Joined March 2018
  • Day82

    Lisa ist total zerstochen und muss sich das Kratzen verkneifen. Jonas hat dagegen keinen einzigen Piekser abbekommen. Frechheit! Leicht vorstellbar, dass Lisa sich da nach einer mückenfreien Stadt sehnt. Darum verkrümelte sie sich in die Hängematte und plante die nächsten Stationen der Reise, Johor Bahru, Singapur und Bali.
    Nachdem die letzte Tauchschule (Marine Monkeys) leider über mehrere Tage keine Boote bereit stellte, informierte Jonas sich bei der Konkurenz. Also ab ins mückenfreie Salzwasser vor der Haustür, mit B&J Divers das Meer erkunden. Die Tauchschule arbeitet eng mit dem Green Fins Netzwerk zusammen, eine Organisation die das Anfassen von Unterwasserlebewesen (ja sogar das Tragen von Handschuhen) strengstens verbietet. Außerdem werden nur Tauchanfänger zertifziert, die das Gelernte verstanden haben und anwenden können. Dies scheint zwar banal, allerdings stellen wir immer wieder fest, dass so mancher Taucher seinen Schein wohl einfach nur gefunden/gekauft hat. B&J wirkt auch sehr viel professioneller als die anderen Tauchschulen am Strand. So loben wir uns das. ☺👍

    Mit dem Boot und ein paar anderen Naturinteressierten ging es dann erstmal zur Insel Sepoi, die wenige Kilometer vor Tioman liegt. Im Riff entdeckten Jonas und sein Guide Nas zahlreiche Moränen und interessante Korallenformationen. Zurück an Bord gab es dann eine Pause mit einer Kleinigkeit zu Essen, bevor wir zu Insel Lapas düsten (lag gleich daneben). Diese winzige Insel besteht eigentlich nur aus gigantischen Felsbrocken die unstrukturiert aufeinander lehnen. Das führt dazu, dass sich unter Wasser zahlreiche Tunnel und kleine Höhlen, oder enge Spalten bilden. Perfekt zum durch tauchen! 😋
    Diese Erfahrung war wirklich hammermäßig schön und man hätte die Zeit vergessen können. Auf der weiteren Reise muss sich Jonas unbedingt über weitere Formationen wie diese erkundigen. In den einzelnen Kammern gab es dann eine unglaubliche Vielfalt an Nudis zu bewundern. Insgesamt haben Jonas und Nas acht verschiedenen Spezies entdeckt. Eine segelte direkt vor ihren Augen von der Decke. Schon witzig diese Schneckchen. 😄
    Leider hat die Kamera totalen Mist gebaut und die Helligkeit, Kontraste und Farben verkorkst. Ein Video gibts trotzdem: 😂
    https://m.youtube.com/watch?v=g3b-NoeRREs

    Es war auch sehr interessant sich mit dem leider von B&J in Salang, Mohd, zu unterhalten. Der Gute arbeitet schon seit 20 Jahren in der Tauchschule und engagiert sich rund um die Uhr für die Erhaltung des Riffs und des maritimen Parks. Da kann es schon mal vorkommen, dass er auf der Veranda steht und mit dem Fernglas ein Boot beobachtet, dass vermeintlich mit dem Schleppnetz durch die Korallengärten zieht. Erlebt hat er dort auf jeden Fall schon vieles. Zum Glück hat sich der Verdacht nicht bestätigt, wie sich am Abend herausstellte. 😌
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  • Day81

    Traumbucht

    June 20 in Malaysia

    Heute besuchten wir erneut den Korallengarten. Zwar kennen wir ja langsam die Korallen und die heimischen Meeresbewohner in- und auswendig, aber es ist doch jedes mal eine Freude. Heute war zudem sehr gute Sicht, so dass wir uns über die gesamte Farbenpracht ergötzen konnten. Es besuchten uns zwei Moränen und die Schildkröte von letztens. Leider zog sich Lisa einen unvorteilhaften Sonnenbrand auf dem Allerwertesten zu. Aua! 😰
    Hier wieder ein Zusammenschnitt von Lisa und Jonas im Salang Bay, aus den letzten Tagen. Zu sehen gibts Feilenfische, große Schulen aus Papageifischen und Lippfischen, Sergeant Major Fische, unsere unbekannten Nasenfischlein, die mächtige Qualle, Barrakudas, Schmetterlingsfische, Seefledermausfische, eine gigantische Moräne und einen Tintenfisch der seinen Düsenjet einsetzt. 😝 Lohnt!
    https://m.youtube.com/watch?v=k3YdlfjzsiA

