Pitt Ptak

Joined January 2017
  • Day47

    Ronda, die Stadt auf den Felsen

    September 22, 2017 in Spain

    Da der Tag für die geplante Überfahrt von Barcelona nach Sardinien immer näher rückt, starten wir nach der letzten Paddeltour wieder in Richtung Spanien und legen eine Nachtschicht hinterm Steuer ein um Ronda zu erreichen.

    Hier müssen erst mal alle notwendigen Arbeiten erledigt werden, um das MoMo wieder auf Vorderman zu bringen bevor wir in die Stadt starten. In Ronda schländern wir am nächsten Tag durch die Stadt. Besichtigen die 2 Brücken, die die Stadt über das massive Sandsteinplateu verbinden und staunen als wir in die tiefe Schlucht chaun.

    Unser Weg führt uns nun weiter durch das spanische Hochland an Granada vorbei in Richtung Sierra Nevada. Da die Strecke ziemlich weit ist, beschließen wir in "el Torcal" einen Zwischenstop einzulegen.
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  • Day45

    An die Südwestspitze Europas

    September 20, 2017 in Portugal

    Der letzte Tag war so aufregend, das wir heute auf die Westalgarve zuhalten, um ein wenig am Strand abzuspannen. Die Fahrt zieht sich allerdings so lange, dass wir es bis zum Sonnenuntergang nicht mehr bis ans Meer schaffen. Mit dem Rauschen des Meeres was sich an den Klippen der Steilküste bricht schlafen wir ein.

    Die nächsten Tage ist etwas Strandhopping angesagt, wir holen das Stand-Up aus der Dachbox und werfen uns damit ins Meer. Leider ist der Atlantik hier so kalt und wild, dass wir bald lieber am Strand liegen und den Surfern in ihren Neoprenanzügen beim Tanz auf den Wellen zuschaun.

    Nach 2 Tagen an der wilden Küste steuern wir den südwestlichsten Punkt des europäischen Festlands an und haben diesmal etwas mehr Glück, sodass wir uns die "letzte Bratwurst vor Amerika" und unsere Erste nach 1,5 Monaten zwischen einigen Nebelfetzen schmecken lassen.

    Kaum haben wir das Cabo de Sao Vicente hinter uns gelassen reißt der Himmel auf und wir fahren an ruhiger See und bei strahlendem Sonnenschein an der Südküste die Algarve entlang. Hier passen unsere Vorstellungen auch zu den bekannten Reiseprospekten. Leider ist es jetzt mit der Natur und den ruhigen Stränden vorbei, Ferienhaussiedlungen und größere Hotels schmiegen sich an die Küste. In Lagos treffen wir einen Aussteiger, der uns einen Strand empfiehlt, wo es bis auf die vielen Touristen noch etwas Natur zu sehen geben soll.

    Wir halten auf den Praia da Marinha zu, an dem wir die nächsten 2 Tage verbringen werden. Hier sind die typischen Felsen und Höhlen im und am Wasser zu finden, die wir mit dem Kanu und dem Stand-Up erkunden werden.
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  • Day41

    Stierkampf in Vila Vicosa

    September 16, 2017 in Portugal

    Als wir am Morgen die MoMo-Türe in Evora öffnen schlägt uns grelles Weiß entgegen. So gut wie alle Häuser sind hier in dieser "Farbe" gestrichen. Bald wissen wir auch warum, denn die Temperaturen steigen mal wieder über 28 °C und die Sonne knallt vom tiefblauen Himmel. Wir schländer in die Stadt um uns die Knochenkapelle anzusehn. Ein eigenartiger Ort, der aus Platzmangel auf den öffentlichen Friedhöfen des 16. Jahrhunderts angelegt wurde.

