Max und Lena reisen 2 Monate durch Südamerika: Brasilien, Argentinien, Chile und Uruguay
  • Day59

    Ultimo dia

    January 23 in Argentina ⋅ ⛅ 24 °C

    Hola a todos,

    Heute ist der letzte Tag.
    Wir haben noch eine letzte Stadtführung gemacht und gehen nun noch ein letztes mal Steak essen sowie Lieblingsbier (Quilmes Stout) und -Wein. (Callia Malbec 2017) trinken.

    Morgen um 11 Uhr geht der Flieger Richtung Heimat.
    Wir freuen uns auf zu Hause und das was dann kommt, sind aber auch wehmütig. Und wir haben eine Erinnerung fürs Leben ❤
    Wir freuen uns, dass ihr uns auf unserer Reise begleitet habt und wir Euch von den Ländern mit ihren jeweiligen Highlights etwas mitgeben konnten.
    Foto-Abend-Anfragen bitte mindestens drei Wochen im voraus schriftlich 😅

    Die Details zur Stadtführung folgen noch ;) denken wir ...
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  • Day58

    Ausflug nach Tigre

    January 22 in Argentina ⋅ ☀️ 27 °C

    Heute fahren wir nach Tigre.
    Tigre liegt 28 km nördlich von Buenos Aires und gilt als das Naherholungsgebiet.

    Um dort hin zu kommen, fahren wir eine Stunde mit dem Zug von der Station in Retiro.
    Tigre ist eine entspannte und ruhige Kleinstadt in einem Marschland mit zahlreichen Flussarmen und wir freuen uns noch einmal aus der überfüllten Großstadt heraus zu kommen.
    Als wir ankommen ist es schon Mittag, zudem ist es heute unerträglich heiß. Daher kehren wir erstmal in einem kleinen Restaurant am Wasser ein.
    Danach machen wir uns auf und laufen an der Promenade den Kanal entlang. Auf diesem sehen wir unter anderem auch Katamarane und Kakaj Boote vorbei fahren.

    Eigentlich hatten wir auch vor eine Tour auf einem der Boote zu machen, um durch die Kanäle zu schippern, allerdings ist die Zeit schon voraus geschritten und heute Abend haben wir noch eine Einladung zum Essen bei Alexandra (die in Buenos Aires lebt).
    Von daher entscheiden wir uns, die Boots-Tour ausfallen zu lassen - ist wahrscheinlich eh wie in Hamburg reden wir uns ein - und machen uns auf den Rückweg.

    Heute ist wirklich einer der heißesten Tage in Buenos Aires, bis spät nachts haben wir noch über 30 ° C.
    Wir befinden beide, dass wir zu diesen Temperaturen auch das Meer oder etwas zum abkühlen benötigen :D
    Abends erleben wir dann noch das argentinische Zusammensein: es gibt Mini-Chori-Pan, Hühnchen, Salat, Obstsalat und das obligatorische Bier in der 1-Liter Flasche zum teilen ;)
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  • Day57

    Palacio Barolo

    January 21 in Argentina ⋅ ☀️ 27 °C

    Für den heutigen Abend haben wir eine Tour im Palacio Barolo gebucht. Diese haben wir von Alex empfohlen bekommen, die für drei Monate ihre praktische Station in Buenos Aires macht.
    Als wir die Tour beginnen merken wir auch direkt, dass das von den “normalen“ Touristen wahrscheinlich eher nicht so wahrgenommen wird, denn neben uns befinden sich fast nur Teilnehmer aus Buenos Aires.

    Der Palacio Barolo ist ein Bürogebäude und wurde zwischen 1919 und 1923 von dem italienischen Architekten Mario Palanti erbaut. Es hat 22 Stockwerke, ist 100 Meter hoch und eine Gesamtfläche von 16.630 m².
    Das Gebäude wurde von dem Unternehmer Luis Barolo in Auftrag gegeben.
    Das Design des Gebäudes gleicht dem des Palacio Salvo, dem Bruder-Palast, den wir schon in Montevideo in Uruguay gesehen haben.

