Marion Viefhues

Joined June 2019
  • Day17

    Home sweet home

    October 4 in Germany ⋅ 🌧 11 °C

    Nach einem gemütlichen leckeren letzten Frühstück haben wir uns von Edinburgh auf den Weg nach Newcastle upon Tyne gemacht. Dort durften wir schon frühzeitig auf die Fähre fahren und in unsere Kabine einchecken. Für einen kleinen Aufpreis haben wir uns statt einem Etagenbett ein Doppelbett gegönnt. Ansonsten war die Kabine sauber und klein. Wir waren auch ziemlich froh, dass wir nicht vorhatten zu duschen. Aber hey für die eine Nacht auf der Fähre war das ja auch ganz egal und voll in Ordnung.
    Um 17 Uhr Ortzszeit UK sind wir dann endlich losgefahren, auf auf Richtung Amsterdam. Wir haben den Abend genutzt um den Rest unserer Pfund auszugeben, u.a. beim Bingo und beim Air Hockey. Mit leider nur mäßigem Erfolg. Dafür haben wir uns beim Abendessen Buffett vollgefuttert mit Pommes, Pizza, Lasagne, Frühlingsrollen, Spare Ribs, Burgern etc. Alles was das gesunde Buffet hergab. 😅
    Nach einer ruhigen uns entspannten Nacht sind wir morgens dann gegen 8 Uhr geweckt worden und konnten um 10 Uhr von der Fähre fahren. Angekommen in Ijmuiden (bei Amsterdam) hatten wir dann schlussendlich nur noch 3h Fahrt vor uns bis nach Warendorf. Aber auf welcher Straßenseite denn jetzt? Ach man ist das alles verwirrend.
    Glücklicherweise sind wir gegen Nachmittag dann heile vor der Haustür zum stehen gekommen. Nach 14 Tagen nun wieder home sweet home. ♥️🇩🇪
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day15

    Edinburgh 2

    October 2 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 9 °C

    Tag 2 in Edinburgh, die Sonne strahlt vom Himmel und wir freuen uns auf unseren letzten Urlaubstag. Mit dem Bus fahren wir komplett ans andere Ende der Stadt zum Hafen, indem die Royal Yacht Britannia liegt. Das letzte Schiff der königlichen Familie, welches 1997 außer Dienst gestellt wurde. Mit diesem Schiff wurde die Queen und ihre Familie zu einigen Auslandsbesuchen gefahren. Zudem haben auch Prince Charles und Lady Diana ihre Flitterwochen auf der Yacht verbracht. Inzwischen liegt sie voll abgesperrt im Hafen von Edinburgh und man lässt es sich sehr teuer bezahlen sie zu besichtigen. An Land hat man ein komplettes Einkaufscenter gebaut aus dessen drittem Stock die Britannia bestiegen wird. Leider enttäuschend für uns.
    Auch der kleine Fußmarsch zum Fischmarkt, den wir aus dem Bus heraus gesehen haben, war eher nüscht. Es sah aus wie ein Fischmarkt, war beschriftet mit Fischmarkt aber ansonsten gab es genau ein Fish&Chips Restaurant und einen kleinen Shop in dem man ein bisschen Fisch und Zubehör kaufen konnte.

    Wir haben uns dort gar nicht lange aufgehalten und sind wieder zurück in die Stadt gefahren. Dort haben wir uns auf dem Grassmarket Square in ein kleines Bistro in die Sonne gesetzt und das Flair um uns herum genossen.
    Direkt um die Ecke lag dann auch die Camera Obscura mit der World of Illusion. Wir hatten ziemlich Angst, dass diese absolut touristische Attraktion ihr Geld nicht wert ist. Ist sie aber, wir fanden es richtig klasse! Im obersten Stockwerk gibt es eine Camera Obscura aus dem Jahr 1853. Quasi ein System aus einem kleinen Spiegel und drei Linsen die das Sonnenlicht und die Bilder der Umgebung einfangen und somit ein Livebild der Stadt auf einen Tisch projezieren. Unglaublich beeindruckend und da wir so tolles Wetter hatten, waren die Farben und die Qualität des Bildes hervorragend. Was man alles auch ohne irgendeine Elektronik darstellen kann, verrückt.
    In den restlichen Etagen des Gebäudes gab es allerhand optische Täuschungen, Lichterspiele, Illusionen und sonstige verrückte Dinge zu entdecken und auszuprobieren. Ziemlich ziemlich cool. Als wir wieder zurück auf der Straße waren, haben wir auch einen Moment gebraucht um wieder einen klaren Blick zu fassen. Absolute Empfehlung wenn man auf sowas steht!

