Montenegro
Kosmače

Discover travel destinations of travelers writing a travel journal on FindPenguins.
Add to bucket listRemove from bucket list
Travelers at this place
    • Day22

      Pelikane in Montenegro

      May 13, 2022 in Montenegro ⋅ ⛅ 24 °C

      Ivona von „Eagle Tours“ will es nicht versprechen, aber wir haben Glück und sehen zwei Pelikane. Und Seerosen, Kormorane, Reiher. Blesshühner sowieso. Daniel schippert uns im Nebenberuf über den Skadar See, der fast so groß ist wie der Gardasee. Und er kann aus Seerosen hübsche Ketten und lustige Hütchen basteln. Ein wunderbares, stilles Naturerlebnis.Read more

    • Day96

      Skutarisee

      May 13, 2022 in Montenegro ⋅ ☀️ 27 °C

      Unsere letzte Station in diesem wunderbaren Land steht an, bevor es nach Albanien geht. Wir fahren nochmal zum Skutarisee, den wir schon beim Vorbeifahren bewundern konnten, wo wir aber unbedingt auch das wertvolle Wasserschutzgebiet sehen wollten. Ein kleiner Campingplatz direkt am Fluss, der in den See führt, klingt sehr einladend, sodass wir diesen für die letzten Tage wählen. Erneut erleben wir Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft, Knuddelalarm mit Tieren, skurrile Situationen und Kommunikation auf mehreren Ebenen. Die beiden Hauseigentümer Sneszana und Milos heißen uns herzlich mit einer Limonade Willkommen und erzählen von ihrer großen Familie. Ihre 4 Kinder und mind. 9 Enkel sind ständig um sie herum, sie haben eine Kuh und Schweine, fischen täglich, produzieren alles selbst und beherbergen mehrere liebe Hunde und Katzen, die ständig gestreichelt werden wollen. Es war die ganze Zeit was los, als hätte man den Fernseher angeschaltet. Die Familie hat einen großen Bezug zu Italien, so konnten wir uns ganz gut verständigen und scherzten auf so wunderbare Weise. Uns wurde angeboten, dass einer der Kinder uns auf den See fahren und abends ein Fisch zubereitet werden könnte. Gesagt, getan. Also fuhren wir am nächsten Tag mit Tomasz los, durch die herrliche Flusslandschaft, mitten auf den See. Leider sprach er keine Fremdsprache und so konnten wir nicht wirklich viel erfahren, ihm sagen wo wir gern noch hätten lang fahren wollen oder wieso wir so ein seltsames Gefühl auf dem Boot hatten. Da der Skutarisee zu Zweidrittel in Montenegro und zu einem Drittel in Albanien liegt, hat die Polizei allerhand zu tun, kriminelle Machenschaften zu unterbinden. Auch Tomasz war sehr daran interessiert nicht angehalten zu werden und versicherte sich mehrmals per Fernglas nach der Lage. Er hing ständig am Telefon und es kam das Gefühl auf, dass hier irgendetwas falsch läuft. Wir überlegten uns kleine Geschichten, was hier eigentlich los war: durften Einheimische ohne Lizenz keine Touristen über den See schippern? Waren wir eigentlich nur ein Aufpasserboot, um nach der Polizei Ausschau zu halten, während seine Brüder (die wohl in der Nähe waren) heimlich irgendetwas anderes machen konnten? Oder gab es andere Dinge zu verbergen? Irgendwas war faul aber es war irgendwie auch echt lustig. Ein bisschen was von der einzigartigen Landschaft haben wir dann doch gesehen, waren Baden aber die anderthalb Stunden waren eigentlich für die Katz. Dafür bekamen wir abends ein ganz leckeres Mahl, in schöner Atmosphäre serviert. Nach dem köstlichen Essen und eigentlich meinem ersten richtigen Fisch, seitdem ich auf Reisen bin (und schon