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Hallo zusammen Wir sind Manuel und Leandra aus der Schweiz. Im Februar 2018 starteten wir unsere Weltreise.
Living in: Augst, Schweiz
  • Day368

    Zwei Gringos unterwegs Teil 2

    February 8 in Chile ⋅ 🌧 21 °C

    Bei unserem Zwischenstopp in Caldera haben wir erfahren, dass in der trockensten Wüste der Welt - der Atacama Wüste - zur Zeit sehr viel Regen fällt, zu viel Regen genauer gesagt. San Pedro de Atacama sei zur Zeit überschwemmt und Touristen wurden aus der Stadt evakuiert. Dieses Mal ging unser Plan nicht auf, denn wir sind extra möglichst schnell Richtung San Pedro gefahren, um viel Zeit in dieser Region zu verbringen. Eigentlich erstreckt sich die Atacama Wüste über 1'200 km, aber die Hauptattraktionen mit Lagunen, Geysiren, Mondlandschaften,... befinden sich alle rund um San Pedro. Naja, man kann nicht immer Glück haben mit dem Wetter.🤷‍♀️

    Wir machten uns trotzdem auf den Weg Richtung Norden. Wir besuchten den Pan de Azucar Nationalpark, bevor es weiter nach Antofagasta ging. Die Küstenstadt ist der letzte Stopp, bevor es Richtung San Pedro geht. Zwischenzeitlich war die Situation mit dem Wasser wieder besser und es seien bereits wieder einige Attraktionen geöffnet. Also haben wir beschlossen ein Cabaña in Calama, eine Stunde von San Pedro zu mieten. Am Vorabend unserer Fahrt dorthin, haben wir jedoch gelesen, dass auch Calama nicht unverschont blieb vom Unwetter und ein grosser Teil der Stadt seit 3 Tagen ohne Wasser auskommen muss. Die Vermieter meinten jedoch, es sei alles in Ordnung und so machten wir uns auf den Weg. Vorsichtshalber kauften wir genügend Lebensmittel und Wasser und tankten das Auto nochmals voll (man weiss ja nie).

    In Calama angekommen, konnten wir nichts spezielles feststellen, wir hatten Wasser, die Strassen waren in gutem Zustand und auch der Strom funktionierte bis auf einen etwa 3-stündigen Ausfall. Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg nach San Pedro de Atacama. Die Strasse, die vor ein paar Tagen noch geschlossen war, fanden wir in einem guten Zustand vor (ab und zu ein bisschen getrockneter Schlamm auf der Strasse). Der Grossteil der Attraktionen war dann aber doch gesperrt, also machten wir uns auf zum Valle de la Luna, das geöffnet war, jedoch hatten die Angestellten gerade Mittagspause. Also beschlossen wir, zuerst mal die Lage bei den Lagunen abzuchecken. Der Weg dorthin war kein Problem, doch 1 km vor der Lagune kam dann das Cerrado-Schild. Hätten sie auch weiter vorne anschreiben können.. die Motobikes vor uns probierten, trotzdem zur Lagune zu kommen, doch der Weg war einfach zu schlammig. Wir bemerkten, dass langsam dunkle Wolken am Himmel aufzogen und so machten wir uns schnellstmöglich auf den Rückweg. Das Valle de la Luna konnten wir für heute vergessen. Für den Aussichtspunkt sollte die Zeit bis zum Einsetzen des Regens aber noch reichen. Die Aussicht auf die Mondlandschaft war sehr eindrücklich, aber noch eindrücklicher war die Gewitterfront, die jetzt von allen Seiten kam. Als Leandra die Haare zu Berge standen und bei anderen Touristen die Hände zu knirschen begannen, wussten wir das wir langsam ins Auto müssen.

    Durch die Gewitterfront fuhren wir zurück nach Calama. Dort war das Wetter zwar noch besser, aber nicht lange. Vor dem Schlafengehen verteilten wir die Kochtöpfe, da mittlerweile das Wasser durchs Dach tropfte. An diesem Abend fielen 12,6 mm Regen. Hört sich nicht nach wirklich viel Regen an, ist aber in Calama was normalerweise in zwei Jahren vom Himmel fällt!😳

    Am nächsten Morgen ging es nochmals nach San Pedro, um das Valle de Luna zu besuchen. Doch als wir dort waren, hiess es wiederum Cerrado und zwar heute für alle Attraktionen. So machten wir uns auf ins Städtchen, um einen Kaffee zu trinken (wer ist nicht auch schon mal kurz von Basel nach Zürich gefahren, um eine Kaffee zu trinken😂). In der Stadt wimmelte es nur so von Touristen, da alles geschlossen war. Nach einem Spaziergang durch die schlammigen Strassen und dem Kaffee machten wir uns wieder auf den Rückweg. Mittlerweilen hat die Polizei die Einfahrt in die Stadt gesperrt und liess wahrscheinlich nur noch Leute rein, die wirklich rein mussten.