    Es ist bereits Mittag wo wir noch die nötigsten Besorgungen machen und weiter Richtung Vila Vicosa rollen. Hier befindet sich das Weltweit 4. größte Marmorabbaugebiet. Da Sonntag ist fahren wir auf ein verlassenes Betriebsgelände und recken unsere Hälse über die Abbruchkante. Ein Loch von fast 100 Meter Tiefe lässt uns an den bunten Marmorierungen in die gähnende Leere blicken. Unglaublich, dass das ganze Erdreich voll mit diesem edlen Gestein ist. Da sich in der Umgebung überall Abraumhalden verteilen und der Stein in Hülle und Fülle vorhanden ist, sind selbst die Bordsteine, Treppen und Straßenpflaster der umliegenden Dörfer aus Marmor.

    Der Weg führt uns an Korkwäldern vorbei und hin und wieder kommen uns damit vollbeladene Tieflader entgegen. Die Sonne steht schon tief als wir in Vila Vicosa das Schild mit der Aufschrift "Praca de Touros" entdecken. Eine Stierkampfarena in Portugal? Wir stoppen das MoMo und wollen sehen was hier heute noch vonstatten geht. Viele Autos säumen den Platz vor der Arena. Hier passiert heute wirklich noch was. Also ab zum Ticketschalter und für 3,50 € Karten besorgt.

    Was wir geboten bekommen wirkt für uns sehr befremdlich, aber es ist nicht so blutrünstig wie man es aus Spanien kennt. Der Stier wird in die Arena gelassen und es werden in einer Art Wette Einsätze von den "Toreros" abgegeben. Wer nach dem Ruf der Fanfare zuerst auf den Hörnern des Tieres aufsitzt, darf den Wetteinsatz mit nach Hause nehmen und lässt sich von der begeisterten Menge feiern.

    Da es bereits Dunkel ist, als wir wieder vor die Arena treten, lassen wir das MoMo auf dem staubigen Vorplatz stehen und laufen in die Stadt. Überall auf dem Marktplatz stehen Zäune und sind nur wenige Menschen zu sehen. Wir fragen ein paar Portugiesen, was es damit auf sich hat und erfahren dass hier ab 22 Uhr das große Stierkampffest von Vila Vicosa stattfinden wird. Als sich der Platz füllt wiederholt sich das Spektakel aus der Arena vom Abend auf einem riesigen Areal. 4 Stunden lang stehen wir gebannt in Mitten der Stadt und Markus wagt hin und wieder einen Sprung mit seiner Kamera in die Arena.
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  • Day38

    Im Märchenland vor Lissabon

    September 13, 2017 in Portugal

    Draußen wird es hell, da ersetzen Trommeln und Trompeten unseren Wecker. Direkt am MoMo zieht eine Kirchenprozession vorbei und reißt uns aus dem Schlaf. Aber was solls, so liegen wir nicht so lange in den Federn und erreichen schneller den westlichsten Punkt des europäischen Festlands, Cabo Roca. Leider liegt dieser wie auch die anderen Landspitzen unserer Reise im Nebel. Da tröstet uns auch nicht der Gedanke, dass wir in 60 Stunden in New York sein könnten, würden wir das MoMo mit 100 km/h über die Wellen jagen.

    Um uns nicht weiter in Tagträumen flüchten zu müssen setzen wir unseren Weg in Richtung Lissabon fort. Wir halten uns an die Küstenstraße und siehe da, immer wieder reißt der Nebel auf und die Sonne lässt sich wieder blicken. Wir tauchen in einen Wald über den Steilklippen des Atlantiks ab, als sich der Blick wieder weitet stehen wir vor einem Park mit einen Märchenschloss, wie wir es selbst in so manchen Büchern nicht gesehen haben.

    Dass es in Portugal so einige weitläufige Parks gibt , haben wir inzwischen schon auf dem Schirm. Aber das hier sprengt Alles bis jetzt Dagewesene. Farn- und Baumsammlungen aus aller Welt liebevoll Ende des 19. Jahrhunderts zusammengetragen, angelegt und bis heute gepflegt. Immer wieder blitzt das bunte Schloß von Sintra durch das Grün. Wir sind bestimmt 2 Kilometer unterwegs, bis wir den Berg erreichen auf dem der Palast thront.