viel länger noch), saßen wir noch ein wenig zusammen. Uns wurden die hauseigenen Köstlichkeiten kredenzt, wir tranken Rakjia und zeigten ihnen unsere Berliner Luft. Da eine Gasflasche leer war, nutzte ich die Gelegenheit, um zu erfragen, wo man diese in Montenegro am besten auffüllt. Sie wussten erst gar nicht, was wir meinten aber nach zeigen, übersetzen und rausholen, meinte einer der Söhne er kenne da jemanden. Er wollte direkt helfen. Also fuhr mich Milan völlig enthusiastisch gegen 22:30 in das naheliegende Dorf. Er donnerte über die Landstraße und hielt beim ersten Späti an, um Rakjia und Wein zu kaufen. Die Flaschen wurden direkt geköpft und beim Fahren getrunken. Ich sollte Musik aus Deutschland einschalten und machte eines meiner Lieblingssets von Ben Böhmer an, welches Milan wirklich gut gefiel. Es fühlte sich alles ein wenig wie im Film an. Bei einer Tankstelle, die dann auch den entsprechenden Adapter hatte, bekam ich unsere Gasflasche gefüllt. Als wir wieder den Heimweg antraten, sollte ich die Fläschchen halten, Milan schob sich einen Kaugummi in den Mund, wir schnallten uns an und fuhren los. Ein paar Meter weiter kreuzten wir Polizisten, die Autos rausgezogen haben aber wir fuhren hupend vorbei, schnallten uns gleich danach wieder ab und stießen auf „Dolce vita“ an. Verrückt diese Montenegriener 😁
      Unseren letzten Tag nutzten wir, um in der Sonne zu lesen, mit den Einheimischen Fußball zu zocken, zusammenzusitzen, Spanisch zu lernen und nochmal die letzten 4 Wochen Review passieren zu lassen. Es ist ein bisschen ein wehmütiger Abschied, denn die Familie Markovicz hat uns so warmherzig behandelt und aufgenommen. Zu sehen, wie alle unter einem Dach leben, war sehr berührend, wenn sicherlich auch herausfordernd und chaotisch. Aber hier lässt sich niemand so schnell aus der Ruhe bringen. Das (Familien) Leben läuft in Montenegro etwas anders, viel Zeit, viel Entspannung, nicht so viele Erwartung, großer Zusammenhalt und versuchen das beste aus allem zu machen. Das Konzept der Familie nehme ich mir auch zum Vorbild: im Alter ein Häuschen haben, mit Gärtchen und daraus ein Camp machen. Dadurch kommen die unterschiedlichsten Menschen, Kulturen und Sprachen zu einem nach Hause, man hat eine Aufgabe und vermutlich meistens einen tollen Austausch.
      Leider habe ich keinen einzigen Einheimischen getroffen, der oder die positiv über das Land gesprochen haben, viele junge Leute wollen weg, alle werden miserabel bezahlt, das Land ist korrupt und man muss sehen, wie man zurecht kommt. Aber alle wissen, um die schöne Landschaft die sie umgibt. Mir kommt das Land viel größer als Niedersachsen vor, da es so viel zu sehen gibt und die Natur sich von der besten und vielfältigsten Seite zeigt. Ich bin total verliebt in das Land und würde es unbedingt wiedersehen wollen, auch wenn die Menschen zu allererst recht grimmig schauen, ihre Hunde immer an kurzen Ketten halten, sie ständig Hupen und man Stunden für ein paar Kilometer Straße braucht. Dafür hat man die unterschiedlichsten Vogelgeräusche, glasklare Seen und Flüsse, atemberaubende Felsen und Berge, viel Kultur, und immer eine liebevolle Geste oder ein Lächeln der Einheimischen, wenn man sich auf sie einlässt.
      Read more

      Traveler

      Wie immer bei Deinen Berichten, war ich mittendrin und fast dabei. Grandiose Landschaft. Gute Weiterfahrt.

