Familie Prem

Joined July 2019Living in: München, Deutschland
  • Day207

    Erste Schritte am Turtle Beach

    March 10 in India ⋅ ☀️ 28 °C

    Unser Taxi hält vor einem schönen Homestay mit einer Hollywoodschaukel. Wir laden unsere Sachen ab und machen uns gleich auf den Weg zum Turtlebeach. Leider kommen wir etwas zu spät, denn die kleinen Baby-Schildkröten haben ihren Weg ins Meer schon geschafft. Allerdings schlüpfen die Schildkröten auch noch in den nächsten Tagen und werden jeweils um sieben Uhr morgens und um sechs Uhr abends ins Meer entlassen. Der Strand ist wunderschön, denn weit und breit steht kein Haus, weil unser Dorf so versteckt ist, dass man es von hier aus nicht sehen kann. Jeden Abend und jeden Morgen sind wir am Turtle Beach um unter die drei Strohkörbe zu sehen, unter denen die Babys schlüpfen. Die Wärter sammeln die Kleinen anschließend ein und tragen diese, umgeben von einer Traube Schaulustiger, zum Strand. Die Schildkröten werden in einen abgezäunten Bereich gesetzt und beschreiten von dort aus ungestört ihren Weg zum Meer. Einen Vormittag wandern wir auf einen in der Nähe gelegenen Hügel mit Fort, von dem aus man die ganze Küste überblicken kann. Dort findet gerade ein Festival statt. Zurück in der Unterkunft haben rund 50 Leute um das Haus herum ihre Schlafsäcke auf dem Boden ausgebreitet. Sie erklären uns, dass sie von Mumbai zu Fuß nach Goa pilgern und heute hier übernachten. Wir dürfen am allgemeinen Abendessen teilnehmen und essen diesesmal nicht mit Besteck von Tellern, sondern mit den Fingern von Bananenblättern. Am nächsten Tag müssen wir leider abreisen, denn das Schildkrötenfest wird bis auf Weiteres aufgrund des Coronavirus abgesagt. Nun geht es mit dem Taxi weiter Richtung Süden an der Küste entlang.Read more

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  • Day206

    Mumbai: Nichts für schwache Nerven

    March 9 in India ⋅ ☀️ 27 °C

    Per Flugzeug, über Delhi, erreichen wir die Wirtschaftsmetropole Mumbai an der Westküste Indiens.
    Mit dem Taxi fahren wir zu unserem einfachen Hotel in einer Straße mit heruntergekommenen Häusern, in denen dicke Ratten ungeniert herumlaufen. In der 20 Millionen Einwohner Stadt treffen erschütternde Armut und überbordender Luxus aufeinander.
    So schlafen Familien in Verschlägen oder direkt auf der Straße und kleine Kinder, mit den noch kleineren Geschwistern auf dem Arm, betteln mitten im chaotischen Verkehr, während nicht weit entfernt Luxusgeschäfte und protzige Hotels jene Inder anziehen, die es geschafft haben.
    Am nächsten Tag will insbesondere Aliza das Hotel möglichst schnell verlassen, daher bringen wir unsere Sachen zum Bahnhof, um es in der altertümlichen Gepäckaufbewahrung zu deponieren und vor der Weiterreise zu einem Schildkröten Projekt an der Küste die Stadt anzusehen. Dort dient sich uns ein Taxifahrer mit für diese Breiten ungewöhnlich blauen Augen an, der uns den Rest des Tages fährt und hilft einige Dinge zu erledigen.
    Wir schauen uns den Park "Hanging Gardens" (es hängt aber nichts), den Stadtstrand und das "Gate of India" an. Bei letzterem handelt es sich um ein Tor am Wasser, von wo aus die Briten endgültig Indien verlassen haben.
    Insbesondere die Hanging Gardens sind eine wohltuende Oase, in der wir uns von dem Lärm der Stadt und den Menschenmassen erholen können.
    Da der Bus zu unserer nächsten Station bereits ausverkauft ist, vermittelt unser engagierter Helfer einen Fahrer, der uns über Nacht zu unserem nächsten Ziel fährt.
    Wir verlassen die laute, schmutzige und überfüllte Stadt gegen 10 Uhr abends und freuen uns auf das ländliche und naturnahe Indien. Nach ca. sechs Stunden kommen wir übernächtigt im kleinen Dorf Velas an.
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  • Day198