    Abends wollten wir uns zur Abwechslung ein BBQ gönnen. Leider schmeckte Jonas Tintenfisch verbrannt und Lisas Kartoffel war ein winziger Witz. Da bekommt man dann doch ein schlechtes Gewissen um den sonst so interessanten Tintenfisch.
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  • Day80

    Kriegschiff KM Sipadan

    June 19 in Malaysia

    Heute morgen ging es früh aus dem Bettchen, denn Jonas hatte gestern Abend noch spontan einen Platz auf dem Tauchboot von MMD ergattert und dieses sollte 8:30 Uhr ablegen (hat dann trotzdem eine Stunde länger gedauert). Zusammen mit Tauchguide Rex wurde KM Sipadan, ein gesunkenes Kriegschiff der malaiischen Marine, erkundet. Dieses wurde fachgerecht ausgemustert und 2012 absichtlich versenkt, um auf 30 m Tiefe Heim für zahlreiche Fischarten und Ziel abenteuerlustiger Taucher zu werden. Ziemlich cool, wie die malaiische Flagge in der Strömung 'wehte'. Die Sicht war zwar schlecht, aber das verleiht einem Wrack auch immer etwas gespenstisches, also voll okay. 👻
    Direkt nach dem Abstieg entdeckten die beiden mehrere Feuerfische, die einfach über dem Deck schwebten. In den abgebrochenen und verrosteten Rohren hausten inzwischen Moränen und tausende kleiner Fische tanzten in eingeübten Formationen um uns herum. Wirklich abgefahren! 😊
    Schaut es euch doch einfach selbst an:
    https://m.youtube.com/watch?v=QCE2Wo2p0lE

    Nachmittags ging es dann bei einem zweiten Tauchgang noch zu einer winzigen, vorgeschobenen Insel um das erweiterte Hausriff zu erkunden. Dort haben die beiden besonders viele extrem giftige Steinfische und eine zutrauliche Schildkröte beobachten können. 🐢
    Lisa faulenzte, ließ sich die Sonne auf den Pelz scheinen und genoss einfach mal den weißen Strand, das blaue Meer und die grünen Palmen (während sie sich von Sandfliegen zerstechen ließ).
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  • Day79

    Meister der Tarnung

    June 18 in Malaysia

    Ein behangener Tag im Paradies, so ganz ohne Sonnenschein? Vielleicht sollten wir uns heute mal den Wanderweg zum nächsten Dorf Air Batang am ABC Beach vornehmen? Also Schuhe an und ab dafür. Unser Dschungeldrang ist aber offensichtlich schon gestillt, denn die Kombination aus zugewachsenem Wanderweg mit der Hitze ließen uns promt umkehren und die Schuhe gegen Flossen eintauschen. Wir hüpften also wieder ins kühle Nass. 😋🌊
    In den letzten Tage konnten wir bereits beobachten, dass durch die Flut allerhand aus dem Ozean in die Bucht getrieben wird. Diesmal erspähte Jonas eine Meeresschildkröte die auf 7 m Tiefe die Hauskoralle eines Damselfisches abnagte - sehr zur Empörung der Damsel! Leider trieben aber auch tausende Baby-Quallen (gerade einmal 1 cm groß) und Ölklumpen nahe der Wasseroberfläche. Die Quallen nesseln zwar nur, wenn sie sich zwischen T-Shirt und Rücken oder in der Achselhöhle verfangen, aber wenn man sich auf einmal in einer Quallenwolke wiederfindet, vergeht einem ganz schnell die Lust. 😖
    Morgen achten wir auf unser Timing, denn mit der zurückgehenden Flut wird das ganze Geschmeiß wieder aus der Bucht gezogen. 😌😊