      5/20/22Reply
       
    • Day35

      Montenegro, was es noch zu berichten gib

      May 9, 2022 in Montenegro ⋅ ⛅ 14 °C

      Die schwarzen ( negro) Berge (monte). Die Natur ist in diesem kleinen Land, das so groß ist wie Thüringen, so vielfältig und wunderschön. Wir haben nur einen kleinen Teil gesehen, was wir bedauern. Aber wir sind etwas zu früh im Jahr hier und die Berge im Nordosten (Durmitor NP und Taraschlucht) liegen bei bis zu 2.500m und haben noch kühles Wetter und letzte Schneereste.
      Die berühmte Bucht von Kotor, die als südlichster Fjord Europas bezeichnet wird, hat uns erst bei der Weiterfahrt beeindruckt, als wir den Blick von oben auf die Bucht hatten. Es ist dort sehr touristisch, 1-2 Kreuzfahrtschiffe liegen täglich vor Kotor und diese vielen Menschen sind dann in der engen Bucht unterwegs. Nachdem wir die alte Hauptstadt Centinje (heute ist es Podgorica) passiert hatten und mal wieder über eine sehr schmale Serpentinenstraße 😉 Richtung Skadarsko See fuhren, tat sich eine traumhaft schöne Flusslandschaft auf. Dieses Mal ist es die Farbe grün, die uns für dieses Land in Erinnerung bleibt. Im Kleinen auch sehr sehr bunt bei allen Blumen am Wegesrand. Im einzigen an der kleinen Straße gelegenen Café trafen wir passenderweise das Drehteam von der WDR Sendung „Wunderschön“ und hätten uns mit ihnen noch ewig unterhalten können. Die Ausstrahlung ist Ende Oktober und wir wurden sogar in einem „Schwenk“ festgehalten 🤭.
      Der eigentliche Plan war, auf dem See Kajak zu fahren. Da hätte Elli allerdings nicht gut Platz gehabt und auch nur dann, wenn sie nicht rumgezappelt hätte. Also haben wir uns gestern in aller Frühe vom Bruder unseres Vermieters über den See schippern lassen. Es war eine tolle Stimmung - friedlich, weit, nur das Tuckern des Bootsmotors zu hören. Pelikane waren zu sehen mit ihrer beeindruckenden Größe.
      Am Nachmittag wurde Elli geschoren, denn die Wetterfrösche sagen tatsächlich richtig warme Temperaturen voraus 😃. Nach einer kleinen Wanderung war der Tag beendet, wir haben die Albanienkarte ausgeklappt und Pläne geschmiedet. Do videnja Crna Gora!
      Read more

      Traveler

      Wunderschöne beeindruckende Landschaft - ein Augenschmaus 🤩

      5/9/22Reply
      Traveler

      Sind das eine wilde Papageienblumen und Orchideen- sagenhaft schöne Aufnahmen 🎬 👍…

