Anreise über den Ammersee, warm-up im Ötztal und das Finale im Monte-Rosa-Massiv
  • Day11

    Abstieg zurück in die Zivilisation

    August 18, 2018 in Switzerland ⋅ ☀️ 16 °C

    Der Wecker klingelt heute wieder um 4.30 Uhr, aber das frühe Aufstehen lohnt sich. Wir haben einen klaren Himmel und können tausende von Sternen sehen. Getoppt wird das ganze dann auch noch durch eine Sternschnuppe, die Rainer und ich gemeinsam sehen ❤️.

    Eigentlich wollten wir um 6 schon starten, aber da das Wetter so schön ist, geben wir uns ein paar Minuten mehr und erleben einen wahnsinnig schönen Sonnenaufgang auf 4.550mmit Weitblick suf die Welt unter uns.

    Der Tag heute ist dem Absteigen gewidmet. Es geht erst einmal über den Grenzgletscher, seitlich entlag von wild hängenden Seracs und über viele kleine Spalten. Insgesamt brauchen wir doch fast 3 h bis zur Monte Rossa Hütte. Der Blick während der gesamten Zeit ist jedoch immer auf das Matterhorn gerichtet und so wird uns nicht wirklich langweilig. Wir verlassen schliesslich ca. 200 Hm über der Hütte den Gletscher und ziehen die Steigeisen aus. Weiter geht es über viel Geröll und Steine und langsam zeigt sich wieder ganz leichte und sanfte Vegetation.

    Die Monte Rossa Hütte auf 2.795m ist super modern und wir geniessen dort Kaffee, Cola und Kuchen. Am meisten hat es mir die Hängematte neben dem kleinen Springbrunnen angetan, wo ich am liebsten in der Sonne liegen bleiben würde. Stefan drängelt jedoch zum weitergehen und er ist schliesslich der Boss.

    Der weitere Abstieg geht wieder über viele Steine, vorbei an 2 in einander verbundene Gletscherseen. Wir queren wieder auf den Gletscher und bleiben für gute 45 min auf ihm bis es wieder rüber ins Geröll geht. Da noch ein letzter steiler Gegenanstieg im Eis ansteht, geht es für ein letztes Mal in die Steigeisen und hoch. Wie kommen schliesslich wieder auf Felsen und bevor es auf den normalen Wanderweg geht müssen wir noch über eine Brücke und 3 Leitern klettern.

    Oben angekommen gönnen wir uns noch einmal eine Pause und geniessen den herrlichen Blick auf den Firngrat des Castor. Die letzte Stunde wandern wir dann mit Blick auf das Matternhorn auf einem normalen Wanderweg bis zur Station Roter Boden der Gornergratbahn, mit der wir wieder nach Zermatt ganz langsam und gemütlich runter fahren.

    Zur Feier der Tour spazieren Rainer und ich dann später noch einmal durch Zermatt, erfrischen uns mit einem Aperol Spritz und abends gibt es ein leckeres Käsefondue mit Brot und Kartoffeln. Vor 21 Uhr fallen wir dann erschöpft ins Bett und freuen uns mega über die schöne Woche, ein eigenes Bad und eine Dusche.

    Es will noch nicht so richtig in unseren Köpfen ankommen, dass wir wirklich 10 von 10 4.000er geschafft haben, aber das wird schon 🤓.

    Tourdaten: 17.2 km, 6 h, 455m Aufstieg, 2.151m Abstieg
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  • Day10

    Im Rausch der 4.000er

    August 17, 2018 in Switzerland ⋅ ❄️ 0 °C

    Wir stehen heute schon um 4 Uhr auf, damit wir rechtzeitig aus der Hütte loskommen, wenn das Eis noch schön hart ist und die kleinen Schneebrücken über die Gletscherspalten gut halten. Das frühe Aufstehen lohnt sich heute auch wieder, da wir einen wunderschönen Sonnenaufgang über der Vincent-Pyramide und dem Balmenhorn erleben.