    Abends gingen wir erneut schnorcheln und konnten einem Tintenfisch zusehen, wie er zum Tarnen seine Farben wechselte. Wir sind wirklich jedes mal begeistert dieses Schauspiel mitzuverfolgen. Außerdem hatten wir großes Glück ihn so gut beobachten zu können, denn normalerweise verkrümeln sich Tintenfische immer sofort mit ihrem 'Düsenantrieb'. Wir freuen uns schon richtig weitere Aufnahmen zu zeigen! 😍
    Hier schon mal ein Vorgeschmack: In dem Video seht ihr neben dem Tintenfisch auch einen Boxfisch, der sich von einem Putzerfisch ärgern lässt. 😂
    https://m.youtube.com/watch?v=cN0nx6IUePg

    In den Fotos findet ihr ein paar getarnte Tierchen. Versucht den Steinfisch zu finden! Wir fragen uns außerdem ob der Fisch auf dem letzten Foto tatsächlich ein Albino sein könnte, denn er hatte kein einziges Pigment, obwohl sich Steinfische immer recht gut tarnen. 😮
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  • Day78

    Einfach mal Fisch sein

    June 17 in Malaysia

    Heute wollten wir es wieder etwas ruhiger angehen lassen. Doch dann hat sich Jonas nochmal spontan für einen Shore-Dive entschieden. Diesmal ging es in unser Standard Schnorchel Riff, in dem wir schon viele tolle Sachen gesehen haben, und darüber hinaus. Leider war die Sicht nicht besonders gut und der Sonnenschein fehlte auch, so dass unter Wasser alles etwas trüb wirkte. Dennoch entdecken Jonas und Simon mehrere Nudis, Flachwürmer und Garnelen. Außerdem sah Jonas den bisher größten Titan Triggerfisch. 😮
    Nach einer Weile informierte Jonas Simon darüber, dass er nur noch 70 bar Restdruck in der Atemgasflasche hatte, also sollte es unter Wasser zurück zum Strand gehen. Doch gerade als sie retour schwimmen wollten und an einer Korallenformation vorbei gleiteten setzte eine starke Stömung ein, die ein Vorwärtskommen sehr schwer zuließ. Zusätzlich leitete der Kompass in die falsche Richtung, da wohl ein größerer eisenhaltiger Gegenstand in der Nähe die magnetische Nadel störte. Daher mussten die beiden nach Erinnerung navigieren und eine Ehrenrunde drehen, was natürlich viel mehr Atemluft verbraucht als üblich, da sie der starken Strömung entfliehen mussten. 😰
    Jonas informierte Simon immer wieder über seinen aktuellen Restdruck.. 60, 50 (hier sollte man normaler Weise aus dem Wasser sein), 40.. 30... (spätestens hier raus aus dem Wasser).. dann entschieden wir uns gemeinsam noch den Sicherheitsstopp 5 m unter der Wasseroberfläche zu absolvieren. Also weiter etwas gehen die Strömung schwimmen und vorbei fahrende Boote beachten. 😥
    Schlussendlich hatte Jonas knapp unter 10 bar Restdruck, als sie zur Oberfläche kamen. Viel zu wenig! .. aber im Gespräch danach fassten sie das Geschehene nochmal zusammen. Auch wenn die Situation etwas aufregend war haben beide die Ruhe bewahrt, miteinander über die Vorgehensweise abgestimmt, die Kontrolle behalten und kalkuliert. Alle Handgriffe saßen. Außerdem hatte Simon noch reichlich Sauerstoff zum teilen, falls es doch knapp geworden wäre. Jonas fand es sehr lehrreich am eigenen Körper zu erleben, wie schnell der Sauerstoff zur Neige gehen kann, wenn zwei ungünstige Umstände zusammenkommen. Genau aus diesem Grund muss man immer eine große Reserve einplanen. 😓 Solche Probleme kennen wir von Bootstauchgängen nicht.

    Im anschließenden Schnorchelgang mit Lisa entdeckten wir eine fabulöse Qualle (ohne lange Nesseln), die majestätisch durchs Wasser flöpte sowie einen Feuerfisch (und diesmal haben wir es auf Videooo). 😁
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  • Day77