    Baden am wilden Fluss

    March 1 in Nepal ⋅ 🌧 7 °C

    Nach unserer Übernachtung in der Hütte nimmt der Schnee endlich ein Ende und wir wandern den ganzen Tag durch Wälder. Die nächste Nacht verbringen wir in einer schönen Unterkunft auf einer kleinen Spitze von der aus man die Berge gut im Blick hat. Unterwegs folgt uns ein weißer Hund, der auch am nächsten Morgen nicht von unserer Seite weichen will, also müssen wir den Weg mit ihm beschreiten, was gar nicht so einfach ist, denn die anderen Hunde an denen wir vorbei kommen bellen und wollen sich auf ihn stürzen da sie ihr Revier verteidigen müssen. Doch wir meistern den Weg ungestört und kommen schließlich an eine lange Hängebrücke, die sogar Pferde benutzen. Unter ihr fließt ein reißender Fluss und obwohl die Brücke vollkommen sicher ist ängstigt einen das leise Quietschen der eisernen Stangen manchmal. Nach dem Mittagessen machen wir uns auf den Weg zu der nahe gelegenen heißen Quelle. Es ist schöner als erwartet und unser neuer Hund ist vor allem von den vielen Äffchen, die sich auf der anderen Seite des schnellen Flusses tummeln, begeistert. Als wir am Abend schließlich im Hotel ankommen essen wir nur noch schnellund gehen dann schlafen. Der Hund ist leider verschwunden. Am nächsten Morgen wandern wir nur noch kurz, dann steigen wir in den Bus Richtung Pokhara. Unser eigentlicher Plan war es zu Fuß nach Pokhara zu gehen, doch unser Guide macht uns einen Strich durch die Rechnung, indem er uns darüber aufklärt, dass wir noch drei Tage verlängern müssten. Ein Missverständnis! Wir verbringen die letzte Nacht in einem Dorf von dem aus wir Pokhara sehen kann und fahren morgens mit dem Bus in die Stadt. Dort verbringen wir noch ein paar Tage gechillt in unserem Lieblingshotel, wo wir einen Hagel-Regen besonderer Art erleben dürfen. Dann geht es von Kathmandu aus mit dem Flugzeug nach Indien .Read more

  • Day195

    Poonhill: Hügel des Staunens

    February 27 in Nepal ⋅ 🌙 6 °C

    Am Morgen unserer Wanderung stehen wir früh auf und machen uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg zum Busbahnhof. Von dort aus kommen wir nach einer längeren Fahrt in dem kleinen Dorf Birethanti an. Dort soll unsere 7-tägige Wanderung beginnen. Am ersten Tag folgen wir einem breiten Fluss und übernachten in einem schönen Dorf, das aber leider keinen Blick auf die großen Berge bietet. Die Leute leben hier ganz ohne Ofen, Heizung oder Feuer, auch die Zimmer sind undicht. Das Haus jedoch hat trotzdem seinen Charm was sowohl an den Lehmwänden als auch an den schön bemalten Holzbalkonen und Treppen liegen mag.
    Nach einer weiteren und steileren Wanderung haben wir 1200 Höhenmeter erklommen und unsere Bleibe auf 2600m hat sogar einen Ofen, der aus einem alten Ölfass besteht. Am nächsten Morgen erwartet uns eine kleine Überraschung. Es hat geschneit und unsere nächste Wanderung kostet uns nasse Kleidung, was jedoch nichts ausmacht, denn unsere nächste Unterkunft hat ebenfalls einen Ofen. Von der nah gelegenen Aussichtsplattform Poonhill soll man einen wunderschönen Blick auf die weißen Riesenberge haben und den wollen wir natürlich nicht verpassen. Es stürmt allerdings so sehr, dass man nichts sehen kann und wir müssen den Tag am Ofen verbringen. Dort lernen wir einen Franken kennen der uns mitteilt, dass es morgen klar werden soll und er früh in der Dunkelheit aufbrechen wird um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen, der besonders schön ist. So machen wir uns am nächsten Morgen gegen sechs Uhr in der Dunkelheit auf den Weg zur Aussichtsplattform. Der Schnee ist hoch und unser Guide hat sogar eine Stirnlampe dabei. Als wir schließlich auf dem Berg ankommen ist dieser schon gerammelt voll und vor dem Kiosk für heiße Getränke stehen viele Leute. Die Aussichtsplattform verfügt auch über einen kleinen Turm mit tollem Ausblick. Der Franke hat nicht untertrieben. Es ist wunderschön und wir dürfen den gesamten Sonnenaufgang miterleben. Unvergesslich und unbeschreiblich. Als wir wieder von der Aussichtsplattform kommen gibt es erst mal Frühstück, anschließend geht es weiter. Wir wandern durch die verschneite Landschaft und als es dann bergab geht können die Kinder es nicht lassen sich einfach hinzusetzen und den Berg hinunter zu rutschen. Am Abend schlafen wir in einer schönen Hütte und das für unsere Verhältnisse sehr früh.
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  • Day190

