Meppen
3–6 jul. 2024, Alemania ⋅ ⛅ 13 °C
Für ein paar Tage gehen wir getrennte Wege. Julian fährt direkt nach Flensburg, während ich noch einen kurzen Abstecher nach Niedersachsen mache, um mich mit Phia zu treffen. Die Wiedersehensfreude ist groß.
Phia ist für ein paar Tage in Meppen, um die Prüfung für ihren Jagdschein abzulegen. Spannend, mal beim Tontaubenschießen zuzuschauen. Hauptsächlich pendeln wir zwischen Hotel, Schießständen und Mike's Pub hin und her. Auf den Erfolg muss schließlich angestoßen werden! Dabei entdecken wir die guten Tropfen der Sasse Feinbrennerei aus dem Münsterland.Leer más
Schönes Flensburg
6–12 jul. 2024, Alemania ⋅ ⛅ 21 °C
Ungefähr jeder fünfte Autofahrer in Deutschland hat einen Bezug zu Flensburg, genauer gesagt mindestens einen Punkt beim Kraftfahrt-Bundesamt. 75% davon sind Männer. Wir sind noch immer ohne Auto unterwegs und erkunden die schöne Hafenstadt zu Fuß. Flensburg, die nördlichste Stadt Deutschlands, hat einiges zu bieten. Nur das Wetter ist ein wenig launisch, aber das dürfte momentan wohl auf ganz Deutschland zutreffen. Am Morgen regnet es oft, nachmittags kommt meist die Sonne durch.
Im 18. Jahrhundert, als Flensburg noch zu Dänemark gehörte, war Flensburgs Hafen einer der bedeutendsten Handelshäfen für die Schiffe der Dänisch-Westindien-Flotte. Damals wurde in den karibischen Kolonien (die heutigen Amerikanischen Jungferninseln) hauptsächlich Zuckerrohr angebaut. Das einstige Luxusgut Zucker und der Rum wurden anschließend nach Europa transportiert und weiterverarbeitet. In der Blütezeit gab es in der Stadt über 200 Rumhäuser, heute sind es noch zwei. Die Schattenseite des blühenden Handels: die Sklaverei. Über 300 Jahre lang blieb der Dreieckshandel zwischen Europa, Afrika und Amerika aktiv. Die Zahl der in dieser Zeit versklavten Afrikaner wird auf 10-15 Millionen geschätzt.
Um mehr über die spannende Geschichte Flensburgs zu erfahren, folgen wir dem Kapitänsweg durch die Stadt und besuchen das Schifffahrtsmuseum. Der ein oder andere von uns spielt auch selbst mal Skipper. Außerdem klettern wir im Maschinenraum des Dampf-Eisbrecher "Stettin", der gerade für ein paar Tage im Hafen liegt, herum und schlendern durch die gut erhaltene Altstadt. Idyllische Hinterhöfe und malerische alte Häuser verleihen der Stadt einen ganz besonderen, hyggeligen Charme. Auch den letzten beiden Rumhäusern Johannsen und Braasch inkl. Museum statten wir einen Besuch ab. Zur Stärkung gibt's gerne mal Fischbrötchen.
Wir machen aber auch einen Ausflug ins Grüne. Gemeinsam mit Bene laufen wir eine schöne Runde im Naturschutzgebiet Halbinsel Holnis. Auf der anderen Seite der Flensburger Förde ist schon Dänemark zu sehen. Wir spazieren am Strand entlang bis zur Nordspitze, vorbei an der Steilküste und am kleinen Noor. Die Ausmaße der Jahrhundert-Sturmflut im Oktober 2023 sind noch deutlich zu sehen. In Flensburg lag der Pegelstand bei bis zu 2,27m über normal.
Merci für die schöne Zeit und deine Gastfreundschaft, Bene!Leer más
Ausflug nach Eckernförde
10 de julio de 2024, Alemania ⋅ ⛅ 23 °C
Mit der Bahn machen wir uns auf den Weg nach Eckernförde. Die kleine Hafenstadt an der Ostsee ist, wie auch Flensburg und weite Teile Schleswig-Holsteins, mehrsprachig. Amtssprache ist neben Hochdeutsch auch Plattdeutsch, oftmals zählen sogar Dänisch und Nordfriesisch dazu. Nur noch sehr wenige Flensburger hingegen sprechen Petuh.
In der Bonbonkocherei schauen wir dabei zu, wie Bonbons hergestellt werden. Ein herrlich süßer Duft liegt in der Luft. Außerdem bummeln wir über den Wochenmarkt, schlendern durch die schmalen Gassen der Altstadt und spazieren an der Uferpromenade entlang. Ein wirklich schönes Städtchen. Sogar ein paar Schweinswale lassen sich am Ende der Eckernförder Bucht blicken. Der Schweinswal ist die kleinste Walart und Deutschlands einzige. Leider sind die Tiere durch Unterwasserlärm, Fischernetze und Wasserverschmutzung stark gefährdet. Weiter östlich, in der zentralen Ostsee, sogar vom Aussterben bedroht.Leer más
Home Sweet Home
15 de julio de 2024, Alemania ⋅ ☀️ 27 °C
In Bremerhaven bekommt Berry neue Injektoren und einen neuen Differentialdrucksensor. Kurzerhand muss auch noch ein neuer Anlasser her, weil der alte noch in der Werkstatt den Geist aufgibt. Ein teurer Spaß, die Mechaniker-Preise in Südamerika waren mit 8-10€ pro Stunde doch ein klein bisschen günstiger als hierzulande. Und doch sind wir froh, dass unser Busle Baujahr 2014 ist. Ein paar Monate später und dieselbe Reparatur hätte schätzungsweise fünfmal so viel gekostet. Mit dem TÜV klappt's auf Anhieb leider trotzdem nicht. Es liegt zum Glück aber nur an ein paar Kleinigkeiten. Die Idee, über Holland, Belgien und Luxemburg zu fahren, verwerfen wir aus verschiedenen Gründen und machen uns auf den direkten Weg ins Schwabenländle. Tatsächlich schaffen wir es ohne weitere Zwischenfälle und fast pünktlich zu Kaffee & Kuchen auf die Alb. Geburtstagsüberraschung für (B)rudi geglückt. Ein paar Tage später gibt's ein kleines, spontanes Willkommensfeschdle mit leckerem Finger Food Buffet. Es ist schön, wieder zuhause zu sein! Das Zusammensein mit Freunden & Familien genießen wir sehr. Der Terminkalender ist gut gefüllt.