    Zauber des Ozeans

    June 16 in Malaysia

    Grade ist ein sehr interessanter Wandel auf der Insel zu beobachten. Etliche Läden öffnen wieder, es gibt eine große Essensauswahl und insgesamt fühlt sich der Alltag nicht mehr nach einem Überlebenskampf voller Abstriche an. Wir sind auf jeden Fall jetzt schon sehr gespannt auf die nächst größere Stadt die uns auf der Reise unterkommt und was wir dort dann erst alles sehen werden. 😯
    Etwas über 400 Chinesen hausen grade auf dem selben Strand wie wir und etwa 240 davon rauschten gegen Mittag mit sage und schreibe 12 Booten auf eine kleinere, vorgeschobene Insel zum Schnorcheln. Das bedeutet, dass wir den Strand ganz für uns hatten! 😄
    Jonas übte sich weiter im Free Diving und wir erblickten nicht nur einen Tintenfisch und seltene Engelsfische, sondern auch lange, schmale Fische mit großen 'Nasen', über die wir unbedingt noch mehr in Erfahrung bringen müssen. 🐠 Außerdem kreuchte eine sehr große Moräne am Meeresboden entlang. Das und mehr gibts irgendwann mal im Video zu bestaunen. 😉
    Abends ging es dann nochmals gemeinsam ins Wasser. Da die Flut noch immer sehr hoch war und man weiter draußen nur wenig erkennen konnte, hielten wir uns eher im flachen Wasser auf. Dort bemerkten wir sofort, dass es sich dort hauptsächlich Baby- und Jungfische aller Arten gemütlich gemacht haben. Eigentlich wollten wir nach der Baby-Moräne von letztens Ausschau halten, stattdessen sahen wir kleine Fischschulen, einen Mini-Oktopus, zwei Baby-Cuttlefische und einen Feuerfisch, der sehr gefährlich und exponiert im flachen Wasser hockte. Mit den vielen chinesischen Beinchen die dort rumtrampeln kann das bestimmt auch schnell schief gehen, denn das Gift dieser Feuerfische ist hochgefährlich! Die Cuttlefische sind zumindest wirklich zum Knuddeln und wie auch der Oktopus und der Tintenfisch sind diese sehr geschickt im Tarnen, da sie schlagartig ihre Farbe ändern können. 😮😍
    Lisa hatte ein ganz besonders scharfes Auge und da zeigt sich mal wieder, dass man zu zweit einfach viiiel mehr sieht als allein. 😀👍
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  • Day76

    Salamat hari raya

    June 15 in Malaysia

    Nach langem Ausschlafen ging es heute eigentlich nur zum Schnorcheln (in Gesellschaft HUNDERTER Chinesen) und zum Mampfen. Die Chinesen machten wie üblich alles kaputt und das Essen war wie immer lecker. Im Wasser übte Jonas sich ein bisschen im Free Dive, wobei er nur mit seinem Lungenvolumen auf Tiefen bis 10 m taucht und dort etwas verharrt. Macht total Spaß und ist sehr abenteuerlich! 😃
    Die ansässige Bevölkerung putze sich wiederum ordentlich raus. Wir hörten sogar einen Staubsauger!! In schicken Gewändern waren dann malaiische Männer und Frauen überall zurückhaltend das Ende des Ramadan am feiern. ..bis auf die Feuerwerkskörper.. 🎆😲🎇

    Heute ist uns zudem ein interessanter Baum aufgefallen. Dieser an sich unscheinbare Grünling fällt Tagsüber eigentlich nur durch seine ungewöhnliche kubische Fruchtform auf. Nach kurzer Suche entdeckt man dann auch weiße Knospen. Da hat es uns natürlich gewundert, wie wohl die Blüte in voller Pracht aussehen mag?! Also suchten wir eine Knospe die vermeintlich kurz vorm Erblühen stand. Am nächsten Tag war weder Blüte noch Knospe mehr vorhanden. 😳⁉
    Nach weiteren Beobachtungen fanden wir heraus, dass dieser Baum wohl nur Nachts blüht! Diesen Prozess mussten wir natürlich festhalten (siehe Fotos). Wunderschön was man so entdeckt, wenn man etwas genauer hinschaut. 😍
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  • Day75