    Am Abend besuchen wir noch die beste indische Pizzaria direkt auf dem Marktplatz und da es kaum ebene Plätze hier gibt wird dieser auch unser Stellplatz sein.

    Da es in Sintra mehrere Parks und Schlösser gibt und Einer schöner als der Andere zu sein scheint, überlegen wir nicht lange und treten am nächste Morgen in eine weitere Zauberwelt ein. Ein Brunnen tief in der Erde mit steinernen Drehtüren und vielen Tunneln, die zu versteckten Ausgängen in alle Richtungen des Parks führen, diente hier einst als Kultort für Freimaurer und lässt uns staunen bevor wir am Abend den einzigsten Campingplatz Lissabons beziehen.

    Die laute Autobahn direkt nebenan lässt uns nicht lange schlafen. So dass wir den nächste Bus nehmen und ins Zentrum fahren. Der Tag ist so schnell vorüber, dass wir erst auf der Fahrt nach Evora begreifen, wie die Menschen und das pulsierende Leben das Flair dieser Stadt prägen. Einzig die 2 stündige Fahrt mit der historischen Straßenbahn spüren wir noch in unseren Knochen.

    In Evora nehmen wir spät in der Nacht den erstbesten Platz am römischen Aquädukt und schließen unsere Augen.
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  • Day35

    In den portugiesischen Himmel

    September 10, 2017 in Portugal

    Als wir am gesterigen Abend in Porto angekommen sind, lag schon der dicke Nebel über der Küste und es war nicht mehr an einen Abendspaziergang zu denken. Heute wollen wir uns die Portweinkellereinen der Stadt ansehen, der einzige Ort auf der Welt wo der berühmte Portwein zu seiner Vollendung zuzammengeführt wird. Am Abend genießen wir die Aussicht über die unglaublich ..... bleuchteten Stadt und die berümte .... Brücke. Das Flair der heimlichen Hauptstadt Portugals ist unbeschreiblich.

    Bei Zeiten sitzen wir wieder hinter dem Steuer und halten auf Coimbra zu, bis wir am Wald von Bucao einen Zwischenstop einlegen. In diesem Park befinden sich 700 verschiedene Pflanzenarten die von Mönchen in einer Sammlung aus aller Welt zusammengetragen wurden. Den Mittelpunkt dieser Anlage schmückt ein weißgekachelter Palast, der zur Zeit als Hotel dient.

    Als wir uns an der Pflanzenpracht satt gesehen haben überlegen wir was unser Schlafplatz für die Nacht werden soll. Die Wahl fällt auf den höchsten Berg Portugals den wir nach der Dämmerung erreichen. Als wir über die letzte Kuppe fahren, schlägt uns heller Feuerschein entgegen. Was bis eben noch nicht zu sehen war liegt nun wie ein roter Teppich vor uns, es brennt mal wieder in den trockenen Eukalyptuswäldern. Diese Baumart ist hier in Portugal aus finanziellen Interessen inzwischen zu einem riesigen Problem geworden. Der Sturm der hier die Nacht über wütet, tut sein übriges, so dass die Feuerwehrleute keine Ruhe finden, genau so wenig wie wir.

    Am Morgen hat sich der Sturm etwas gelegt und die Feuerwalzen werden nicht mehr über die Brandschneißen hinweg in andere Bereiche des Waldes getragen. Um die Aufregung des Vorabends etwas zu verdauen werden wir uns heute mit einem Dorf begnügen in dem die Bewohner ihre Häuser in und unter großen Garnitfelsen errichtet haben. Als wir Montesanto erreichen schein das Dorf noch zu schlafen. Hier wurden die Monolithen kunstvoll in alle Häuser integriert und es gibt wieder tausende Fotomotive die abgelichtet werden wollen. Nachdem wir den ganzen Tag an den fast senkrechtwirkenden Hängen das Dorf umrundet haben, geht auch dieser Tag zu Ende.
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  • Day31

