• Lykischer Weg - Tag 5: Akbel - am Meer

    May 1 in Turkey ⋅ 🌙 18 °C

    28 km; 870 m aufwärts; 1.160 m abwärts
    Wir legen uns gestern Abend schlafen, plötzlich höre ich Steine rutschen und neben dem Zelt schnüffelt es im Wechsel mit Knurren. Schon vorher habe ich ein Rudel Hunde über den Berg laufen sehen. Hab das einfach nur „die machen nix“ und schläft ein. Ihre Ruhe hätte ich mal gerne.
    Wir erleben den nächsten Morgen! Nach dem Müsli laufen wir die restlichen 2 Kilometer nach Akbel und gönnen uns noch ein kleines Frühstück. Dann nehmen weiter die Etappe nach Gelemis in Angriff. Noch in Akbel begegnet uns ein aggressiver Köter. Fängt ja gut an. Außerhalb der Stadt geht der Weg in schöne Macchia über. Von hier oben haben wir Fernblicke über die gesamte Ebene bis zurück in das Gebirge, wo wir vor zwei Tagen abgestiegen sind.
    Wir erreichen das riesige Delikkemer Aquädukt. Hier gibt es wieder den ersten genialen Blick auf die Küste und ziemlich viele Camp Spots, leider zu früh. Nach einem herrlichen Gebiet voller Olivenbäume entdecken wir unseren ersten Skorpion, leider tot. Aber immerhin. Wenig später höre ich eine Schafherde. Als ich die ersten Schafe sehe, sage ich Hang, dass wir stehen bleiben, bis die Herde komplett weg ist. Da springt aber schon der Herdenschutzhund vor uns und fletscht die Zähne. Aber der Hirte kommt bald und nimmt ihn zu sich.
    Der restliche Weg nach Gelemis verläuft weiter durch Macchia. Hier endet die offizielle 6. Etappe. Es ist aber erst 13 Uhr. Zuvor habe ich an einen Strand einen schönen Camp Spot gesehen. Also essen wie üppig zu Mittag, kaufen uns noch nen Ring Sucuk für abends und marschieren weiter. Ein kleines Stück später passieren wir eine Zahlstation. Der Grund: die Ruinen von Patara und der gleichnamige Strand. Aktuellen Eintritt: 15€ pro Person. Das ist ein Wort.
    Patara war eine der wichtigsten Städte und der bedeutendste Hafen Lykiens. Von den drei Ruinenstädten bisher ist sie die größte und uns hat sie auch am besten gefallen. Kurz vor dem langen Sandstrand geht es für uns immer höher. Wir können von oben den kompletten Strand einsehen bis zu den Pydnai Ruinen und haben auch einen guten Blick auf Patara. Aber sobald wir den Pass überschreiten sehen wir das geile Meer auf der anderen Seite, da bleibt einem die Spucke weg. Vor der Küste liegen zwei kleine Inseln und ich weiß, dass wie genau gegenüber einer dieser Inseln schlafen werden. Aber dafür müssen wir noch einmal hinab zur Küste und dann über einen weiteren Berg.
    An unserem Camp Spot angekommen, sehe ich schon ein Auto stehen. Alles wir ankommen, lernen wir Serkan kennen, der hier mit seiner russischen Freundin eine romantische Nacht verbringen will. Per Übersetzer weist er uns darauf hin, dass sie lieber ungestört wären und zeigt uns näher am Strand einen schönen Spot zum Schlafen. Hang springt noch ne Runde ins Meer, während ich das Zelt aufbaue. Beim Abendessen entsteht sogar noch ein Regenbogen, kann es schöner sein?
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