    Die ersten Stunden sind heute nur aufsteigen, aufsteigen, aufsteigen. Und wir merken jetzt doch die Anstrengung der letzten Tage und quälen uns etwas hoch. Es geht erst einmal den gleichen Weg zurück zum Balmenhorn und dann auf die Höhe des Schwarzhorn. Dort nimmt uns Stefan wieder an die kurze Leine und es geht steil über einen schmalen Grad auf die Ludwigshöhe auf 4.341m. Leider ist die Sicht Null und so bleiben wir nicht.

    Von dort geht es ein kurzes Stück den gleichen Firngrat zurück und dann gehen wir weiter und beginnen den Aufstieg zur Parrotspitze auf 4.432m. Auch hier haben wir wieder einen sehr schmalen Firngrat und haben oben das Glück, dass die Wolken mal kurz etwas aufmachen und zumindest ein bisl Sicht freigeben. Da es sehr schmal oben ist, überschreiten wir ohne lange Pause die Parrotspitze und steigen ab zum Grenzgletscher, der unterhalb unserer heutigen Hütte liegt. Dort müssen wir einen großen Bogen um ein paar ziemlich unberechenbare Seracs machen bevor wir dann wieder zum Col Gnifetti (4.452m) aufsteigen. Dort deponieren wir unsere Rucksäcke und besteigen noch kurz die Zumsteinspitze auf 4.563m. Der Aufstieg geht über einen kurzen Firngrat und ein wenig Felskletterei und schon sind wir da. Die Sicht auf die Signalkuppe, Parrotspitze und Ludwigshöhe ist komplett frei und wir geniessen ein wenig Sonne bevor wir wieder absteigen und unsere Rucksäcke einsammeln. Dann kommt unserer letzter Aufstieg über 4.500m für diese Woche. Es geht auf die Signalkuppe, wo die Margherita-Hütte ziemlich ausgesetzt steht. Sie ist die höchst gelegene Hütte im gesamten Alpenraum. Da schlechtes Wetter für den Nachmittag angesagt ist, sind wie super stolz, dass wir kurz nach 11 Uhr schon im der Hütte eintrudeln. Und was gibt es zum Mittagessen? Pizza Margherita natürlich!!!
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  • Day9

    Wunderwelt der 4.000er und Gletscher

    August 16, 2018 in Italy ⋅ 🌫 9 °C

    Heute sind wir auf unglaubliche vier 4.000er gestiegen! Und das bei bestem Sonnenschein über den Wolken.

    Wir sind noch vor 5 Uhr aufgestanden und mit Stirnlampen im dunkeln los über den Lisgletscher. Der Anstieg ist fast schon mystisch, da wir über den Wolken sind und der Sonnenaufgang uns ganz verzaubert. Wie laufen gemütlich zu unserem Berg, immer leicht bergan. Dann ist es jedoch schlagartig mit der Gemütlichkeit vorbei. Es geht richtig steil hoch, dann über Felsenkletterei im 2. Grad und schließlich gefühlt senkrecht eine Eiswand hoch. Alles natürlich gesichert, aber schon ganz schön aufregend. Nach 3 h stehen wir auf unserem ersten Gipfel heute, dem Passo del Naso auf 4.100m.

    Dann steigen wir erst einmal wieder ordentlich auf der anderen Seite ab, was über ein olles Geröllfeld geht. Dann queren wir mal wieder einen Gletscher und kämpfen uns wieder hoch zum Schwarzhorn auf 4.321m. Die letzten Meter zum Gipfel sind jedoch noch einmal eine ordentliche Kletterei 2. Grades, aber mittlerweile hat die Sonne das Eis ausreichend erwärmt, so dass wir über Stufen mit Eispickel aufsteigen können. Oben ist dann noch einmal ein bisl Felskletterei bis wir bei der Madonna-Statue ankommen. Wow - was für ein Ausblick. Vor allem zu unserer linken geht ein Gletscher ordentlich steil hinab.

    Der Abstieg ist super, da unser Bergführer Stefan uns abseilt, was richtig Spass macht und vor allem schnell geht und nicht anstrengend ist.

    Dann steigen wir noch einmal 10 min über den Gletscher zum Balmenhorn auf 4.167m ab. Wir legen die Rucksäcke kurz ab und steigen dann einen gesicherten Steig auf bis zur Biwakschachtel und noch einer Statue.