    Die Wurzeln Portugals

    September 6, 2017 in Portugal

    Am nächsten Morgen brauchen die Sonnenstrahlen etwas länger bis sie die Talsohle erreicht haben. Wir schlafen heute bis 10 Uhr, um unseren Tag erneut mit einem Bad im glasklaren Fluß zu beginnen. Nun halten wir uns zuerst weiter an den Duro-Fluß, begegnen kleinen Lkw's die mit reifen Trauben beladen und auf dem Weg zur nächstgelegenen​ Kelterrei sind. Danach verlassen wir das Tal und fahren weiter an endlosen Weinterassen vorbei, die sich an jeden Berghang schmiegen und steuern wieder ins Landesinnere. Gegen Abend als es bereits Dunkel wird, geht es über eine mächtige Hochebene zur nächsten Flußbadestelle im Naturpark Alvao in der Nähe von Vila Real.

    Es schon sehr spät und da wir morgen Früh auch in diesen Fluß springen wollen, sehn wir zu, dass wir nach einem nächtlichen Esspresso schnell in den Kojen verschwinden. Langsam wird das Zeug zur Sucht.

    Gut erfrischt und gestärkt nehmen wir den höchsten Wasserfall Portugals in Angriff. Da nur Anschauen langweilig ist, steigen wir durch den Wald zu einigen Badekaskaden über dem Wasserfall, der über mehrere Ebenen zu Tale stürzt auf. Dort setzen wir uns mit einem kühlen Blonden in das erquikende Nass. Heute haben wir eine der rückschrittlichsten Gegenden durchquert, wir sehen nur wenige Gehöfe und einige kleiner Dörfer. Der Tag soll nun auf dem 1000 Meter hohen Berg Monte Farinha mit der Pilgerkirche Senhora da Graca enden. Das MoMo schnauft und keucht, als es sich in einer Spirale um Berg herum nach oben schraubt. Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichen wir den Gipfel und genießen das blutrote Panorama. Mal sehn was der Sonnenaufgang am nächsten Tag bringt. Der Wecker wird auf 6 Uhr gestellt, als ein kleiner Streuner hier oben in der Einsamkeit noch nach etwas Essbarem bettelt.

    Der Morgen überrascht uns mit einem sonderbaren Schauspiel. Es ist Vollmond und in dem Moment als sich die Sonne hinter dem Horizont blicken lässt, verabschiedet sich der Mond in Richtung Meer. Dies wird auch unsere Richtung sein, denn es zieht uns weiter in Richtung Porto. Guimaraes will besucht werden, wo die Wurzeln Portugals liegen sollen. Wir erfahren in der Burg wer die ersten Landesgrenzen gezogen und den Zusammenhalt des dieses stolzen Volkes gefestigt hat. Da die Burg wohl nie richtig als Wohnort gedient hat sehen wir uns noch das Schloß mit seinen 39 Schornsteinen an, in denen Möbel, Vasen und Teppiche aus allen Epochen und verschieden Ländern zu sehen sind. So kann man sich gut vorstellen, wie gut es den Herschenden zur damligen Zeit gegangen sein muss.

    Da wir bei unserer Europatour immer wieder lange Strecken zurück gelegt haben, scheuen wir auch den weitesten Weg nicht ;-) und machen uns noch heute auf die "große Reise" nach Porto.
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  • Day28

    Auf den Spuren des Porto

    September 3, 2017 in Portugal

    Nach einer sehr kalten Nacht nehmen wir ein Bad im eisigen Fluß, um uns dann im Naturpark Montesino und den gleichnamigen Dorf umzusehn. Die Landflucht im hinteren Teil Portugals ist in den meisten Dörfer hier nicht zu übersehen. Viele Häuser wurden dem Verfall preisgegeben. Nur in Montesinho selbst wurde mit viel Eigeninitative die Ursprünglichkeit der alten Häuser wiederhergestellt. So lässt sich erahnen, wie die Menschen hier früher gelebt haben.