    Ölpinguine

    June 14 in Malaysia

    Wir sind enttäuscht von den Menschen! Am Strand haben wir offensichtlich eine Ölquelle gefunden. Die schwarzen Tropfen erinnern im ersten Moment an Steine oder Algen, entpuppen sich allerdings als Motorenöl. Dieses ist ja bekanntlich weder gesundheitfödernd noch umweltfreundlich und so hatten wir alle Mühe die klebrige Pampe von unserer Haut zu entfernen. Wir können uns nur vorstellen, wie sich ein Vogel oder jedes andere Lebewesen in einer schmierigen und zähflüssigen Ölschicht fühlen muss. Die Ansässigen, mit denen wir uns unterhielten, fragten sich auch schon seit einiger Zeit, wer dafür verantwortlich ist. Jedenfalls ist unser großes Mikrofasertuch für die Tonne und Jonas musste sich auch etwas von seiner kostbaren Tauchmaske kratzen... 😠
    Spontan entschloss er sich aber noch für einen Shore Dive bei den Marine Monkey Divers, bei dem man kein Boot für den Einstieg benötigt. Auf der Unterwassertour entdeckte er mit Guide Simon mehrere gigantische Porcupinefische, einen Cuttlefish, mehrere Putzergarnelen und Nudis. Zurück am Jetti (Pier/Steg) gab es dann gigantische Fischschwärme aller Art, drei Feuerfische und Babymoränen zu begucken. Sehr cool! 😍
    Einen kleinen Schreck gab es dann aber doch noch, weil der Steg offensichtlich von Anglern benutzt wird und etwa 30 cm vor Jonas Gesicht ein Angelhaken mit rasanter Geschwindigkeit an die Oberfläche gezerrt wurde. Wir dachte hier sei ein mariner Park und dennoch ist das Angeln dieser traumhaften Fische erlaubt? 😳⁉
    Heute ist außerdem Ende des Fastenmonats Ramadan mit zwei Nationalfeiertagen im Anschluss. Am Abend soll wie verrückt geballert werden und die folgenden Tage dienen eigentlich ausschließlich dem Essen - wir erwarten also ein Spektakel erster Güte. 😃

    Wie wir später herausgefunden haben ist es gar nicht erlaubt am Jetti zu tauchen.. da hätte man auch vorher drauf kommen können.. 😑 genau so wie es auch verboten ist zu Angeln oder die Fische zu füttern. Die Tatsache, dass man bei den MMD trotzdem am Jetti tauchen kann wirft im Nachhinein auch nicht das beste Licht auf den Laden. Wieder was gelernt. 😓
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  • Day74

    Übers Meer nach Tioman

    June 13 in Malaysia

    Auf dem Weg zu einer Reiseagentur zeigte sich Mersing am Morgen von seiner hübschen Seite: Streetart und bunte Bote. In der Agentur buchten wir eine Unterkunft auf Tioman und erworben die Fährtickets. Um aber letztendlich auf das Boot zu kommen musste man zunächst ins gegenüber liegende Gebäude zum Schalter W2 gehen, dort sein Ticket validieren lassen und sich dann bei Schalter W1 mit seinem Passport registrieren lassen. Anschließend sucht man Schalter R27 und entrichtet die Marine-Park Gebühr (6,5€ p.P.) beim netten Herrn im blauen Hemd. Nun darf man zum Pier, dort tauscht man 30 min vor Abfahrt sein Ticket gegen ein anderes ein - ganz einfach und sichert Arbeitsplätze. 😁
    Die schaukelige Überfahrt dauerte drei Stunden. Endlich wieder weißen, weichen Sand unter unseren Füßen! Nach dem Check-In bei Salang Mutiara schlüpften die Reisepinguine in ihre Schnorcheluniform und erkundeten das Hausriff. Was für ein Unterwasser-Traumgarten! Jonas erblickte nach wenigen Metern eine Baby-Moräne, während Lisa bereits die skurrilen und bunten Fische bestaunte. Später sahen wir auch noch einen scheuen Tintenfisch. Wir statten unseren neuen Nachbarn sicherlich täglich Besuch ab. 😄
    Leider müssen wir erneut feststellen, dass es offensichtlich gewisse Nationalitäten gibt (*hustchinesenhust*) die zwar nicht schwimmen können, dann aber mit Weste und Flossen bei Ebbe in Horden schnorcheln gehen. Durch die teilweise panischen Flossenbewegungen werden unachtsam die Korallen zerstört. Ein weiteres Problem stellt das überall verkaufte Fischfutter (Toastbrot 🍞) dar. Wie kommt man auf die Idee, dass man in einem Riff mit abertausenden Fischen, Futter zum Anlocken mitbringen muss?! 😳
    Im Endeffekt führt diese ständige Konditionierung dazu, dass selbst ein Fischhirn irgendwann Menschen mit Essen assoziiert. Selbst wenn man nur aufgesammelten Plastikmüll in der Hand hält drehen die Fische total am durch. Zwar ist das Treiben in einem Fischschwarm ein zauberhaftes Erlebnis, allerdings werden Leberflecken nach wenigen Sekunden des Stillstands fachfischig entfernt (Leberfleck=Essen). Sehr schmerzhaft. Außerdem fressen die Fische dann keine Algen mehr von den Korallen, was zu einem Absterben des Riffs führt. Doppelt Scheiße! Also merken: nicht auf Korallen stehen und keine Fische füttern, dann sind wir doch schon glücklich! 😒