    Kathmandu zum Zweiten

    February 22 in Nepal ⋅ ⛅ 18 °C

    Um unser Visa für Indien zu beantragen und um die Kontakte zu der kleinen Glasfabrik zu pflegen fahren wir erneut nach Kathmandu.
    Am 21. Februar findet das Shivaratri Festival statt an dem wir auch teilnehmen. Wir quälen uns dabei aber hauptsächlich durch Menschenmengen, da die Straßen rund um und das Festgelände selbst voller Menschen ist.
    Schließlich werden wir aber dennoch Zeugen eines interessanten und für uns sehr fremdartigen Rituals.

    Am Fluss unweit des mit abenteuerlichen Fahrgeschäften versehenen Festplatzes finden Beerdigungen statt.
    Dabei werden die Toten auf Plattformen direkt am Fluss unter Einhaltung bestimmter Rituale verbrannt und am Ende die Überreste in den Fluss geschoben.
    Das Ganze findet nicht abgeschottet hinter hohen Mauern statt, sondern kann von uns und etlichen anderen beobachtet werden. Hier ist der Tod kein Tabu sondern wird in Hörweite der Festmusik als selbstverständlicher Teil des Lebens akzeptiert.
    Außer diesen Erlebniss besuchen wir noch den Affentempel, einen Platz mit vielen Tempeln, Glasfabriken und eine Fusballhalle bevor wir uns nach 10 Tagen auf in dir Berge machen.
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  • Day180

    Chillen und Feiern in Pokhara

    February 12 in Nepal ⋅ ☀️ 13 °C

    Nach einer holprigen Busfahrt kommen wir in der großen aber doch übersichtlichen Stadt Pokhara an. Unser kleines aber feines Hotel liegt ganz in der Nähe des Fewa Sees an dessen buntem Strand es nur so wimmelt von Straßenverkäufern Restaurants und vor allem Menschen aus aller Welt. Sogar an einem Funpark mit einem rasenden Riesenrad soll es nicht mangeln. Die Läden am Straßenrand verkaufen schöne und hochwertige Produkte und die Kinder lassen es sich nicht nehmen etwas zu kaufen. Wir lernen viele nette Menschen kennen mit denen wir auch einmal eine Wanderung auf einen kleinen Berg mit Tempel machen. Von dort aus kann man ganz Pokhara überblicken. Alizas Geburtstag feiern wir gemütlich und teilweise in Funpark beim Bullen reiten. Unser Hotel verfügt auch über ein westliches Frühstücksbuffet und einen Pool, den wir trotz des nicht gerade heißen Wetters manchmal nutzen. Der Abschied am Donnerstag fällt uns schwer und wir kommen sicher nochmal zurück, doch zuerst müssen wir nach Kathmandu um unser Visum für Indien zu beantragen.Read more