    Unseren letzten Abend in Schottland haben wir mit einem leckeren Abendessen beim Inder ausklingen lassen. Morgen Abend sind wir dann schon irgendwo auf der Fähre in der Nordsee.
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  • Day14

    Edinburgh 1

    October 1 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 9 °C

    Unser erster Tag in Edinburgh fing leider mit einem kleinen Schock an. Sooo viele Touristen überall, die ins Edinburgh Castle stürmen und über die Royal Mile spazieren. Naja das wollen wir ja eigentlich auch, aber trotzdem. Nach so viel Einöde kam das doch sehr überraschend.
    Uns reichte dann aber auch ein kurzer Blick auf das Schloss um festzustellen das es schön ist, ähnlich wie das in Stirling und das wir da eigentlich gar nicht herein möchten. Zudem wäre es mit 19,50£ p.P. auch noch echt teuer gewesen.
    Stattdessen sind wir die Royal Mile heruntergelaufen, haben Souvenir Shops gezählt und uns darüber gefreut, dass je weiter weg wir vom Schloss kommen, auch die Touristen weniger werden.
    Dafür haben wir das sehr moderne und interessante Parlamentsgebäude angeschaut und sind durch die Straßen über einen sehr alten und beeindruckenden Friedhof hoch zum Carlton Hill gelaufen. Dort sind wir überraschenderweise mitten in einen Filmdreh für "Eurovision" reingeplatzt, eine Komödie mit Will Ferrell, Rachel McAdams und Pierce Brosnan ( https://en.m.wikipedia.org/wiki/Eurovision_(film) ). Ziemlich verrückt, ständig wurden wir von den Ordnern von links nach rechts geschickt um nicht im Bild zu sein. Dann kam wieder der Feuerwehrwagen um den Fußboden zu benässen und jede Szene wurde mind. 3-4 mal gedreht. Sehr spannend zu beobachten, da waren die eigentlichen Sightseeing-Punkte gar nicht mehr so interessant. Wenn auch die Aussicht von dort oben über die ganze Stadt echt toll ist.
    Als wir uns loseisen konnten von dieser so anderen Welt, haben wir uns wieder Richtung Royal Mile begeben um die kunterbunte Victoria Street zu besuchen. Lauter bunte alte Häuser, mit der Sonne sah es wirklich cool aus. Nebenbei gab es auf der Straße auch noch zwei Harry Potter Läden 😍.
    Genug mit dem Schabernack, ab zur echten Geschichte. Wir haben uns Tickets für das Real St. Mary Kings Close Erlebnis gekauft. Eine Führung unter die Stadt, bei der wir von einer sehr authentischen Schauspielerin durch das Edinburgh des 16. Jahrhunderts geführt wurden, die Pest am eigenen Leib erlebt haben und unterwegs einige Geister getroffen haben. St. Mary Kings Close ist eine kleine Gasse gewesen die im 18. Jahrhundert komplett überbaut wurde um ein Regierungsgebäude dort zu errichten. Lange Zeit war das Labyrinth an Gassen dort unten nicht zugänglich für die Menschen und wurde erst vor einigen Jahren als Touristenattraktion eröffnet. Man kann einige Häuser und Wohnungen von damals betreten und erfährt einiges darüber wie die Menschen der unterschiedlichen Klassen dort früher gelebt haben Unglaublich toll gemacht und wir haben viel gelernt. Definitiv zu empfehlen!
    Danach haben wir den Tag mit einem leckeren Besuch beim Italiener ausklingen lassen.
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  • Day13