    Der Palacio Barolo war immer als Bürogebäude gedacht, nie zum bewohnen, außer der erste und zweite Stock, den wollte Barolo für sich. Das ist auch der Grund, warum diese auf der Übersichtstafel nicht auftauchen und das Zählen erst mit der III beginnt.
    Barolo ist jedoch sechs Monate vor Fertigstellung des Palastes gestorben.

    Der Palast wird im Einklang mit dem Kosmos, wie er in Dante Alighieris Göttlicher Komödie beschrieben wurde, in drei Abschnitte unterteilt: Höhle, Fegefeuer und Himmel.
    Die Höhe von 100 Metern entspricht den 100 Gesängen der Göttlichen Komödie.

    Wir beginnen die Tour in der Hölle, welche sich im Erdgeschoss befindet.
    Dies ist erkennbar durch neun Höllenkreise in Form von Torbögen, Drachen und einem trichterförmigen Aufstieg zum Fegefeuer.
    Dahin geht es als nächstes. Das Fegefeuer befindet sich im 1. - 14. Stock, wir fahren in den vierten, von woaus wir noch durch den Trichter aus zur Hölle runtergucken können.

    Hier sehen wir die Büroflächen.
    Die Büroflächen sind klein, 14-30 Quadratmeter für aktuell umgerechnet 100 - 460€ Miete im Monat. Viele Büros wurden durch Zusammenschluss vergrößert. Ein Bad müssen sich insgesamt vier Büros teilen, dafür hat jeder einen Schlüssel.

    Vom vierten fahren wir in den vierzehnten Stock. Von daaus sind es noch 5 Stockwerke eine schmale Wendeltreppe bis zum Himmel. Im Himmel angekommen haben wir einen fantastischen Ausblick auf Buenos Aires und das auch noch bei Sonnenuntergang.

    Danach geht es über eine noch schmalere Wendeltreppe zwei Stockwerke höher in den Leuchtturm. Hierfür müssen wir uns in zwei Gruppen aufteilen. Der Leuchtturm leuchtet normalerweise in der Zeit zwischen 22 Uhr und 22.30 Uhr und ist bis zu zehn Blocks entfernt zu sehen.
    Der Gedanke von Barolo war es jedoch eine “Brücke des Lichts“ mit dem Bruder-Palast in Montevideo zu bilden.

    Nach der Führung bekommen wir noch eine kleine Tango Show zu sehen und ein Glas Wein dazu.
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  • Day57

    La Boca

    January 21 in Argentina ⋅ ⛅ 25 °C

    Nach der Nacht des Blutmondes machen wir uns auf ins Viertel La Boca zu einer zweiten Free Walking Tour.
    Dieses Viertel gilt in Buenos Aires als eines der weniger sicheren, dennoch ist es aufgrund seiner Farbenvielfalt auf jeden Fall ein Muss bei unserem letzten Reiseziel.
    Für den Weg dorthin probieren wir die Busse in Buenos Aires aus. Auf der Hauptstraße, Avenida 9 de Julio, sind zwischen den Autospuren abgetrennt durch Grünstreifen und Fußgängerwege eigene zweispurige Straßen für die Busse. So sind die Busse von der Rush Hour unabhängig. Eingestiegen in die hoffentlich richtige Linie (die Busse kommen zu dieser Zeit im 20 Sekunden Takt) sollen wir unsere Buskarte zum Bezahlen vorzeigen - so eine haben wir nicht. Diese ist aufladbar und kann an jedem Kiosk erworben werden. Da wir den richtigen Busfahrer erwischt haben, nimmt uns dieser netterweise trotzdem mit :)

    In La Boca angekommen fallen uns sofort die vielen Farben auf, in denen Straßen und Häuser bemalt sind.
    Die Tour startet vor dem bekannten Haus “Caminito“.
    Die Straße rechts davon heißt ebenso. “Caminito“ bedeutet “kleiner Weg“ oder “nur einen Katzensprung entfernt“.
    Danach laufen wir an den natürlichen entstandene. ehemaligen Hafen. Der Legende nach sind über diesen die ersten Spanier nach Buenos Aires gekommen. Das Wasser ist mittlerweile toxisch, da früheren die ganzen Fabriken und Bewohner ihren Müll in dem Hafenbecken abgeladen haben. Um dem Wasser etwas Sauerstoff zu geben, fährt den ganzen Tag ein kleines gelbes Boot im Hafen herum und wirbelt das Wasser auf.