Ein Blick auf die Südamerika Karte und wir schwelgen im Nu wieder in Erinnerungen. 55.000 Kilometer haben wir mit unserem eigenen Auto auf dem südamerikanischen Kontinent zurück gelegt und jetzt steht Berry wieder in der Hofeinfahrt - so, als ob nichts gewesen wäre. Es kommt uns fast surreal vor, was wir in den letzten 20 Monaten alles sehen und erleben durften.
• 4 Tage Stopover in São Paulo, Brasilien
• 29 Tage in Uruguay
• 148 Tage in Argentinien
• 116 Tage in Chile
• 77 Tage in Bolivien
• 11 Tage Stopover in Yucatán, Mexiko
• 17 Tage über Weihnachten & Neujahr in Deutschland
• 6 Tage Stopover in New York
• 105 Tage in Peru
• 39 Tage in Ecuador
• 46 Tage in Kolumbien
• 6 Tage Stopover in Curaçao
• 4 Tage Stopover in Amsterdam, Niederlande
Die Frage nach unserem "Lieblingsland" können wir nicht beantworten, doch mit der Zeit kristallisieren sich die Highlights noch stärker heraus. Dazu gehören die südlichen Glattwale vor der Halbinsel Valdés, das wilde Patagonien und die unfassbare Schönheit des Altiplano (südliches Peru, über Bolivien bis in den Norden Chiles und Argentiniens), die vielen traumhaften Wanderungen (v.a. unsere erste Gletscherexpedition auf den 6.088m hohen Huayna Potosí und die Fluss-Tour zu den heißen Quellen am Fuße des Nevados de Sollipulli), die spannende Reise in den peruanischen Amazonas und die einzigartige Tierwelt auf Galápagos. Hinzu kommen die vielen kulinarischen Köstlichkeiten und die Herzlichkeit der Südamerikaner. Die Reise würden wir genauso wieder machen. Vielleicht hier & da ein paar Tage kürzer, um anderswo etwas länger Zeit zu haben - aber hinterher ist man immer schlauer. Brasilien wird einmal ein eigenes Kapitel und im Nachhinein sind wir auch echt froh, nicht an der ursprünglichen Idee festgehalten zu haben, denn in eineinhalb Jahren Nord- und Südamerika zu bereisen, hätte für uns Stress pur bedeutet. Auffallend oft werden wir auf die Sicherheitslage in Südamerika angesprochen. Mit einer generellen Aussage tue ich mich schwer. Es ist von Land zu Land ganz unterschiedlich, gewisse Gebiete sollten sicher gemieden werden, aber wer mit gesundem Menschenverstand reist, braucht schon viel Pech, damit etwas passiert. Das einzige, was uns wirklich immer wieder negativ aufgefallen ist, ist der allgegenwärtige Müll. In Peru und Bolivien ist's am schlimmsten oder zumindest am offensichtlichsten. Und was wir definitiv auch nicht vermissen werden, sind die unzähligen, nervigen Bremsschwellen sowie die kalten "suicide showers". Alles in allem, blicken wir auf 20 Monate wertvollste Lebenszeit zurück. Wir wissen unsere Privilegiertheit aufs Neue hoch zu schätzen. Dieser Lebensstil und so viel Freiheit ist in weiten Teilen der Welt alles andere als selbstverständlich, geschweigedenn überhaupt vorstellbar.
MUCHÍSIMAS GRACIAS an alle, die Teil dieser Reise waren und uns begleitet haben - ob live oder digital 🥰
Hier noch ein paar mehr Fakten:
• 28 Grenzübergänge (davon 1 Durchsuchung mit Hund)
• 10 SIM-Karten p.P.
• 14 Flüge (inkl. aller Zwischenlandungen)
• 11 Fähren
• 1 platter Reifen
• 2mal festgefahren
• 20 Werkstätten
• 6.000l Dieselverbrauch
• 580km mit dem Abschleppdienst
• 1,40€ für das günstigste Menü
• Gesamtausgaben haben wir nicht berechnet
• Unzählige tolle Bekanntschaften
PS: Berry hat mittlerweile wieder TÜV. Wir sind also bereit für weitere Abenteuer! Denn, je mehr man reist, desto länger wird bekanntermaßen die bucket list. Aber erst einmal beginnt für uns jetzt das Abenteuer "Alltag". Wir freuen uns auf alles was kommt: neuer Wohnort, neue Wohnung, neue Arbeit... so schnell wird uns also bestimmt nicht langweilig.Leer más








































Viajero
Danke 😁