      5/9/22Reply
      Traveler

      Traumhaft schön 🥰

      5/12/22Reply
       
    • Day34

      Montenegro - Gefühlsachterbahn

      May 8, 2022 in Montenegro ⋅ ⛅ 16 °C

      Montenegro gilt ja vielerorts als Geheimtipp. So manche Reportage versprach auf jeden Fall tolle Landschaften und großartige Natur. Und ja, das stimmt. Anders als in Kroatien sind die Berge hier von üppigen Grün bedeckt und noch höher. Immer wenn man das Land aus einer Panoramasicht betrachten kann, zum Beispiel von einem Pass, Gipfel, Ufer oder Wasser ist man beeindruckt. Hier kommen einem Assoziazionen zu den Anden, Thailand oder Vietnam in den Sinn. Die Bucht von Kotor beispielsweise. Die beeindruckende Geographie kann man eigentlich nur aus der Höhe richtig erfassen. Das Gleiche gilt für den Skardarskosee. Und dank unseres robusten Autos kann man auch den noch so abenteuerlichsten Pass fahren und die Aussichten genießen. Die Abbrüche in den uralten Straßenbelägen darf man da nicht so ernst nehmen, sie werden das Auto schon tragen :-). Das rede ich Agnes immer ein, damit wenigstens zwischen uns die Balance bleibt ;-).
      Ja, und dann bleibt neben den Panoramasichten noch die alltägliche Realität. Die Bucht von Kotor bietet noch gut gepflegte Campingplätze, nicht wie an der kroatischen Küste, aber voll ok. Spätestens am Skardarskosee hies uns der Balkan willkommen, wie ich ihn erwartet hatte. Google sagt 5 Sterne, wir sagen: alle Rezessionen gekauft :-). Nach 4 Anläufen nächtigten wir auf einem weiteren in Google angepriesenem Campingplatz. Wir waren die einzigen Gäste im Vorgarten einer netten Familie. Zur Familie gehörten 4 Hunde ersten Grades plus weitere 3-5 die gerne dazugehören wollten, aber nicht durften, was die Hunde stündlich neu ausfochten. Und wir nun mittendrin im Getümmel mit unserer Elli :-). Ich weiß noch nicht genau, wie das hier mit den Hunden läuft, sie haben aber einen höllen Respekt vor Menschen. Woher der kommt? Ich will es garnicht wissen, es gibt uns aber erstmal das Gefühl, Elli im Zweifel beschützen zu können. Und Elli? Für Sie sind alle Hunde gleich, sie scheint den Dreh raus zu haben und lässt sich nicht beeindrucken. Hoffentlich bleibt das so.
      Die Nacht auf dem Campingplatz war nass und unsere Markise spendete uns abends wertvollen Regenschutz, der dann nachts vom Alfahund der Mäute verteidigt wurde. Jeder Eindringling wurde in einer wilden Keilerlei wieder auf seinen Platz im Nassen verjagt und Elli hat gelegentlich aus erhabener Höhe des Dachzeltes zum Beifall gebellt. Willkommen auf dem Balkan :-).
      Nicht falsch verstehen, der Balkan hat viel mehr Facetten als ich es hier beschreiben kann. Es war für uns einfach erstmal prägend und besonders.
      Morgen gehts weiter nach Albanien, dass sicher nicht weniger Aufregung verspricht. Aber spätestens in Griechenland werden wir mal länger Pause machen, also Urlaub ;-). So ein bisschen sind wir inzwischen reif für ein paar Sorglostage, ohne Suche nach Unterkünften, Wegen und sonstigen Entscheidungen des Reisealltags.
      Read more

      Traveler

      😍😍😍

      5/8/22Reply
      Traveler

      Ich war letztes Jahr im September in Montenegro und fand es wunderschön! Auch nach dem Sommer ein sehr grünes Land. Eine Bucht in jeder Ecke und beeindruckende Aussichten entlang der Strassen. Habe mich an Jurassic Park erinnert gefühlt 🦖

      5/9/22Reply
      Traveler

      Das ist ein klasse Vergleich 🌳🌿🌲🪱!

      5/9/22Reply
      2 more comments
       
    • Day86

      Unverhofft kommt oft

      June 25, 2022 in Montenegro ⋅ ⛅ 31 °C

      Mal schnell in den See hüpfen war der Plan und etwas Boot fahren. Also ging es mit dem Zug nach Virpazar. Dort beim Kamp LAD mein Zelt aufgestellt und 10 Tage geblieben. 😅 Einmal Boot gefahren für 6 Stunden, ein Tag in Bar und Stari Bar. Einen Tag mit Nadja und Milena (die Campbesitzerinnen) zu einer Quelle Wasser holen und einmal mit ihnen zu einem Fluss zum Schwimmen gefahren. Und zum Schwimmen im See bin ich auch noch gekommen. Es war einfach schön die Leute kommen und wieder gehen zu sehen, tolle Leute kennen zu lernen und einfach die Seele baumeln lassen. Nebenher noch zwei Katzenbabies gefunden und etwas aufgepeppt.