    Die bekannteste Persönlichkeit ist Benito Quinquela Martín (*1890 in Buenos Aires; † 28. Januar 1977 ebenda). Am Hafen steht eine Statue von ihm direkt gegenüber der von ihm gestifteten Schule. Er ist ein bekannter Maler und investierte sein Geld in das Viertel La Boca, welches nach der Schließung des Hafens andernfalls in der Bedeutungslosigkeit versunken wäre. Von Quinquela Martín stammte auch die Idee, die Häuser der Straße El Caminito in La Boca in bunten Farben anzustreichen.
    Dadurch wollte er das Viertel attraktiver machen.

    Wir wurden in die Geschichte des Tango eingeführt, der durch die verschiedenen Einwanderer aus vielen verschiedenen Nationen geprägt wurde. Tango war ursprünglich die Musik der armen Bevölkerung und wurde zwischen Männern getanzt. Später als der Tango auch in Europa populär wurde, würde er sich von der gehobeneren Bevölkerung mit veränderten Regeln als argentinischer Volkstanz etabliert.

    Auch die Geschichte der letzten Diktatur um 1980 ist künstlerisch an den Hauswände. verarbeitet. Währenddessen sind knapp 30.000 Menschen verschwunden, die mit Flugzeugen ohne Kleidung über dem Meer abgeworfen wurden. Auch fand ein Kidnapping von Neugeborenen statt, indem das Regime die Kinder weggenommen hat und in Plegefamilien gegeben hat. Heutzutage können Eltern und Kinder mit Hilfe von DNA Tests ihre leibliche Familie finden. Ende 2018 komnten 128 Kinder ihre leiblichen Eltern finden.

    Zum Abschluss der Tour gibt es für Max noch ein Chori-Pan: eine Chorizo im Brot und das auch noch mit scharfer Sauce, da freut er sich :)
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  • Day56

    Feria de San Telmo und Puerto Madero

    January 20 in Argentina ⋅ ⛅ 23 °C

    Jeden Sonntag findet der Feria de San Telmo im gleichnamigen Viertel direkt bei uns um die Ecke statt. Der Feria ist ein Markt der jeden Sonntag stattfindet und ein überdimensionierter Trödel- und Flohmarkt ist.

    Was als Antiquitäten- und Flohmarkt angefangen hat, ist jetzt ein buntes Treiben mit Straßenkünstlern, Livemusik, Tanz, Food-Trucks und Ständen aller Art: Antiquitäten, Bücher, Silberbesteck, Kristall, Schmuck, Porzellan, Briefmarken, Münzen. Aber auch  Kleidungsstücke, Ponchos, Taschen, Schuhe, Sonnenbrillen, Bilder und Matebecher. 

    Die Inflation der letzten Jahre in Argentinien war sehr hoch, sodass die Bewohner immer neue Ideen haben, um an Geld zu kommen. Daher basteln, nähen, backen, kochen, bauen viele Porteños (so heißen die Einwohner von Buenos Aires) irgend etwas, was sie auf der Straße verkaufen. Gerade am Wochenende findet man in der ganzen Stadt kleine Stände. Die Leute sitzen auf Decken dahinter und diskutieren oder hören Musik.

    Max guckt ein bisschen bei den Münzen, aber ansonsten zieht uns nichts der dargestellten Waren an. An dem angepriesenen Weißbier war das einzige originaltypische das Glas. Auch die kleine Tango Einlage, die wir beobachten wirkt wieder sehr gestellt.

    Nach dem Markt gehen wir zum Puerto Madero. Die Hafencity ähnelt der in Hamburg. Zu den Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs wurde der Hafen von dem natürlichen Hafenbecken aus La Boca hierher verlegt. Aufgrund seiner kleinen Größe war er jedoch nur ein paar Jahre in Betrieb, bevor ein größerer Hafen weiter nördlich gebaut wurde.
    Am Hafenbecken genießen wir bei 30 Grad und strahlend blauem Himmel einen Kaffee in einem der vielen Cafés, Eisdielen und Restaurants die das Ufer säumen.

