• Albulapass

    June 21 in Switzerland ⋅ ⛅ 15 °C

    Albulapass
    Bereits in prähistorischer Zeit existierte an der Albula ein bescheidener Saumweg. Auch die Römer benutzten diese Route um im Norden Korn und Wein gegen Käse, Honig, Bienenwachs und Felle zu tauschen. Im Mittelalter stand der Pass unter der Herrschaft der Churer Bischöfe, die sich mit den Wegzöllen eine gute Einnahmequelle sicherten. Sie hatten andererseits auch Interesse daran, den Saumpfad gut zu unterhalten, ja sogar auszubauen. 1695 wurde in der Albulaschlucht zum allerersten Mal mit Schiesspulver ein Tunnel herausgesprengt, der den direkten Zugang zum Talboden von Bergün ermöglichte. Die Strasse, befahrbar für die Postkutschen, wurde erst 1864-1866 auf 4.20 m ausgebaut. Bis 180 Pferde und 50 Fahrknechte waren damals während des Sommers eingesetzt. Eine Reise von Chur nach St. Moritz dauerte 14 Stunden. Sie war aber immer noch kürzer als die Julierroute. Ein Postbote war auch im Winter auf dieser Strecke unterwegs. Der Postmeister von Bergün schrieb dazu: «Es war allemal eine lange Nacht, Stunde um Stunde im Schritt bergauf zu fahren…». Mit der Eröffnung der Albulabahnstrecke am 1. Juli 1903 flachte die Bedeutung des Albulapasses merklich ab. Dank der zum Teil heute noch bestehenden Engpässen im Strassenverlauf ist dieser Pass für gemächliche Fahrten prädestiniert.Read more