    Weiter gehts wieder über einen Gletscher zur Vincent-Pyramide auf 4.215m. Der Anstieg ist nicht sehr steil und gefühlt sind wir sofort oben. Wir legen aber trotzdem noch einmal die Rucksäcke am Weg ab, da wir eh wieder über den gleichen Weg zurück müssen. So geht der Anstieg natürlich noch viel leichter. Oben ist der Blick wieder einmal gigantisch über den Wolken. Dieser Ort hat wirklich etwas zauberhaftes!

    Nachdem wir wieder am Fuss der V-Pyramide sind, gönnen wie uns noch eine lange Pause bevor wir mit dem langen Abstieg über den Gletscher zur Gnifetti-Hütte auf 3.611 m beginnen.

    Das absolute Highlight der Hütte ist übrigens die heisse Dusche sowie die 3-Etagen-Doppelstockbetten 😂.
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  • Day8

    Castor und Rifugio Quintino-Sella

    August 15, 2018 in Italy ⋅ ⛅ 7 °C

    Wir starten heute um 6:50 Uhr, sind aber schon ewig wach, da die ersten schon vor 4 Uhr das Lager verlassen haben. Das Wetter ist vielversprechend. Also los gehts.

    Wir steigen erst einmal wieder den Gletscher entlang des Eisbruchs auf, was die gleiche Strecke wie gestern ist. Es ist ein klarer Himmel, aber die Sonne hat es noch nicht über die Gipfel geschafft. Wir kommen schnell an den Fuß des Castor und hier wird der Weg deutlich steiler. Das letzte Stück vor dem Firngrat ist auch ordentlich Kletterei an einer 70-Grad-Wand aus Schnee. Der Firngrat hat es ordentlich in sich und auf dem Gipfel des Castor auf 4.228m ist es echt windig, aber dafür bekommen wir einen Wahnsinnsblick auf das Matterhorn und alle anderen 4.000er. Wir können sogar den Mont Blanc sehen.

    Der Abstieg ist erst einmal ein Stieg über einen weiteren Firngrat, was nichts für schwache Nerven ist. Danach geht es erst steil und dann gemütlich auf den Gletscher. Gegen 12 Uhr erreichen wir dann schon die Hütte auf 3.585m und gönnen uns erst einmal eine dicke Portion Nudeln. Ach die italienischen Hütten sind schön!
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  • Day7

    Breithorn und Refugio Guide della Val D'

    August 14, 2018 in Italy ⋅ 🌧 8 °C

    Heute geht es endlich los. Nach einem schnellen Frühstück im Hotel nehmen wir die Bergbahnen und fahren auf unfassbare 3.883m hoch! Ab hier ist es Gletschergebiet und man könnte sogar Skifahren. Wir legen die Steigeisen an und kämpfen uns durch die Wolken in 1,5 h auf das Breithorn auf 4.164m hoch. Genial - das ist unser erster 4.000 dieser Tour!!

    Die Sicht ist leider nicht so gut, da die Morgennebel aus Zermatt noch aufsteigen. Die Freude überwiegt aber alle mal. 🤸‍♂️💪🏻👍🏻

    Die Gradüberschreitung lassen wir aus, da es zu stark zugezogen ist. Es geht ein Stück des gleichen Weges wieder hinab und dann halten wir uns weiter links und queren den Gletscher. Es geht angenehm bergab und wir können die Gletscherspalten ganz gut sehen. Die Sonne kommt sogar raus und wir können schon gut unsere Hütte für die Nacht sehen. Bis dahin sind es jedoch noch 1,5 h und es zieht sich noch einmal richtig zu und fängt auch an zu schneien. Und zu allem übel haben wir noch einen schönen Anstieg zu bewältigen, da ein Eisbruch im Weg steht. Der Schnee lässt nach 1 h wieder nach und dann müssen wir auch nur noch einen steilen Hag absteigen und schon sind wir an der Guide della Val d‘Ayas auf 3.420m.
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  • Day6