    Mittelalter und Moderne

    September 30 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 12 °C

    Aufgewacht inmitten der Berge des Glen Coe, bekommen wir so langsam den Herbst zu spüren. Es ist nass, ungemütlich und die Kälte zieht direkt in die Knochen. Heißer Tee und dicke Kleidung schaffen Abhilfe, dennoch freuen wir uns bald wieder auf eine beheizte Wohnung. Aber erstmal verbringen wir noch ein paar schöne Tage hier oben in Schottland.
    Unser erster Stop des Tages waren die Bracklinn Falls. Eine Reihe netter Wasserfälle mit einer beeindruckenden Brücke über den Fluss. Auch Queen Victoria war bereits hier und hat sie für hübsch empfunden. Zugegeben, unser Speicher ist bereits gut gefüllt mit Wasserfällen und dieser gehörte leider nicht zu den Top 3, aber als Queen kam man damals ja vermutlich auch nicht überall so ohne weiteres hin.

    Weiter ging die muntere Fahrt zum Falkirk Wheel. Das weltweit einzige Schiffshebewerk in der Art eines Riesenrads. Es verbindet den Forth and Clyde Canal mit dem Union Canal und überbrückt dabei 24m Höhenunterschied in unter 5 Minuten. Früher waren dafür 11 Schleusen nötig. Oben und unten fahren die Schiffe in ein Wasserbecken ein, das mit der identischen Menge an Wasser gefüllt ist. Durch einen hydraulischen Motor in der Mitte, werden die Becken um die Narbe in der Mitte gedreht, wie bei einem Riesenrad. Die Wasserbecken an sich stehen auf Schienen und halten sich dadurch auf der gesamten Fahrt selbstständig waagerecht. Die ganze Konstruktion mit ihren Zahnrädern und der innovativen Technik, die tatsächlich nur auf perfekter Balance beruht ist unglaublich beeindruckend und so in ihrer Art einmalig. Für uns war das ziemlich cool zu beobachten.

    Dagegen war der letzte Stop des Tages, Stirling Castle eher nur okay. Eines der historisch bedeutendsten und noch immer bekanntesten Schlösser Schottlands ist ein reiner Touristenmagnet. Für 16£ Eintritt p.P. exkl. Parkgebühren bekommt man zwar eine schicke und vollständig restaurierte Burg zu sehen, allerdings hat sie uns mit ihrem Charme eher nicht eingefangen. Die Ausstellung innen drin war nett und die Aussicht toll, aber naja. Wir sind wohl eher die Ruinen Fans, ohne schnick schnack und Touristen.

    Mit diesem Stop endet unsere Schottland Rundreise und wir verbringen jetzt die letzten Tage in Edinburgh. Mal sehen wie uns die Stadt gefällt.
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  • Day12

    Auf der Suche nach Nessie

    September 29 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 13 °C

    Nachdem wir den anfänglichen Unmut über Loch Ness abgeschüttelt hatten, wollten wir natürlich doch noch mehr über das Ungeheuer herausfinden. Am Besten geht das auf einer Bootstour. Gesagt getan. Bei kaltem regnerischen Wetter sind wir eine Stunde über das Loch geschippert und haben uns allerlei Geschichten über Nessie und den See angehört. Dieser ist übrigens so dunkel, weil der Boden sehr torfhaltig ist und das ganz viel dunklen Staub aufwirbelt. Zudem hat er im Winter nur so um die 6 Grad, was es vielen Fischen nicht möglich macht zu überleben. Dank des Echolots konnten wir auch herausfinden, dass der Loch Ness in der Mitte auf fast die ganze Breite 227m tief ist. Achso und Nessie, die hat man letztes Jahr dank neuster Technik gefunden! Leider war es nur ein Requisit aus dem Kinofilm, das wohl aus Versehen im See versenkt wurde. Jedoch gab es dieses Jahr bereits 16 dokumentierte Nessie Sichtungen, eine mehr als letztes Jahr und aus dem Loch Ness sind es nur 7 Meilen bis ins offene Meer... Vielleicht macht Nessie einfach Urlaub auf den Malediven und kommt nur ab und an nach Hause um den Briefkasten zu leeren? Wer weiß.