      The plan was to jump into the lake and go boating. So I went to Virpazar by train. I set up my tent there at Kamp LAD and stayed for 10 days. 😅 Went on a boat once for 6 hours, made a day trip to Bar and Stari Bar. One day with Nadja and Milena (the camp owners) I went to get water from a spring and once I went with them to a river to swim. And I also came to swim in the lake. It was just nice to see people come and go, meet great people and just relax. Also found two kittens and spiced them up a bit.
      Read more

      Wow, almost like you skipped to Vietnam .... great ideas repeat themselves ... kind of like in Croatia finding different things and expressions that were parallel around the same time in Norway 🇳🇴 😄 [Nia]

      7/1/22Reply

      ❤️ [Nia]

      7/1/22Reply

      + [Nia]

      7/1/22Reply
      7 more comments
       
    • Day4

      Virpazar am Skutarisee

      May 28, 2022 in Montenegro ⋅ ☁️ 24 °C

      Eine Wasserfläche so groß wie der Bodensee, be­ständi­ger­ Wind bei strahlendem Sonnenschein - und kein ein­zi­ges Boot, Surfbrett oder sonstiges Wasserfahrzeug! Der Skadar-See (Skadarsko Jezero), den sich­ Montenegro und Albanien im Ver­hält­nis 2:1 teilen, ist tatsächlich noch ein­ unentdecktes Paradies.

      Der je nach Jahreszeit und Nie­der­schlag 370 bis 550 km² große See ist trotz der bei­den­ in der Nähe liegenden Groß­städ­te Podgorica und Skoder (Al­ba­nien) ein völlig in­tak­tes Ökosystem mit enormer Artenvielfalt: Wahr­schein­lich nirgendwo in Eu­ro­pa tum­meln sich mehr Vogel- und Fischarten auf und unter der Was­ser­ober­flä­che als­ hier. Or­nithologen zählen bislang 264 (zän­ki­sche Vertreter der Wissenschaft be­stehen auf 227 - vielleicht sollte ich selbst mal nachzählen) verschiedene geflügelte Spe­zies, da­run­ter auch Euro­pas nördlichste Kolonie Pelikane. 40 Fischarten kom­men im See vor, ein deutliches In­diz für seine makellose Trink­wasserqualität. Ge­währleistet wird dieser hohe Standard durch zahl­reiche unter­irdische Zuflüsse aus den um­lie­gen­den Ge­birgen, ohne die der durch­schnittlich nur 4 bis 6 m tiefe See im Som­mer stark auf­h­eizen und unweiger­lich umkippen würde. Beim sehr emp­feh­lens­werten, aber ei­gentlich nur in Murići und Skje wirklich mach­baren Bad im an­ge­nehm war­men Was­ser kann man an vielen Stellen die kal­ten Quellen (sog. oči, wörtl. „Augen“ - Ka­näle im löchrigen Karstgestein) deut­lich spüren.

      Die tiefste Stelle, ebenfalls in diesem Ber­eich, misst 92 m und ist der ergie­big­ste Spot für die Fischer am See. Die biologische und landschaftliche Einzig­ar­tig­keit des Skadar-Sees ist seit 1983 mit dem Prädikat „Nationalpark“ unter be­sonderen Schutz gestellt.

      Trotzdem spricht wenig dafür, dass sich das ruhige Leben in den kom­men­den Jah­ren beschleunigen wird. In den Ver­marktungsstrategien der Touris­mus­planer spielt der See nur in Sonn­tags­reden eine Rolle, echte Ambitionen sind am einsamen Süd­ufer - das sum­p­fi­ge Nordufer liegt auf albanischem Ho­heits­ge­biet - nur im Ansatz aus­zu­machen. Die wenigen hier ansässigen Menschen leben entweder von der Land­wirtschaft oder, beinahe ebenso tra­ditio­nell, vom Schmuggel mit dem al­bani­schen Nachbarn - über den See führt eine der bedeut­samsten Routen des illegalen Im­ports von, nun ja, Prob­lemgütern. Der Schnell­bootverkehr in Neumondnächten soll bemerkenswert sein ...