    Anreise Zermatt

    August 13, 2018 in Switzerland ⋅ 🌧 13 °C

    Heute legen wir einen kleinen Reisetag ein und es geht vom schönen Ötztal über ein paar Pässe und Tunnel nach Täsch. Da müssen wir das Auto dann stehen lassen und die letzten 10km mit der Bahn fahren, da Zermatt eine komplett autofreie Stadt ist. Da darf nicht einmal unser Tesla rein (er würde aber eh nicht durch die engen Gassen passen und wahrscheinlich stecken bleiben 😂).Read more

  • Day5

    Ramolhaus-Picardbrücke-Zirbenwald

    August 12, 2018 in Austria ⋅ ⛅ 20 °C

    Nach einer kurzen Nacht in der Hütte starten wir um 7:20h schon wieder los und begeben uns auf den Abstieg zur Picardbrücke. Diese Brücke wurde letztes Jahr neu gesetzt, damit der Übergang zwischen den 2 Bergketten sicherer ist und man nicht wie wir vor 7 Jahren noch über wacklige Leitern auf dem Gletscher und über den Fluss queren muss. Nach 400m hinab, geht es dann wieder hinauf, um dann wieder zur Langentalereckhütte abzusteigen. Diese Route ist nix für Leute mit Höhenangst oder ohne Trittsicherheit. Wir gönnen uns eine kleine Rast an der Hütte und folgen dann einem ziemlich langen Ziehweg bis in den Zirbenwald. Das ist jetzt übrigens auch unser neuer Lieblingsschnaps 😂.

    Nach 5 h, 16km und guten 2.000 Höhenmetern kommen wir wieder in Obergurgl an und haben doch heute tatsächlich mal schwere Beine. Spa - wir kommen!!!
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  • Day4

    Ramolhaus & Ramoljoch

    August 11, 2018 in Austria ⋅ 🌧 15 °C

    Heute geht es zurück auf altbekannte Pfade. Wir nehmen den Bus nach Obergurgl und starten von dort den wunderschönen Bergpfad zum Ramolhaus. Nach gut 1 h Laufzeit treffen wir wieder die Hundebesitzer von gestern und heute haben sie sogar 4 Hunde und ihre 3 Kinder dabei. Das ist wirklich schön anzusehen und unterhaltsam. Nach gut 3 h Gehzeit erreichen wir das Ramolhaus und genießen erst einmal einen Mittagsschmaus. Dann gehen wir noch einmal los und gehen erst einmal zu der Stelle, wo Rainer mir einen Antrag gemacht hatte. Dann steigen wir weiter auf zum Ramoljoch, um noch ein paar Höhenmeter zu machen. Dort haben wir einen super Blick nach Vent rüber und können sogar den Tiefenbachgletscher sehen.Read more

  • Day3

    Gaislachkogl

    August 10, 2018 in Austria ⋅ 🌧 7 °C

    Die nächsten Tage dienen der Höhenakklimatisation und des Eingehens. Deswegen geht es heute für eine leichte Tour mit dem Bus nach Sölden. Dort können wir mit der Ötztalcard kostenlos mit der Bahn auf 2.167 fahren. Vom dort geht es gemütlich in 2h in 900 Höhenmeter immer stramm auf nur 4km hinauf, sodass wir heute schon auf unserem ersten 3.000 stehen: Der Hintere Gaislachkogel auf 3.040m.

    Nach einer gemütlichen Pause steigen wir zum Geislachsee ab und queren dann wieder rüber zur Bahn. Das Wetter war heute ordentlich durchwachsen und die letzte Stunde auf dem Weg zur Bahn können wir nur max. 30 m sehen und sind immer wieder überrascht, was uns so alles am Weg begegnet, wie die Schafe, Kühe und sogar Pferde.

    Tourdaten gesamt: 4.2 h Gehzeit; 10,8 km; 2.000 Höhenmeter
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  • Day2

    Anreise Ötztal / Obergurgl

    August 9, 2018 in Austria ⋅ 🌧 20 °C

    Die Fahrt vom Ammersee über den Staffelsee nach Leermos ist genial und weckt Heimatgefühle in Rainer. Dann gehts über den Fernpass über die Berge und ins Ötztal. Auf 1.888m ist die Luft deutlich besser und es sind nur noch 20 Grad. Herrlich! Da gehen wir sogar noch spazieren.