    Schottland ist voller Schlösser, Burgen und Ruinen. Davon kann man nie genug bekommen, deswegen haben wir auf unserer Strecke weg vom See auch gleich noch an zweien davon angehalten.
    Das erste war die Ruine des Invergarry Castle. Eine schmucke kleine Burg, inmitten von uralten Wäldern am Rande des Wassers gelegen. Leider komplett eingezäunt wegen Einsturzgefahr. Stattdessen konnten wir durch die Bäume ein gestrandetes Fischerboot im Wasser erkennen, wie das wohl dahin gekommen ist?

    Die zweite Ruine des Tages war das Old Inverlochy Castle. Dieses hat zusammen mit dem Urquhart Castle vom Loch Ness das Gebiet des Great Glens beherrscht. Der Great Glen ist eine Felsspalte, bzw. ein Tal voller Wasser, das Schottland fast vollständig von Ost nach West teilt und viele Lochs und wunderbare Natur hervorbringt. Zusammen mit dem künstlich geschaffenen Kaledonian Kanal ermöglicht er eine Schiffspassage von der Westküste zur Ostküste mit insgesamt 29 Schleusen. Von dem Schloss ist leider nicht mehr viel übrig, aber ein netter Stop war es trotzdem.

    Zum Ende unserer Reise sind wir so langsam kO und haben uns einen gemütlichen Filmabend im Wohnmobil gegönnt, das darf ja auch mal sein. Es ist ja schließlich auch noch Sonntag.
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  • Day11

    Whiskey, Guinness, Ale & Cider

    September 28 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 13 °C

    Regen, grau, Regen, noch mehr grau und noch mehr Regen. Das hat uns erwartet als wir aufgewacht sind und uns auf der kompletten Strecke Richtung Süden begleitet. Wir sind wieder einmal direkt am Meer entlang gefahren, sagt zumindest das Navi, sehen konnten wir nichts außer grauem Regen 🙈 Aber so ist Schottland nun mal. Was macht man also an so einem regnerischen Samstag, klar Whiskey trinken!
    Wir haben die zweitälteste Distillery Schottlands besucht, die immer noch rund um die Uhr in Betrieb ist: Balblair. Klein und familiär hat man uns ca. eine Stunde über den kompletten Betrieb geführt und wir haben gelernt wie aus den drei einfachen Grundzutaten Gerstenmalz, Wasser und Hefe viele ziemlich wohlschmeckende Whiskeys entstehen. Für uns absolutes Neuland, aber die Führung war wirklich beeindruckend. Zum Schluss stand auch noch die Verkostung eines 12- und 15-jährigen Whiskeys an. Kann man machen, aber vermutlich bleiben wir doch eher bei Mischgetränken 😅

    Im Anschluss an unseren Ausflug ins Schottische Kulturgut, hatte der Regen natürlich aufgehört. Wir sind ja schließlich Glückskinder. Also weiter zum nächsten typisch schottischen Stop, Loch Ness.
    Okay als wir in Drumnadrochit angekommen sind war die Enttäuschung erstmal groß. Kein richtiger Ort, gar nicht soooo groß aufgezogen wie wir vermutet hatten und irgendwie komisch. Und das Schloss hier kostet auch noch 12£ Eintritt p.P. Wir sind dann erstmal weiter nach Fort Augustus gefahren, der südlichste Ort am Loch Ness. Hier war dann endlich das kleine Fischerdörfchen das wir erwartet hatten inkl. vieler Touristenbusse. Bei einer Portion Fish&Chips haben wir einer vierfach Schleuse bei ihrer Arbeit zugeschaut und den Tag ausklingen lassen.