    Kurz nach unsere Rückkehr nach Calama war die Lage etwas angespannter. Nun war auch der chilenische Präsident Piñera in der Stadt, um sich die Lage anzuschauen. Kurz nachdem er den Katastrophenzustand verkündet hat, konnten wir am Fernseh live mitverfolgen wie eine Brücke zwischen Calama und Chuquicamata einstürzte. Nun waren auch wir ein bisschen angespannt und verfolgten die Ereignisse am TV. Auch wir hatten jetzt seit mehreren Stunden kein Wasser mehr. Am frühen Abend wurden ca. 150 Leute vom Norden Calamas evakuiert, denn es wurden erneute Regenfälle erwartet und man wusste, dass die Flüsse dieses Mal die Wassermassen nicht mehr halten würden. Um 12 Uhr nachts setzte der Regen wieder heftig ein, was es schwierig machte zu schlafen. Am nächsten Morgen rechneten wir mit dem Schlimmsten aber so wie es in den Nachrichten aussah, ist die Nacht ruhig und ohne grösseren Zwischenfälle verlaufen.

    Nun hiess es für uns wieder zurück nach Antofagasta zu gehen, da es nicht viel Sinn machte, noch länger in der Region zu bleiben. Weiter nördlich konnten wir auch nicht, da dort die Überschwemmungen noch viel schlimmer sind. Während es im sonst staubtrockenen Norden immer häufiger zu Überschwemmungen kommt, steigen die Temperaturen im Süden immer mehr an. Zur Zeit gibt es dort schlimme Waldbrände. Hier ist der Klimawandel deutlich zu spüren..😕
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  • Day366

    Ein Jahr auf Reisen

    February 6 in Chile ⋅ ☁️ 24 °C

    Heute vor einem Jahr hiess es Tschüss Schweiz- Hallo Welt😃

    In den vergangenen 365 Tagen waren wir:

    - in 19 verschiedenen Ländern auf 5 Kontinenten unterwegs

    - haben 25 mal ein Flugzeug geboarded

    - in 107 verschiedenen Unterkünften und auf 47 Campingplätzen übernachtet, zudem je 2 Nächte im Flugzeug, Bus und Zug und 3 Nächte auf dem Schiff verbracht

    - haben insgesamt über 96'000 Kilometer (Luftlinie) zurückgelegt, davon 21'835 km mit dem Auto

    - laut findpenguins haben wir bis jetzt 9 % der Welt gesehen, haben 2,4 mal die Erde umrundet und sind 0,3 mal bis zum Mond gereist😄

    - CHF 53 in Manuels 6 Coiffeurbesuche investiert

    - für CHF 41 neue Sonnenbrillen für Leandra gekauft (sie verliert sie andauernd und bekommt deshalb nur günstige Modelle)

    - CHF 236 dafür ausgegeben, dass unsere Wäsche wieder sauber ist

    - CHF 6794 für Essen und Getränke in Restaurants bezahlt (während unseren 6 Monaten in Asien haben wir kein einziges Mal selber gekocht🙊)

    Vielfach werden wir gefragt, welches Land uns denn am besten gefallen hat bis jetzt. Da alle Länder ihre Sonnen- und Schattenseiten haben, ist diese Frage sehr schwierig zu beantworten. Und trotzdem fängt unsere Antwort immer wieder mit Japan an. Dieses Land hat uns irgendwie mit seiner Kultur, den zurückhaltenden/scheuen aber sehr liebenswerten Japanern und nicht zuletzt mit der für uns besten Küche der Welt beeindruckt. Natürlich war es auch Manuela zu verdanken, dass wir Land und Leute durch ihre Kontakte, noch besser kennenlernten und eine wunderbare Reisebegleiterin hatten.
    Aber natürlich haben uns alle Länder fasziniert. Sei es durch den Schlamm in die abgelegenen Dörfer Myanmars zu wandern, auf der chinesischen Mauer zu stehen oder durch die einsame Wüste Namibias zu fahren.