    Am Abend bzw. in der Nacht hatten wir noch einen wunderschönen Blick auf den Blutmond bei immernoch wolkenfreiem Himmel. Um 2.12 Uhr war dann der Höhepunkt erreicht.
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  • Day55

    Stadtführung in Buenos Aires

    January 19 in Argentina ⋅ ⛅ 23 °C

    Wie schon in Montevideo machen wir auch in Buenos Aires eine Free Walking Tour. In Buenos Aires gibt es aufgrund der Größe und Vielfalt mehrere Touren. Wir entscheiden uns für die Tour durch die Viertel Recoleta und Retiro.

    Die Tour beginnt natürlich 15 Minuten verspätet, damit auch die Südamerikaner pünktlich sind, am Teatro Colón am Plaza Lavalle.
    An diesem Platz befinden sich vier interessante Bauwerke - neben dem Teatro noch das Corte Suprema de Justicia de la Nación Argentina - Oberster Gerichtshof Argentiniens - und die öffentliche Schule Escuela Presidente Roca. Die Schule aus dem Jahr 1903 gehört zum Modell der Palastschulen, da das Gebäude mit den Säulen und Statuen einem Tempel ähnelt. Zuletzt noch der Templo Libertad -die erste Synagoge in Buenos Aires.

    Argentinien ist wie alle Kolonialländer Lateinamerikas ein Einwanderungsland. Einen Großteil der Immigranten haben die Italiener ausgemacht. Die Haupteinnahmequelle ist heute wie damals die Agrarwirtschaft. Für diese harte körperliche Arbeit wurden damals viele Menschen insbesondere Immigranten gebraucht. Hierfür wurden in Europa in vielen Ländern Immigrationsbüros eröffnet. Diese Einwanderungspolitik war bis nach dem zweiten Weltkrieg unverändert. Das Land braucht Menschen, wer dagegen in das Land kommt wird nicht wirklich überprüft - deswegen konnten auch viele fliehende Nazis nach Argentinien ausreisen, teilweise auf dem gleichen Schiff mit Holocaustüberlebenden.

    Nächster Spot ist der Plaza San Martin.
    Am Beispiel des Palacio San Martin, erbaut von Mercedes Castellanos de Anchorena im Jahr 1909, wird die damalige Bevölkerung und die Lebensweise erläutert. Die Grundbesitzer waren sehr reiche Leute und leben ursprünglich in der “Altstadt“. Nach einer Gelbfieberepedemie, derein Drittel der Bevölkerung zum Opfer fielen, zogen diese reichen Familien aus der Stadt raus in das heutige Viertel Recoleta. Dort ließen sie ihre Paläste erichten.
    Auf den Platz steht eine Statute von San Martin - dem Nationalheld Argentiniens. José deSan Martin war ein südamerikanischer Unabgängigkeitskämpfer gegen die Kolonialmacht Spanien und befreite von Argentinien aus Chile und von dort aus weiter mit Verstärkung Peru. Die Statue wurde von der argentinischen Regierung kurzfristig in Auftrag gegeben um die erste Statue von San Martin aufzustellen, nachdem diese erfahren hat, dass Chile eine erste Statue von San Martin in Auftrag gegeben hat.
    Auf der anderen Seite des Platzes hat die sehr religiöse Mercedes Castellanos de Anchorena eine Kirche bauen lassen - Basílica Santísimo Sacramento. Bis zum Jahre 1934 hatte Mercedes einen freien Blick auf die Kirche von ihrem Palacio aus. Nun versperrt der 120 m hohe Edificio Kavanagh den Blick. Einer Legende zufolge ist die Form des Gebäudes ein Racheakt: Corina, die aus einer wohlhabenden aber einfachen Familie stammte, verliebte sich in den Sohn der noblen Familie Anchorena. Die Familie Anchorena war gegen die Verlobung. Im Gegenzug ließ Corina Kavanagh das Hochhaus so errichten, dass es den Blick auf die Kirche der Familie Anchorena versperrt.