    Später haben wir im Gespräch mit einem lokalen Taucher herausgefunden, dass die saisonale Fütterung zu einem Absterben aller angefütterten Fischarten führt, sobald die Touristen ausbleiben. Wenn die neue Saison dann wieder losgeht gibt es zum Beispiel keine Sergeant Major Fische mehr. 😕🐟💀
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  • Day73

    Auf nach Mersing

    June 12 in Malaysia

    Nach über zwei Wochen gemeinsamer Reise müssen wir uns heute von Max und Anna verabschieden. Wir verlassen Kuala Lumpur und wollen wieder an die Ostküste Malaysias, während die beiden einen Flieger nach Indonesien nehmen. Bevor wir in den Bus stiegen besuchten wir aber noch das National Museum, das wir bereits am Vortag in Bahnhofsnähe erspäht hatten. Besonders angetan waren wir von der liebevollen und offensichtlich patriotischen Aufarbeitung der Landesgeschichte. Von der prähistorischen Entwicklung der Landmassen und des vorgeschichtlichen Menschen ging es über die ersten Königreiche zu der Kolonialisierungszeit zum modernen Malaysia.

    In Europa war im 16. Jahrhundert besonders das Handelszentrum Melaka bekannt. Durch die Konvertierung des damaligen Sultans zum Islam kam es zu einem Aufschwung des Handels mit der arabischen Welt. 1511 sandten die Portugiesen eine Armada und besetzen die Stadt. In den folgenden Jahren kam es immer wieder zu einem Schlagabtausch zwischen Portugiesen, Niederländer und Briten, die sich mit verschiedenen regionalen Mächten verbündeten. Den vorläufigen Sieg errungen die Niederländer, die ihre Position bis ins 19. Jahrhundert halten konnten, bis die Briten ihre Kolonialisierungspolitik vorantrieben.
    Die ständige Besetzung in dieser Zeit beeinflusste das Land natürlich extrem, positiv wie negativ. Die englischen Spracheinflüsse im malaiischen sind unübersehbar, aber ebenso die Zerschlagung der Natur im Sinne einer Modernisierung.
    In den 60er Jahren erlangte Malaysia Unabhängigkeit, doch hatte noch mit bürgerkriegsähnlichen Konflikten und kommunistischen Guerrilla-Gruppierungen zu kämpfen. Inzwischen ist Malaysia ein modernes und erschlossenes Land, in dem sich die Vergangenheit durch den einzigartigen Nationalstolz aller Ethnien widerspiegelt. Denn Malayen, Chinesen, Inder und viele andere Volksgruppen haben diesen Staat aufgebaut und leben hier schon seit langer Zeit gemeinsam. 🌺

    Anschließend hüpften wir in unseren Bus nach Mersing. Dazu ging es vom Hauptbahnhof in die KLIA Bahn (Kuala Lumpur International Airport) zum Bus Terminal. Das moderne und schicke Gebäude erinnert eher an einen Flughafen, als an ein Busbahnhof. Wir waren auf jeden Fall positiv überrascht! ☺👍
    Diesmal war der Bus aber kaum klimatisiert - es muss ja immer Abweichungen von der Regel geben. Die kurvenreiche Fahrt, bei der die Vorhänge immer von rechts nach links rutschten und die kleinen Lüftungsschlitze zuklappten, sorgte bei einigen Mitfahreren für eine würg-lich unvergessene Fahrt. 😵🙊 Nach fünfeinhalbstündiger Tortur kamen wir in Mersing an. Dort hatten wir dann leider Pech und das bisher schlechteste Essen in Malaysia. Naja, bald schlemmen wir wieder. 😉
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