    Als wir das Dorf verlassen stoßen wir auf eine kleine staubige Schotterpiste, die ins Nirgendwo zu führen scheint. Wir sind sehr nah an der spanischen Grenze und beschließen einfach zu schaun wo uns dieser Weg hinführen wird. Die Landschaft wird immer karger und wir schrauben uns auf den 1000 Meter hohen Gebirgspass in Richtung Spanien, wo nur noch übergroße Steineier die Landschaft dominieren. An einem einsamen Stausee verliert sich die Straße. Wir sind nun nur noch 100 Meter von der Landesgrenze entfernt.

    Durch die skurilen Steingebilde, die mit vertrocknetem schwarzen Moos überzogen sind und der Landschaft die von vielen Arten von Gräsern gespickt ist, wirkt es wie als hätten Riesen hier ihre Taschen geleert.

    Nachdem wir diese menschenleere aber fazinierende Gegend verlassen haben, halten wir direkt auf Barganca zu. Einem Städtchen mit einer vollständig erhaltenen Ringmauer unter der wir auf einem gepflasterten Platz übernachten. Leider befindet sich darunter die städtische Kläranlage, so dass die Fenster die Nacht geschlossen bleiben müssen.

    Am nächsten Tag fahren wir durch Olivenhaine und an vielen Esskastanien vorbei in Richtung Douro Fluß. Es begleiten uns Runde Weinberge, die für die Gegend typisch sind und uns die nächsten Tage begleiten werden. Als es dämmert lassen wir uns an einer Badestelle direkt unter der Autobahnbrücke Mirandela-Porto nieder. Die Bar sieht ziemlich verlassen aus und wir sind bis auf ein Pärchen aus Österreich und dem Wirt selbst die einzigsten Gäste. Als wir nach einem Schluck Portwein fragen greift der Barbesitzer zum Telefon und organisiert uns um 23 Uhr eine Flasche 40 Jahre alte Flasche robinroten Porto vom örtlichen Winzer aus dem kleinen Nachbardorf. Diese lassen wir uns schmecken und fallen erschöpft in die Betten.
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  • Day27

    Mongolische Klänge im Geres Nationalpark

    September 2, 2017 in Portugal

    Als der Morgen graut sehen wir erst, was für eine Huckelpiste wir das Momo gestern Abend runtergequält haben. Der See ist bis auf einige Angler, die ihre Zelte am Ufer aufgeschlagen haben, menschenleer. In der Ferne ist ein Dorf zu sehn, aber sonst sagen sich hier nur Hase und Igel gute Nacht.

    Die Landschaft wird weiter und die Dörfer an den Straßen weniger und kleiner. Wir genießen die steife Brise am sonnenumfluteten See und träumen uns mit mongolischer Musik in den Tag. Was wird es hier in dem Land "Hinter den Bergen" (Tras-os-Montes) zu sehn geben?

    Bis wir dort sind müssen wir noch Chaves mit seiner alten Römerbrücke durchqueren, an der wir ein ausgiebiges Festmahl zu uns nehmen und Markus eine Flasche besten portugiesischen Wein verkostet.

    Bei der letzten Gelegenheit die wir hatten, uns an einem guten Tropfen zu versuchen, mussten die Flaschen leider verschlossen bleiben, da der Wein des Todes (Vino dos Mortos) für die Daheimgebliebenen bestimmt sein soll. Und nur wer diesen Tropfen kostet, wird je die Geschichte dahinter erfahren. Da tun wir uns lieber am bekanntesten Mineralwassers Portugals gut (Caravalhelhos), aus dessen Quelle wir, in einem Park in den Bergen, direkt trinken können. Wir lassen uns von Schnee im Winter hier erzählen und bekommen einen Eindruck, wie abwechslungsreich die Gegend im Wandel der Jahreszeiten sein muss.

