abstecher ins Schmetterlingstal. Dazu müssten wir aber auf Meereshöhe absteigen. Also verstecken wir die Rucksäcke im Gebüsch und beginnen den Abstieg. Wir werden von einem Seil und einer ziemlich großen Steilstufe überrascht. Nach der ersten Kletterei entscheiden wir, dass es uns den zeitlichen Mehrbedarf nicht wert ist und wir machen uns an den Wiederaufstieg hinauf zum Likya Yolu.
    Wieder zurück auf dem Original geht es gleich weiter durch hübschen Wald bergan. Oben machen wir Bekanntschaft mit der heimischen Tierwelt. Zuerst fliegt eine riesige Heuschrecke vorbei, wenig später rollen zwei Mistkäfer ein Stück Kot durch die Gegend. Bald haben wir einen schönen Blick zurück bis zur Bucht bei Ölüdeniz, da haben wir doch schon ein gutes Stück zurück gelegt. Durch hübschen Kiefernwald steigen wir ab nach Kabak. Bevor es nun wieder steil ansteigen würde, entscheiden wir uns für das Ende des ersten Tages. Wir brauchen nur noch einen Platz für die Nacht. Zufällig bekommen wir eine neue Unterkunft mit herrlichem Blick über die Küste bei Kabak. Hier lassen wir den Abend mit leckerem Essen ausklingen. Noch abschließend zum Thema Essen: wir sind etwas überrascht über das Preisniveau in dieser ländlichen Gegend. Aber lassen die Kulinarik natürlich dennoch nicht zu kurz kommen.
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