    Aber die Reise bringt einem auch näher, wie Glück wir hatten, in einem der reichsten Länder der Welt geboren worden zu sein. In einem Land, in dem es keine korrupte Regierung gibt, in dem die Luft rein ist und man das Wasser aus dem Wasserhahn problemlos trinken kann. Je weiter wir reisen, desto mehr wird uns bewusst, wie klein unsere Schweiz doch ist. In der Schweiz überlegt man sich lange, ob man jetzt eine einstündige Fahrt auf sich nimmt. In vielen Ländern ist die Distanz zum nächsten Supermarkt, zur Tankstelle oder einem Spital noch länger.

    Natürlich vermissen wir unsere Familie und Freunde. Wie auch manchmal eine Bratwurst, Röschti, Ghackets und Hörnli, ... (hier muss ich aufhören, ansonsten wird die Liste seehr lang😂). Wir wären ab und zu auch froh, in unserem eigenen Bett zu schlafen oder ein sauberes Badezimmer zu benutzen.
    Aber das Reisen hat einfach zu viele Vorteile. Die Freiheit zum Beispiel: wir stehen am Morgen auf und entscheiden, was wir machen, wohin wir gehen,... so konnten wir die Route so planen, dass wir immer in den warmen Jahreszeiten reisen (abgesehen vom Norden Japans und Patagonien hiess das, immer Temperaturen über 20 Grad). Man lernt viele neue Kulturen kennen, trifft spannende Leute, probiert neue Gerichte. Ich glaube, wir müssen euch nicht erklären, weshalb wir so lang am reisen sind.

    Eigentlich war ja nur ein Jahr Weltreise geplant, jedoch ist es uns noch nicht langweilig geworden. Es gibt noch viele Ziele auf unserer Wunschliste und das Geld ist uns auch noch nicht ausgegangen. Wir werden also noch eine Weile unterwegs sein.

    Übrigens wer sich fragt was aus unseren Bekanntschaften geworden ist: In Indonesien ist im Mai 2018 der kleine Ukasha Arya Satya Rileyandra auf die Welt gekommen. Der Sohn von Desi und Hendra, die uns ganz spontan zu sich nach Hause zum Essen eingeladen haben. Im September haben sich Saki und Yuki in Japan das Ja-Wort gegeben und auch bei ihnen ist bereits Nachwuchs unterwegs. Und seit kurzem wächst auch auf den Philippinen ein Babybauch heran, Gaze und MC, die wir ebenfalls in Indonesien kennenlernten, erwarten Nachwuchs. Mit Tshewang unserem Guide aus Bhutan haben wir lange mitgefiebert und sind ihm moralisch zur Seite gestanden beim ganzen Visaprozess für Australien. Es hat sich bisher leider noch nicht gelohnt, das erste Visum wurde abgelehnt.

    Immer wieder kommt es zu spannend Begegnungen mit Einheimischen oder anderen Reisenden. Beispielsweise haben wir in Namibia direkt neben zwei Nidwaldner gecampt. Was für ein Zufall, gibt es doch nur 40'000 auf der ganzen Welt! Ausserdem hat Leandra in Südafrika nochmals eine Nidwaldnerin, die sie aus der Schulzeit kennt, getroffen. Auch sie haben ihr Auto bei einem Aussichtspunkt gleich neben unserem parkiert.
    Wie ihr sehen könnt: die Welt ist wirklich klein🌍
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  • Day364

    Zwei Gringos unterwegs Teil 1

    February 4 in Chile ⋅ ☀️ 25 °C

    „Gute und sichere Fahrt“ wünschte uns der deutsch sprechende Herr der Autovermietung. Ein Citroen C3 begleitet uns die kommenden knapp 3 Wochen auf unserem Trip Richtung Norden in die Atacama Wüste. Ein Mietwagen ist zwar die etwas teurere Variante ein Land kennen zu lernen, jedoch auch jene mit den meisten Freiheiten und Vorteilen.

