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  • Day576

    Trautes Heim...

    March 14 in Paraguay ⋅ ⛅ 33 °C

    Wir sind nun in einem kleinen typisch paraguayischen Haus etwa 40 km nordöstlich von Asunción vorübergehend sesshaft geworden. Einerseits soll dieser längere Aufenthalt als Generalprobe dienen ob Paraguay sich als längerfristige Heimat eignet anderseits wollen wir abwarten wie sich die Reisefreiheit und andere politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen entwickeln.
    Von unserem Haus aus ist es etwa eine viertel Stunde mit dem Auto über eine mit Schlaglöchern übersäte Erdpiste bis wir den nächsten Ort und damit Geschäfte und asphaltierte Straßen erreichen.
    Anders als in Deutschland gibt es hier aber nicht eng besiedelte Orte und dann freies Feld sondern überall wohnen verteilt Menschen in den bewaldeten Hügeln der Cordilleras. So nennt sich dieses Gebiet.
    Für uns sind die große Abhängigkeit vom Auto und die hohen Temperaturen bis 36 und selten unter 20 Grad Negativpunkte. Positiv sind die freundlichen und genügsamen Landbewohner und die wunderschöne Natur. Letztere zeigt sich aber auch in handtellergroßen Spinnen und vielem anderen teilweise stechenden Kleingetier🙄.
    Um hier unabhängiger von anderen Deutschen und für weitere Reisen in Südamerika gerüstet zu sein wollen wir möglichst schnell spanisch lernen bzw. verbessern. Beim Kauf unseres Fahrzeugs und anderer Dinge fürs Haus merken wir wie herausfordernd die Sprachhürde ist zumal hier nur sehr wenige Menschen englisch aber dafür sehr schnell spanisch sprechen.
    Teile unserer Familie nehmen an einem Teakwondo und Tanzkurs teil.
    Mit Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Qualität nehmen es die Paraguayer nicht so genau. Dafür sind sie viel entspannter und lebensfroher als der von Terminen und Perfektionsanspruch gehetzte Europäer.
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  • Day552

    Asuncion, Hauptstadt des Herzens

    February 18 in Paraguay ⋅ 🌙 22 °C

    Asunción besteht wie viele amerikanische Städte aus einem rechtwinklig angeordneten Straßengitter, wie aus Manhattan bekannt. Diese Straßenanordnung führt dazu, dass es kein wirkliches Zentrum gibt. Das Stadtviertel Villa Morra, in dem wir wohnen gilt aber als neues Zentrum, während die flussnahen Gegenden mit dem Präsidentenpalast und meist verfallenen aber sehr schönen Altbauten das alte Zentrum ist.
    Bei uns im neuen Zentrum prägen hauptsächlich neuere Gebäude das Straßenbild. Wir und viele Einwohner Asuncions halten sich viel in einer der modernen wohltemperierten Shopping Malls oder im Hotel auf. Tagsüber ist es jetzt im Sommer meist über 30 Grad Celsius, so dass man es nicht allzulange außerhalb eines klimatisierten Raums oder eines Swimmingpools aushält.
    In Asunción ist wie häufig in Schwellenländern Armut und Reichtum nah beieinander. Straßenkinder putzen an Ampeln für wenige Cents die Frontscheiben der Nobelkarossen der Oberschicht, die vom Shopping nach Hause fahren.
    Trotz der immer wieder sichtbaren Armut ist in Asunción der zunehmende Wohlstand unübersehbar und der Lebensstandard immer mehr Menschen entspicht dem in europäischen Ländern.
    Der Alltag wird hier durch den Corona Virus nur wenig eingeschränkt. Außer den obligatorischen Masken in geschlossenen Gebäuden muss man vor dem Betreten derselben immer in extra dafür aufgestellten Waschbecken die Hände waschen und es wird gelegentlich die Temperatur gemessen.
    Die Möglichkeit sich immer und überall die Hände waschen zu können empfinden wir sogar als eine ganz praktische Einrichtung.

    Aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten und dem Wunsch einiger Familienmitglieder auf weniger Mobilität werden wir die Reise nun bis auf Weiteres unterbrechen und hier im freien Paraguay die weitere Entwicklung abwarten. Danke für eure Interesse, Kommentare und Likes.
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  • Day534

    Viel Wasser

    January 31 in Brazil ⋅ 🌧 24 °C

    Foz do Iguaçu ist eine kleine und recht gepflegte Stadt direkt an der Grenze zu Paraguay. Wir schauen uns mit erstaunlich wenigen anderen Touristen die Iguazu Wasserfälle an, was einerseits an dem regnerischen Wetter und andererseits an der Pandemie bedingten Begrenzung liegt. Unglaubliche Wassermassen ergiessen sich in einer malerischen Landschaft in die Tiefe.
    Ein anderes Highlight der Gegend ist das Dreiländereck, bei dem Brasilien, Paraguay und Argentinien aufeinandertreffen. Die politischen sind zugleich auch natürliche Grenzen, da sie durch breite Ströme gebildet werden. Der vom Wasserfall kommende Rio Iguaçu bildet die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien und mündet in den Rio Paraná, der die Grenze zu Paraguay bildet.
    Die geschäftstüchtigen Brasilianer vermarkten das Dreiländereck sehr geschickt mit Show, Souvenirshop, Restaurants und Informationstafeln und wir treffen an dem lauen Abend an dem wir es besuchen fast mehr Touristen als an den weltberühmten Wasserfällen.
    Zwei Tage bevor wir nach Paraguay einreisen machen wir den PCR Corona Test. Zu unserer großen Erleichterung fällt er diesmal bei uns allen negativ aus und so überschreiten wir am 1. Februar die Brücke der Freundschaft nach Paraguay. Ohne Schwierigkeiten werden wir in das Herz Südamerikas, wie das Binnenland auch genannt wird, eingelassen. Hier befindet sich die Grenzstadt Ciudad del Este (Stadt des Ostens) von der aus wir den Bus quer durch das Land zur paraguayischen Hauptstadt Asunción nehmen.
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  • Day526

    Schildkröten und andere Abenteuer

    January 23 in Brazil ⋅ 🌧 26 °C

    Bombinhas liegt auf einer Halbinsel an einer Bucht in der nur geringer Wellengang herrscht. Hier gibt es aber jede Menge Strände zur Auswahl ausgerichtet nach allen Himmelsrichtungen. Ausnahmsweise sind wir in der Hauptsaison unterwegs und die Strände sind, wie die deutsche Presse immer wieder mahnend erwähnt, voll.
    An nahegelegenen Stränden kann man Schnorcheln. Neben bunten Fischen bewundern wie besonders die bis zu 50 cm großen Meersschildkröten, die majestätisch unter uns schwimmen und immer wieder zum Luftholen den Kopf über die Wasseroberfläche heben.
    Nach einigen Tagen wird es zunehmend regnerisch und wir verbringen viel Zeit in unsere Unterkunft, einer Ferienwohnung mit Küche.
    Dennoch gehen wir fast jeden Tag zum Schwimmen und schauen uns wenn es mal aufklärt andere Teile der Halbinsel an.
    Von einem Ausichtspunkt im Süden aus können wir mit einer Seilrutsche über den Regenwald schweben. Dies wird zum besonderen Abenteuer da uns mal wieder ein Regenschauer überrascht.
    Nach 3 Wochen mit viel Regen aber auch tollen Begegnungen mit Tieren und den immer netten und feierfreudigen Brasilianer verlassen wir die Atlantikküste nach Osten ins Landesinnere in Richtung der weltberühmten Iguazú Wasserfälle.
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  • Day502

    Drunt in der Blumenau..

    December 30, 2020 in Brazil ⋅ ☀️ 23 °C

    Den Jahreswechsel und Madlins Geburtstag begehen wir in Blumenau. Die vom deutschen Apotheker Dr. Blumenau 1850 gegründete mittelgroße Stadt gilt als das Mekka deutscher Kultur in Brasilien. So gibt es einen kleinen Freizeitpark namens Villa Germanica bei dem auch das Oktoberfest gefeiert wird. Auch die Schilder zur Historie sind neben Portugiesisch auch in Deutsch beschriftet und man sieht viele Fachwerkhäuser bei denen jedoch teilweise nur die Fassaden verkleidet sind. Heuer wird die deutsche Vergangenheit touristisch vermarktet aber im zweiten Weltkrieg wurde insbesondere mit dem Eintritt Brasiliens systematisch deutsche Kultur und Sprache unterdrückt und eine Assimilation forciert. So lernen wir nur noch wenige ältere deutsch sprechende Menschen kennen, die sich aber um so mehr freuen uns zu treffen.
    Neben einigen Gebäude erinnert auch die auffallende Sauberkeit und Ordnung an Deutschland. Zwar waren die anderen von uns besuchten Orte Brasiliens schon recht sauber aber Blumenau übertrifft in dieser Hinsicht manche Orte in Deutschland. Auch gibt es weder Favelas noch Bettler oder Obdachlose und alles erinnert an eine mittelgroße prosperierende Stadt in Süd Deutschland, mit Fahrradwegen, gepflegten Gärten und Konsumtempeln.