      Entstanden ist der See, der in deutsch­sprachigen Publikationen oft auch als „Sku­tari-See“ geführt wird (wo­mit die Ein­heimischen gar nichts an­fangen kön­nen), nach der derzeit gän­gigsten Theorie etwa um das Jahr 1000, als sich ein Sumpf­gebiet um die Bojana zu einer zusammenhängenden Was­ser­flä­che auswuchs. Eine al­ter­na­tive The­orie geht davon aus, dass tek­to­nische Ver­schie­bungen hier eine Mee­resbucht iso­liert haben. Angeblich stehen auf dem Grund des Sees sogar noch Ge­bäu­de aus der Zeit vor der Flu­tung, und wie es sich für versunkene Städte ge­hört, soll ge­le­gent­lich das Läuten des Kirch­turms zu hören sein ... Wie dem auch sei - fest steht, dass der Skadar-See ein sehr junges Gewässer ist (unter den na­tür­li­chen­ gro­ßen Süß­was­ser­re­ser­voirs Euro­pas ist es wahrscheinlich so­gar das jüngste), und fest steht auch, dass spätes­tens 1233 genügend Wasser da war, um von einem See zu spre­chen. In diesem Jahr nämlich errichteten die Herrscher des Tieflandes, die re­gie­ren­de Ne­manja-Dynastie des früh­ser­bi­schen Zeta-Staates, am süd­west­li­chen­ Ufer bei Vran­jina das Kloster Sv. Nikola und machten es zum Bischofssitz der neu ge­grün­de­ten Diözese. Das war der Auf­takt für eine ganze Serie von Klos­ter­bau­ten um den Skadar-See, ins­ge­samt neun Anlagen wurden im Ver­lauf des Mit­tel­alters auf die kleinen Inseln am Süd­ufer oder an die Steilhänge da­rü­ber gesetzt. In An­leh­nung an das Klos­ter­en­semble auf dem heiligen Berg in Grie­chenland wird der See des­wegen auch das „Athos der Zeta“ genannt. Nur wenige der meist sehr klei­nen Klös­ter sind erhalten geblieben, denn der See lag oft auf der Haupt­kampflinie im Dau­erkonflikt mit den Türken. In der Zeit der türkischen Besetzung er­losch dann das monastische Leben vollends, erst nach der Gründung des Staats Montenegro 1878 kehrten die Mön­che und Nonnen an manche Orte zurück.
      Read more

      Traveler

      🥰

      5/29/22Reply
      Traveler

      Fynni findet ihn so süß

      5/29/22Reply
      Maria Uhlig

      Emil 🐧wäre fast dageblieben...bei den ganzen Vögeln :-)

      5/29/22Reply
       
    • Day9

      Skadar See Nationalpark

      October 16, 2022 in Montenegro ⋅ ☀️ 16 °C

      Nach der spektakulärsten Anfahrt, über eine viel zu kleine Straße mit viel zu engen Spitzkehren und nun verkratzten Camper ging es in den Skadar Nationalpark.
      Wir haben uns für 10:00 ein Motorboot mit Skipper gechartert.

      Der Legende nach wurde der Skadar See durch die Tränen einer montenegrinischen Fee geschaffen. Das ist natürlich nur ein Märchen, aber als wir über den See gefahren sind haben wir ein bisschen an das Märchen geklaubt.
      Der riesige Skadar-See in Montenegro und Albanien ist der größte See am Balkan. Oft als Herz und Seele Montenegros bezeichnet war der Skadar-See einst Sommersitz der montenegrinischen Herrscherfamilien und bietet spektakuläre Landschaften, die von der Zivilisation noch weitgehend unberührt sind.
      Wir hatten das Glück und konnten Pelikane sehen. Langsam und ohne Motor pirschten wir uns an die selten gewordene Vögel an.

      Der Skadar-See im Süden von Montenegro ist ein Naturjuwel 7 Kilometer abseits der Adriaküste. Im italienischen wird der Skadar-See auch Skutari-See genannt, was in Montenegro oder Albanien allerdings kaum geläufig ist. Seit 1983 steht der montenegrinische Teil des Skadar-Sees als Skadarsko Jezero Nationalpark unter besonderem Schutz.

      Mit einer Fläche von 40.000 Hektar schließt der Nationalpark nicht nur den See selbst, sondern auch weitläufige Ufergebiete ein.