    Nach dem Einchecken am Campingplatz haben wir es uns endlich mal in einem Pub bequem gemacht und very british ein Cider und Guinness bestellt. Oder mehrere, wer weiß das schon. Auf unserem Rückweg sind wir noch an einem Restaurant vorbeigekommen, welches eine schottische Liveband zu Gast hatte, mit Dudelsack, Schifferklavier und allem was dazu gehört. Ziemlich cool, rein da und nochmal den Rest des britischen Zapfguts ausprobiert. Die Idee hatten ziemlich viele andere auch, auf einmal wurde es schlagartig voll und um uns herum nur noch Ruderclubs. Offensichtlich war hier heute wohl ein Event... Wir haben nichts mitbekommen 🤷🏼‍♂️🤷🏼‍♀️
    Da wir da ja nicht so richtig mitreden konnten, sind wir einfach ins Bett verschwunden.
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  • Day10

    Tag der Klippen

    September 27 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 13 °C

    Nach einer ruhigen und entspannten Nacht und der mit Abstand besten Dusche der Reise ging es für uns los zum nördlichsten Punkt Großbritanniens. Dunnet Head. Hoch oben auf den Klippen steht ein weißer Leuchtturm und noch einige Gebäude die im zweiten Weltkrieg als wichtige Aussichtspunkte gedient haben. Die Aussicht über die Klippen war hervorragend, wenn man sich mit Vogelarten auskennt, hätte man dort bestimmt auch so einiges zu gucken gehabt. Wir eher nicht.

    Deswegen ging's weiter in Richtung John O'Groats. Die Allgemeinheit hält dieses für den nördlichsten Ort des Königreichs, dementsprechend touristisch aufgezogen ist der Wegweiser der uns zeigt, dass es von hier 1407km bis Lands End sind, der südlichste Punkt Grossbritanniens (auch nicht der "echte" südlichste Punkt, das findet man hier wohl nicht so wichtig) . Für uns war das ehrlich gesagt auch nur ein Fotostop à la: Wir waren auch hier.

    Nun stand endlich ein schönes Naturerlebnis auf der Agenda. Wieder ging's für uns mit dem Wohnmobil hoch auf die Klippen, wieder gab es einen weißen Leuchtturm. Dieses Mal jedoch kamen nach einem kurzen Spaziergang die Duncansby Stacks in unser Blickfeld. Riesige zerklüftete Felsnadeln im Wasser vor den Klippen. Die Sonne hat mit der spritzenden Gischt des Meerwassers eine wirklich schöne Kulisse für die Felsformationen geboten. Heute waren nämlich zum ersten Mal richtig echte Wellen auf dem Meer zu sehen.

    Runter von den Klippen und rein ins Auto, ging es nun nach Süden. Ja genau, wir nähern uns dem Ende der Rundreise und müssen uns vom Norden verabschieden. Das Highlight unseres Tages waren die Schlossruinen Girnigoe und Sinclair. Da heute Klippentag war, hatte auch dieses Schloss eine beeindruckende Position oberhalb des tosenden Meeres. Die erste Burg wurde bereits um 1400 errichtet und im Laufe der Jahrhunderte so sehr erweitert, dass eine komplette zweite Burg via Zugbrücke mit der ursprünglichen Burg verbunden wurde. Seit einem Bombenangriff 1690 liegt die Burg leider verlassen und zertrümmert dort und wurde erst nach einigen Restaurierungsmaßnahmen 2010 für die Öffentlichkeit freigegeben. Obwohl nur noch ein Bruchteil von dem Schloss von damals übrig geblieben ist, bietet das Gebäude immer noch ein eindrucksvolles Bild. Das "Innere" ist komplett kostenfrei begehbar, null touristisch und einfach beeindruckend.