    In dem Nachbarort Pommerode, den wir bei einem Tagesausflug bewundern, ist die deutsche Kultur noch etwas mehr verhaftet wird aber auch noch stärker vermarktet. Hier besuchen wir den Zoo und schauen uns den kleinen beschaulichen Ort an. Selbst einige jüngere Einwohner sprechen einen schönen pommerschen Dialekt. Es gibt Gartenzwerge, Nussknacker, Torten und alles was sonst noch in Brasilien für deutsche Kultur steht.
    Wir haben uns anlässlich der Feierlichkeiten ein schickes Hotel mit Swimmingpool am Rande von Blumenau gegönnt.
    Nach 8 Tagen haben wir genug Deutschtümelei getankt und begeben uns wieder Richtung Atlantik. Wie immer benutzen wir das gut ausgebaute Busnetz um unser Ziel zu erreichen.
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  • Day498

    Feliz Natal auf der Honiginsel

    December 26, 2020 in Brazil ⋅ ⛅ 25 °C

    Zur Ilhal do Mel gelangen wir mit einer kleinen mit Menschen, Lebensmitteln und Haushaltsgeräten angefüllten Fähre. Wir fahren an Mangrovenwäldern vorbei und kommen schließlich auf der autofreien Insel an. Unsere einfache Unterkunft ist nur wenige Minuten entfernt und die sehr netten Gastgeber begrüßen uns herzlich können aber wie die meisten hier kaum Englisch.
    Wir haben in jeweils geringer Entfernung einen ruhigen Weststrand in Richtung Festland oder einen breiten Strand Richtung Atlantik mit starkem Wellengang zur Auswahl.
    Die Vegetation erinnert auf den ersten Blick eher an nördliche Strände, z. B in England. Hier stehen keine Palmen sondern niedrige Büsche. Die Luft- und Wassertemperatur sind aber zum Glück nicht nordeuropäisch sondern angenehm.
    Schnell vergehen die Feiertage, die wir mit Baden und ausgedehnten Spaziergängen über die grüne Insel verbringen. Mit Weihnachten beginnen in Brasilien auch die großen Ferien und so wird es deutlich voller.
    Hier in Brasilien gibt und gab es ja keinen Lockdown so dass die Urlaubszeit wie gewohnt beginnt.
    Außer uns sind haben sich aber nur wenige ausländische Touristen hierher verirrt.
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  • Day494

    Auf Schienen durch den Dschungel

    December 22, 2020 in Brazil ⋅ 🌧 21 °C

    Der Serra Verde Express fährt von Curitiba nach Osten durch dichtbewachsene Berge in den kleinen Ort Morretes. Dank dieser beeindruckenden Ingeneursleistung erleben wir den unzugänglichen Atlantischen Regenwald bequem vom Fenster des Zuges aus anstatt in einer schweistreibenden und gefährlichen Expedition. Die Strecke wurde schon vor über hundert Jahren gebaut um in erster Linie Nahrungsmittel zum Meer zu bringen.
    Bei maximal 30 kmh können wir auf der 4 stündigen Fahrt ausgiebig die üppige Natur und die gewagte Streckenführung bewundern.
    Als wir schließlich in Morretes ankommen gefällt uns das kleine stark auf den Tourismus durch den Serra Verde Express ausgerichtete Städtchen sehr gut. Es ist nicht sehr viel los und wir schlendern gemütlich am Fluss entlang, essen Bananchips und trinken Kokoswasser.
    Sowohl die Fahrt durch den Dschungel als auch Morretes sind trotz der touristischen Ausrichtung sehr zu empfehlen.
    Am nächsten Tag verlassen wir den gemütlichen Ort in Richtung Atlantikküste.
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  • Day492

    Weihnachtlich in Curitiba

    December 20, 2020 in Brazil ⋅ ☁️ 23 °C

    Mit einem sehr komfortablen Liegebus fahren wir über Nacht in die Hauptstadt des Bundesstaates Paraná.
    Die Stadt wirkt sehr gepflegt und hält sich auch eine besonders umweltfreundliche Ausrichtung zu Gute. Wir schlendern über Weihnachtsmärkte und halten uns viel in einem weihnachtlich geschmückten Park nahe unseres Hotels auf.
    So wird uns trotzt tropischer Temperaturen ganz weihnachtlich zu Mute.
    Nach zwei Tagen geht es mit dem Serra Verde Express Richtung Atlantikküste nach Morretes.
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  • Day482

