Mexico
Melchor Ocampo

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  • Day10

    Dia de los Muertos

    November 1, 2019 in Mexico ⋅ ⛅ 20 °C

    Passend zum Dia de los Muertos, dem Tag der Toten, haben wir eine von der Universität organisierte Reise mit gemacht. Ein ganzes Wochenende waren wir unterwegs und haben verschiedene Orte erkundet und den Feiertag erleben dürfen. Für alle die mit dem Feiertag nichts anfangen können empfehle ich den Disneyfilm Coco.

    Gestartet sind wir am 1.11 morgens um 6 Uhr von Guadalajara aus. Die erste Station der Reise war die Insel Janitzio. Mit kleinen Booten wurden wir vom Pier zur Insel gefahren. Auf der Insel angekommen, konnten wir die kleinen Gassen, hinauf bis auf die Spitze der Insel, schlendern. Zahlreiche Souvenirs, Essen und Trinken gab es zum Angebot, sodass ich gar nicht wusste, wohin ich zuerst schauen sollte. Ganz oben auf der Insel angekommen, haben wir die Aussicht mit einem Cocktail genossen. Der Cocktail wurde in einem traditionellen Krug serviert, den man anschließend behalten durfte. Es wurde sogar mein Name auf den Krug geschrieben. Dummerweise hat der Verkäufer Ina anstatt Nina auf den Krug geschrieben. Natürlich haben wir in darauf Aufmerksam gemacht, woraufhin er vor das Ina noch ein N gequetscht hat😂
    Unser Highlight war es jedoch den Friedhof der Insel zu besuchen, auf dem mit orangefarbenen Blumen, tausenden von Kerzen und Opfergaben den Toten gedacht wurde. Das besondere für mich war, dass der Tod keine negative Bedeutung für die Mexikaner hat, sondern dass das Leben der Toten gefeiert wird und man diese in positiver Erinnerung behalten möchte.

    Die zweite Station der Reise war die kleine Stadt Pátzcuaro. Hier haben wir uns den lokalen Markt angesehen und zu Abend gegessen. Zu mehr waren wir erst mal nicht in der Lage, da die bisherige Reise sich um 2 Stunden verzögert hatte und aufgrund des hohen Verkehraufkommens einige Strecken zu Fuß zurück gelegt werden mussten anstatt wie geplant mit dem Bus 😂

    Der dritte Halt war Tizntzuntzan. Auch hier mussten wir die Anreise zu Fuß bewältigen anstatt wie geplant mit dem Bus. Die Mexikaner hatten scheinbar nicht einkalkuliert, dass die Straßen aufgrund des Feiertags überfüllt sein könnten 😂
    Wer mich kennt weiß eigentlich, dass ich keinerlei Probleme damit habe zu Fuß zu gehen, allerdings war es mittlerweile mitten in der Nacht und wir waren ununterbrochen seit morgens 6 Uhr unterwegs. Somit waren wir einfach ein wenig müde und erschöpft. Der Weg vom Bus zum Pantheon war einfach nur verrückt, die Autos und Busse standen kreuz und quer auf der Straße. Aus allen Fahrzeugen strömten Menschen, die sich das Pantheon ansehen wollten, es herrschte also völliges Chaos auf der Straße😵
    Trotzdem hat sich der Besuch des Pantheons gelohnt. Die Angehörigen der Toten haben deren Gräber mit Essen, Getränken, Blumen, Kerzen und anderen Gegenständen geschmückt. Die Atmosphäre war einfach nur wunderschön und ist mit Worten gar nicht zu beschreiben. Freunde und die Familie der Toten saßen neben den Gräbern, um die Nacht mit ihnen zu verbringen💛 einfach nur eine inspirierende Art mit dem Verlust eines geliebten Menschen umzugehen.

    Anschließend war nur noch die Fahrt ins Hotel geplant, das hieß für uns: schlafen, schlafen, schlafen im Bus! Die geplante Ankunft am Hotel war um 3 Uhr nachts. Da unsere bisherige Reise jedoch schon um zwei Stunden verzögert war, sollten wir gegen 5 Uhr morgens im Hotel eintreffen. Tatsächlich sind wir um 9 Uhr morgens im Hotel eingetroffen, da einer der 5 Busse eine Panne hatte. Und jetzt dürft ihr raten, welcher Bus es war😋
    Na klar war es der Bus in dem Nina und ich saßen 😂 somit wurden wir morgens früh auf die anderen Busse aufgeteilt, das heißt die letzte Stunde zum Hotel verbrachte ich stehend im Bus🤦‍♀️aber das Beste kommt noch. Wir wurden zwar zum Hotel gefahren, allerdings trafen unsere Koffer erst einige Stunden später im Hotel ein, da die Klappe des defekten Busses sich nicht öffnen ließ und somit niemand an unser Gepäck dran kam. Wir haben die ganze Panne aber mit Humor gesehen und einfach das Beste aus der Situation gemacht🤭 und ein gutes hat es definitiv, ich konnte euch hier eine spannende und verrückte Story erzählen. Wäre doch langweilig wenn alles glatt laufen würde oder?

    Nachdem wir erstmal den fehlenden Schlaf nachgeholt haben, konnten wir uns die Stadt Zamora anschauen. Wir schlossen uns der Führung durch die Innenstadt an und machten uns anschließend fertig für die geplante Party. Die Party hat mir super gut gefallen, da direkt gute Stimmung herrschte, alle getanzt, getrunken und gequatscht haben😍

    Den letzten Tag haben wir in der Stadt Morelia verbracht, die mich von der Architektur sehr an Edinburgh erinnert hat. Somit habe ich mich direkt wohl gefühlt. Nina und ich haben an der zweistündigen Führung durch die Stadt teilgenommen, bei der wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sowie ein Süßigkeiten Museum besichtigt haben.

    Insgesamt war die Studienreise also ein voller Erfolg! Etwas anstrengend und teilweise etwas chaotisch aber ich bin so froh mitgefahren zu sein, da ich so viele neue Eindrücke sammeln, Orte erkunden konnte und kulturelle Bräuche kennenlernen durfte😍💛
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