    Nur durch eine Straße getrennt schließt sich gleich der nächste Park an. In dessen Mitte steht der Torre Monumental im Park Plaza Fuerza Aeréa Argentina (Luftwaffe). Vor der Umbenennung 1982 von Park und Turm hießen er Torre de los Ingleses (Turm der Engländer) im Plaza Britania. Der Turm sieht sehr britisch aus und erinnert direkt an den Big Ben. Er war ein Geschenk der britischstämmigen Argentinier an die Stadt. Auslöser war der Streit und knapp 10-wöchige Krieg um die Falklandinseln oder für die Argentinier Malvinas. Auch heutzutage führt dies immernoch zu diplomatischen Spannungen. Die Inseln sind immernoch britisch. Direkt gegenüber des Turm ist die Gedenkstätte der knapp 600 gefallenen argentinischen Soldaten zu finden.

    Nächster Stop war der Plaza Embajada de Israel. Der Platz, an dem die israelische Botschaft stand und durch einen bis heute nicht aufgeklärten Terroranschlag im Jahr 1992 zerstört wurde. Heute ist dort eine Gedenkstätte.

    Über die Straße “9 de Julio“ geht es zur französischen Botschaft, sowie zur Mansión Alzaga Unzué (ehemaliger Palacio, der nun Teil des Four Seasons ist - die Präsidentensuite kostet 12.000 Dollar pro Nacht). Der Palacio, in welcher die französische Botschaft sitzt, ist das einzige Gebäude, welches den Bau der Straße 9 de Julio auf Druck der französischen Regierung überstanden hat. Die Straße ist eine der breitesten Straßen der Welt und misst 140 m von der einen Seite zur Anderen. Sie ist benannt nach dem Unabhängigkeitserklärung des Landes im Jahre 1816.

    Bevor es zum letzten Punkt der Tour - dem Friedhof La Recoleta - geht wird noch ein kurzer Halt bei der Nunciatura Apostólica eingelegt. Der Palacio gehört dem Vatikan und wird von diesem benutzt, wenn Personen aus dem Vatikan in Buenos Aires sind - auch vom Papst. Auch wenn der aktuelle Papst Argentinier ist, hat er Argentinien bisher noch nicht besucht - das Land sei politisch noch nicht reif dafür. Zwei Häuser weiter ist die Residencia Maguire, der letzte Palacio der Stadt, der noch von der Familie bewohnt wird, die ihn erbaut hat. Alle anderen mussten aufgrund von Krisen verkauft oder abgerissen werden.

    Zuletzt haben eine Tour durch den Friedhof La Recoleta gemacht. Dieser war der erste Friedhof Stadt Buenos Aires. Er wurde Ruhestätte zahlreicher wohlhabender und prominenter Einwohner. Zu den bekanntesten zählt die zweite Ehefrau von Juan Perón, Eva Perón. Vor deren Mausoleum ist eine lange Schlange an Besuchern um ein Foto zu machen. Die Ruhestätten sind nur noch teilweise gut erhalten. Oft sind die Scheiben kaputt oder die Fasade bröckelt. Innen sind die Särge aufgestapelt und die Treppen in die unteren Stockwerke gehen mehrere Meter tief hinunter.
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  • Day55

    Flamenco

    January 19 in Argentina ⋅ ☀️ 22 °C

    Abends gehen wir ein zweites Mal mit Katharina, einer Kollegin von Max, und ihrem Freund essen. Sie ist tatsächlich durch Zufall wieder zur gleichen Zeit in der gleichen Stadt wie wir (wir waren mit ihr schon un Salta essen) :D

    Danach gehen wir noch in eine Bar, in der eine Flamenco Show angepriesen wird.
    Wir sind jedoch leider etwas enttäuscht, da es zwar schöne Musik mit Gesang war, dennoch sehr wenig getanzt wurde und das dann auch nur alleine von einer Frau.
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  • Day54

    Montevideo - Schriftzug

    January 18 in Uruguay ⋅ 🌧 18 °C

    Heute regnet es leider wieder in Montevideo.
    Trotzdem machen wir uns auf den Weg Richtung “Pocitos“, denn in diesem Viertel befinden sich die 2 Meter großen farbigen Buchstaben des Stadtnamens. Davon benötigen wir natürlich noch ein Foto :D Dank des Wetters ist außer einer kleinen Tourigruppe nichts los.