    Eine Schlange und zu viele Moskitos

    December 10, 2020 in Brazil ⋅ 🌧 23 °C

    Die drei Wochen in El Nagual vergehen schnell. Wir legen Bete an, bauen eine Recycling Station, machen Pralinen, Brot und Bier und besuchen den Wasserfall. Die tropischen Moskitos die sich auf einen stürzen sobald man bei der Gartenarbeit schwitzt, was bei diesem feucht warmen Klima unvermeidlich ist, werden zu einer echten Plage. So sind wir trotz Verwendung von Anti-Mücken Spray mit etlichen Stichen übersät, die wir aufkratzen und so alles noch schlimmer machen. Wir merken, dass Permakultur eine echte Knochenarbeit ist und man all dem Kleingetier bei der Arbeit schutzlos ausgeliefert ist.

    Eines Nachmittags entdeckt Aliza eine Schlange im Gebälk unseres Zimmers. Als wir panisch unsere Gastgeber rufen versichern sie uns dass das über 2 m lange Tier harmlos und ungiftig ist und sich von selbst verziehen wird. Das tut sie auch einige Zeit später. Allerdings taucht sie am nächsten Tag wieder auf und lässt sich weder durch Musikbeschallung, noch durch klopfen mit einem langen Stock vertreiben. Mit der Zeit gewöhnen wir uns an diese sehr ruhige und zurück haltende Zimmergenossin, die gegen sonstige Erfahrung unsere Nähe sucht und nicht vor dem menschlichen Lärm flüchtet.

    Nach 3 Wochen ziehen wir weiter Richtung Süden. Wir haben in dieser Zeit von unseren fleißigen Gastgebern unheimlich viel über Permakultur und Nachhaltigkeit gelernt.
    Hier wird wirklich alles wieder verwendet und eine echte Kreislauf Wirtschaft betrieben.
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  • Day474

    Endlich arbeiten die mal was

    December 2, 2020 in Brazil ⋅ 🌧 23 °C

    Das Ecovillage El Nagual erreichen wir mit zwei Uber Autos in etwa 1 Stunde. Es besteht aus etlichen liebevoll gestalteten Häusern zwischen grünen Hügeln an einem Flusslauf direkt neben einem Nationalpark. Dauerhaft wohnen hier nur die Argentinierin Mariana und der Deutsche Erhard, die Ende der 80er Jahre dieses herrlichen Fleckchen Land erworben und mit viel Fleiß und Geschick zu einem nachhaltigen und beeindruckenden Ort ausgebaut haben. Überall sind kunstvolle Mosaike zu sehen und alles ist sehr gepflegt und mit viel Liebe zum Detail gestaltet.
    Bei der vielen Arbeit helfen ihnen Freiwillige, die eine Zeit hier für geringe Kosten leben und lernen dürfen.
    Außer uns ist zur Zeit noch ein französisches Pärchen da. Teilweise haben bis zu 30 Leute hier gelebt aber Erhard und Mariana nehmen nun nur noch wenige Volunteers auf einmal auf.
    Wir arbeiten in aller Frühe, dann nach dem gesunden Frühstück und noch einmal ab 16 Uhr nach einer langen Siesta.
    Dabei lernen wir die erstaunliche Effizienz der Permakultur kennen in der keine Nährstoffe verschwendet werden und alles in einem nachhaltigen Kreislauf genutzt wird. Aus den unverdaulichen Nahrungsresten wird Biogas gewonnen und dem Abwasser entziehen Wasserpflanzen in einem Teich Nährstoffe, die dann wieder als Dünger verwendet werden.
    Bisher haben wir Bananenstauden gefällt, Unkraut in den riesigen Gärten gejätet, Wasserpflanzen aus dem Teich geangelt und als Dünger um Palmen gelegt, Pfeffer geerntet, Blätter aus dem Fluss befördert, die natürlich auch den Pflanzen Nährstoffe geben und vieles mehr.
    Erhard und Mariana erklären uns geduldig wie alles funktioniert so dass die teilweise harte Arbeit gleichzeitig eine Ausbildung in Permakultur ist.
    Auch beim Kochen helfen wir mit und sind erstaunt was man alles nutzen und essen kann.
    In den Pausen und an unseren zwei freien Tagen schwimmen wir im vom Dschungel umgeben Fluß oder im mit Fluss- oder Quellwasser gespeisten Swimmingpool.
    Wir sind gespannt was wir in den nächsten Wochen noch lernen werden und freuen uns mit so weisen und inspirierenden Menschen zusammen eine Zeit lang leben zu dürfen.
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