      Diese Tour durch diese Landschaft wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.
      Read more

      Traveler

      Traumhaft!

      10/18/22Reply
       
    • Day9

      Day 9 recap

      August 30, 2019 in Montenegro ⋅ ⛅ 32 °C

      So camping at the adriatic coast sounded very romantic. In reality it was a total lack of comfort, loty of ants and stray dogs. The latter taking a special interest in our tent at night, scratching, barking and keeping us awake. With very little sleep in the bag we took to the Albanian streets again to head to montenegro. The only goal of the day was to find the campsite that would host the second partx event with a little detour to see the old town of stari bar.
      Coming from albania to montenegro in many ways is like a return to civilization. Roads, standard of driving, shopping opportunities, they even use the € as currency albeit not being an EU country.
      Not many pictures taken that day :)
      Read more

    • Day9

      BalkanExpress2019 - 2. grosses Treffen..

      August 30, 2019 in Montenegro ⋅ ⛅ 33 °C

      9 Tage, 3.600 Km...was für eine Fahrerei, weiterhin motiviert haben wir die Eindrücke in Nord-Mazedonien und Albanien überstanden. Die Teams sind guter Stimmung, aber wir können uns nicht für das Campen begeistern...ach Mist, wir haben die Fahrzeugpapiere in Bukarest, die Herzpillen in Herrmannstadt, die Ladekabel am Ohridsee und auch irgendwo das Zelt liegen lassen....!

      Glücklicherweise ist Kotor nicht weit und kann Altstadt und nette Hotels bieten...😜😃😎😉!

      Nach Verteilung von „Reset Me“ an das Fahrerfeld lassen wir die Jugend feiern und ziehen uns an die Adria zurück!!
      Read more