    Valparaiso heisst unser erster Übernachtungsstopp, etwas über eine Fahrstunde von Santiago entfernt. Die Hafenstadt ist für ihre steilen Seilbahnen (Lifte) und Hügel mit farbenfrohen Häusern bekannt. Die Stadt breitet sich auf über 40 Hügeln aus, dementsprechend ist auch die Fortbewegung ein ständiges auf und ab. Einzigartig. Die Hauptsehenswürdigkeiten sind jedoch die vielen kleinen und grösseren Graffitis, welche wir in jeder Gasse und Strassenecke entdecken können. Das Absurde dabei ist, dass das Sprayen von Graffitis offiziell verboten ist in Chile.🤷‍♂😅

    Weiter ging es der Küste entlang nach La Serena, von wo wir auf der Ruta de las Estrellas ins Elqui Tal aufbrachen. Das erwähnte Tal liegt auf dem 37. Breitengrad. Freunde der Astronomie wissen wahrscheinlich schon, dass es in diesem Breitengrad die meisten Sterne zu sehen gibt. Auch wir sahen den Sternenhimmel und die Milchstrasse sehr klar und versuchten Sternbilder zu deuten.✨

    Vom Tal des bezaubernden Sternenhimmel fuhren wir, mit einem Zwischenstopp in Copiapo, weiter nach Caldera. Ein kleines Küstendörfchen, gleich neben dem Lieblingsstrand der Chilenen (Bahia Inglesa). Für uns war der Strand kein Highlight, deshalb vertagten wir unser erstes Bad im Pazifik.

    Achja, wir fahren übrigens auf der weltberühmten Panamericana-Route. Das einzig Nennenswerte bisher sind jedoch nur die hohen Gebühren.🙈 Neinein, stimmt natürlich nicht ganz. Die vorbeiziehende Wüstenlandschaft mit den Kaktusen und verschiedenen Tieren ist sehr eindrücklich.
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  • Day360

    Santiago zum Ersten

    January 31 in Chile ⋅ ☀️ 28 °C

    Von Concepción ging es im Nachtbus nach Santiago. Für 7 CHF extra, bekommt man statt eines normalen Sitzes, eine Luxusausführung (vergleichbar mit der Businessclass in Flugzeugen). So konnten wir unbekümmert schlafen und kamen am nächsten Morgen einigermassen ausgeruht an.
    Nachdem wir kurz das Gepäck beim Hostel deponiert haben, ging es gleich los mit einer ersten Walkingtour über den Markt La Vega.
    Dort sahen wir, wo die Einheimischen günstig Gemüse und Früchte einkaufen (1 kg Beeren kosten dort ca. 2 CHF) und durften einige chilenische Spezialitäten kennenlernen.
    Lustig war als unsere Guide angewidert auf die Peruaner vor dem Markt aufmerksam machte, die tatsächlich ihre Poulets aus einer Einkaufstasche verkaufen. Für uns sind dies nach Asien eigentlich sehr gesittete Verhältnisse.🤷‍♂️😄

    Am nächsten Morgen besorgten wir uns eine lokale SIM Karte und neue Hosen (die Kleider leiden doch recht, wenn man sie 1x pro Woche wäscht&tumblert). Nachmittags gings dann nochmals zu einer Walkingtour (wir sind seit Kapstadt Fans dieser Touren). Dieses Mal lernten wir mehr zur Geschichte der Stadt von früher bis heute. Wir besuchten den Plaza des Armas, wo sich das Leben der Stadt abspielt, gingen weiter zum Palast la Moneda, bekannt als Schauplatz des blutigen Militärputsches von 1973 und endeten unsere Tour beim GAM Cultural Centre, wo die Jugend von heute ihre Freizeit mit tanzen, Musik machen, usw. verbringt. Abends ging es dann noch auf den Cerro San Cristobal, wo man eine schöne Rundumsicht auf die Stadt und die umliegenden Berge hat.

    Morgen müssen wir uns bereits von Santiago verabschieden, da wir auf einen dreiwöchigen Roadtrip gehen. Wir werden aber danach wieder zurück nach Santiago kommen, es gibt noch viel zu sehen hier.😊
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  • Day357

    Chile's südlichste Stadt

    January 28 in Chile ⋅ 🌬 11 °C

    Bienvenido a Punta Arenas. Wir sind angekommen in der südlichsten Stadt Chiles. Mit etwas mehr als 120’000 Einwohnern ein kleines Städtchen, direkt an der Magellanstrasse. Die benannte Wasserstrasse war bis zur Eröffnung des Panamakanals einer der wichtigsten Wasserwege weltweit. Viele Schiffe kürzten die Umfahrung Südamerikas durch die Magellanstrasse ab. Heute erinnern noch einige historische Denkmäler an die Seefahrerzeiten. Wie zum Beispiel das Denkmal von Ferdinand Magellan auf dem Plaza de Armas oder ein Schifffreilichtmuseum. Ausserdem ist die Stadt ein beliebter Ausgangspunkt für Exkursionen rund ums Kap Horn, Feuerland und Pinguinkolonien. Es gibt also einiges zu entdecken... theoretisch.🤨