    Es ist schon später Nachmittag als wir an einer verlassenen Burg, die wir weit oben über der Straße entdeckt haben, eine Kaffeepause einlegen. Nachdem wir über die Schotterpiste wieder ins Tal schwenken, steht die Sonne schon tief und wir beeilen uns, dass wir noch vor der Dämmerung das "kalte Land" (Terra Fria) erreichen, wo wir an einem Fluß übernachten werden.
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  • Day25

    Die Wolfsfalle von Fafiao

    August 31, 2017 in Portugal

    Im portugiesischen Nebel schäppert die alte Standseilbahn auf den Berg. Viel ist von der abendlichen Pracht der Kirche nicht mehr zu sehn, eine gespenstische Stimmung hat sich über den Hügel gelegt. Der einzigste Lichtblick an diesem Morgen ist eine prächtige Hochzeit, die in dem Gotteshaus abgehalten wird. Ein Chor singt festliche Lieder und der Tenor begeistert uns mit seiner ausgezeichneten Stimme. Als das Brautpaar die Kirche verlässt, starten auch wir in den Nordosten Portugals, unser Ziel der Geres Nationalpark.

    Wir begleiten den Rio Lima immer weiter in die Berge bis fast zur spanischen Grenze. An einer alten Festungsanlage in Lindoso machen wir Quartier. Das Bergdorf weiß außerdem durch seine 64 "Espiqueiros" (Maisspeicher aus Granit) zu begeistern. Nach einem nächtlichen Bummel durch die von Weinranken abgeschatteten Gässchen, legen wir uns auf dem Dreschplatz zur Nachtruhe.

    Am nächsten Morgen überqueren wir noch einmal die spanische Grenze und nehmen ein ausgiebiges Bad im Fluß an den Thermalquellen von Bubaces. Wir durchqueren den Geres Nationalpark und befinden uns wieder in Portugal. Nun wollen wir immer tiefer in den hinteren Teil des Landes. An viele kleinen Bächen mit Kaskaden vorbei, an denen allerhand Einheimische baden und die Sonne genießen, schlängeln wir uns am Hang entlang bis wir Fafiao erreichen.

    Hier gibt es eine Wolfsfalle in der die Dorfbevölkerung, in aufeinander zulaufenden Steinmauern, vor langer Zeit Wölfe zusammengetrieben hat. Am Ende der Anlage befindet sich ein tiefer Brunnen in denen die Tiere in ihrer Panik hineinstürzten und vermutlich erlegt wurden. Es ist schon Dunkel als wir nach mehreren großen Stausseen mit dem Sonnenuntergang den größten von Allen erreichen. Die Ufer des Alto Rabagao werden heute unser Nachtlager sein.
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  • Day23

    Wir werden von starkem Regen geweckt und schon starten wir nach Barcelos. Unser eigentliches Ziel ist aber Braga und die dortige Wallfahrtskirche, die man mit einer Standseilbahn erreichen kann. Die Besonderheit ist der außergewöhnlicher Antrieb. An der Bergstation wird der Wagen mit Waser aus einem See gefüllt, um mit dem zusätzlichen Gewicht ins Tal zu rollen. Beiden Kabinen sind mit einem Stahlseil verbunden. Der Wagon der an der Talstation steht wird von dem mit Wasser beschwerten Gefährt nach oben gezogen. Eine aufwändige aber geniale Konstruktion, die noch heute funktioniert.

    In Barcelos machen wir Halt, um eine Spezialität der Gegend probieren zu können. "Galo Assado a moda de Barcelos" (Gefülltes Brathuhn mit Schinken, Wurst, Kartoffeln und Tomaten und einem Schuß Wein). Leider erfahren wir im Restaurant, dass dieses bereits am Vortag angemeldet werden muss und so benügen wir uns mit einem ganzen Menu für lediglich 3,75 €. In Barcelos ist der Hahn Program und man begnet ihm in der ganzen Stadt und in allen Variationen. Eine alte Sage, hat den Hahn zu einer Art Wappentier der Stadt werden lassen. Wir lassen uns von den Gassen und vom Marktplatz inspirieren und gackern fröhlich mit.

    Am Abend erreichen wir Braga. Bevor wir unser Nachtlager an der Talstation beziehen, schländern wir auch hier noch durch die Straßen, um dann unter der hell erleuchteten Wallfahrtskirche einzuschlafen. Morgen Früh werden wir uns mit großer Neugier auf den Berg "saugen" lassen.
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