• Amazonas - ein Frachtschiff-Abenteuer

    21–27 Jul 2024, Peru ⋅ 🌙 26 °C

    Selbst der Amazonas ist am Anfang klein und beginnt in der Nähe von Iquitos, dem peruanischen Tor zum Regenwald. Wir steigen im 400 km entfernten Yurimaguas auf das Frachtschiff Eduardo VII, auf dem wir die nächsten Tage verbringen werden. Das Schiff teilen wir uns neben einigen Einheimischen mit tonnenweise Zwiebeln, Matratzen, Fernsehern sowie 40 Kühen und 3000 Hühnern - letztere direkt neben den Passagieren auf dem Oberdeck...
    Vor der Abfahrt erstehen wir am Hafen noch zwei brandneue Hängematten, die uns für die Fahrt als Bett- und Sitzersatz dienen werden. Zunächst dauert der Ladevorgang aber deutlich länger als angekündigt und wir legen nach südamerikanischer Manier statt abends erst am nächsten Morgen ab. Der Tagesablauf auf dem Schiff ist geprägt von den 3 einfachen Mahlzeiten: Haferbrei morgens, Reis mit Hühnchen mittags und Hühnersuppe abends - sowie Kartenspielen, Lesen und dem ein oder anderen Stopp, bei denen von den dortigen Dorfbewohnern Snacks verkauft & Bananen aufgeladen werden. Am zweiten Tag hat Leo Geburtstag und wir stoßen mit dem zuvor besorgten Pisco und Kuchen an!
    Nachdem das Boot die erste Nacht wegen Niedrigwasser auf dem Fluss nicht weiter fährt und wir uns erst nach einigen Stunden von einer Sandbank befreien können, kommen wir die nächsten Tage gut voran, erreichen Iquitos nach > 80 Stunden Fahrt und freuen uns nach der Hängematte und von lautem Reggaeton gestörten Nächte auf ein richtiges Bett und eine Dusche! Lange bleiben wir jedoch nicht in der von Mototaxis wimmelnden Stadt und nachdem wir uns gemeinsam mit unseren Bootbekanntschaften aus Deutschland, USA und Frankreich am nächsten Tag den für allerlei Skurilitäten (von Kaimanschädel über Liebestrank bis Schlangenhaut) bekannten Mercado Belém angeschaut haben, geht es diesmal im Schnellboot über Nacht nach Leticia. Achtung Kolumbien, wir kommen!
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