    Nach einem kurzen Stop im riesigen Tesco Supermarkt (irgendwie hatten wir Lust auf Zivilisation), haben wir beschlossen einfach hier in Wick zu bleiben und nicht mehr weiterzufahren. Mal sehen was uns morgen so erwartet.
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  • Day9

    Smoo Caves

    September 26 in the United Kingdom ⋅ ☁️ 15 °C

    Na gut okay, in Schottland kann es doch regnen. Das macht besonders viel Spaß wenn man morgens aufwacht, dringend Pipi muss und den am weitesten entfernten Stellplatz vom Sanitärhaus gewählt hat. #campingisttoll

    Wir verabschieden uns schweren Herzens vom traumhaft schönen Campingplatz und begeben uns weiter auf der North Coast 500 Richtung Nordosten. Auf unserem Weg liegen die Smoo Caves. Eine kleine Tropfsteinhöhle mit einem innenliegenden Wasserfall, die mehr oder weniger ehrenamtlich von einem Mitarbeiter der Schottischen Höhlenrettung erforscht wird. Eben dieser Mitarbeiter bietet auch eine kleine Führung via Schlauchboot durch die zweite und dritte Höhle an, wenn der Wasserstand es zulässt. Dabei berichtet er über die Entstehung der verschiedenen Höhlen und seine Fortschritte beim Graben nach noch unentdeckten Höhlenbereichen. Er vermutet, dass das ganze das größte Höhlensystem Schottlands ist und nutzt die Wintermonate um es herauszufinden. Die Bootstour war ganz witzig und der Kollege hatte eine authentische Art uns seine Welt näher zu bringen. Ohne die Bootstour wären wir ziemlich enttäuscht gewesen von der Höhle. Zu Fuß kann man wirklich nur einen sehr kleinen Teil erkunden, leider gab es aktuell auch nicht genug Wasser um den Wasserfall zu sehen.
    Unser Fazit: wenn man an der Höhle vorbeikommt sollte man auf jedenfa aussteigen und vorbeischauen, aber extra den Weg dorthin machen lohnt sich eher nicht.

    Direkt neben den Smoo Caves liegen die Sango Sands Beaches. Traumhaft schöne weiße Strände, eingebettet zwischen massiven Felsen mit wirklich türkisem Wasser. So hatten wir uns unser letztes Stranderlebnis eigentlich vorgestellt, aber dafür umso schöner, dass wir es hier jetzt sehen konnten. Wäre das Wetter besser gewesen, hätten wir wohl noch ein bisschen an diesem Ort verweilt und auch dort den auf den Klippen gelegenen Campingplatz für die Nacht gewählt. So haben wir uns aber entschieden noch weiter auf unserer Route zu fahren, die immernoch atemberaubende Strecke zu genießen und an einem kleinen Hostel mit angrenzendem Stellplatz mitten im Nichts anzuhalten. Gute Entscheidung. Hier ist neben uns nur ein ziemlich witziges holländisches Paar, die entgegengesetzter Richtung zu uns fahren. Schnell ein paar Tipps weitergeben und ein paar abspeichern und dann gibt es zur Feier des Tages selbstgemachte Pizza aus der Pfanne (klingt irritierend, schmeckt aber toll).

    Heute ist nämlich Bergfest. Inzwischen haben wir 2509 km gefahren und noch genau eine Woche vor uns. Die Zeit rennt.
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  • Day8

    North Coast 500

    September 25 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 15 °C

    Wie gestern schon angekündigt, liegt unser erstes heutiges Ziel direkt vor unserer Nase. Das Eilean Donan Castle. Wunderschön platziert auf einer Insel die über eine steinerne Brücke mit dem Festland verbunden ist. Man sagt sie liegt genau im Kreuzungspunk dreier Lochs. Um 1712 wurde das Schloss komplett zerbombt und dann 1930 wieder aufgebaut und bewohnt. Inzwischen ist in dem Schloss ein Museum und der Eintritt kostet pro Person 10£.
    Soweit so gut, nur das uns das Schloss leider eher enttäuscht hat. Von außen ist es wirklich total schön und rustikal, nur von innen ist alles genau so eingerichtet wie es 1930 war, inklusive Strom etc. Das nimmt dem Ganzen leider ziemlich den Charme. Die Ausstellung an sich ist ganz nett wenn man sich dafür interessiert, aber auch sehr gedrungen und für uns auf das falsche Zeitalter konzentriert.

