• Pacho - Buddeln im Nebelwald

    5–15 Ogo 2024, Colombia ⋅ ☁️ 22 °C

    Aus dem Dschungel geht es weiter in den Nebelwald (Name ist Programm!) im Norden von Bogotá zum Workaway-Projekt von Alejandra.
    Nach einer kurvenreich-rasanten Fahrt erreichen wir das kleine Dorf Pacho und lernen unsere Mit-Freiwilligen Paul & François aus Frankreich kennen. Am ersten Tag steht statt Arbeit (oder als Vorbereitung) eine Wanderung über das 90 Hektar große Grundstück an, das neben Baum-Schaukel, Kletter-Eiche und Wanderwegen auch zwei Wasserfälle und einen über 500 Jahre alten Baumriesen beinhaltet. Alejandra führt das Wiederaufforstungsprojekt ihres Stiefvaters weiter und nach und nach sollen die Kuhweiden nativen Bäumen weichen. Nachmittags zieht auf dem Berg gerne Nebel auf und verleiht der wunderschönen Natur mit den flechtenbewachsenen Bäumen eine mystische Stimmung...
    Die eigentliche Arbeit startet schweißtreibend, als wir gemeinsam mit den zwei Arbeitern der Farm Andres und Adriana an Tag 2 mit Spitzhacken den Reitweg verbreitern und uns einen ordentlichen Muskelkater abholen. Auch am nächsten Tag wird fleißig gebuddelt, denn wir haben uns entschieden, als Projekt einen Jacuzzi zu bauen! Dafür brauchen wir natürlich auch eine Menge Steine, die am Fluss gesammelt und mit Hilfe des Maultiers Simón den Berg hochtransportiert werden. Außerdem schaffen es mal wieder, eine kleine Morgen-Routine zu starten und begrüßen jeden Tag mit einer kleinen Yogaeinheit auf der Terrasse, bei Vogelgezwitscher und mit tollem Ausblick! Mitte der Woche macht Ali aus Deutschland unsere Jacuzzi-Crew komplett und wir verbringen die Abende bei leckerem Essen (Franzosen kochen gerne & gut 😉) und Kartenspielen vor dem Kamin. An einem sonnigen Morgen erkunden wir den Fluss hinauf zum Wasserfall, der uns nach einer Kraxeleinheit mit einer Power-Shower belohnt! An einem Nachmittag begleitet Lisa Adriana zum Melken der Kühe und legt auch selbst Hand an: gar nicht so einfach, wie es aussieht - ohne Übung tropft es mehr, als es läuft! Als wir das nächste (& glücklicherweise letzte) Mal zum Wegebau losziehen, können wir auf dem Weg die Aussicht vom Pferderücken aus genießen: ein Ritt zur Arbeit, daran könnte man sich gewöhnen!
    Zum Abschied lässt es sich Leo nicht nehmen, eigenhändig doch auch noch ein Bäumchen zu pflanzen und so direkt zum Wiederaufforstungserfolg (zumindest ein bisschen) beizutragen!
    Da wir nach so viel Grün und Natur nicht wirklich Lust auf die Großstadt haben, begeben wir uns in die nähere Umgebung von Bogotá, um dort die letzten Tage bis zur Ankunft des Besuchs aus Deutschland zu verbringen...
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