    Auf dem Weg kommen wir noch an einer Gedenkstätte für den Holocaust der Juden vorbei. Das ist der Vorteil wenn man zu Fuß läuft :)

    Der Weg ist aber leider länger als gedacht und der Regen wird immer mehr, daher machen wir eine kurze Pause in einem Einkaufszentrum.

    Für den Rückweg zum Hotel und danach zum Busbahnhof testen wir die öffentlichen Busse, die richtig gut funktionieren, wenn man das Bussystem verstanden hat.

    Heute Abend geht es mit der Fähre zurück nach Buenos Aires, der Abschnitt unserer langen Reise bevor es in einer Woche wieder nach Hause geht.
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  • Day54

    Montevideo - Stadtführung

    January 18 in Uruguay ⋅ 🌧 18 °C

    Heute machen wir eine Free Walking Tour durch Montevideo. Startpunkt ist Plaza Independencia - mittlerweile der Hauptplatz in Montevideo (später dazu mehr).

    Eine Free Walking Tour wird in sehr vielen Städten angeboten von ehrenamtlichen Stadtführern, die keinen festen Preis für die Tour nehmen. Am Ende der Tour kann (kein muss) jeder ein individuelles Trinkgeld geben, je nach Gefallen der Tour.

    Schwerpunkte der Tour waren die Sehenswürdigkeiten der Altstadt und die Geschichte Montevideos und Uruguays.

    Ausgangspunkt ist der Plaza Independencia. An diesem Platz sind mehrere wichtige Gebäude.
    Das Wahrzeichen für Montevideo schlechthin ist der Palacio Salvo. Das Gebäude wurde vom italienischen Architekten Mario Palanti im Jahr 1922 entworfen. Der selbe Architekt hat in Buenos Aires den Palacio Barolo im Stadtteil Montserat ein paar Jahre vorher entworfen. Der Palacio Barolo wurde entworfen im Einklang mit dem Kosmos, wie er in Dante Alighieris Göttlicher Komödie beschrieben wurde. Der Palacio in Montevideo (105 m) ist fünf Meter höher als sein “Bruder“ in Buenos Aires. Der Architekt wollte mit den beiden Gebäuden eine Brücke des Lichts zwischen den zwei Ländern und Städten bauen, was aufgrund der Entfernung leider nicht möglich ist. Der Palacio Salvo wurde auf der Stelle erbaut, wo sich vorher die Bar und Confiteria La Giralda befand. Dort schrieb Gerardo Matos Rodríguez 1917 sein Stück La Cumparsita, welches als das erste Tangostück schlechthin und als dessen Hymne gilt. Als ehemaliges Hotel geplant - ging sehr schnell pleite - sind dort nun Wohnungen (über Airbnb auch buchbar) und kann besichtigt werden. Mit der Eintrittskarte hat man in der jeweils andere Stadt im Bruder-Gebäude freien Eintritt.

    Das zweite Gebäude ist Präsidentenpalast, Palacio Estévez. Montevideo gilt als die sicherste Stadt Lateinamerikas, da verwundert es auch nicht, dass der Präsident ohne Polizei und Sicherheit in der Altstadt spazieren geht und mit seiner Frau Kaffee trinkt. Direkt neben dem Palacio aus dem 19. Jahrhundert befindet sich der Neubau Presidencia de la Republica, in dem nun der Präsident sowie die zahlreichen Angestellten sitzen.

    In der Mitte des Platzes steht eine Statue des Nationalhelden José Gervasio Artigas. Er wird auch als „Vater der Unabhängigkeit Uruguays“ bezeichnet.