    Den Rest des heutigen Tages verbringen wir eigentlich nur auf der Straße. Wir haben uns auf den ersten Teil der sogenannten North Coast 500 begeben (offiziell heißt sie "Alternative Coastal Route"). Das heißt ca. 500 Meilen entlang der Küste mit atemberaubenden Aussichten und tollen Möglichkeiten für Zwischenstopps. Von der abwechslungsreichen Natur haben wir heute schon sehr viel gesehen. Und obwohl wir schon viele tolle Strecken gefahren sind, hat es uns heute doch wieder überrascht und beeindruckt.

    Auf der Route haben wir noch die Falls of Measach angefahren, ein 40m tief fallender Wasserfall den man über eine schwingende Brücke erreicht. Ein netter Stop auf dem Weg zum heimlichen Highlight des Tages.
    Unser Stellplatz. Spontan haben wir uns einen über die App "Park4Night" gesucht und wurden umgehauen. Mitten im Nichts, auf grünen Wiesen, direkt am Wasser mit freier Platzwahl und dazu auch noch total günstig. Nur ca. 20 Camper haben sich hierher verirrt. Der unangefochtene Platz Nr. 1 unserer Stellplätze bisher. Und den genießen wir jetzt ♥️👋
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  • Day7

    Isle of Skye - Quairing

    September 24 in the United Kingdom ⋅ ☁️ 17 °C

    Ach was haben wir für ein Glück mit dem Wetter. Mal wieder öffnen wir auf einem Stellplatz mit wunderschöner Aussicht die Augen und die Sonne bahnt sich schon so langsam den Weg durch die Wolken.

    Passend dazu waren unser erstes Ziel die Coral Beaches. Nach einer abenteuerlichen Fahrt und einem 20-Minütigen Fußmarsch, haben wir zwar einen schönen weißen Sandstrand und etwas türkises Wasser vorgefunden, allerdings hatten wir doch etwas anderes erwartet. Irgendwie war das nicht so richtig etwas besonderes in unseren Augen. Aber na gut, die Sonne hat uns angestrahlt und wir hatten einen netten Spaziergang. Aber nun weiter zum nächsten Ziel.

    Die Verbindungsstraße zwischen Staffin und Uig führt mitten durch das Gebiet des Quairing. Ein Berg bzw. Gebirge das durch einige Erdrutsche eine beeindruckende Form erhalten hat. Ziemlich bizarr stehen gezackte Felsen in der Landschaft und es ist noch genau zu erkennen, wo sie einmal am Ursprungsberg ihren Platz hatten. Soweit das Auge reicht ist die Natur in ein sattes grün getaucht, Flüsse bahnen sich ihren Weg durch die Felsspalten und das "määh" der Schafe schallt über die komplette Bergkette. Einfach nur wunderschön. Und na klar, für uns auch wieder regenfrei 😊

    Weiter geht es auf der Single Track Road in Richtung Portree. Auf dem Weg kommt eines der weiteren Highlights der Insel Skye. Der Old Man of Storr. Eine Felsnadel die sich in den Himmel streckt und auf Fotos ziemlich cool aussieht. Das das ganze aber mit einer ca. 2h steilen Wanderung zusammenhängt, war uns vorher nicht so klar. Haben wir aber auch erst auf halber Strecke gemerkt. Also hoch da, der Körper freut sich, sich mal auszupowern. Oben angekommen stellen wir allerdings fest, dass die Felsnadel zwar ziemlich cool aussieht, aber um tolle Fotos zu machen wir nochmal 30min in die Höhe kraxeln müssten. Da dafür dann auch noch die Sonne aus einer unpassenden Richtung kam, haben wir uns einfach entschieden die wunderbare Aussicht zu genießen und dann wieder herunter zu steigen. Es war ein tolles Erlebnis, wenn auch anders als gedacht.

    Nass geschwitzt verlassen wir die Insel Skye, dieses Mal über die Brücke und fahren zu einem sehr einfachen Stellplatz der direkt in Sichtweite unseres morgigen Ziels liegt. Wen wunderts noch, auch hier schlafen wir wieder mit einem tollen Blick auf die Natur!
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