    • Day95

      Skadar Nationalpark

      August 29, 2022 in Montenegro ⋅ ☁️ 30 °C

      Wir mussten bereits an Tag 1 feststellen, dass die Straßenverhältnisse in Montenegro leider nicht die besten waren. So ging es für uns recht steile Serpentinen rauf und runter.
      Als wir unseren 1. Campingplatz verließen ging es nach nur wenigen Kilometern serpentinenartig steil bergauf. Geschätzt waren es ca. 10 % Steigung. 😓
      Mitten auf einer Steigung machte der Motor plötzlich schlapp. Wir reden hier von einer einspurigen Straße mit dem ein oder andere Schlagloch. 🥲
      Christoph versuchte mehrmals den Wagen neuzustarten. Vergeblich. Also rollte er die Straße wieder rückwärts runter. Natürlich, wie sollte es auch anders sein, kam hinter uns ein Auto. Ein niederländischen Pärchen, unsere Nachbarn vom Campingplatz.
      Nun stand Christoph halb auf der Straße und halb im Gebüsch (bei 10 % Steigung) damit die Niederländer vorbei konnten. Auf unserer Höhe hielt das Pärchen an und fragte ob alles okay sei.
      Ich verneinte und faselte was von ADAC, Motor kaputt usw.
      Darauf antwortete der Niederländer mit: ,,Oh good luck!" Good luck, am Arsch! 🤝🏻
      Zum Glück kam uns der Gedanke, dass vermutlich nicht genug Sprit im Umlauf ist und bei der Schräglage auch nicht genug am Motor ankommt. Wir waren bestens vorbereitet und hatten einen 5 l Ersatzkanister dabei. Also schnell nachgefüllt und alle Daumen gedrückt.
      Beim 3. Startversuch lief der Motor wieder wie geschmiert. Zugegeben wir waren die ersten hundert Meter alles andere als entspannt. 😨
      Als wir dann die Hauptstraße erreichten, konnten wir aufatmen.
      Wir mussten schnell noch was einkaufen und natürlich tanken bevor es zum nächsten Stellplatz ging.
      Und um ehrlich zu sein, die Städte sind einfach unfassbar hässlich. An der Schnellstraße reihen sich die Supermärkte und überall liegt Müll. Die Geschäfte sehen von außen richtig herunter gekommen aus. Schnell packten wir unsere Lebensmittel ein und fuhren weiter. Richtung Natur.
      Wir kamen zu einem kleinen wirklich super schönen Campingplatz. Sehr alternativ gehalten mit groß angelegten Blumen- und Gemüsebeet.
      Eine Eselweide grenzte direkt an unseren Stellplatz. Außerdem hörte man hin und wieder die Glocke einer Kuh, die in der Nähe graste. Sehr idyllisch und absolut kein Vergleich zur Stadt. 🐄🌻🌿
      Wir befanden uns ganz in der Nähe, des größten Süßwassersees des Balkans. Nämlich am Skadarsko jezero. Grob gesagt gehört 2/3 zu Montenegro und 1/3 zu Albanien. Wobei leider nur der Teil von Montenegro zum Naturschutzgebiet erklärt wurde.
      Mit den Rädern sind wir zum See gefahren um eine Bootstour zu buchen. Wir entschieden uns für eine 3,5 h Fahrt. Geworben wird natürlich auch mit all der Vogelvielfalt die hier die Seelandschaft besiedelt. 🦢🦅🐦
      Btw. hieß unser Anbieter "Kingfisher", auf deutsch ist das der "Eisvogel". Diese unglaublich hübschen Vögel gibt es hier nämlich auch ! Tatsächlich hatten wir wenige Tage zuvor einen Eisvogel in Kroatien beobachten können.
      Naja, es ging mit 12 Leuten im Boot mittags um 12 Uhr los. Nach nur wenigen Metern auf dem Wasser war man umgeben von Natur pur.
      Eine unglaubliche Weite an Wasser, teils mit Seerosen bedeckt, teils ragten alte Bäume aus dem See auf denen sich Kormorane trocken sonnten (Das sind die braunen Vögel welche ihre Flügel aufspannen). Und rundherum Berge die wie Fjorde in Norwegen aussehen.
      Unser Bootsfahrer war vlt. 25 und sein Kollege der die Beschreibungen auf Englisch machte max. 20 Jahre alt. Die 2 haben das ganze auch echt gut gemacht. Allerdings hätten wir uns mehr 'Birdwatching' gewünscht.
      Ich glaube ich hab auf die anderen Gäste etwas übertrieben gewirkt, da ich die einzige mit Fernglas um den Hals war.
      Unsere Guides haben jedenfalls noch NIE einen Eisvogel gesehen. Entschuldigung?! 🧐 Eure Firma heißt 'Kingfisher'. Da war der Reiz umso größer einen dieser ach so seltenen Vögel zu finden. Und siehe da! Christoph hat einen gesehen. 🤗 Leider war das Boot zu schnell und ich konnte den Vogel nicht mehr sehen.
      Dafür haben wir einige andere Vögel gesehen. Wie z.B. den Rallenreiher oder den Haubentaucher. Es gab einen Stop auf einer kleinen Insel mit einem kleinen Kloster. Innerhalb des Klosters durften keine Fotos gemacht werden, aber die Gemälde und Verzierungen waren sehr gut erhalten und sahen noch ziemlich original aus.
      Außerdem gab es eine Terrasse mit Aussicht über den Nationalpark. Wahnsinn!
      Ich glaube man kann heraushören wie begeistert wir von dieser Seelandschaft waren. Es gab sogar noch die Möglichkeit vom Boot aus, für eine Erfrischung in den See zu hüpfen. Zusammen mit einem 10 jährigen Mädchen aus Frankreich waren wir die Einzigen die diese Chance wahrgenommen haben. Bei der Kulisse, war's quasi ein Muss.
      Glücklich und zufrieden sind wir an diesem Tag bei Grillenzirpen eingeschlafen.
      Ach, ich wollte euch Christoph's Aufnahme von der Schlange die einen Frosch gejagt hat nicht vorenthalten. Das war übrigens auch auf unserem Campingplatz. 😆
      Read more

    You might also know this place by the following names:

    Kosmače, Kosmace, Q27566962

    Join us:

    FindPenguins for iOSFindPenguins for Android