  • Day166

    Unter wilden Tieren

    January 29 in Nepal ⋅ ☀️ 24 °C

    Hier in Sauraha gibt es viele Hotels und auch jede Menge Restaurants und Läden, sowie jede Menge Guides und Travel Agencys, die uns überzeugen wollen eine Safari zu unternehmen.
    Wir entscheiden uns über den freundlichen Gastgeber unseres Hotels den Nationalpark zu besichtigen.
    Einmal fahren wir mehrere Stunden mit anderen Touristen (darunter zwei Schwaben) auf einem Jeep durch den Nationalpark. Immer, wenn ein Tier auftaucht lässt der Guide anhalten und wir bestaunen und fotografieren die Flora. Leider sehen wir weder Nashorn noch Tiger aber eine Python, Echsen, Rehwild, Affen, Wildschweine und Krokodile kommen uns vor die Linse. Die wie Statuen wirkenden, sich kaum bewegenden Krokodile bestaunen wir in großer Zahl, allerdings nicht auf freier Wildbahn sondern in einer Brutstation mitten im Nationalpark.
    Am nächsten Tag unternehmen wir eine abenteuerliche, aber romantische Bootsfahrt in einem Einbaum auf einem sich durch den Dschungel schlängelnden Fluss. Am Flussufer sonnen sich jede Menge Krokodile und als eines vor uns den Fluss kreuzt wird uns mulmig zu Mute. Aber unser naturverbundener Führer weist darauf hin dass er ja mit seinem Stock das Krokodil verjagen könne. Zum Glück kommt es weder mit den Krokodilen noch mit dem wilden Elefanten Ronaldo, dessen Gebiet wir auf dem Weg von der Bootsanlegestelle bis zu einer Elefanten Brutstation durchschreiten, zu einer Konfrontation.
    Durch unsere geringe Erfahrung mit den Gefahren unberührter Natur, werden unsere Urängste aber getriggert.
    Dem gefährlichen Elefantenbullen, der schon einige Menschen auf dem Gewissen haben soll, begegnen wir dann aber in der Brutstation.
    Zum Glück trennt uns ein solider Zaun von dem beeindruckenden Dickhäuter und seinen Damen. Er treibt sich zu dieser Zeit gerne bei den weiblichen Elefanten herum, die hier mit ihrem Nachwuchs versorgt werden. Anders als die Besucher sind diese durch keinen Zaun geschützt. Dies ist aber im Sinne der Arterhaltung notwendig, für die sich Ronaldo zu dieser Jahreszeit verantwortlich fühlt und deshalb besonders gefährlich ist.
    Die kleineren Nashörner sehen wir in und um das Dorf unserer Unterkunft. Sie haben wenig Scheu vor Menschen und laufen sogar ab und zu die Dorfstraße entlang, genau wie etliche domestizierte Elefanten, die hier als Reit- und Arbeitstiere von den Parkrangern und als Touristenattraktion herhalten.
    Am letzten Tag des Januar 2020 fahren wir nach Nordwesten in die zweitgrößte Stadt Nepals: Pokhara.
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  • Day161

    Auf der kleinen Farm

    January 24 in Nepal ⋅ ⛅ 16 °C

    Mit öffentlichen Bussen, die uns klar machen, wo die wirklichen Ladekapazitäten von Bussen liegen, fahren wir in Richtung Süden. Wir bleiben eine Nacht im nördlich des Nationalparks gelegenen Bharatpur und verabschieden uns von Bishwas, der zurück nach Kathmandu fährt. Am nächsten Tag fahren wir in drei Stunden in das von Nationalparks umgebene Madi Tal.
    Hier wohnen wir fern ab von anderen Hotels in einer ländlichen, sehr schön gestalteten Unterkunft mit mehreren Gebäuden. Der Boden unseres Hauses ist aus Lehm, die Fenster glaslos aber mit Läden. Nachts und morgens ist es recht kalt und neblig aber Dank Solaranlage ist meist eine warme Dusche möglich. Neben diesem Luxus sind wir von der tollen Lage an einem Fluss, der netten Familie mit halbwüchsigen Kindern und den Tieren begeistert.
    So können wir mit der kinderfreundlichen Wachhündin Calli und der Ziege mit zwei wenige Wochen alten Zicklein spielen, Frösche im Fluss fangen oder am Feuer sitzen. Von den wilden Tieren wie Tiger, Nashorn und vielen Weiteren sehen wir noch nichts, aber dafür nehmen wir am Familienleben teil und lernen Joe aus Israel und Paul aus Schweden kennen, die auch auf längeren Reisen hier untergekommen sind.
    Die Gastgeber Kinder (11 und 16) spielen mit unseren Kindern, aber helfen auch viel im familiären, eigenen Betrieb, servieren uns Essen und helfen bei der Ernte.
    Viele unserer Speisen werden von der Familie selbst angebaut und wir dürfen unsere Gastgeber zu einer Getreide- und Ölmühle in der sie ihren Reis schälen und polieren lassen, begleiten.
    Nach etwa einer Woche fahren wir weiter in das deutlich touristischere Sauraha nördlich des Chitwan Nationalpark um doch noch ein paar wilde Tiere zu sehen.
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  • Day154