    Am Ende des Platzes in Richtung der Altstadt steht das Tor Puerta de la Ciudadela. Das Tor ist ein Stück der ehemaligen Stadtmauer, die 1829 abgerissen wurde. Damit das Tor besser zur Geltung kommt wurde es um knapp 15 Meter verschoben. Über dem Durchgang ist eine Steinplatte ohne Inschrift angebracht. An dessen Stelle stand der ursprüngliche Name der kolonialen Stadt “San Felipe y Santiago de Montevideo“. Gegründet wurde die Stadt 1724 durch die spanische Kolonialmacht. Die Gründung diente militärischen Zwecken um das spanische Territorium gegen die Portugiesen aus dem heutigen Brasilien abzuschirmen sowie dem Schutz der Río-de-la-Plata-Mündung.

    Nach der Unabhängigkeit Uruguays 1829 von den Kolonialmächten wurde vordringlichst die Trennung von Kirche und Staat vollzogen. Im August 1828 wurde der Frieden von Río de Janeiro unterzeichnet, eine Interessensregelung zwischen Argentinien und Brasilien unter Londoner Regie, in der auch (de facto ohne uruguayische Beteiligung) die Unabhängigkeit Uruguays anerkannt wurde. Die Trennung zeigt sich insbesondere in der Änderung des Stadtnamens in Montevideo ohne die christlichen Heiligen. Die Herkunft des Namens Montevideo ist nicht eindeutig geklärt, es gibt drei Theorien. Die Vorherrschende ist aufgrund des Stadthügels (spanisch Monte), der von den Guarani (indigene Ureinwohner) Yvyty (Felsen) genannt wird. Als Kombination tauchte die Schreibweise bei Magellan als Montevidi auf.
    Die weiteren Legenden kommen vom Ausruf Monte vi eu (ich sah einen Hügel) sowie der Beschriftung auf Seekarten als Monte VI d(e) e(ste a) o(est), das Berg Nummer 6 von Osten nsch Westen bedeutet. Gegründet als spanische Stadt, wurde Montevideo auch zwei Monate von den Briten und knapp zehn Jahre von den Portugiesen besetzt.

    Weiter ging es mit dem Nationaltheater Teatro Solis, dem zweitgrößten Theater Südamerikas aus dem Jahre 1856. Während der Architekt Carlo Zucchi das Teatro für die reichen Geschäftsmänner - sehen und gesehen werden - gebaut hat, steht dieses nun jedem offen. Mittwochs ist die Besichtigung sogar kostenlos.

    In der Mitte der Altstadt befindet sich der Plaza de la Constitución. Zu Kolonialzeiten war dies der Hauptplatz Montevideos (hieß vorher Plaza Mayor). Der spanische Einfluss wird an diesem Platz deutlich. An der Westseite befindet sich die Iglesia Matriz, die Kathedrale von Montevideo. Gegenüber an der Ostseite das Cabildo, das ehemalige Rathaus und könogliches Gefängnis. An diesem Platz fand 1830 sie Verabschiedung der ersten Verfassung des unabhängigen Uruguays statt.

    Zuletzt führt uns die Tour zu den Markthallen Mercado del Puerto. In den Markthallen gibt es Restaurants und Geschäfte. In der Mitte der Markthalle steht eine englische Bahnhofsuhr aus Liverpool. Die Uhr wurde von Bolivien bestellt, konnte jedoch nicht bezahlt werden, sodass die Regierung von Uruguay diese für einen geringeren Kaufpreis erworben hat und in die Markthalle gestellt hat.
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  • Day53

    Nach Montevideo

    January 17 in Uruguay ⋅ ⛅ 21 °C

    Morgens heißt es mal wieder Bus fahren: wir fahren in die drei Stunden entfernte Hauptstadt Montevideo.

    Angekommen ist es bereits Mittag und der Hunger regt sich. Es gibt Hipsta-Hotdogs bei no tan pancho: einmal mexikanisch mit Guacamole und Tomate und einmal parisisch mit Brie und Senf im Rote-Beete-Brötchen, wirklich sehr interessant und lecker.

    Nach einer kurzen Pause im Hotel machen wir uns auf Erkundungstour Richtung Wasser, Hafen und Altstadt.
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