    Wir haben es bei unserem viertägigen Aufenthalt jedoch gemütlich angehen lassen. Wir verbrachten viel Zeit im etwas ausserhalb gelegenen Hostel, welches direkten Meerblick ermöglichte. Wir sahen von der Terrasse aus, wie die Delphine im Meer springen.🐬
    Die Küstenpromenade ist sehr langläufig und schön ausgebaut und lädt zu längeren Spaziergängen ein. Wir konnten uns sogar sportlich betätigen in einem der vielen Freiluftgym‘s.🤣 Nennenswert ist der wunderschön angelegte Friedhof, der auch als Park dient. Auch die vielen netten Strassenhunde, welche uns immer wieder ein Stück begleiteten, gehören irgendwie zum Stadtbild.

    Dass wir anderst reisen als Andere, merkten wir im Gespräch mit ihnen. Fast alle brechen von hier nach Ushuaia auf oder kommen von da, um in der südlichsten Stadt der Erde gewesen zu sein. Wir heben uns diese kostspielige Angelegenheit für ein anderes Mal auf, um dann auch der Antarktis einen Besuch abstatten zu können (wenn schon, dann richtig). Auch die extrem teuren Tagesausflüge oder Transportmöglichkeiten per Schiff verschieben wir auf unbestimmte Zeit. 🤷‍♂ Anders gesagt: nach einem kurzen Abstecher verlassen wir Patagonien wieder, haben aber massenhaft gute Gründe in einigen Jahren wiederzukommen.😍

    Uns treibt es wieder in die Wärme. Wir nehmen den Flieger bis nach Concepción und fahren von da mit dem Nachtbus in die Hauptstadt von Chile.
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  • Day353

    Mit dem Bus nach Chile

    January 24 in Chile ⋅ 🌬 15 °C

    Am frühen Abend fuhr der Bus los, um uns über die Grenze nach Chile, ins kleine Städtchen Puerto Natales zu fahren. Der Ort ist der optimale Ausgangspunkt für mehrtägige Trekking- und Tagestouren im Torres del Paine Nationalpark. Auf Grund der schlechten Wettervorhersagen, unserer nicht vorhandener Ausrüstung sowie der horrenden Preisen verzichteten wir auf ein mehrtägiges Trekking und schlossen uns einer Tagesbustour an. Möglichkeiten um Trekkings zu machen, gibts ja noch viele in Südamerika.
    Der Nationalpark ist vor allem landschaftlich sehenswert. Wir fuhren vorbei an Lagunen mit türkisblauem Wasser, bestaunten sprudelnde Wasserfälle und das Kontrastspiel der verschiedenen Farben. Weiter sahen wir hängende Gletscher in den Bergen oder zweifarbige Erhebungen. Ein anderes Highlight sind die 3 Torres-Bergspitzen, auch als „the Towers“ bekannt. Laut Aussage des Guides sind sie nur ca. 60 Tage im Jahr komplett nebelfrei - scheint als hätten wir einen dieser Tage erwischt. Auf einem kurzen Spaziergang spürten wir, wie anstrengend das Trekking hier sein kann. Der Wind liess uns nur sehr schwer vorankommen. Den letzten Stopp des Tages bei einer Höhle liessen wir sausen und genossen die Pause bei Sonnenschein und Kaffee.

    Nach dem kurzen Aufenthalt in Puerto Natales (im wohl kleinsten Zimmer auf unserer Reise bisher) ziehen wir weiter in die südlichste Stadt Chiles.
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  • Day350

    El Calafate

    January 21 in Argentina ⋅ ☀️ 12 °C

    Ein kalter Wind weht, als wir den Flughafen in El Calafate verlassen. Zwar scheint ab und zu die Sonne durch, aber es ist eindeutig kälter, als in Buenos Aires. Bereits aus der Luft präsentierte sich uns die unglaubliche Weite, aber auch schöne Landschaft Patagoniens.