    Frieren unterm Wellblechdach

    January 17 in Nepal ⋅ 🌧 13 °C

    Die Eltern unseres Guides Bishwas leben in einem kleinen Dorf im Tal, in dem vor allem Ziegel hergestellt werden. Wanderarbeiter, die mitsamt ihrer Familien in winzigen Hütten aus eben diesen Ziegeln leben, stellen die Backsteine mittels einer Form in die sie den Lehm, aus dem der Boden hier besteht einfüllen. Dann werden die Ziegel in einem riesigen Ofen mit Holzkohle auf für uns sehr altmodische Weise gebacken.
    Im Vergleich zu diesen bitterarmen Wanderarbeiterfamilien lebt unsere Gastfamilie geradezu nobel. So haben sie ein größeres, fest gebautes Haus das Bishwas Eltern und sein Bruder samt Frau und zwei Kindern bewohnen. Auch Bishwas Frau und seine 4-jährige Tochter sind zur Zeit zu Besuch.
    Allerdings bringen uns verwöhnte Wohlstandsmenschen schon drei Tage in diesen Lebensumständen an den Rande der Verzweiflung. Das liegt auch daran, dass es zwei Tage fast durchregnet und wir uns entweder um den außen gebauten Herd drängen oder im Bett liegend versuchen etwas warm zu werden. Das über der Feuerstelle angebrachte löchrige Wellblechdach schützt uns nur unzureichend vor dem kalten Regen.
    Das oft mit etwas Sand versetzte Standard Essen nehmen wir in einem angrenzenden düsteren Raum ein.
    Die übelriechende Toilette befindet sich außerhalb des Hauses, erlaubt nur eine gebückte Haltung und wird zusammen mit den Nachbarn genutzt.
    Was hinzukommt ist, dass die Bewohner des Hauses keineswegs versuchen, mit ihren geringen Mitteln etwas Gemütlichkeit zu erzeugen. So beleuchten nackte Energiesparlampen die kahlen Wände und auf jegliche Dekoration wird verzichtet.
    Aber insbesondere die 4-jährige Tochter von Bishwas strahlt mit ihrem sonnigen, offenen Gemüt viel Wärme aus und unsere Kinder spielen gerne mit ihr.

    Die Zeit in diesen ärmlichen Verhältnissen ist für uns sehr lehrreich und wir wissen künftig all den für uns selbstverständlichen Luxus wie Heizung, warme Dusche und halbwegs saubere sanitäre Einrichtungen viel mehr zu schätzen. Wir haben aber auch gelernt, dass Menschen mindestens genauso glücklich sind, obwohl sie auf all das verzichten.
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  • Day152

    Beim Stierkampf

    January 15 in Nepal ⋅ ☀️ 21 °C

    Wir fahren mit einem Jeep über abenteuerliche Straßen in das ca. 80 km entfernte Taruka. Als wir bei Dunkelheit ankommen, wartet unsere Gastfamilie und einige Nachbarn schon gespannt auf die exotischen Gäste. Wir bekommen einen roten Punkt auf die Stirn gemalt und Blumen umgehängt.
    Das kleine Dorf liegt auf einem Berg, so dass wir einen schönen Blick auf das Tal bzw. den Nebel unter uns haben. Um den Boden nutzen zu können, haben die Nepalesen Terrassen angelegt um Gemüse anzubauen.
    Samuel liebt es in hoher Geschwindigkeit auf dieser Riesentreppe herum zu klettern. Aber auch Senioren überwinden hier wie selbstverständlich die sehr steilen, unbefestigten Pfade. Die Menschen leben hier noch etwas bescheidener als in Sibirien, kochen das Essen auf einem Lehmofen und haben keinerlei Heizung.
    Es gibt genau eine, dafür sehr schmackhafte Mahlzeit, die wir zweimal am Tag bekommen. Sie besteht aus Reis, Gemüse, Linsensuppe (Dahl) und im besten Fall etwas Rohkost (Karotten und Rettich).
    Am nächsten Tag besuchen wir den Stierkampf, der wenige Meter entfernt auf einer besonders großen Terrasse stattfindet.
    Bei dieser landesweit beachteten Veranstaltung treten jeweils zwei Stiere gegeneinander an und kämpfen Kopf an Kopf unblutig gegeneinander. Verloren hat der Stier, der als erstes davon läuft. Der Kampf dauert manchmal wenige Sekunden, manchmal fast eine Stunde. Die Stiere haben nicht immer Lust zu kämpfen, so dass die Besitzer sie auch mal dazu überreden müssen. Einige Zuschauer stehen so nah an den kämpfenden Tieren, dass sie den rückwärts laufenden oder davon galoppierenden Stieren ausweichen müssen. Aber der Kampf lässt sich auch sehr gut aus sicherer Entfernung auf höher liegenden Ebenen beobachten. Es sind zwar Zuschauer aus ganz Nepal gekommen, aber soweit wir sehen können, sind wir die einzigen Bleichgesichter, die das Spektakel verfolgen.
    Nach drei Tagen verabschieden wir uns von unserer sehr freundlichen Gastfamilie um weiter zu den Eltern unseres Guides zu fahren.
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