    Wir kommen in einem der zahlreichen Hostels im Touristenort unter. Der Ort selber erinnert uns sehr an Pokhara in Nepal - ein Souvenir- oder Outdoorladen nach dem anderen, ab und zu unterbrochen von kleinen Restaurants. Wäre hier nicht einer der grössten Gletscher Südamerikas in der Nähe, gäbe es im Dorf wohl kaum mehrere Restaurants.

    In Patagonien regnet es 300 Tage im Jahr und die Durchschnittstemperatur liegt bei 6,5 Grad (zum Glück sind wir im eher wärmeren Sommer hier😄). Leider regnete es dann gestern wirklich den ganzen Tag und so entschlossen wir uns, den Tag im Hostel zu verbringen. Erst als die Sonne sich gegen 19:30 Uhr zeigt, wagen wir einen kleinen Spaziergang zur Lagune. Da es bis nach 22 Uhr hell ist, konnten wir die Sonne doch noch ein bisschen geniessen.

    Heute war dann das Wetter zum Glück besser, denn wir haben eine Busfahrt zum Perito Moreno Gletscher gebucht. Dort angekommen, hatte man die Auswahl zwischen verschiedenen Wegen, auf denen man den Gletscher aus diversen Perspektiven beobachten kann. Immer wieder hört man es knartschen und krachen - beim Kalbern des Gletschers ist man hier live dabei. Plötzlich kracht wieder irgendwo ein kleines Stück ins Wasser und es tönt, als sei ein riesiger Brocken runtergefallen. Man könnte meinen, wenn so viele Teile abbrechen, der Gletscher sei in ein paar Jahren nicht mehr da. Jedoch zieht der Perito Moreno Gletscher sich im Gegensatz zu vielen anderen Gletscher nicht zurück.

    Morgen geht es mit dem Bus nach Puerto Natales. Von dort möchten wir gerne den Torres del Paine Nationalpark besuchen. Die Wetterprognosen sind allerdings nicht gerade rosig. Mal schauen, wie weit wir mit unserer eher sommerlichen Ausstattung kommen.😉
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  • Day347

    Tango in Buenos Aires

    January 18 in Argentina ⋅ ⛅ 21 °C

    Zur Zeit machen wir grosse und schnelle Schritte. Von Iguazu brachte uns der Flieger ins über 1000 Kilometer entfernte Buenos Aires. Unser eigentliches Ziel ist jedoch Patagonien ganz im Süden des Kontinents. Da in Argentinien aber ausnahmslos alle Flüge nach/von Buenos Aires ausgehen, haben wir uns entschlossen, ein paar Tage in der Hauptstadt zu bleiben. Die knapp 3 Millionenstadt gilt als Geburtsort des Tangos, hat einige kulturelle Sehenswürdigkeiten und ist die Heimatstadt der zwei besten Fussballclubs (Boca Juniors und River Plate) Südamerikas. Auch der legendäre Fussballer Maradona oder Papst Franziskus sind gebürtige Porteño‘s.

    In den Quartieren Monserrat und Palermo fanden wir jeweils eine Bleibe für zwei Nächte. Auf einer historischen Tour durch die Nachbarschaft lernten wir mehr über die Gründung und die Hintergründe der Stadt, deren Name Gute Lüfte bedeutet, kennen. Die wirtschaftliche Lage ist besonders interessant, da der Peso fast stündlich an Wert verliert und die Inflation steigt und steigt. Die Regierung findet anscheinend seit Jahren kein passendes Mittel zur Regulierung. Auf dem etwas speziellen Friedhof La Recoleta sahen wir die Särge mit den Toten nicht in, sondern über der Erde ausgestellt.
    La Boca, das Gründungsviertel Buenos Aires, besuchten wir an einem anderen Tag. Auch hier sind die geschichtlichen Aspekte sehr interessant und wir verstehen nun, warum das Viertel so farbig daher kommt, wieso die Häuser aus so unterschiedlichen Rohstoffen gebaut wurden oder warum Coca Cola hier nicht rot/weiss sondern schwarz/weiss wirbt! Das Fussbalstadion der Boca Juniors befindet sich übrigens auch hier.
    In eine der vielen Tangoshows wollten wir auch gehen, irgendwie ging es dann in der Planung aber wieder in Vergessenheit. Immerhin sahen wir einige Tangotänzer in den Restaurants oder auf der Strasse.
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